Sonntag, 23. Oktober 2022

Rezension: `Das Los der Männer` von Ellin Carsta

 

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Spannender sechster Teil!!








 

Im nunmehr schon sechsten Teil der Falkenbach Saga geht es wieder hoch her. Wir schreiben das Jahr 1939 und Adolf Hitler beginnt den Krieg mit Polen. Die Familien Falkenbach und Lehmann sind besorgt, dass die jungen Männer eingezogen werden. Die Erfahrungen, die Paul Friedrich und Wilhelm im Krieg machen mussten, möchten sie den Söhnen ersparen.

Paul Friedrich feiert seinen 60. Geburtstag und an diesem Tag stellt er die Weichen dafür, und niemandem fällt etwas auf, denn nach außen hin ist er ein treuer Parteigenosse.

Zusammen mit Wilhelm und einem anderen Gegner Hitlers schmieden sie an diesem Abend einen Plan, doch davon darf auf keinen Fall jemand erfahren. 

Wilhelmine bekommt Post von Martin und ist heilfroh, dass er noch lebt. Clara hat ein großes Problem und Elisabeth ist nicht ganz glücklich mit der Situation zuhause. Käthe fühlt sich befreit nach Heinrichs Tod und ist glücklich, ihren Sohn wieder bei sich zu haben.

Gustav macht im Schreibtisch seines Vaters eine Entdeckung und weiß nicht, wie er damit umgehen soll.

Ellin Carsta schreibt, wie man es gewohnt ist, in kurzen Kapiteln aus der Sicht unterschiedlicher Personen. Zum besseren Verständnis findet man ein herausnehmbares Lesezeichen mit dem Stammbaum der Familien. Hitlers Rede am Anfang des Buches hätte ich in voller Länge jetzt nicht gebraucht, aber andererseits wird einem dadurch der ganze Wahnsinn noch einmal vor Augen  geführt.

`Das Los der Männer` hat mich wieder sehr gut unterhalten, und es zeichnet sich für den nächsten Teil schon einiges ab. Ich könnte mir vorstellen, dass besonders Gustavs weiterer Weg interessant wird.

Bei jedem neuen Band der Falkenbach Saga fühlt es sich für mich an, als kehre man auf Urlaub zur Familie zurück.

Ganz klare Leseempfehlung für die Falkenbachs!


                     


Mittwoch, 19. Oktober 2022

Rezension: `Die Haushälterin` von Joy Fielding

 

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Joy Fielding wieder in alter Form!!









Seit Jahren leidet Jodis Mutter an Parkinson, und langsam wird es für den Vater alles zu viel. Jodi ist heilfroh, als sie eine Haushälterin für ihre Eltern findet, die vor den Augen des Vaters bestehen kann. Es ist einfach zu schön, um wahr zu sein, wie die Perle Elyse auch den Rest der Familie direkt begeistert.

 Als kurz darauf die Mutter verstirbt, denkt niemand etwas Böses. Erst nach und nach wird klar, was Elyse im Schilde führt. Und auf einmal wird es für Jodi und ihre Schwester Tracy schwierig, an den Vater  heranzukommen. Er sieht nicht ein, dass nun alles in die Richtung gelenkt wird,  die Elyse von vornerein geplant hat.

Joy Fielding hat wieder einen brillanten Roman geschrieben, der erstmal recht unspektakulär anfängt. Aber dann immer mehr an Fahrt aufnimmt, sodass ich irgendwann nicht mehr aufhören konnte zu lesen.  Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, Jodi, die Vernünftige, ihre Schwester Tracy, die Lockere, der Vater, ein unsensibler Despot, Harrison, der erfolglose Schriftsteller und natürlich Elyse, die skrupellose Erbschleicherin. 

Joy Fielding hat ein wahres Albtraum Szenario beschrieben, dem die Schwestern fast machtlos gegenüber stehen. Solange der Vater nicht merkt, was los ist, sind ihnen die Hände gebunden. Genauso wie der Polizei, an die sie sich wenden.

`Die Haushälterin` ist spannend und fesselnd und genau das, was ich von einem guten Buch erwarte.


Dienstag, 18. Oktober 2022

Rezension: `Das Tor zur Welt- Hoffnung` von Miriam Georg

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Noch besser als der erste Band!













 Im zweiten Band der Auswanderer Saga kehrt Claire nach Hamburg zurück. Aus Scham traut sie sich nicht, ihre Mutter oder Ava zu besuchen. Als sie feststellt, dass Dr. Schwab nun als Agathas Verlobter in ihrem Elternhaus ein und aus geht, hat sie noch mehr Bedenken. Es besteht nach wie vor die Gefahr, dass er sie in  eine Anstalt einweisen lässt. Dann hat Quint eine rettende Idee...

Ava hat ihren Traum von Amerika erst einmal hinten angestellt, doch sie kümmert sich gerne um Agatha, die sehr darunter leidet, dass ihre Tochter verschwunden ist. Und auch Quint ist ihr immer ein treuer Freund. Wills Pflichtbewusstsein seiner Familie gegenüber hindert ihn immer noch daran, sich zu Ava zu bekennen. 

Miriam  Georg hat den zweiten Teil der Auswanderer Saga extrem raffiniert geschrieben. Es kommen immer wieder Passagen in Kursivschrift vor, die den Leser verwirren und neugierig machen. Eine Frage beschäftigte mich fast ununterbrochen während des Lesens. Um wen handelt es sich auf der `Imperator?` 


`Das Tor zur  Welt- Hoffnung` ist sehr spannend, und ich fand es noch besser als den ersten Band, obwohl der mir auch schon gut gefiel.

Zum besseren Verständnis empfehle ich aber, den ersten Teil vorher zu lesen, auch weil einem sonst eine tolle Geschichte entgeht.

Ganz klare Leseempfehlung für die beiden Bände!!

                              


Montag, 17. Oktober 2022

Gewinnspiel `MIMIK`!!!!!!!

 


Ihr Lieben, habt Ihr Lust auf  `MIMIK`???
 
Da ich in diesem Jahr nicht zur Buchmesse fahre, habe ich ein schönes Gewinnspiel vorbereitet.💓

Am 25.10.2022 erscheint der neue Psychothriller von Sebastian Fitzek, und Ihr könnt eins von drei druckfrischen Exemplaren gewinnen!! 
Na, wie findet Ihr das?? 😊






Worum geht es im neuen Thriller von Sebastian Fitzek?

Ein winziges Zucken im Mundwinkel, die kleinste Veränderung in der Pupille reichen ihr, um das wahre Ich eines Menschen zu „lesen“: Hannah Herbst ist Deutschlands erfahrenste Mimikresonanz-Expertin, spezialisiert auf die geheimen Signale des menschlichen Körpers. Als Beraterin der Polizei hat sie schon etliche Gewaltverbrecher überführt.

Doch ausgerechnet als sie nach einer Operation mit den Folgen eines Gedächtnisverlustes zu kämpfen hat, wird sie mit dem schrecklichsten Fall ihrer Karriere konfrontiert: Eine bislang völlig unbescholtene Frau hat gestanden, ihre Familie bestialisch ermordet zu haben. Nur ihr kleiner Sohn Paul hat überlebt. Nach ihrem Geständnis gelingt der Mutter die Flucht aus dem Gefängnis. Ist sie auf der Suche nach ihrem Sohn, um ihre „Todesmission“ zu vollenden? Hannah Herbst hat nur das kurze Geständnis-Video, um die Mutter zu überführen und Paul zu retten. Das Problem: Die Mörderin auf dem Video ist Hannah selbst!

Ihr einziger Ausweg führt tief in ihr Innerstes ...



     
                                                     


        
Wenn Ihr  mehr über Sebastian Fitzek erfahren möchtet, guckt mal auf seiner Homepage KLICK 







Was müsst Ihr nun tun, um eines der begehrten Bücher zu gewinnen?

1.Gebt mir bei Facebook oder Instagram ein Like 👍

2.Bitte kommentiert hier, bei Facebook oder Instagram, markiert gerne eure Freunde und teilt, was das Zeug hält. 

3.Ihr müsst in Deutschland wohnen und mind. 18 Jahre alt sein, ansonsten brauche ich die Einwilligung eurer Eltern.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 



Bis zum 24.10.2022 um 23 Uhr habt Ihr Zeit, danach lose ich mit random.org aus.

Ich wünsche euch viel Spaß !!!🍀🍀🍀




Noch etwas zum Datenschutz:


Soweit im Rahmen der Aktion personenbezogene Daten von Teilnehmern erfasst werden (Vor- und Zuname, Anschrift, email Adresse), leite ich diese evtl. auch an Dritte - Autoren und Verlage - weiter, um einen reibungslosen Versand der Gewinne zu ermöglichen. Diese personenbezogenen Daten werden vom mir  ausschließlich zum Zwecke der Durchführung der Aktion erhoben und verarbeitet. Wenn Ihr am Gewinnspiel teilnehmt, erklärt Ihr euch damit einverstanden, dass euer Name im Falle eines Gewinns hier auf dem Blog und bei Facebook veröffentlicht wird.

              

Freitag, 7. Oktober 2022

Rezension: `Einsame Nacht` von Charlotte Link

 

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Nicht so spannend wie die Vorgänger!








In der Hoffnung, bei der Gelegenheit auf einen netten Mann zu treffen, meldet  Kate Linville sich zu einem Single Kochkurs an. Statt dessen muss sie direkt Undercover ermitteln, denn kurz bevor sie dort erscheint, wird eine der anderen Teilnehmerinnen, die schüchterne Diane, ermordet.

Es stellt sich heraus, dass die Fingerabdrücke auf der Tatwaffe bei einem alten Fall, in dem Kate mit Caleb Hale zusammengearbeitet hat und der nie aufgeklärt wurde, gespeichert wurden.

 Nun hat der gleiche Täter einen Mord begangen und wieder bleiben nur die Fingerabdrücke. Kate versucht zweigleisig zu ermitteln.

Zusätzlich muss sie sich noch mit der Altenpflegerin Mila befassen, um sie zum Tode einer alten Frau zu befragen. Doch Mila ist verschwunden und überall, wo sie sich aufgehalten hat, hinterlässt sie eine Spur des Todes. 

Charlotte Links Schreibstil ist wie immer fesselnd und sehr gut zu lesen, doch ich fand die Story oft langatmig und an manchen Stellen sehr unrealistisch. Dass gleich zwei Polizistinnen hintereinander den gleichen gravierenden Fehler begehen, war schon etwas albern.  `Einsame Nacht`  ist eines der wenigen Bücher von Charlotte Link, das ich mal einfach weglegen konnte, ohne zu fiebern, wie es weitergeht.

Die vorigen Bände der Reihe haben mir definitiv besser gefallen, und ich hoffe, der nächste Teil reißt mich wieder mit. Ich vergebe ganz knappe vier Sterne.


                                                


Sonntag, 2. Oktober 2022

Rezension: `Wohin die Wahrheit mich führt` von Jane Aiven

 

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Gemütliche Lektüre!!









Penny kennt nichts anderes als den Zirkus ihres Vaters, in dem sie als Artistin auftritt. Von ihrer Mutter weiß sie nur, dass diese die Familie verlassen hat, als Penny zwei Jahre alt war. Doch Penny fühlt sich nicht wohl in ihrem Leben, und als ihr Verlobter ihr Gewalt antun will, verlässt sie überstürzt den Zirkus.

Ihr Weg führt sie nach London, wo sie beginnt, sich auf die Suche nach ihrer Mutter zu begeben. Doch das Schicksal führt ihren Weg in ein kleines Café.

Die Autorin lässt Penny in der Ich- Form erzählen. Der Schreibstil hat mir gefallen und mich immer weiterlesen lassen. Penny findet Dinge über ihre Mutter heraus und deckt Familiengeheimnisse auf, die  ihr neues Leben extrem beeinflussen. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz, denn Penny lernt einen attraktiven jungen Arzt kennen. Jedoch was wird sein, wenn er bemerkt, dass ihre ganze Beziehung auf einer Lüge aufgebaut ist?

`Wohin die Wahrheit mich führt` ist eine Lektüre, die sich wunderbar für den Urlaub oder einige entspannte Stunden, in denen man einfach mal abschalten möchte, eignet.



                                   


Sonntag, 25. September 2022

Rezension: `Der finstere Pfad` von Jenny Blackhurst

 


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Spannender Psychothriller!!








Ich mag es, wenn man direkt ab der ersten Zeile von einer Story mitgerissen wird und weiterlesen muss. So ging es mir auch diesmal wieder bei Jenny Blackhursts neuem Thriller.

Laura scheint ein glückliches Familienleben zu führen. Sie hat einen tollen Mann, liebe Kinder und einen Job, der sie ausfüllt. Dass es ein dunkles Geheimnis in ihrer Vergangenheit gibt, versucht sie so gut wie möglich zu verdrängen. Doch dann entdeckt sie eine Schlagzeile in der Zeitung und alle Erinnerungen kommen wieder hoch.  

 Jenny Blackhurst erzählt auf zwei Zeitebenen, und in Rückblenden erleben wir ein junges Mädchen, das eine Campingtour macht und dabei ein Geschwisterpaar kennenlernt. Schon bald ist für den Leser ganz klar, wer das Mädchen war und wer es heute ist.

Aber natürlich hat Jenny Blackhurst  in die Handlung viele Wendungen und falsche Fährten eingebaut, die den Leser verwirren, denn anscheinend ist doch alles ganz anders.

  In Lauras Leben geschehen plötzlich Dinge, die sie nicht  mehr kontrollieren kann. Wer will ihr etwas Böses? Wer bedroht sie und ihre Familie? Laura hat einen ganz klaren Verdacht und wird alles tun, damit niemand ihr Leben, das sie sich aufgebaut hat, zerstört.

Häufige Sprünge in die Vergangenheit sorgen für Abwechslung und Nervenkitzel, und viele Cliffhanger am Ende der Kapitel tun ihr Übriges.

Bis zum Schluss war die Story durchweg fesselnd, nur die Auflösung fand ich ein wenig zu konstruiert. Trotzdem tat das der Spannung keinen Abbruch und somit ist Jenny Blackhurst mal wieder ein mega Psychothriller gelungen.




Ich danke  Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Montag, 12. September 2022

Rezension: `Blutvogel` von Astrid Korten

 

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Sooo spannend!!!









Taubendorf, 1965. Nach außen wirken die Wolkows wie eine normale Familie und gelten als vorbildliche Mitglieder ihrer Glaubensgemeinschaft. Niemand ahnt, welche Dramen sich hinter den Mauern des Hauses abspielen.

Der Vater, ein fanatischer Despot, schlägt in seinem religiösen Wahn oft mit der Peitsche zu, und auch der Pfarrer kommt gerne und hilft auf eine abartige Art.

Aljona, die Tochter, bekommt das besonders häufig zu spüren, denn eine eigene Meinung wird nicht toleriert.

22 Jahre später. Der verhasste Vater ist dement, die Mutter hat die Familie verlassen. Die Geschwister sind allesamt `verkorkst.` Jedes litt auf eine andere Art unter dem religiösen Wahn des Vaters. Johann, der älteste, ist inzwischen genauso ein fanatischer Tyrann, die Schwester Esther lebt nur nach außen ein gottesfürchtiges Leben, und Aljona und der jüngere David haben beide mit Gott nichts am Hut.

 Aljona kümmert sich trotzdem um den alten Vater, den sie abgrundtief hasst. Dauernd fragt man sich, warum sie sich das antut und ihn nicht verlässt. Dass es dafür einen Grund gibt, erschließt sich dem Leser erst später.

Als auf Aljona geschossen wird, kommen nach und nach Geheimnisse ans Licht, und Dinge werden aufgedeckt, die jahrzehntelang verschwiegen wurden. Was ist in dieser Familie Schreckliches unter dem Deckmantel und mit der Hilfe der Glaubensgemeinschaft passiert, und warum hat niemand etwas dagegen unternommen?

Astrid Korten hat wieder einen mega spannenden Thriller geschrieben. 

Ich war von Anfang an total gefesselt von der Story und habe fast eine Nacht durchgelesen. Die düstere Atmosphäre zieht sich durch das ganze Buch und der religiöse Fanatismus wirkt extrem beklemmend. Wenn man dahinter blickt, stellt sich heraus, dass gerade viele Mitglieder der Glaubensgemeinschaft sündiger sind als alle anderen.

Astrid Korten hat es mit `Blutvogel` mal wieder geschafft, mich vollkommen zu begeistern.


                                   



Mittwoch, 7. September 2022

Rezension: `Das Geheimnis des Pilgers` von Petra Schier

 

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Es geht spannend weiter!!


















Koblenz, 1379. Der zweite Band der Pilger Trilogie hat mir um einiges besser gefallen als der erste Teil. Dort  kam ich wegen der vielen Figuren dauernd durcheinander und konnte erst zum Ende hin richtig in die Geschichte abtauchen.
`Das Geheimnis der Pilgers`  knüpft direkt an die letzten Geschehnisse an. Reinhild und Conlin haben sich entschlossen, die Ehe einzugehen, allerdings ursprünglich nur aus Zweckmäßigkeit.

Diesmal erfahren wir auch viel von Palmiro. Er hat seine große Liebe verloren und glaubt nicht, dass ihm noch einmal solche Gefühle widerfahren. Doch dann tritt jemand in sein Leben...

Auch ansonsten tut sich viel. Wertvolle Pelze werden gestohlen, Conlin erhält den Titel des Grafen, Reinhilds Schwester sucht einen Ehemann, obwohl man den Eindruck hat, er steht direkt vor ihrer Nase.

Wieder einmal beschreibt Petra Schier den Alltag im Mittelalter so farbenfroh und bildhaft,  dass die Vergangenheit vor den Augen des Lesers lebendig wird. 
 
  Diesmal hat sie mehrere Kapitel einem `sündigen Thema` gewidmet, das es offiziell nicht gab, aber insgeheim viel praktiziert wurde. So wurde es keine Minute langweilig, sondern der Spannungsbogen blieb konstant oben. Reinhild, Conlin und Palmiro sind mir inzwischen ans Herz gewachsen, und ich freue mich nun auf den dritten und letzten Band.


                                              




Donnerstag, 1. September 2022

Rezension: `Schloss Liebenberg- Hinter dem hellen Schein` von Hanna Caspian

 

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Wunderbarer Auftakt zu einer neuen Reihe!










1906. Für die junge Adelheid wird ein Traum wahr!! Sie, die Tochter eines Tagelöhners, wird ausgewählt, um als Stubenmädchen auf Schloss Liebenberg zu arbeiten. Sie ist überglücklich, denn endlich kann sie aus der armseligen Hütte ihrer Eltern ausziehen und bekommt jeden Tag genug zu essen. 

Hanna Caspian hat wieder einen Roman geschrieben, den man nicht zur Seite legen kann. Zuerst fehlte mir, wie man es aus `Gut Greifenau` gewohnt war, die Sichtweise der Fürstenfamilie. Die Reihe `Schloss Liebenberg` ist aber ganz anders, hier wird hauptsächlich über die Bediensteten erzählt. Nach nur wenigen Kapiteln war ich voll in der Geschichte drin und fieberte mit. Weil Adelheid direkt als Stubenmädchen und nicht als Hausmädchen anfängt, ruft ihr Einzug auf Schloss Liebenberg natürlich bei den anderen Bediensteten Neider auf den Plan, und ihr wird das Leben schwer gemacht. Die unteren Bediensteten sind den oberen komplett ausgeliefert und viele missbrauchen ihre Machtposition.  So versucht Adelheid sich an den Leitspruch zu halten. `Gewissenhaft arbeiten und dabei unsichtbar bleiben.` Aus diesem Grund bekommt sie auch nicht sofort mit, dass sich auf dem Schloss etwas verändert. Gegen den Fürsten werden schlimme Anschuldigungen erhoben, was sich noch zu einem der größten Skandale des deutschen Kaiserreichs ausweiten wird.

Der Auftakt zur neuen Reihe behandelt die Jahre 1906 und 1907. Da mir über den großen Skandal nichts bekannt war, fand ich es spannend, darüber zu lesen. Adelheid ist eine sympathische Protagonistin, aber auch die anderen Charaktere sind sehr gut beschrieben. `Hinter dem hellen Schein` gehört wieder zu den Geschichten, in die man vollkommen abtauchen kann und immer weiterlesen möchte. Ich bin gespannt, wie es mit Adelheid und den anderen Bediensteten im Schloss Liebenberg weitergehen wird und natürlich auch, wie sich der große Skandal um den Fürsten entwickelt.