Montag, 21. Juli 2025

Rezension: `Schwestern des brennenden Himmels` von Hanna Caspian

 

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Gefährliche Mission!













Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wird Ann als Mitglied der britischen Delegation nach Berlin entsandt. Niemand in ihrem Umfeld ahnt, dass sie nicht die ist, für die sie sich ausgibt. In Wahrheit verfolgt Ann eine ganz eigene Mission. Dafür setzt sie sich großen Gefahren aus und muss sogar diejenigen belügen, die ihr am nächsten stehen – darunter auch den amerikanischen Soldaten Jackson, mit dem sie heimlich eine Beziehung pflegt.

Der Roman vermittelt umfassendes politisches Hintergrundwissen. Im Mittelpunkt stehen die Potsdamer Konferenz sowie die Begegnungen von Churchill, Truman und Stalin. Ann trägt die Verantwortung dafür, dass es Churchill und seiner Tochter während ihres Berlin-Aufenthalts an nichts fehlt. Gleichzeitig versucht sie verzweifelt, nach Potsdam zu gelangen – ein nahezu aussichtsloses Unterfangen, da ihr ein offizieller Auftrag und ein Passierschein für die russische Zone fehlen.

Hanna Caspian schildert das Leben und die damalige Situation der Menschen mit beeindruckender Authentizität. Viele Deutsche mussten auch nach dem Krieg in Kellern leben, da die meisten Häuser zerstört waren. Der akute Nahrungsmangel steht in starkem Kontrast zum Überfluss, den Ann und die Delegation erleben.

Ich fand die Einblicke in die Geschichte sehr spannend, weil Hanna Caspian die Schicksale ihrer Figuren gekonnt mit den historischen Fakten verwoben hat. 
Einige Fragen bleiben offen, weshalb ich mir gut vorstellen kann, dass es einen zweiten Band geben wird.




Donnerstag, 17. Juli 2025

Rezension: `Aschetod` von Linda Castillo

 

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Wieder Mord bei den Amischen!













Milan Swanz, ein ehemaliger Amischer und früherer Mitschüler von Polizeichefin Kate Burkholder, wird brutal ermordet.

Wie immer gestaltet sich die Befragung der Gemeindemitglieder schwierig. Die Amischen lösen ihre Probleme im Stillen, ohne die Polizei einzuschalten.

Doch Kate hat durch ihre Amisch-Vergangenheit einen Vorteil: Sie findet eher Zugang zu den Menschen. Schnell erfährt sie mehr über Milans Persönlichkeit und erkennt, dass niemand seinen Tod betrauert.

Diesmal führen ihre Ermittlungen sie jedoch auf eine ganz neue Spur, denn es scheint, als gäbe es eine ähnliche religiöse Gruppe wie die Amischen.

Nicht jeder ist erfreut über Kates Nachforschungen, doch Kate bleibt hartnäckig und lässt sich nicht einschüchtern.

Auch der 16. Fall ist wieder äußerst spannend, und leider war ich viel zu schnell mit dem Buch durch. Kate ist eine sympathische Ermittlerin, die es versteht, sich in beiden Welten zu bewegen und so das Vertrauen der Amischen gewinnt.

Wieder bietet die Geschichte interessante Einblicke in das Leben, die Regeln und die Arbeit der Amischen. Linda Castillo präsentiert zahlreiche Verdächtige, von denen anscheinend jeder ein Motiv hatte. Ihr gelingt es erneut, eine komplexe Handlung mit vielschichtigen Charakteren zu erschaffen, die den Leser bis zum Ende in Atem hält und keine Langeweile aufkommen lässt.

   

                                                         










Mittwoch, 16. Juli 2025

Rezension: `Nicht ihre Tochter` von Laura Elliot

 

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Familiengeheimnisse!!
















Gaby ist untröstlich, als ihr Vater im Sterben liegt und ihre Mutter sie erst kurz vorher benachrichtigt. So bleiben ihr nur wenige Stunden mit ihm. Seine letzten, geflüsterten Worte lauten: "Ich habe dich gestohlen." Erst nach der Beerdigung erinnert sie sich wieder an diesen rätselhaften Satz, kann ihn sich aber nicht erklären. Beim Ausräumen des Hauses findet sie einen alten Zeitungsartikel. Der abgebildete Mann sieht ihrem Vater zum Verwechseln ähnlich, trägt jedoch einen anderen Namen.

Gaby kommt nicht zur Ruhe. Sie beginnt zu recherchieren und fragt sich, ob sie wirklich das Kind ihrer Eltern ist.

Ich lese die Thriller von Laura Elliot sehr gerne und wurde noch nie enttäuscht. Auch diesmal hat mich die Geschichte sofort gefesselt. Ich habe mit Gaby mitgelitten, als sie der Wahrheit näherkommt und spürt, wie zerrissen sie sich fühlt. Je mehr sie sich einer anderen Familie annähert, desto deutlicher wird, dass auch dort nicht alles so ist, wie es scheint.

`Nicht ihre Tochter` ist spannend, hervorragend geschrieben und überzeugt mit glaubwürdigen, facettenreichen Charakteren sowie überraschenden Wendungen.


                                                            





Rezension: `Was das Moor verbirgt` von Eva Maria Silber

 

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Nicht ganz so spannend!








In einem moorigen Tümpel am Steinhuder Meer wird eine Leiche entdeckt. Bei der Bergung stoßen die Ermittler auf sechs weitere Tote, die offenbar schon seit Jahrzehnten dort liegen.

Kommissar Montag wird aus einer anderen Dienststelle versetzt, um gemeinsam mit der asiatischen Kollegin Effie Lu eine Cold Case Unit zu gründen. Ihr Auftrag: Die Identität der Toten klären und prüfen, ob ein Zusammenhang zur jüngsten Entdeckung besteht.

Der Roman ist zwar flüssig zu lesen, konnte mich aber nicht begeistern. Die Darstellung der Polizeiarbeit wirkt auf mich wenig glaubwürdig – insbesondere, wenn es um mehrere Mordfälle geht. Kommissar Montag trinkt lieber, wacht mit schwerem Kopf auf und kann sich an nichts erinnern – mitten in einer Mordermittlung.

Montags Kollegen nehmen ihn kaum ernst. Jeder weiß, dass seine Frau ihn verlassen hat und macht sich darüber lustig. Kollegin Effie wird noch weniger respektiert, weil sie klein, zierlich und dünn ist.

Als Effie verschwindet, nimmt niemand ihre Abwesenheit ernst. Im Gegenteil, die Kollegen machen Scherze und niemand hält es für nötig, nach ihr zu suchen.

Insgesamt ließ sich das Buch zwar angenehm lesen, war mir jedoch zu unrealistisch.

                                 




Dienstag, 15. Juli 2025

Rezension: `Das geheime Zeichen` von Saskia Calden


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Nicht vorhersehbar!!














Im dritten Teil um Kommissarin Evelyn Holm geht es um ein altes Skelett, das während einer Hausrenovierung gefunden wird. Evelyn stößt auf ein Zeichen, das ihr bekannt vorkommt, und sie ist fest entschlossen, diesen Fall zu lösen. Doch von oberster Stelle wird ihr dies kurzfristig untersagt, da anscheinend eine Sonderkommission gebildet wird. Evelyn lässt sich jedoch nicht aufhalten und begibt sich dadurch in große Gefahr.

In einem parallelen Handlungsstrang lernen wir in Rückblenden die Künstlerin Viola kennen, die alles versucht um endlich den Durchbruch mit ihren Bildern zu schaffen.

Saskia Calden hat wieder einmal einen packenden Thriller geschrieben. Schon ab der ersten Seite ist man vollständig in die Geschichte eingetaucht, und der Spannungsbogen bleibt durch zahlreiche Plot Twists bis zum Schluss erhalten. Im Mittelpunkt steht ein geheimer Club, dessen Mitglieder durch ein markantes Zeichen zu erkennen sind – sei es als Tätowierung oder als Schmuckstück. Trotz des Verbots von oben versucht Evelyn, Licht ins Dunkel zu bringen, denn das Zeichen weckt in ihr Erinnerungen an den Mord an ihren Eltern.

Welche Wendungen die Geschichte nimmt, ist nicht vorhersehbar, und genau das macht einen spannenden Thriller aus.


                                                                                   




Dienstag, 17. Juni 2025

Rezension: `Ihr werdet sie nicht finden` von Andreas Winkelmann

 

                                                                                                            

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Fesselnder Krimi!!








Franka erhält als Privatdetektivin den Auftrag, die verschwundene Enkelin einer älteren Frau zu finden. Was zunächst nach einer Routineangelegenheit klingt, erweist sich als deutlich komplexer. Bei der Suche trifft sie auf Jonas, einen ehemaligen Polizisten, dessen vor Jahren verschwundene Tochter das gesuchte Mädchen kannte.

Plötzlich ermitteln Franka und Jonas gemeinsam, denn er will immer noch herausfinden, was mit seiner Tochter geschehen ist.

Andreas Winkelmann erzählt die Geschichte in der Gegenwart und schaltet zwischendurch immer wieder in Rückblenden sieben Jahre zurück. Dadurch wird der Spannungsbogen konstant oben gehalten.

`Ihr werdet sie nicht finden` ist eher ein Krimi als ein Thriller, denn es geht viel um Ermittlungsarbeit und darum, herauszufinden, was damals mit Jonas’ Tochter geschah und ob die verschwundene Enkelin etwas darüber weiß. Es könnte sein, dass da draußen ein Mörder frei herumläuft.

Mir hat die Story sehr gut gefallen. Andreas Winkelmann hat  interessante Charaktere geschaffen, und die unvorhersehbaren Wendungen der Handlung haben mich immer wieder überrascht. Der Autor versteht es meisterhaft, Hinweise zu streuen, die zur Spekulation anregen und die Leser in Atem halten.

                                             



Montag, 16. Juni 2025

Rezension: `Der Weg der Frauen` von Marie Pierre

 

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Gelungener Abschluss der Trilogie!








Diedenhofen, 1912. Auch im dritten Band um das Mädchenpensionat an der Mosel bleibt es spannend. Eine von Paulines Schülerinnen muss aus dem Gefängnis abgeholt werden, was natürlich dem Ruf der Schule erheblich schadet. Doch das sind nicht die einzigen Probleme, die auf Pauline einprasseln. Sie trifft ihren ehemaligen Verlobten Roland wieder, der mittlerweile Witwer und Vater eines kleinen Jungen ist. Angesichts der zahlreichen Schwierigkeiten, die im Pensionat auftreten, beginnt Pauline zu zweifeln, ob ihre Idee wirklich aufgegangen ist, und fragt sich, ob sie als Ehefrau und Mutter nicht besser dran wäre. Hinzu kommt, dass Erich von Pliesnitz sich unerklärlicherweise kaum noch blicken lässt.

Mir hat der dritte Teil ebenso gut gefallen wie die ersten beiden. Es ist erfrischend zu lesen, wie die jungen Frauen lernen, sich zu behaupten und nicht nur auf einen Mann warten, der ihnen ein angenehmes Leben bietet.

Die meisten haben bereits einen Plan für ihre Zukunft, Journalistin zu werden oder Betreiberin eines Cafés, alles ist möglich. Pauline ermutigt sie, ihren Wunsch nach Freiheit und eigenem Wirken zu verfolgen.

Marie Pierre gelingt es auch in diesem Band, historische Ereignisse geschickt mit fiktiven Charakteren zu verweben. Diese Kombination aus fesselnder Handlung und lebendigen Figuren sorgt für ein Lesevergnügen.

Nun heißt es leider Abschied nehmen von den liebgewonnen Figuren, denn der dritte Teil ist auch gleichzeitig der letzte. Es bleiben aber keine Fragen offen und deswegen bin ich sehr zufrieden mit dem Ende.

„Der Weg der Frauen“, ist ein leichter Roman, den ich gerne empfehle und natürlich sollte man sich auch die ersten Bände nicht entgehen lassen..


                                 












Mittwoch, 11. Juni 2025

Rezension: `Die Sommergäste` von Tess Gerritsen

 

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Der Martini Club!

















Zur  Beerdigung von George Conover versammelt sich die gesamte Familie im Ferienhaus in Purity/ Maine am See. Susan hat gerade erst ihren Mann, Ethan Conover, geheiratet und ist zum ersten Mal mit den anderen Verwandten hier. Als ihre Tochter Zoe nach einem Aufenthalt am See spurlos verschwindet, bricht für Susan eine Welt zusammen.

Jo Thibodeau von der örtlichen Polizei übernimmt den Fall der vermissten Zoe, doch ihre Ermittlungen kommen nur schleppend voran. Maggie Bird und die Mitglieder des Martini-Clubs, ehemalige Agenten, haben ihre eigenen Methoden, um herauszufinden, wo das Mädchen sein könnte. Doch dann wird auf dem Grund des Sees eine Leiche gefunden.

Tess Gerritsen hat erneut einen fesselnden Krimi geschrieben, der auch durch humorvolle Szenen besticht. Obwohl ich normalerweise keine Spionageromane lese, hat mir dieses Buch gefallen – schließlich geht es um ehemalige Agenten im Ruhestand. Ihre Ermittlungen sind zwar hobbymäßig, aber mit ebenso viel Leidenschaft wie früher. Das Zusammenspiel von entspanntem Rentnerleben und den Ermittlungen verleiht der Geschichte eine herrlich leichte und unterhaltsame Note.

Lange bleibt unklar, was mit Zoe passiert ist, und die Auflösung des Falls sowie die überraschenden Enthüllungen aus der Vergangenheit haben mich wirklich überrascht.

                                                 












Freitag, 6. Juni 2025

Rezension: `Misstraut` von K.L. Slater

 

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Spannend!!
















Nach dem Tod ihres Ehemannes Joel ist Darcy mit der Erziehung ihrer beiden Söhne völlig überfordert. Doch Joels Familie springt ein, kümmert sich liebevoll um die Jungen, während Darcy Zeit findet, sich zu erholen.

Inzwischen fühlt sie sich stärker und kann sich wieder intensiv um ihre Söhne kümmern. Trotzdem mischen sich Joels Eltern und seine Schwester weiterhin ungefragt in ihre Angelegenheiten ein und gehen nach Belieben in Darcys Haus ein und aus.

Als Darcy einen attraktiven, tollen Mann kennenlernt, befürchtet die Familie, die Jungen könnten ihnen entgleiten und legen ihr Steine in den Weg. Auch Darcy selbst beginnt irgendwann zu zweifeln, ob George der richtige Mann für sie ist.

K.L. Slater hat erneut einen spannenden Psychothriller geschrieben, bei dem nichts so ist, wie es scheint. Mit vielen unvorhergesehenen Wendungen führt sie die Leser geschickt auf falsche Fährten, sodass bis zum Schluss unklar bleibt, wer gut und wer böse ist. Der flüssige Schreibstil zieht den Leser sofort in die Geschichte hinein und lässt einen bis zum Ende mitfiebern.


                                        



 

Mittwoch, 4. Juni 2025

Rezension: `Der Stoff der Hoffnung` von Anett Klose

 

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Spannender zweiter Teil!










Plauen, 1881. Der zweite Band der Spitzensaga knüpft nahtlos an die Ereignisse des ersten Teils an. Helene setzt ihren Alltag in der Firma fort und investiert sogar ihr Erbe in das Unternehmen. Doch ein Mann wirbt um sie, was ihre Entscheidungen kompliziert: Kann sie die Firma und ihre Tochter für die Liebe zu diesem Mann aufgeben?

Ihr Bruder Gustav hingegen ringt mit seinen Gefühlen. Die Frau, die er liebt, stammt aus einfachen Verhältnissen, und Gustav ist zu unsicher, um sich gegen den Widerstand seiner Eltern durchzusetzen.

Johanna kämpft ums Überleben ihres Kindes inmitten einer Diphtherie-Epidemie, die die Stadt heimsucht und viele Kinderleben fordert.

Die Spitzensaga ist eine bewegende Familiensaga mit facettenreichen Charakteren, von denen einige äußerst sympathisch sind und andere weniger. Besonders berührend ist die Loyalität der beiden Schwestern, die stets füreinander einstehen.

Bei den Hohenlindens gibt es jede Menge Dramatik, Neuigkeiten und Zerwürfnisse. Viele Fragen bleiben unbeantwortet, und das Geschehen ist noch lange nicht zu Ende. Die Leser dürfen gespannt sein auf die Entwicklungen im nächsten Band.