Samstag, 30. März 2024

Rezension: `Ostseefinsternis` von Eva Almstädt

 

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Alte Feindschaften!










Kommissarin Pia Korritki ist gerade zu dem gemeinsamen Urlaub mit Marten und Felix aufgebrochen, als sie gebeten wird, die Ermittlungen an einem neuen Fall ganz in der Nähe aufzunehmen.

In der Hoffnung, dass es sich nur um ein paar Stunden Arbeit handelt, fährt Pia zum Tatort.

Benno Hagendorf ist tot am Strand aufgefunden worden, und alles deutet auf ein Verbrechen hin. Hat dieser Fall etwas mit dem Angriff auf Stella Böttcher vor einigen Tagen zu tun? 

Leider stellt sich die Ermittlung als sehr komplex heraus, und Pia wird ihre beiden Männer einige Zeit sich selbst überlassen müssen.

Die Familien Hagendorf und Böttcher sind seit vielen Jahren zerstritten und es gestaltet sich schwierig, etwas herauszufinden, da niemand über die alte Fehde reden möchte.

Ich liebe die Reihe von Eva Almstädt, wenn ich auch `Ostseefinsternis` diesmal etwas langatmig fand. Trotz der vielen Tatverdächtigen haben sich einige Längen im Mittelteil eingeschlichen.

Insgesamt war jedoch der 19. Fall wieder spannend, wenn auch die Auflösung nicht ganz so überraschend kam.


                       


Donnerstag, 28. März 2024

Rezension: `Die Lügnerin´ von K.L. Slater

 

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Packender Thriller!!









Judi geht ganz darin auf, für ihre Familie zu sorgen. Nachdem ihre Schwiegertochter verstorben ist, kümmert sie sich aufopfernd um ihren Sohn Ben und die beiden Enkel. Sie genießt es, die einzige Frau im Leben ihres Sohnes zu sein.

Das ändert sich, als Ben eines Tages die junge Amber kennenlernt. 

Amber versucht von Anfang an, Judi aus dem Leben ihres Sohnes und auch aus dem ihrer Enkel zu verdrängen. Judi fühlt sich nicht mehr gebraucht. Ein schlimmes Gefühl für sie...

Die Handlung wird abwechselnd aus Judis und aus Ambers Blickwinkel erzählt. Die Leser wissen, dass Amber etwas im Schilde führt, aber was es ist, bleibt erstmal verborgen.

Während des Lesens begleiten einen viele offene Fragen. Warum will Amber unbedingt einen Platz in Bens Leben? Wem will sie wirklich schaden? Ben, Judi oder deren Mann Henry?

Die kurzen Kapitel und eine sich rasant entwickelnde Handlung haben mich an das Buch gefesselt.

Das Ende konnte man nicht unbedingt voraussehen, denn das war wirklich außergewöhnlich überraschend.

Mit `Die Lügnerin` ist K.L. Slater wieder ein packender Psychothriller gelungen. 



Dienstag, 19. März 2024

Rezension: `Der Aufbruch der Geschwister` von Ellin Carsta

 

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Bin wieder begeistert!!









Bernried, 1941. Es herrscht Krieg, der auch das Leben auf Gut Falkenbach sehr beeinträchtigt.

Paul Friedrich hat für Wilhelmina eine Wohnung in München gemietet, dort soll sie an der Reitschule arbeiten. Das bedeutet ungeahnte Freiheiten für die junge Frau. 

Währenddessen hat ihr Vater aber etwas ganz anderes im Sinn und wieder stellt man als Leser fest, wie überaus genial er agiert. Er denkt jeweils 10 Schritte voraus und kommt seinen Gegnern immer zuvor. Nach außen hin ist er ein treuer Anhänger des Führers, aber innen sieht es vollkommen anders aus. Als sein besonderer Feind Wegner ihm ein Angebot macht, wittert Paul Friedrich sofort eine Falle und hat eine Idee, die allerdings mehr als riskant ist.

Gustav kann das Elend in der Anstalt nicht mehr ertragen und leidet furchtbar. Nach und nach reift ein Plan in ihm, der aber sein Leben und das der ganzen Familie gefährdet.

Ferdinands Frau Elisabeth ist dem Führer treu ergeben und das gefällt den anderen überhaupt nicht, vor allem wissen sie nicht, inwieweit man ihr noch trauen kann.

Trotz unterschiedlicher Meinungen halten die Falkenbachs und Lehmanns in brenzligen Situationen aber doch immer zusammen und treten geschlossen auf.

Auch Ellin Carstas neunter Band um die beiden Familien hat mich genauso wie die vorigen begeistert. Eigentlich mag ich keine endlos langen Geschichten, doch hier passiert jedesmal so viel, dass mir nicht eine Minute langweilig war. Von mir aus kann es noch viele Bände rund um die Falkenbachs geben.






Dienstag, 12. März 2024

Rezension: `Achtsam morden` von Karsten Dusse

 


Unbedingt lesen!
















Björn Diemel ist ein erfolgreicher Anwalt, nur besteht sein Klientel hauptsächlich aus Unterweltgrößen. Kaum findet er noch Zeit für seine Frau und Tochter, seine Mandanten erwarten Bereitschaft rund um die Uhr. Denn niemand raubt oder mordet nur von acht bis vier. Björns Frau wird immer unzufriedener und drängt ihren Mann, einen Achtsamkeitskurs zu besuchen. Ihr zuliebe geht er zu einem Coach, doch wider Erwarten gefällt ihm diese Art der Entschleunigung und er versucht, es tagtäglich anzuwenden.

Das Buch habe ich in zwei Abenden verschlungen. Es ist spritzig, witzig geschrieben und mit einer ordentlichen Portion schwarzen Humors versehen. Äußerst makaber, zu welchen Mitteln Björn greift, nur um alle Probleme achtsam anzugehen. 
Er nimmt das Training sehr ernst und lässt sich weder durch mündliche Drohungen noch durch Waffen aus der Ruhe bringen.

Wenn ihm eine Situation nicht geheuer ist, holt er zuerst seinen Achtsamkeitsratgeber aus der Tasche und liest die entsprechende Anleitung. Erst dann handelt er achtsam, man soll ja nichts überstürzen. Dadurch verwirrt er die Menschen in seiner Umgebung total.
Wer  diese Art von Humor mag, muss  `Achtsam morden` unbedingt lesen. 
Es gab so viele Stellen, an denen ich lauthals lachen musste.
Eine herrlich ironische Krimikomödie, die mich bestens unterhalten hat.


                                    



Freitag, 8. März 2024

Rezension: `Die Entführung` von John Grisham

 

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Grisham wieder in seiner alten Form!!






An `Die Firma` kann ich mich kaum erinnern, es ist zu lange her, dass ich das Buch gelesen habe. Das ist aber auch nicht schlimm, denn `Die Entführung` ist ein eigenständiger Roman und man braucht kein Vorwissen.

Der Anwalt Mitch McDeere wird von seinem alten Freund und Mentor gebeten, ihn in einem internationalen Rechtsstreit zu unterstützen.

Zusammen mit Giovanna, der Tochter seines Freundes, reist Mitch nach Libyen, um vor Ort agieren zu können. Dann geht alles schief, und Giovanna wird bei einem Überfall von kaltblütigen Mördern und Terroristen entführt. Es wird ein Lösegeld von sagenhaften 100 Millionen gefordert, und Mitch und seinen Kollegen fällt die Aufgabe zu, das Geld aufzutreiben. Dabei steht auch seine Familie im Visier der Täter.

`Die Entführung` hat mit sehr gut gefallen. Es war mal wieder ein Grisham ganz nach meinem Geschmack. Eine juristische Raffinesse zum Schluss, wie in den ersten Grishams, gibt es leider schon lange nicht mehr, aber dieser Roman konnte mich trotzdem begeistern.  Die Handlung spielt 2005, und die Zustände und politische Situation in Libyen ist erschreckend. Grauenvolle Hinrichtungen, die extra gefilmt werden, erschüttern und schockieren Mitch und diejenigen, die in den Entführungsfall involviert sind. Sehr interessant und spannend wird beschrieben, auf welchen Wegen man soviel Geld zusammenbekommen kann. Und über allem schwebt die Frage, ob Giovanna noch lebt.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung für `Die Entführung.`


Sonntag, 3. März 2024

Rezension: `Was Du verschweigst` von Jutta Maria Herrmann

 

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Nichts ist, wie es scheint!
















Katies Schwester Maren spricht ihr verzweifelt auf die Mailbox, kurz darauf ist sie tot. Katie lässt die letzte Nachricht keine Ruhe und sie fährt nach Berlin, wo Maren lebte.
Seit Katies kleine Tochter Lea unter Marens Obhut verschwand und nie wieder auftauchte, ist das Verhältnis der Schwestern ziemlich abgekühlt.
In Berlin liest Katie Marens Marens Tagebuch und es stellt sich heraus, dass die Geschichte über Leas Verschwinden nicht so passiert sein konnte, wie Maren sie dargestellt hat.
Was ist mit Lea passiert? Lebt sie vielleicht noch?

Jutta Maria Herrmann hat eine Vorliebe für außergewöhnliche Themen. Was Katie in Berlin alles veranstaltet, um mehr über Marens Todesursache und den Verbleib ihrer Tochter herauszufinden,
ist schon irre. 
Für den Leser ist alles sehr undurchsichtig, was natürlich die Spannung erhöht.
 Erst zum Schluss löst sich alles auf und man erfährt, was wirklich geschehen ist.
`Was Du verschweigst` ist ein Thriller mit vielen Wendungen und einem völlig unvorhersehbaren Ende.

                                       



Freitag, 1. März 2024

Rezension: `Die falsche Schwester` von Rose Klay

 

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Unerwartete Plot Twists!






Effie ist vollkommen erschüttert, als ihre kleine Tochter Lulu verschwindet. Wiederholt sich das, was vor 25 Jahren mit ihrer eigenen Schwester Mila passiert ist? Das kleine Mädchen verschwand und tauchte nie wieder auf.

Noch hofft Effie auf eine Lösegeldforderung, denn es ist bekannt, dass ihre Familie sehr reich ist. Doch nichts passiert in der Richtung, und irgendwie benehmen sich ihre Eltern und die engen Freunde  merkwürdig. Effie fühlt sich allein gelassen. Dazu kommen noch diese kurzen Ohnmachtsanfälle mit anschließenden Erinnerungslücken, die sie plötzlich befallen.

Der neue Thriller von Rose Klay lässt zu Beginn nicht erahnen, wie er sich entwickeln wird. Zuerst stehen alle Familienmitglieder fest zusammen, doch nach und nach bröckelt die Fassade der heilen Familie.

Effie weiß nicht mehr, auf wen sie sich verlassen darf und auf wen besser nicht, sogar die Polizei erscheint ihr nicht mehr vertrauenswürdig.

`Die falsche Schwester` ist ein unblutiger Thriller voller Drehungen und Wendungen. Zu Anfang dachte ich oft, dass die Handlungen nicht passen, dass sich niemand so benimmt. Nachdem ich aber die ganze Wahrheit kannte, sah das völlig anders aus und vieles konnte ich anschließend verstehen und nachvollziehen.



                                              



Donnerstag, 29. Februar 2024

Rezension: `Beelitz Heilstätten` von Lea Kampe

 

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Spannend und berührend!














Berlin, 1938. Die junge Studentin Antonia wird mit der Diagnose Tuberkulose vorsichtshalber in die Beelitzer Heilstätten eingewiesen. 
Antonias Beschwerden bessern sich schnell, trotzdem muss sie dort ausharren. 
Der junge Arzt Dr. Westphal gefällt Antonia, aber beide sind zu schüchtern, um sich näherzukommen.  
Interessant fand ich den streng reglementierten Ablauf und die Therapien in der Lungenklinik, wenn man es aus heutiger Sicht betrachtet.

Die Geschichte macht einen großen Zeitsprung, und wir finden uns mitten im zweiten Weltkrieg wieder. Antonia hat ihr Studium fast beendet, ist gesund und möchte sich auf Lungenheilkunde spezialisieren. Da Ärzte knapp sind, darf sie schon in den Beelitzer Heilstätten mitarbeiten. Und dort trifft sie auch Dr. Westphal wieder....


Das war mein erstes Buch von Lea Kampe und ich bin begeistert. Der Schreibstil hat mir direkt gefallen, ich war ab Seite eins in der Geschichte drin.

 Unter dem NS Regime bedeutete lungenkrank ein minderwertiges Leben und wenn dann noch eine schlechte Zukunftsprognose bestand, war ein Aufenthalt in Beelitz zu teuer für den Staat. Immer fanden sich Ärzte, die schwerkranke Patienten in ein furchtbares gefängnisähnliches Heim ohne ärztliche Versorgung abschoben, in dem sie qualvoll verendeten. 
Antonia und auch Dr. Westphal versuchen zu helfen, wo sie können, auch wenn sie sich dabei in große Gefahr begeben.
`Beelitz Heilstätten` war ein spannender und interessanter, aber auch emotionaler und berührender Roman, den ich gerne empfehle.

                             

Mittwoch, 28. Februar 2024

Rezension: `Schatten des Todes` von Astrid Korten

 

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Historischer Krimi!









Berlin,1929. Harry Schneider, Sicherheitschef der Universal Filmstudios, wird zu einem Unfall gerufen. Die junge Mitarbeiterin Tanya wurde tot zwischen den Filmkulissen aufgefunden. Die Polizei tut es schnell als Unfall ab, doch daran glaubt Harry nicht so ganz. Er versucht auf eigene Faust herauszufinden, was geschehen ist. Als er die schöne Lara, Tanyas Mitbewohnerin, trifft, ist es schnell um ihn geschehen. 

Immer öfter besucht er den Club, in dem sie auftritt, wobei er auf jede Menge zwielichte Gestalten trifft und einiges über Tanya und deren Geheimnisse erfährt.

Astrid Korten hat mal wieder gut recherchiert und herausgekommen ist eine besondere Story mit sehr komplexen Zusammenhängen.

Historische Begebenheiten wurden mit den Erlebnissen der fiktiven Personen verknüpft. Aber auch jede Menge bekannte Gesichter wie Kurt Weill, Wernher von Braun, Joseph Göbbels und allen voran Fritz Lang, der berühmte Regisseur, spielen hier eine Rolle.

 Ich brauchte erst etwas Zeit, bis ich richtig in der Geschichte drin war und die vielen Personen auseinanderhalten konnte, doch dann war ich gefesselt. Der Schreibstil ist der damaligen Zeit angepasst und wirkt dadurch noch authentischer.

Ich lese gerne Krimis und ich mag historische Romane. `Schatten des Todes` vereint beides in sich. 

                                   


Dienstag, 27. Februar 2024

Rezension: `Lieder des Wandels` von Marion Johanning

 

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Ein Lesevergnügen!









Ich habe die Fortsetzung von `Der Klang eines neuen Lebens` sehnlichst erwartet, und nun durfte ich das Buch endlich in den Händen halten. 

Emma lebt weiterhin bei ihren Eltern und trägt durch ihre Musikdarbietungen zum Unterhalt bei. Gemeinsam versuchen sie, über die Runden zu kommen. 

Als Kurt ihr mitteilt, dass er längere Zeit zu seiner Mutter ziehen muss, um ihr zu helfen, ist Emma überzeugt, dass sie bald wieder zusammen sind. Doch sie erhält wochenlang keinerlei Nachricht von ihm. Und dann kehrt unerwartet Emmas Ehemann aus der russischen Gefangenschaft zurück. Emma steht zwischen zwei Stühlen. Soll sie mit Christian zu seinen Eltern gehen oder hoffen, dass Kurt zurückkommt? Dass der Krieg ihren Ehemann völlig verändert hat, merkt sie zu spät.

Auch der zweite Teil um Emmas Erlebnisse hat mich wieder vollends begeistert. Marion Johanning versteht es wunderbar, die Leser von Anfang an an die Seiten zu fesseln. Eifersucht, Intrigen, Armut, Hunger, Überfluss, Liebe, hier ist alles vertreten.

Ein flüssiger Schreibstil, eine spannende Handlung und interessante Schauplätze machen das Buch zu einem Lesevergnügen.