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Montag, 23. Juli 2012

Rezension : Mutterliebst von Antoinette van Heugten


* * * * *


Psychohammer !!!!





Dieses Buch gab es neulich bei Amazon gratis für den Kindle. Ich habe es mir mal heruntergeladen, aber ich bin ohne große Erwartungen dran gegangen.
`Mutterliebst` hat mich umgehauen; ich konnte es kaum aus der Hand legen, so spannend fand ich es.
Daniellle Parkman, eine erfolgreiche Anwältin, lebt allein mit ihrem autistischen Sohn Max. Seit Jahren bekommt Max Medikamente, doch sein Verhalten verändert sich in letzter Zeit. Danielle versteht ihren Sohn immer weniger und als sie auch noch herausbekommt, dass er Selbstmordgedanken hat, gibt es nur noch eine Lösung : Maitland !! 
Maitland ist eine sehr angesehene Klinik für Jugend-Psychiatrie. Dort erhofft sich Danielle Hilfe für sich und Max.
Mit der Ankunft in  Maitland beginnt für Mutter und Sohn ein Alptraum. 
Die Ärzte verbieten Danielle längere Besuche  und sind auch nicht sonderlich kooperativ. Max`Verhalten wird immer gewalttätiger und Danielle hat keine Möglichkeit, ihren Sohn wieder mitzunehmen.
 Alles deutet daraufhin, dass sie als Mutter die zunehmende Gewaltbereitschaft ihres Sohnes nicht erkannt hat oder nicht sehen wollte.
Völlig verzweifelt legt sich Danielle mit den Ärzten an, doch der Schuß geht nach hinten los.
Das Klischee der Halbgötter in Weiß wird hier hervorragend bedient..
Es wird ihr jeglicher Kontakt zu Max untersagt.
Und plötzlich passiert der Mord !  Ein anderer jugendlicher Patient wird brutal erstochen und Max gilt als der Tatverdächtige.
Der Roman ist so fesselnd geschrieben; man kann quasi mitfühlen, was Danielle und Max durchmachen.
Auch die arroganten Ärzte kann man sich genau vorstellen. Dazu die schludrige Polizeiarbeit, das wenig kooperative Klinikpersonal . Für Danielle ist es immer noch unvorstellbar, dass Max ein  Mörder sein soll . Doch alle Beweise sprechen gegen ihn und auch sie kommt langsam ins Schwanken.
 Kann es wirklich sein, dass ihr Junge einen anderen brutal absticht ??
Allerdings stößt sie auf einige Ungereimtheiten, die die Klinik und auch die Ermittlungsarbeiten betreffen.
Doch Danielle rennt immer weiter gegen Mauern des  Schweigens; niemand ist bereit, ihr zu glauben, dass irgendwas an der Sache nicht stimmt.
Ich kann das Buch wirklich empfehlen, egal ob man selbst Kinder hat oder nicht. Es ist ein richtiger Psychothriller , spannend von der ersten bis zur letzten Seite.