Montag, 10. Juli 2017

Rezension: `Wo ist Jay?` von Astrid Korten

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Der schöne Schein trügt!!!!



















Mia Beckers Freundin Jay de Winter verschwindet spurlos, ohne sich zu verabschieden oder irgendwo zu melden. Nur ihr Ehemann Hugo hat angeblich eine Nachricht erhalten, dass Jay ihn und die Kinder verlassen hat.
Mia kann das nicht glauben und will Jay als vermisst melden, doch der gemeinsame Freundeskreis hält das für unnötig und benimmt sich merkwürdig. Was verschweigen die Freunde? Was wissen sie?

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Dabei kommt jedesmal einer der Freunde, eingeteilt nach Datum, zu Wort und der Leser erfährt nach und nach, wie die Tage vor Jays Verschwinden verlaufen sind und was danach geschah.

Alle haben ihre Geheimnisse und es kommt heraus, dass auch Jay kein Engel gewesen ist, nur Mia scheint als Einzige nie etwas mitbekommen zu haben.
Trotzdem beharrt sie darauf, nach Jay suchen zu lassen und probiert alles, um sie zurückzuholen.

`Wo ist Jay?`  war mein erster Roman von Astrid Korten und er hat mir gut gefallen. Sie hat total unterschiedliche Charaktere geschaffen, nach außen hin die besten Freunde, die alle anscheinend eine perfekte Ehe führen. Doch guckt man einmal hinter die Fassaden, tun sich wahre Abgründe auf. Der ganze Freundeskreis scheint nur ein einziges Lügengebilde zu sein.

Ist Jay wirklich freiwillig gegangen, wurde sie entführt oder ist sie womöglich schon tot? Als in der Nähe ein Mord geschieht und das Opfer Jay zum Verwechseln ähnlich sieht, ist wieder nur Mia überzeugt, dass etwas nicht stimmt.
Der Schreibstil ist flüssig,  der Leser wird durch verschiedene Wendungen immer wieder in die Irre geführt und kann  nur rätseln, was es mit Jays Schicksal auf sich hat.
Ich würde sagen, so etwas kann sich nur ein Autor ausdenken, aber dann las ich, dass es sich um eine wahre Begebenheit handeln soll. Wahnsinn, die besten Geschichten schreibt anscheinend doch das Leben...
Neid, Intrigen, Hass, Lügen, Missgunst, hier ist wirklich alles vertreten.  `Wo ist Jay?` ist ein spannender Thriller, der mich von Anfang bis Ende gefesselt hat!!


Wenn euch die Rezension Lust auf das Buch gemacht hat, guckt doch morgen mal hier, da gibt es etwas zu gewinnen!!!


Montag, 3. Juli 2017

Rezension: `Wenn Du vergisst` von Lisa Ballantyne

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Gefühlvoller Roman mit leichten Krimi- Elementen!!









Das Buch beginnt mit dem Unfall der Lehrerin Margaret, bei dem ein fremder Mann ihr das Leben rettet. Durch den Unfall wird bei Margaret etwas losgetreten, das sie lange Jahre verdrängt und vergessen hatte.
Sie möchte herausfinden, was sie so beschäftigt, hat aber keinerlei Anhaltspunkt. An viele Jahre ihrer Kindheit hat sie überhaupt keine Erinnerungen, sie weiß nur, was sie von ihren Eltern gehört hat. Und zwar, dass sie lange im Krankenhaus war und lieber vergessen solle, was gewesen ist.
Doch nach dem Unfall möchte sie unbedingt herausfinden, was damals geschah. Und dann findet sie auf dem Dachboden ihrer Eltern eine alte Kiste mit Zeitungsabschnitten und einem Tagebuch...

Lisa Ballantyne schreibt in verschiedenen Handlungssträngen, die in zwei Zeitebenen eingeteilt sind. 1985 erleben wir den 26jährigen George McLaughlin, der von einem anderen Leben träumt. Er möchte seine damalige Freundin Kathleen und seine kleine Tochter überraschen und mit ihnen auf und davon gehen. Das Problem ist nur, dass das Mädchen ihn nicht kennt und Kathleen inzwischen glücklich verheiratet ist.
Er beobachtet die Familie und als das Mädchen allein zur Schule geht, entführt er sie.
Diese Geschehnisse werden von mehreren Personen aus unterschiedlichen Blickwinkeln wiedergegeben.
In Rückblenden dürfen wir zusätzlich auf Georges Elternhaus und seine schlimme Kindheit blicken, wie der Alltag bei den McLaughlins ablief und alle Geschwister und die Mutter vor dem gewalttätigen Vater zitterten.
Das Leben hat George hart mitgespielt, seine Handlungen sind meist unüberlegt und naiv. Er tat mir oft leid, weil er durchaus kindliche Züge im Körper eines erwachsenen Mannes hat.

Schon Lisa Ballantynes erster Roman hat mich begeistert und auch hier hat sie sich wieder eine fesselnde Story ausgedacht, die man, dank des lockeren Schreibstils sehr flüssig lesen kann.

Die Autorin hat sehr unterschiedliche, interessante Charaktere geschaffen, auch der Reporter Agnus war sehr gut beschrieben, obwohl ich nicht verstanden habe, warum Christen den Sabbat so streng halten. Das war mir gänzlich neu, aber vielleicht gibt es irgendwo religiöse Gruppen, die das so praktizieren.

`Wenn Du vergisst` würde ich als einen gefühlvollen Roman mit leichten Krimi-Elementen bezeichnen, bei dem der Spannungsbogen die ganze Zeit oben gehalten wird, obwohl es weder blutig noch sonderlich actionreich ist.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter !!


            


Ich danke dem Btb Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.



Sonntag, 2. Juli 2017

Gewinner !!!!!!!!

Ihr Lieben, ich habe drei Gewinner ermittelt !!!




 Über je ein Exemplar von Petra Mattfeldts Blutschmuck dürfen sich freuen:

Sandra S.

                        Wiebke W.
             
und 

Kati von Katis Bücherwelt, die hier auf dem Blog mitgemacht hat.


Herzlichen Glückwunsch und allen anderen vielen Dank fürs Mitmachen!!!!

Bitte schickt mir noch eure Adressen, damit ich sie schnell an Petra Mattfeldt weitergeben kann.

Dienstag, 27. Juni 2017

Rezension: `Die honigsüßen Hände` von Marion Johanning

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Ein Lesevergnügen!!!



















Ich muss gestehen, der Buchtitel hat mich zuerst etwas abgeschreckt, doch inzwischen weiß ich, dass er sich aufs Backen bezieht.
Die junge Beatrix wird an den adeligen Arnold von der Ahe verheiratet, doch ihre Ehe ist die Hölle. Arnold misshandelt sie und hält sie bei Wasser und Brot auf seiner Burg gefangen.
Zusammen mit der Dienerin Mechthild gelingt Beatrix eine abenteuerliche Flucht nach Köln.
Dort schafft sie es, sich einen Namen als Kuchenbäckerin zu machen und obwohl sie und Mechthild sich als Schwestern aus der Eifel ausgegeben haben, bietet das nicht wirklich Sicherheit vor Entdeckung.
 In Köln lernt sie einen Mann kennen, in den sie sich verliebt. Aber er ist nicht frei, genauso wenig wie Beatrix und die Angst, Arnold könnte sie finden, überschattet alles...

Marion Johanning hat sehr interessante Charaktere geschaffen, facettenreich und lebendig beschrieben.
Obwohl das Buch 500 Seiten dick ist, hatte ich beim Lesen keine Minute Langeweile. Beatrix` Leben verläuft  sehr ereignisreich und die Autorin hat gut recherchiert und den Alltag im Köln des 13. Jahrhundert authentisch dargestellt.
Auch die Entwicklung der Backkünste vom einfachen Obstkuchen bis hin zu den edelsten Marzipantorten fand ich sehr interessant. Beatrix tüftelt und probiert, bis ihr wieder etwas Neues gelingt. Zur damaligen Zeit war es alles andere als einfach, denn die Zutaten waren schwer bis gar nicht zu beschaffen. Sie musste oft improvisieren, weil ein Gewürz etc. fehlt.  Zucker wurde als weißes Gold bezeichnet und war extrem teuer und fast gar nicht zu bekommen.
Beatrix stellt trotzdem die herrlichsten Torten her, die ihr jede Menge Kundschaft bescheren, doch gleichermaßen wieder Ärger mit der Zunft.
Viele Wendungen und verschiedene Ereignisse machen `Die honigsüßen Hände` zu einem wahren Lesevergnügen! Eine ganz klare Kaufempfehlung von mir !







Donnerstag, 22. Juni 2017

Gewinnspiel !!!!!





                                                       
                                                        
                            Es ist soweit !!
                                    
Am 05.07.2017 erscheint ein neuer `Falko Cornelsen- Thriller` von Petra Mattfeldt                                                                                                                 

©A.Lunau



                          >BLUTSCHMUCK<



Darum geht es:
Die Kommissarin Sarah Bischoff lernt auf der Beerdigung ihrer Mutter Lisa Schönfeld kennen, die sich als eine Freundin aus Jugendtagen vorstellt. Nachdem Lisa eine Halskette an Sarah bemerkt, verschwindet sie sichtlich verstört von der Trauerfeier. Sarah Bischoff beginnt daraufhin mit ihrem Freund, dem Profiler Falko Cornelsen, hinter das Geheimnis des Schmuckstücks zu kommen und öffnet damit die Tür zu einem dunklen Kapitel, in dem auch ihre eigene Familie eine bedeutende Rolle zu spielen scheint.




Klickt u. gelangt zu Amazon


Mehr über Petra Mattfeldt erfahrt Ihr auf ihrer HOMEPAGE


©A.Lunau





Was müsst Ihr tun, um zu gewinnen?? Es wäre schön, wenn Ihr Leser hier auf dem Blog werdet und meine Facebook Seite liked!
Ansonsten reicht ein Kommentar hier drunter oder bei Fb und Ihr hüpft in den Lostopf.
Markiert gerne eure Freunde und teilt auf euren Blogs und bei Fb.
Bis zum 01.07.2017 um 23 Uhr habt Ihr Zeit, danach lose ich mit random.org aus.
Wenn Ihr noch nicht 18 Jahre alt seid, brauche ich die Einwilligung eurer Eltern.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ich wünsche euch viel Glück !!!

Dienstag, 20. Juni 2017

Rezension: `Sieh nichts Böses` von Inge Löhnig

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Der beste Dühnfort- Krimi !!!!
















Lange mussten die Leser auf einen neuen Inge Löhnig- Krimi warten, aber ich kann sagen: Es hat sich gelohnt!!
 Kommissar Dühnfort beginnt mit den Ermittlungen, nachdem während einer Hundeprüfung durch Zufall eine Frauenleiche gefunden wurde. Recht schnell ist die Identität der Toten geklärt, doch als die Polizisten zu den Eltern der jungen Frau fahren, um ihnen die schreckliche Nachricht zu überbringen, sind sie mehr als erstaunt über die Reaktionen, die sie dort erleben.


Außerdem erwarten Dühnfort und seine Frau Gina ihr erstes Kind und leider gibt es da eine nicht so schöne Nachricht der Ärzte. Eigentlich mag ich nicht viel Privatkram der Ermittler im Krimi, doch hier hat es mich komischerweise gar nicht gestört. Man fiebert quasi mit, wie die beiden mit der neuen Situation umgehen und wie sie sich entscheiden werden.
Inge Löhnig  lässt uns in verschiedenen Handlungssträngen mehrere Familien kennen lernen und zwar ziemlich ausführlich, sodass man eine Verbindung aufbauen kann. Scheinbar haben die Personen nichts miteinander zu tun und immer wenn ich dachte, mir ginge ein Licht auf, löste sich der Verdacht fürs Erste wieder auf.
Auch Dühnfort und sein Team kommen nicht so recht voran. 
Gibt es bei dem Mord an der jungen Frau eine Verbindung zu einem zurückliegenden Mordfall und was hat es mit den Affenfiguren auf sich, die neben den Toten gefunden wurden?

Ich habe lange keinen so perfekt konstruierten Krimi mehr gelesen. Alle anfänglich losen Fäden werden zum Schluss verknüpft und zu einem fulminanten Ende zusammengeführt.
Ich mag alle `Dühnfort`- Bände, aber für mich ist `Sieh nichts Böses` der beste! 
Extrem spannend geschrieben, fesselnde Story mit vielen Wendungen- einfach genial!
Das war mal wieder so ein Buch, bei dem ich traurig war, als ich es zuschlagen musste.
 Lesegenuss von der ersten bis zur letzten Seite!!






Ich danke dem Ullstein Verlag und Netgalley für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Samstag, 17. Juni 2017

Rezension: `Das Haus der schönen Dinge` von Heidi Rehn

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Aufstieg und Fall eines Kaufhauses!!!

















Jakob Hirschvogl besitzt ein beliebtes Kaufhaus am Münchener Rindermarkt. Mit Hilfe seiner Frau Thea und ihren ausgefallenen Ideen macht er das Hirschvogl zu Münchens angesagtester Adresse für die neueste Mode.
Die Kunden lieben das Hirschvogl und als die nächsten Generationen der Familie heranwachsen, wird das Warenangebot weiter ausgebaut. Jakobs Tochter Lily ist hier die Hauptprotagonistin, sie hat im Gegensatz zu ihrem Bruder schon von klein auf Interesse für das Kaufhaus und auch das nötige Talent, doch es vergehen viele Jahre, bis Jakob einverstanden ist, dass Lily zur Geschäftsleitung gehört.
`Das Haus der schönen Dinge` kann man als Familiensaga bezeichnen. In der Familie Hirschvogl dreht sich alles nur ums Kaufhaus und das ist auch das Hauptthema des Buches.

Bis kurz vor dem zweiten Weltkrieg läuft alles wie am Schnürchen, dann beginnen arge Schwierigkeiten, denn die Hirschvogls sind Juden.
Die Stimmung im Land verändert sich, Kunden und Freunde wenden sich von der Familie ab.

Heidi Rehn beschreibt das Wachsen des Kaufhauses sehr umfassend, dabei kommen die Menschen, um die es geht, manchmal etwas zu kurz.
Das alltägliche Leben wird immer nur oberflächlich angekratzt, es gibt häufig größere Sprünge über einige Monate oder sogar Jahre und auch wenn in der Zeit gravierendes passiert ist, wird nicht näher darauf eingegangen.
 Umso mehr geht es um die neueste Mode aus Paris, die Gestaltung  der Schaufenster, die Einkäufe im Ausland oder die Belange der Belegschaft.
Ziemlich häufig musste ich mich durch die Seiten quälen, weil ich es extrem langatmig und alles zu sehr bis ins Kleinste beschrieben fand. Es gab natürlich auch viele Szenen, die mich fesseln konnten, aber insgesamt war mir das Buch mit 656 Seiten zu dick.

Die Ereignisse rund  um die Familie Hirschvogl hätte ich mir gerne ausführlicher gewünscht, doch  das ganze Drumherum um das Kaufhaus hätte ruhig kürzer und weniger detailliert ausfallen dürfen.

`Das Haus der schönen Dinge` hat mich nicht so ganz überzeugt!





  Ich danke dem    Droemer Knaur Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Freitag, 16. Juni 2017

Rezension: `Tiefe Schuld` von Manuela Obermeier


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Tiefe Schuld!!














Kommissarin Toni Stieglitz wird zu einem Mordfall gerufen. Eine Frauenleiche  im Wald, ermordet, und die Flecken und Blutergüsse auf ihrem Körper deuten auf Misshandlungen hin, die ihr lange vor der Tat zugefügt worden sein müssen.
Toni wird direkt an ihre eigene Vergangenheit erinnert, ihr Freund Mike hat sie auch misshandelt, bis sie ihn angezeigt hat.
Die tote Frau tut ihr sehr leid und für Toni ist es ganz klar, dass der Ehemann der Täter ist. Ihre Kollegen sind allerdings anderer Meinung und werfen ihr eine einseitige Ermittlung vor.

Der Fall gestaltet sich für Toni doch nicht so einfach, wie zuerst gedacht. Irgendwann ist sie gezwungen, auch einen anderen Täter in Erwägung zu ziehen.
Den Leser lässt die Autorin durch einige geschickte Wendungen gleichfalls im Ungewissen, wer  für den Mord verantwortlich ist.
`Tiefe Schuld`  gehört wieder eher in die Kategorie ruhiger Krimi, ohne viel Action, dafür mehr Ermittlungsarbeit.
Der Schreibstil der Autorin hat mir gefallen, das Buch lässt sich flüssig lesen. Auch der Fall ist sehr interessant, allerdings wurde mir zu viel von Tonis Privatkram erzählt. Da hätte es gerne etwas weniger sein dürfen und auch Tonis Handlungen konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen.
Trotzdem war es insgesamt eine spannende Story.




Ich danke dem Ullstein Verlag und Netgalley für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Mittwoch, 14. Juni 2017

And the winner is...............

Ihr Lieben, ich habe drei Gewinner ermittelt!!!!



                                           

Ich danke Inge Löhnig und dem Ullstein/List Verlag für die Bereitstellung der Gewinne!!


Über je ein signiertes Exemplar von   ` Sieh nichts Böses`  dürfen sich freuen:


Petra K.
                               Kathrin T.
Anja D.

   HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!!!
        Schickt mir bitte eure Adressen. Allen anderen danke ich für die Teilnahme!!!
Und das nächste Gewinnspiel kommt bestimmt !!!

Freitag, 9. Juni 2017

Rezension: `Amnesia- Ich muss mich erinnern` von Jutta Maria Herrmann



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Psychothriller vom Feinsten !!

















Helen weiß, dass sie unheilbar krank ist- Lungenkrebs im Endstadium. Die Ärzte geben ihr noch ungefähr ein Jahr. Sie beschließt, sich von ihrer Mutter und ihrer Schwester zu verabschieden, die sie lange nicht gesehen hat und zu denen das Verhältnis nicht besonders ist.
Doch als sie dort ankommt, findet sie nie den richtigen Zeitpunkt, um den beiden von ihrem Zustand zu erzählen.
Ihre Mutter reagiert mehr als kühl auf das Wiedersehen, nur ihre Schwester Kristin, inzwischen glücklich verheiratet und schwanger, scheint sich zu freuen. Als Helen jedoch Kristins Ehemann kennenlernt, ist sie alles andere als erfreut. Sie kennt Leon von früher und weiß, dass er ein Verbrechen begangen hat, für das er nicht zur Rechenschaft gezogen wurde. Auch ihre Schwester scheint er nicht gut zu behandeln und Helen macht eine Äußerung, die sie bald bitter bereuen wird.

Kurz nach ihrer Ankunft bei der Familie  passieren im Umfeld plötzlich schreckliche Dinge, ein Selbstmord, ein Mord, ein Unfall.
Helen kriegt alles eher wie durch einen Schleier mit, denn sie nimmt zu häufig Beruhigungstabletten, obwohl sie weiß, dass diese starke Nebenwirkungen hervorrufen, z.B. Halluzinationen.
Sie leidet oft unter  großen Erinnerungslücken und Kontrollverlust und eines Morgens fragt sie sich beim Erwachen voller Panik, ob sie evt. für die Taten verantwortlich ist, denn scheinbar deutet alles auf sie als Täterin hin. Ist sie wirklich eine Mörderin? Oder bildet sie sich alles vielleicht nur ein?

Der Thriller ist in der Ich-Form aus Helens Sicht geschrieben. In fesselndem Schreibstil mit kurzen Kapiteln lässt die Autorin uns an Helens Gefühlswirrwarr teilnehmen.
 Ich war mir während des Lesens nie ganz sicher, was Realität ist und wobei es sich um eventuelle Wahnvorstellungen im Medikamentenrausch handelt.

Durch clever eingesetzte Wendungen bringt Jutta Maria Herrmann andere Verdächtige ins Spiel, die auch ein Motiv gehabt hätten, um uns kurze Zeit später wieder einen klaren Beweis für Helens Schuld zu liefern. So bleibt die Spannung erhalten und der Leser weiter im Ungewissen. 

Jutta Maria Herrmann hat mich auch mit  ihrem  neuen Buch wieder begeistert. `Amnesia` ist ein packender Psychothriller, der mich von der ersten bis zur letzten Seite in Atem gehalten hat.






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