Donnerstag, 15. Februar 2018

Rezension: `Sturm` von Uwe Laub


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Ist das wirklich möglich??
















In ganz verschiedenen Teilen der Welt häufen sich plötzlich unerklärliche Wetterphänomene.

Eines davon bekommt Laura Wagner hautnah mit, als ein  urplötzlich auftretender Hagelsturm in Hannover wütet und ihren Sohn Robin so verletzt, dass er im Krankenhaus bleiben muss.


Laura macht sich große Sorgen um Robin, trotzdem muss sie ihre Arbeit in der Andra AG erledigen.
Als sie ihren Chef ermordet auffindet, bangt sie zusätzlich um ihren Job. Doch das ist das kleinste Übel, denn er hat ihr vor seinem Tod eine Nachricht hinterlassen und bürdet Laura damit eine Aufgabe auf, die nicht nur ihr eigenes Leben bedroht.

Um das ganze Ausmaß der Wetterkatastrophen zu verdeutlichen, nimmt uns der Autor in verschiedene Kontinente mit. Überall spielt das Wetter verrückt und wir lernen viele neue Personen und ihre persönlichen Schicksale kennen. Das hat mir am Anfang ziemliche Probleme bereitet, aber dann konnte ich doch alles ziemlich schnell zuordnen.


Das Wetter beeinflussen? Ist das wirklich möglich? In kleinen Dingen habe ich schon oft davon gehört, z.B. künstlich Regen zu erzeugen, aber wirklich das Wetter der ganzen Welt kontrollieren?

So realistisch beschrieben wie in `Sturm`, kann es einen schon bedrücken, denn denkbar ist es für mich durchaus.
Sehr interessant fand ich, dass der Regentanz der Indianer nicht nur auf einem Aberglauben beruht, sondern einen wirklichen Erfolg bringen konnte.


Uwe Laub hat sich lange mit den Wetterphänomenen beschäftigt. Herausgekommen ist ein rasanter und  komplexer Thriller, der dem Leser durch kurze Kapitel und ständige Szenenwechsel keine ruhigen Minuten lässt, sondern ihn durch die Story jagt.

Das Buch hat mir gut gefallen, auch wenn es mir an manchen Stellen etwas zu technisch war.






 Ich danke dem Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 13. Februar 2018

Rezension: `Keine Tränen für Allah` von Kholoud Bariedah

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Unfassbar in der heutigen Zeit !!!















Kholoud Bariedah wächst in einer saudi- arabischen Familie auf, die eher westlich orientiert ist. Die Mutter trägt kein Kopftuch und Kholoud trifft sich manchmal mit Freunden, um Musik zu hören.

Bei einem dieser Treffen werden sie von den `Tugendwächtern` überrascht und Kholoud wird wegen `Geschlechtervermischung`, also einer Zusammenkunft mit nicht verwandten Männern, zu vier Jahren Gefängnis und 2000 Stockhieben verurteilt.

Die Familie lässt alle Beziehungen spielen, aber das Urteil bleibt bestehen, Kholoud muss ins Gefängnis.

Das Buch ist eine Art Tatsachenbericht und in der Ich- Form erzählt Kholoud über die Zeit im Gefängnis und die unfassbaren Dinge, die dort passieren. Man fühlt sich beim Lesen mehrere Hundert Jahre zurückversetzt.

Viele ihrer Mitinsassinnen haben schreckliche Angst, aus dem Gefängnis entlassen zu werden, denn dann müssten sie zu ihren Familien zurück.

 Wenn der Staat Rache genommen hat, für diese, in unseren Augen lächerlichen Vergehen, sind der Vater und der Bruder dran, um die Mädchen zu bestrafen. Denn die  Mannesehre kann nur durch Blut wiederhergestellt werden, durch das Blut des Mädchens, dass z.B. selbst entschieden hat, wer sie berühren darf.

Andere Mädchen blieben jahrelang im Gefängnis, weil ihre Familien sie gar nicht zurückhaben wollten.

Kholouds Familie steht allerdings hinter ihr und das gibt ihr Kraft, die Zeit durchzustehen. Eine einzige Sache gibt es, mit der man die Strafe verkürzen kann und zwar das Auswendiglernen des Korans. Das ist Kholouds großes Ziel. Sie lernt und hält Zwiesprache mit Gott, verspricht ihm vieles, wenn er sie nur verschont. Und sie schafft es wirklich als erste Frau, doch ihr Glaube bleibt trotzdem auf der Strecke. Sie kann diesem Gott, der das alles mit ansieht, nicht mehr trauen.



Das Buch hat mich erschüttert, denn das Erlebte in der Ich- Form zu hören, ist schon harter Tobak. Der Schreibstil ist etwas kindlich naiv, passt aber sicher genau, denn selten werden die Mädchen dort zu selbstbewussten Frauen erzogen. Eine Frau darf noch nicht mal in Gegenwart eines Mannes sprechen, es sei denn, sie wird dazu aufgefordert. Ansonsten ist sie den Vätern und Brüdern und anschließend dem Ehemann komplett ausgeliefert. Ich bin immer wieder dankbar, dass ich in einem freien Land leben darf und finde es unendlich traurig, wenn ich lese, dass sich Saudi Arabien anscheinend noch im Mittelalter befindet.

Trotz des aufwühlenden Themas enthält das Buch einige Längen, die mir das Lesen an manchen Stellen etwas mühselig gemacht haben.




Ich danke dem Droemer Knaur Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares

Montag, 5. Februar 2018

Gewinnt ein Meet & Greet !!!!!!







 Viele von euch kennen ja bereits die Thriller von Bestseller- Autorin Astrid Korten.
Jetzt hat sich Astrid zum 15jährigen Autoren-Jubiläum etwas ganz Besonderes ausgedacht!! 🎉🎉

 Ihr könnt ein Meet & Greet mit einem `mordsmäßigen` Programm` gewinnen!!!






                      Was erwartet den Gewinner?
   Anreise in Essen ist der 03.05.2018/  Abreise 05.05.2018.  Die Kosten für die Bahnfahrt 2. Klasse aus Deutschland übernimmt Astrid. Für Unterkunft und Verpflegung in einem Hotel  ist auch schon gesorgt.

                               Was ist geplant?

Am ersten Abend findet ein gemütliches Zusammensein mit anderen Thrillerfans statt.
Am nächsten Tag erwartet euch dann allerdings volles Programm: Fahrten zu den Tatorten aus Astrids Büchern und ein Ausflug nach Maastricht!!!
 Dort ist ein Besuch in der schönsten Buchhandlung  Europas geplant: DOMINICANEN
Buchhandlung Dominicanen


Außerdem werdet Ihr das Kloster Kruisheren, in dem sich heute ein Hotel befindet, besichtigen und danach erwarten euch noch viele schöne Highlights in der Stadt von Dartagnan, Andre Rieu und des Einigungsvertrages.





 Zurück in Essen wird sich zum Abendessen eine Expertenrunde (Kripo, Berater usw) einfinden und es kann ordentlich gefachsimpelt werden.


   Na, was sagt Ihr??? Wie gefällt euch der Preis??

            Was müsst Ihr tun, um zu gewinnen??? 
Schreibt mir bitte als Kommentar hier oder bei Facebook, welche Bücher von Astrid Korten Ihr schon gelesen habt. Super wäre es natürlich, wenn Ihr euer Buch oder eure Bücher fotografiert und postet.

Ihr solltet Leser hier auf dem Blog sein oder meine Seite bei Facebook liken. Markiert gerne eure Freunde und teilt, was das Zeug hält!! Falls Ihr ein Foto hochladen möchtet und das klappt hier nicht, dürft Ihr es auch gerne per email senden. :-)

 Bis zum 20.02.2018 um 23 Uhr habt Ihr Zeit, danach wird ein Gewinner ausgelost.

Diesmal ist eine Teilnahme für Leser unter 18 Jahren leider nicht möglich.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.



Mehr über Astrid Korten und ihre Bücher könnt Ihr auf ihrer  Homepage erfahren.






Wenn es mit dem Hauptgewinn nicht klappen sollte, verlose ich als Trostpreis  3x `Lilith- Eiskalter Engel` signiert !!

Klickt aufs Cover und Ihr gelangt zu Amazon 


Viel Glück !!!!




Sonntag, 28. Januar 2018

Krimi- Speeddating beim Bastei Lübbe Verlag !!





©A.Lunau


Am Donnerstag hat der Bastei Lübbe Verlag meine Nichte Laura und mich zu einem tollen Event eingeladen, und zwar zu einem exklusivem Dinner mit Krimi- Speeddating. So richtig vorstellen konnte ich mir darunter nichts, war aber mega gespannt und aufgeregt, was uns wohl erwartet.


Laura beim Empfang

Mit einem Gläschen Sekt wurden wir empfangen, haben erst ein wenig mit den Verlagsmitarbeiterinnen geplaudert und um 19.30 ging es los. 

An vier wunderschön eingedeckten Tischen saßen je 12 Personen, bunt gemischt.  



Die Menükarte
Jenny Blackhurst  ©A.Lunau
Bevor es losging, interviewte Margarete von Schwarzkopf die Autorin Jenny Blackhurst, fragte sie nach ihrem neuen Buch und führte ein ganz entspanntes Gespräch. Das dauerte so ca. 10 Minuten und dann wurde der erste Gang serviert. 




Jenny Blackhurst  ©A.Lunau







An jedem Tisch saßen ein Autor mit seinem Lektor oder seiner  Lektorin.

Romy Fölck    ©A.Lunau
















Romy Fölck war die einzige deutsche Autorin an unserem Tisch. Sie schrieb das Buch `Totenweg`, das ich schon lesen konnte, nur sprechen darf ich noch nicht darüber, weil es erst am 23.02.2018 erscheint. Romy Fölck ist  total freundlich und sympathisch und ich durfte direkt das erste Foto schießen.




Tony Parsons ©A.Lunau
T.Parsons ©A.Lunau


Nach dem ersten Gang wurde wieder ein Autor von Frau Schwarzkopf interviewt und  nach jedem Gang wiederholte sich das und es saß jedes Mal jemand anderes an unserem Tisch. 




 Die Tischgespräche fanden hauptsächlich in englischer Sprache statt und ich habe festgestellt, dass ich dringend mal meine Englischkenntnisse auffrischen muss.
Mirko Zilahy mit Frau v. Schwarzkopf  ©A.Lunau



Romy Fölck ©A.Lunau



Auch Jenny Blackhurst, Mirko Zilahy und Tony Parsons waren superfreundlich und sympathisch, hatten keinerlei Allüren und plauderten ganz entspannt mit uns.

Mirko Zilahy ©A.Lunau






Von Mirko Zilahy habe ich bisher noch nichts gelesen, werde es aber schnell nachholen.










                   


                           

                    Das Vier Gänge Menü schmeckte genial!!!
      










Laura mit Tony Parsons ©A.Lunau


Am Ende durften wir uns noch Bücher signieren lassen und gegen 23.30 Uhr  haben wir uns in Richtung Heimat aufgemacht.


Total nette und liebevolle Widmungen 


.
Der komplette Abend war einfach nur genial!! Perfekt organisiert, spitzenmäßiges Essen und total nette Autoren und Verlagsmitarbeiter. Vielen Dank Bastei Lübbe !!


                                                                  
                       
                                                        


Wenn Ihr auf die Cover klickt, gelangt Ihr zur jeweiligen Buchbeschreibung.



©A.Lunau




Gewinnerziehung !!

Ihr Lieben, ich habe drei Gewinner gezogen !!!!!

                                                    



Je ein signiertes Exemplar von
 `Das Lied der toten Mädchen` von Linus Geschke  haben gewonnen:


Little Cat  

Sabine aus Wuppertal  von Fb

Daniela N.

               Herzlichen  Glückwunsch !!! 

Allen anderen danke ich für`s Mitmachen und schon bald wird es ein ganz tolles neues Gewinnspiel geben !!

Montag, 22. Januar 2018

Gewinnspiel

Ihr Lieben, es ist mal wieder Zeit für ein Gewinnspiel !!!






In diesem Monat erschien der neue Krimi von Linus Geschke. Der Autor stellt uns drei Exemplare zur Verfügung, die er nach eurem Wunsch signieren wird.






Herbst 1997: Auf dem Wilzenberg wird eine junge Frau tot aufgefunden, ermordet durch einen Stich ins Herz. Der Täter lässt nichts zurück außer einer Spieluhr, die »Hush little baby« spielt.
Gegenwart: Jan Römer, Reporter für ungelöste Kriminalfälle, rollt mit seiner Kollegin Mütze das Verbrechen neu auf. Warum trug das Opfer trotz der Kälte nur ein dünnes rotes Kleid? Warum kann niemand etwas zu dem Gästehaus im Wald sagen, in dem die Frau damals arbeitete? Dann wird wieder eine Frau getötet. Auch neben ihrer Leiche wird eine Spieluhr gefunden. Und Jan Römer begreift, dass die Vergangenheit nicht tot ist …  


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Meine Rezension findet Ihr  H I E R


Wie könnt Ihr gewinnen????
 Hinterlasst einfach bis zum 27.01.2018, 23 Uhr einen Kommentar hier  oder auf meiner Facebook Seite, warum Ihr das Buch gerne haben möchtet.
Anschließend lose ich mit random.org aus.

Wenn Ihr noch nicht 18 Jahre alt seid, brauche ich die Einwilligung eurer Eltern.

Ich freue mich, wenn Ihr hier Leser auf dem Blog werdet und meine Fb Seite liked.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 

Ich wünsche euch viel Glück !!!


Wenn Ihr mehr über Linus Geschke erfahren möchtet, könnt Ihr das H I E R

Samstag, 20. Januar 2018

Rezension: `Der fremde Reiter` von Marion Johanning

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Der schlimme Aberglaube!


















1188, Vissel am Rhein,
Das Bauernmädchen Lioba findet im Wald einen schwer verwundeten Mann. Er ist mehr tot als lebendig und hat keinerlei Erinnerungen, wer er ist. Sie nennt ihn Thomas.
Mit Hilfe Liobas wird er wieder gesund und arbeitet anschließend auf dem Hof ihrer Eltern.
Die beiden fühlen sich sehr zueinander hingezogen, doch dann trennt das Schicksal sie, denn jemand erkennt den Mann und es stellt sich heraus, dass er ein edler Ritter ist.
Lioba bleibt zurück im Dorf, in dem sie es nicht leicht hat. Die Stiefmutter behandelt sie schlecht, der Vater hat keine eigene Meinung und will nur seine Ruhe.

Lioba interessiert sich für Heilkräuter und kennt sich damit aus, doch das Sammeln wird von den Dorfbewohnern argwöhnisch beobachtet. Als  einige merkwürdige Dinge im Ort passieren, erinnern sich die abergläubischen Leute an Liobas leibliche Mutter, von der sie selbst nicht viel weiß.
Plötzlich geben sie ihr an allem die Schuld, halten sie für eine Hexe und als fast keiner zu ihr hält und sie um ihr Leben fürchten muss, bleibt ihr nur noch die Flucht.
Sie traut niemandem, ist erstmal völlig auf sich allein gestellt, lebt im Wald und der einzige Mann, den sie jemals geliebt hat, ist weit weg.

 Schon das erste Buch von Marion Johanning hat mir sehr gut gefallen und mit `Der fremde Reiter` hat sie wieder einen wunderbaren historischen Roman geschrieben. Sehr authentisch erzählt sie das Leben Liobas, über den Alltag der Dorfbewohner, den strengen Glauben  an Gott, aber auch den extremen Aberglauben, der selbst den Pfarrer fest im Griff hat. Damals konnte man sich nicht einfach damit abfinden, wenn jemand starb, oder ein Kind eine Behinderung hatte, es musste ein Fluch, ein böser Blick oder dergleichen Schuld sein.

In einem zweiten Handlungsstrang begleiten wir Thomas, der in Wahrheit Otto heißt, auf seinem Kreuzzug. Er und Lioba laufen sich noch mehrmals über den Weg, aber er scheint sich verändert zu haben und nicht mehr das Gleiche für sie zu empfinden.
Lioba muss viel durchmachen, doch trotz ihres schlimmen Schicksals gibt es immer mal einen Lichtblick zwischendurch und sie bekommt unerwartete Hilfe, sodass sie nicht vollends verzweifelt.

 Das Buch habe ich in einem Rutsch gelesen, es hat mir sehr gut gefallen. Ein flüssiger Stil, gut verständliche Sprache, eine komplexe Handlung und vor allem, eine sympathische Protagonistin, lassen den Leser abtauchen in das 12. Jahrhundert.



 Ich danke netgalley.de  und dem Verlag Tinte und Feder  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 16. Januar 2018

Rezension: `Das Lied der toten Mädchen` von Linus Geschke




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Beste Krimikost!!!








Journalist Jan Römer und seine gute Freundin Stefanie, genannt Mütze, beschäftigen sich gerne mit alten ungelösten Kriminalfällen.
Diesmal geht es um den 20 Jahre zurückliegenden Mord an der jungen Sonja. Der Fall wurde nie aufgeklärt, es sah damals alles nach einer Beziehungstat aus. Nachdem Jan und Mütze eine Weile recherchiert haben, erfahren sie eine ganze Menge über das Umfeld der Toten. Sie stoßen auf wichtige Hinweise, denen wohl früher nie jemand nachgegangen ist.
Sie sprechen mit den ehemaligen Freundinnen des Opfers, der Mutter und dem Ex- Freund und mit der Zeit entwickeln sie ganz andere Theorien. Es stellt sich nach und nach heraus, dass der Fall viel weitere Kreise zieht als vermutet. Anscheinend ist eine hohe Regierungsbehörde  darin verwickelt. Und dann passiert ein neuer Mord !!!

Auch der dritte Fall von Jan Römer und Mütze hat es wieder in sich! Mit einer Menge Verwicklungen und vielen falschen Fährten verwirrt  der Autor den Leser. Immer wenn man meint,  man weiß Bescheid, kommt wieder etwas Unvorhergesehenes ins Spiel und hält somit den Spannungsbogen konstant oben.

Linus Geschke hat eine perfekte Mischung zwischen Reportertätigkeit und Privatleben gefunden, denn es stehen einige Veränderungen an. Jans Ex- Frau Sarah zieht mit dem gemeinsamen Sohn Lukas nach Bayern, woran Jan ordentlich zu knabbern hat. 

Die Gedanken, die ihm in den Kopf kommen, als Sarah auch noch ihren neuen Freund präsentiert, sind nur allzu menschlich. Ein Wiederlesen gibt es auch mit Arslan, dem Boxer, Jans bestem Freund, der die Dinge direkt beim Namen nennt und Probleme gerne mit seinen Fäusten aus der Welt schafft.
`Stirn gewinnt gegen Nase- immer!` Das habe ich mir auf jeden Fall gemerkt!


Außerdem habe ich das Gefühl, dass es in diesem dritten Band etwas zwischen Jan und Mütze knistert, aber es macht den Eindruck, als wolle niemand den ersten Schritt wagen, um die Freundschaft nicht zu zerstören.

Ich bin aber sicher, in den nächsten Bänden wird sich in dieser Richtung etwas tun.

Das Ende und somit die Auflösung des Falles war nochmal ein sehr überraschendes Highlight, damit hatte ich nicht gerechnet.
Linus Geschke überzeugt auch in diesem Buch mit einem flüssigen Schreibstil, durchgängiger Spannung und viel Lokalkolorit.
Zusätzlich wird  das Ganze noch mit einer gehörigen Portion Humor gewürzt.

Eine ganz klare Leseempfehlung für den dritten Band um Jan Römer und Mütze !






Ich bin ja ein
 bisschen stolz. Im Anhang ist mein Name unter den Danksagungen erwähnt!!

  Ich danke  dem  Ullstein Verlag und Netgalley  für die Zusendung  des Rezensionsexemplares.

Mittwoch, 10. Januar 2018

Rezension: `Die Oleanderfrauen` von Teresa Simon

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Spannende Familiengeschichte!!

















Jule ist Betreiberin eines Cafés in Hamburg, außerdem hilft sie Angehörigen, etwas über ihre Ahnen herauszufinden und deren Geschichte aufzuschreiben.
Auf diesem Weg lernt sie auch Johanna kennen, die nach dem Tode ihrer Mutter einen alten Koffer, mit ihr unbekannter Babykleidung und einem Tagebuch gefunden hat. Das lässt ihr keine Ruhe und sie beauftragt Jule, mehr darüber herauszufinden.

In einem zweiten Handlungsstrang begeben wir uns in die 30er Jahre nach Hamburg. Sophie, die Tochter des Kaffeebarons Terhoven liebt Hannes, den Sohn der Köchin, was natürlich gar nicht geht. Eine offizielle Beziehung würden ihre Eltern niemals erlauben. Also trifft sie sich mit Hannes im Geheimen, bis ein schwerer Schicksalsschlag die beiden abrupt trennt. Schuld daran ist Sophies Vater.

Teresa Simon wechselt zwischen den Zeiten hin und her. Wir erleben mit Sophie die Zeit vor dem zweiten Weltkrieg und dann geht es wieder ins Jahr 2016 zu Jule und Johanna, die beide fasziniert von Sophies Tagebüchern sind.

Sophie hat es nicht leicht im Leben, die fröhliche Teenagerzeit ist ziemlich schnell vorbei und sie muss schon früh ohne Hilfe der Eltern mit einem Kind zurechtkommen. Sie kann sich glücklich schätzen, dass ihr bester Freund Malte immer zu  ihr hält, er hat es als Schwuler unter Hitler ähnlich schwer.

Die Stimmung der Deutschen vor dem Krieg ist teils bedrückt, teils euphorisch. Teresa Simon gibt einen guten Einblick in die Geschichte, aber auch in den Alltag zu der Zeit. Während Sophie ängstlich dem entgegensieht, was sich zusammenbraut, ist ihr Bruder Lennie begeisterter Anhänger des Nationalsozialismus.


 `Die Oleanderfrauen` ist ein atmosphärisch dichter Roman, der mich von der erste Seite an gepackt hat. Teresa Simon überzeugt mit einem ansprechenden, flüssigen Schreibstil, gepaart mit spannender Handlung, sodass der Leser direkt in die Geschichte abtauchen kann.
Viele überraschende Wendungen lassen es nie langweilig werden, wenn auch manchmal ein paar viele Zufälle eine Rolle spielen.


Die Charaktere sind sehr authentisch beschrieben, besonders Sophie, die viel zu schnell erwachsen werden muss, Jule, die versucht, mit ihrem Café und ihrer Schreiberei, endlich etwas Vernünftiges auf die Reihe zu kriegen und Hannes und Malte, zwei sehr gegensätzliche Typen.

Leider sind die Passagen aus der Vergangenheit teilweise im einer anderen Schrift geschrieben, die sich sehr schwer lesen lässt. Da sollte der Verlag noch einmal nachbessern, denn das kann einem schon ein bisschen die Leselust vermiesen.
Trotzdem vergebe ich gerne 5 Sterne, denn wer historische Romane mag und gleichzeitig gerne Familiengeschichten liest, ist mit `Die Oleanderfrauen` bestens bedient.






Ich danke dem Heyne Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 8. Januar 2018

Rezension: `Die Vergessenen` von Ellen Sandberg

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Schuld und Sühne !!


















Den Anfang des Buches empfand ich zuerst als etwas schleppend, aber das brauchte es einfach, um die Figuren kennen zu lernen und anschließend gut in die Geschichte hineinzukommen.
Die Journalistin Vera Mändler entdeckt durch Zufall, dass ihre alte Tante Kathrin im Krieg in der Heil- und Pflegeanstalt Winkelberg gearbeitet hat, in dem behinderte Kinder systematisch entsorgt wurden. Niemals hat Kathrin davon gesprochen, deswegen ist Vera  sich nicht sicher, ob ihre Tante von den Tötungen wusste oder etwa selbst daran beteiligt war. Fragen kann sie sie nicht, denn sie liegt mit einem Schlaganfall im Krankenhaus.
Als Vera sich intensiver damit befasst, gelangen ihr alte Akten  in die Hände, die ganz klar mehrere Morde in der Klinik dokumentieren.
Sie wittert eine Story und fängt an, zu recherchieren. Dass sie sich dabei in höchste Lebensgefahr begibt, ist ihr zunächst nicht klar. 

In einem anderen Handlungsstrang lernen wir Manolis kennen, einen Mann, der jede Art von Aufträgen ausführt, ohne zu fragen. Solange ein Kunde bezahlt, erledigt er alle Arbeiten und kennt keinerlei Skrupel.
Diesmal soll er die Akten besorgen, die auch Vera gerade in den Händen hält.
 Wird ihn auch das Geschehen in Winkelberg kalt lassen oder erinnert er sich vielleicht an die schrecklichen Kriegserlebnisse seines Vaters?

Zwischendurch lässt die Autorin die junge Kathrin erzählen, was sie in der Klinik erlebt hat.
Als junge Krankenschwester war sie die Geliebte des Chefarztes, wusste bis dahin nicht, was er wirklich tat.
Behinderte Kinder hatten für die Nazis keine Lebensberechtigung, sie waren nutzlos und nur ein Kostenfaktor.

Meist denkt man bei den Opfern der Nazizeit an die Ermordung von Millionen Juden, aber es gab noch viel mehr Verbrechen und an diese `Vergessenen` erinnert Ellen Sandberg in ihrem Roman, der zwar fiktiv ist, aber durchaus der Wahrheit entsprechen könnte. 


Es war schrecklich zu lesen, welch unvorstellbare Gräueltaten durchgeführt wurden und was man den Menschen antat. Die Anweisungen zur Vernichtung der Ballastexistenzen kamen zwar von ganz oben, trotzdem blieb Euthanasie eine Straftat und so musste alles nach einem natürlichen Tod aussehen. Immer schön unter dem Deckmantel, dass es doch besser ist, tot zu sein, als behindert und außerdem wurden Behinderte als eine Bedrohung des gesunden Volkskörpers empfunden.

Die Arroganz der `Gesunden` ist unvorstellbar und macht einen heute noch wütend.



Im Laufe der Geschichte stellt sich aber heraus, dass jemand die Möglichkeit gehabt hätte, den Mörder zur Rechenschaft  zu ziehen und aus welchem Grund es nicht getan wurde. Leider kann ich nicht, ohne zu spoilern, näher darauf eingehen, aber das hat mich noch zusätzlich erschüttert.


  Obwohl ich schon sehr viel aus dieser Zeit gelesen habe, konnte mich `Die Vergessenen` fesseln  und tief berühren.
Das Buch ist keine leichte Kost, aber spannend und absolut lesenswert!!





Ich danke Vorablesen.de und dem Penguin Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.