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Montag, 21. Januar 2019

Rezension: `Kälter als die Angst ` von Christine Drews

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Neuer Fall für Käfer und Schneidmann!!


















Katrin Ortrup ist gerade in ihre neue Wohnung eingezogen, als sie unheimliche Drohbriefe erhält. Irgendetwas ist früher in dem Haus geschehen, worauf sich der Schreiber bezieht.
  Katrin hat Schlimmes hinter sich, will hier endlich zur Ruhe kommen, aber die Briefe machen ihr zu schaffen. Als dann auch noch ein Mord geschieht, nimmt die Polizei die Sache endlich ernst. Schnell wird ein Täter gefunden und verhaftet, doch die Briefe gehen weiter.
Christine Drews lässt wieder ihr Team Peter Käfer und Charlotte Schneidmann ermitteln. Auch wenn man die Vorgänger nicht kennt, kann man gut in die Geschichte einsteigen. Trotzdem hätte ich mir ein paar Erklärungen für die Leser gewünscht, die die Vorbände nicht kennen, denn öfter weist die Autorin darauf hin und setzt voraus, dass man Bescheid weiß.
Verschiedene Handlungsstränge lassen uns die Personen näher kennenlernen. Da gibt es den verurteilten Mörder Till Brönne, der nun an Resozialisierungsprogrammen für Jugendliche arbeitet, die Nachbarn und Mieter im Tulpenweg und einen Täter, der eine Art Tagebuch  schreibt.
Hier geht es viel um Polizeiarbeit und Recherche, in kleinen Schritten  werden die Erkenntnisse wie Puzzleteile zusammenzutragen, um die Zusammenhänge herauszufinden.
`Kälter als die Angst` lässt sich sehr gut lesen und ist das, was ich unter einem soliden Krimi verstehe. Spannend geschrieben, nicht blutrünstig, mit dem Schwerpunkt Ermittlungstätigkeit. Das Ende hat mich überrascht, obwohl ich es ein wenig zu konstruiert fand, aber alles in allem hat mir das Buch gut gefallen.


                       




Ich danke  Netgalley.de  und dem  Bastei Lübbe Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 17. Oktober 2017

Rezension: `Grimms Morde` von Tanja Kinkel


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Mord und Intrigen- gar kein Märchen !!

















Kassel 1821, Die ehemalige Mätresse des Landesfürsten wird bestialisch ermordet. Bei der Leiche findet man einen Zettel mit einem Zitat, das aus der Märchensammlung der Brüder Grimm stammt und somit hat die Polizei die Brüder gleich im Visier.

In einem anderen Handlungsstrang lernen wir die Schwestern Annette und Jenny von Droste- Hülshoff kennen.
Da Annette die Verfasserin des Märchens ist, aus dem das Zitat stammt, fahren die Schwestern nach Kassel, um bei der Aufklärung zu helfen.

Ich hatte ziemliche Schwierigkeiten, die ganzen Namen, trotz Personenregisters, auseinanderzuhalten. Zudem empfand ich die ersten 200 Seiten ziemlich langatmig.
Ab dann nahm die Geschichte allerdings Fahrt auf und konnte mich wieder fesseln.
Die Brüder Grimm und die Droste Schwestern versuchen, den wahren Mörder zu fangen, denn die Polizei hat sich ganz auf Jakob Grimm eingeschossen.
Die Frauen haben zudem noch andere Probleme, Jenny liebt Wilhelm Grimm und Annette hat immer noch mit den Nachwirkungen einer vergangenen, unseligen und peinlichen Liebschaft zu kämpfen.

Tanja Kinkel hat sehr gut recherchiert und es ist ihr gelungen, Wahres und Fiktion zu einer interessanten Geschichte zu verweben. Im Nachwort ist auch zu lesen, was wirklich passiert ist und was ihrer Fantasie entsprungen ist.

Durch die heimlichen Nachforschungen geraten die Schwestern auch in Gefahr. Annette von Droste- Hülshoff ist eine mutige Natur, die sagt was sie denkt. Zur damaligen Zeit wurde das als äußerst unweiblich empfunden, weswegen sie auch dauernd gerügt wird.
Ihre Gedichte und Geschichten sind nach Meinung ihrer  Familie ganz nett und nur für den Hausgebrauch, doch auf keinen Fall soll sie etwas veröffentlichen. Was wäre der Nachwelt da entgangen, wenn es so geblieben wäre?
Mir hat `Grimms Morde`  gefallen, wenn es auch lange Zeit sehr schleppend voranging und mir die vielen Personen zu schaffen machten. Es ist keine einfache Lektüre, die man mal eben so wegliest. Ich musste mich oft wirklich konzentrieren, damit ich alles richtig zuordne. Die beiden letzten Drittel waren jedoch recht spannend.
Einzelheiten aus dem Leben der Familien Grimm und von Droste- Hülshoff, zwei Morde, Intrigen, Liebe und jede Menge Verwicklungen, das alles hat Tanja Kinkel in `Grimms Morde` gekonnt zu einem historischen Krimi verarbeitet.







   Ich danke dem Droemer Knaur Verlag   für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 21. August 2017

Rezension: `Der Totensucher` von Chris Karlden



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Spannung vom Feinsten !!!
















Der Totensucher` beginnt mit einem ziemlich gruseligen Prolog, in dem ein Mädchen aus der elterlichen Wohnung entführt wird. Eigentlich sollte der Vater zu Hause sein, doch das ist er nicht...

Zwei Jahre später...
Adrian Speer tritt nach seiner Versetzung eine neue Stelle bei der Abteilung für besonders grausame Gewaltverbrechen an. Vor zwei Jahren wurde seine Tochter Lucy aus der Wohnung entführt und seitdem fehlt jede Spur von ihr.
Adrians Leben ist seitdem nicht mehr dasselbe. Er gibt sich die Schuld daran, denn er hatte Lucy allein gelassen. Um halbwegs mit seinen Schuldgefühle leben zu können, glaubt er fest daran, dass Lucy noch lebt.
Daran ist seine Ehe gescheitert, sein Sohn spricht nicht mehr mit ihm und auf seiner vorigen Stelle wurde er suspendiert.

Bei seinem ersten Fall in der neuen Abteilung handelt es sich um einen brutalen Mord. Ein Mann wurde gequält, dann kopfüber aufgehängt und ihm die Zunge herausgeschnitten. Ein langsamer, grauenvoller Tod.
Während Adrian und seine Kollegen den Tatort inspizieren, ruft der Mörder auf dem Handy des Toten an und verlangt mit Adrian zu sprechen.
Er schickt ihm ein Foto seiner inzwischen 13jährigen, lebenden Tochter Lucy...

Dies war mein erstes Buch von Chris Karlden und ich bin sehr angetan davon. Mir gefällt sein Schreibstil, die Handlung hat mich mitgerissen, und obwohl sie sehr komplex ist, kann man trotzdem gut folgen.
Viele Kapitel enden mit einem Cliffhanger, gehen jedoch meist direkt weiter, also ist es kein künstliches Spannung erzeugen.

Ein paar heftige Szenen, in denen sehr detailliert wiedergegeben wird, was die Polizei an den einzelnen Tatorten findet und wie brutal die Morde ausgeführt wurden, aber da muss man als Thriller-Fan durch.
Anscheinend hatte jemand eine Rechnung mit den Opfern zu begleichen, alles sieht nach schrecklicher Rache aus.
Doch was haben die Morde mit Lucy zu tun? Schafft Speer es, den Täter zu stellen und wird er Lucy wiedersehen?

Der Autor legt geschickt viele falsche Fährten und bringt jede Menge Verdächtige ins Spiel, sodass der Leser vom Ende vollkommen überrascht wird. Jedoch war mir das Finale fast etwas zu übertrieben ausgetüftelt.

Speer ist ein sehr sympathischer Protagonist, aber auch die anderen Charaktere sind hier sehr gut gezeichnet, sodass ich meist ein Bild zu jedem vor Augen hatte.

Im Gegensatz zu den Kollegen, die den Mörder fassen wollen, hat Speer allerdings noch ein anderes Motiv, um den Täter zu finden, denn dieser weiß, wo sich seine Tochter befindet. Das gibt natürlich Stress mit dem Vorgesetzten...

Ein spannender Plot, ein fesselnder Schreibstil und interessante Charaktere, so wünsche ich mir einen Thriller!!
Von mir eine ganz klare Leseempfehlung für `Der Totensucher!!!!`






 Ich danke dem Aufbau Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 10. Juli 2017

Rezension: `Wo ist Jay?` von Astrid Korten

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Der schöne Schein trügt!!!!



















Mia Beckers Freundin Jay de Winter verschwindet spurlos, ohne sich zu verabschieden oder irgendwo zu melden. Nur ihr Ehemann Hugo hat angeblich eine Nachricht erhalten, dass Jay ihn und die Kinder verlassen hat.
Mia kann das nicht glauben und will Jay als vermisst melden, doch der gemeinsame Freundeskreis hält das für unnötig und benimmt sich merkwürdig. Was verschweigen die Freunde? Was wissen sie?

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Dabei kommt jedesmal einer der Freunde, eingeteilt nach Datum, zu Wort und der Leser erfährt nach und nach, wie die Tage vor Jays Verschwinden verlaufen sind und was danach geschah.

Alle haben ihre Geheimnisse und es kommt heraus, dass auch Jay kein Engel gewesen ist, nur Mia scheint als Einzige nie etwas mitbekommen zu haben.
Trotzdem beharrt sie darauf, nach Jay suchen zu lassen und probiert alles, um sie zurückzuholen.

`Wo ist Jay?`  war mein erster Roman von Astrid Korten und er hat mir gut gefallen. Sie hat total unterschiedliche Charaktere geschaffen, nach außen hin die besten Freunde, die alle anscheinend eine perfekte Ehe führen. Doch guckt man einmal hinter die Fassaden, tun sich wahre Abgründe auf. Der ganze Freundeskreis scheint nur ein einziges Lügengebilde zu sein.

Ist Jay wirklich freiwillig gegangen, wurde sie entführt oder ist sie womöglich schon tot? Als in der Nähe ein Mord geschieht und das Opfer Jay zum Verwechseln ähnlich sieht, ist wieder nur Mia überzeugt, dass etwas nicht stimmt.
Der Schreibstil ist flüssig,  der Leser wird durch verschiedene Wendungen immer wieder in die Irre geführt und kann  nur rätseln, was es mit Jays Schicksal auf sich hat.
Ich würde sagen, so etwas kann sich nur ein Autor ausdenken, aber dann las ich, dass es sich um eine wahre Begebenheit handeln soll. Wahnsinn, die besten Geschichten schreibt anscheinend doch das Leben...
Neid, Intrigen, Hass, Lügen, Missgunst, hier ist wirklich alles vertreten.  `Wo ist Jay?` ist ein spannender Thriller, der mich von Anfang bis Ende gefesselt hat!!


Wenn euch die Rezension Lust auf das Buch gemacht hat, guckt doch morgen mal hier, da gibt es etwas zu gewinnen!!!


Sonntag, 17. April 2016

Rezension: `Anatomie des Verbrechens` von Val McDermid


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Absolut lesenswert!!!
















Val McDermid hat sich für dieses Buch ein besonderes Thema ausgesucht- diesmal ist es kein Krimi, sondern es handelt sich eher um eine Art spannendes Sachbuch!
Anhand echter Kriminalfälle werden hier die wissenschaftlichen Methoden erläutert. Wie arbeitet ein Anthropologe? Was machen Rechtsmediziner? Wie entlarvt man Giftmörder? Seit wann gibt es DNA und Fingerabdrücke? Wie entstand die Forensik? Dies sind nur einige Beispiele des komplexen Inhalts.

 Jeder Tatort verfügt über einen großen Reichtum an nützlichen Hinweisen und Beweisen, doch wie werden diese Spuren überhaupt gesichert?

Das Buch ist in verschiedene Abschnitte gegliedert, jeder einzelne handelt von einem anderen Fachgebiet: Insektenkunde, Pathologie, Toxikologie, digitale Forensik u.v.m.

Das Geschriebene wirkt überhaupt nicht trocken, obwohl es wirklich fast ein Sachbuch ist. Doch in jedem Kapitel wird ein echter Kriminalfall dazu vorgestellt, was das Ganze auflockert.
Anhand der wahren Verbrechen zeigt Val McDermid auf, wie die Rechtsmediziner, Pathologen usw. arbeiten, um Spuren auszuwerten. Die Fälle sind interessante Beispiele und reichen von den letzten Jahrhunderten bis heute.
Am meisten hat mich die Story von der Firma US Radium geschockt, in der  junge Frauen kurz nach der Entdeckung des Radiums Leuchtziffern bemalten. Anfang des 20.Jahrhunderts wurde angefangen, Radium als Wundersubstanz zu behandeln. Gesichtspuder, Seifen, Cremes, Leuchtziffern u.v.m.  Die Firma US Radium versuchte jedoch zu vertuschen, dass nach und nach alle Mitarbeiterinnen erkrankten oder sogar starben. Hier waren die Toxikologen gefragt, um zu beweisen, dass die Radium Girls, wie sie genannt wurden, durch die Arbeit vergiftet wurden.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es liest sich nicht wie ein Krimi, aber wer sich für das Thema interessiert, wird schnell gefesselt sein.






Ich danke dem Knaus Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.