Montag, 31. Oktober 2011

Leseprobe

Die Leseprobe von " Ich hartz dann mal ab " von Robert Naumann ist heute online gestellt worden bei vorablesen.de .
Darüber teilen sich die Meinungen,mich hat die Lp aber amüsiert.... Zum Lesen auf den kleinen Link : Leseprobe,direkt hier drunter klicken,dann müßte es klappen...Bin gespannt.wie Eure Meinung dazu ist.....
Leseprobe vorablesen: Ich hartz dann mal ab


Sonntag, 30. Oktober 2011

Habe den Henker von Lemgo ausgelesen.. Gut,dass es das heute nicht mehr gibt.....Grausam....

Szrama ,Bettina :Der Henker von Lemgo


* * * * *

Wie grausam können Menschen sein ????





Diese Frage stellte ich mir während des Lesens immer wieder.
Es geht um die ,zu Anfang noch kleine, Maria Rampendahl, deren Lehrer und viele ihrer Mitschüler der Hexerei angeklagt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden.
Maria, die verschont blieb, war seitdem in der Stadt nur noch als DIE HEXE verschrien...Denn es mußte ja einen Grund haben, dass sie als Einzige überlebt hat.
Als junges Mädchen verliebt sie sich in den mächtigen, älteren David, den Henker des Ortes.
Doch eine Chance auf ein gemeinsames Lebens besteht für die beiden nicht.
Immer wieder wird Maria der Hexerei bezichtigt und muß mehrmals um ihr Leben fürchten und sich verstecken.
Vor allem der Ratsherr Cothmann verfolgt sie unerbittlich. Denn er begehrt sie seit Jahren und ihre standhafte Weigerung, ihm zu Willen zu sein, verletzt seinen männlichen Stolz.
Jahrelang versucht er, Maria der Hexerei zu beschuldigen.
Jeder Todesfall im Ort wird unweigerlich Maria und ihrer angeblichen Zauberei in die Schuhe geschoben. Egal,ob eine Ernte verdorben ist, ob eine Ziege keine Milch gibt, oder jemand stirbt; es ist immer Marias Schuld.
Natürlich findet Maria auch im Ort keinen Ehemann, denn niemand ist mutig genug, eine angebliche Hexe zu heiraten.
Dann begegnet ihr, kurz bevor sie als alte Jungfer enden muß, doch noch ein Mann; Hermann Hermessen, ein Durchreisender, dem das Geschwätz der Leute egal ist und der sie zur Frau nimmt. Und wahrhaftig verlieben die beiden sich ineinander, obwohl Maria auch den Henker nie vergessen hat.
Der Roman erzählt aber auch die Lebensweise der Menschen im 17.Jahrhundert, man kann sich wirklich gut in die Geschichte hineinversetzen.
Ich fand es sehr interessant, zu erfahren, wie das tägliche Leben sich damals abspielte. Ich habe zwar schon viele historische Romane gelesen, aber es klappt nicht immer, dass man die Handlung und Orte quasi vor Augen hat.
Irgendwann schafft es Bürgermeister Cothmann aber doch und Maria wird der Prozess wegen Hexerei gemacht.
Als Folterknecht und Scharfrichter ist Marias ehemalige große Liebe, der Henker David zuständig.
Wird er Maria so quälen, wie es die Prozessbeteiligten von ihm erwarten ?
Im Angesicht des nahenden Todes gibt sich Maria David hin, obwohl sie auch Hermann ,ihren Ehemann, liebt.
Wird David sie nun verschonen ?
Zur damaligen Zeit war mal schnell als Hexe verschrien.
Jeder konnte jeden denunzieren; wessen Nase einem nicht paßte, den zeigte man einfach der Zauberei an.
Spätestens bei den grausamen Folterungen gestanden die Angeklagten. Wenn sie weiterhin ihre Unschuld beteuerten, bedeutete das nur, das der Teufel sie zu fest in der Hand hatte.
War man erst einmal angeklagt, hatte man so gut wie keine Chance,freizukommen.
Wie geht nun Marias Prozess aus ? Wird sie sterben ? Wird Hermann ihr den Fehltritt verzeihen?
Wird David sie, um ihrer beider Liebe willen, verschonen ?

Ein toller, perfekt recherchierter Roman, der mir sehr gut gefallen hat. Die Handlung beruht fast zu 100% auf wahren Begebenheiten; die Personen haben wirklich gelebt.
Die Hexenprozesse von Lemgo sind sehr bekannt, man kann sogar die im Roman vorkommenden Personen; z.B. Maria Rampendahl googlen...

Freitag, 28. Oktober 2011

Jackson, Lisa : Dark silence -- Denn Deine Schuld wird nie vergehen


* * * * *                                     04.Juli 2010

Wer ist die Frau ohne Gedächtnis ????


 Die rücksichtslose verwöhnte Marla Cahill wird bei einem Autounfall schwer verletzt, verliert ihr Gedächtnis. Von ihrem Ehemann wird sie vehement von der Außenwelt abgeschottet,angeblich,um in Ruhe genesen zu können.An ihre Familie oder Kinder kann sich Marla genauso wenig erinnern,wie an ihre Vergangenheit. Ab den ersten Seiten hat der Leser schon Zweifel,ob es sich bei der Frau wirklich um Marla Cahill handelt.Und doch paßt irgendwie alles zusammen,wenn sie ab und zu eine Erinnerung an ihr früheres Leben hat. Dann versucht plötzlich jemand,sie umzubringen und es stellt sich raus,das der Autounfall kein Unfall war,sondern ein Mordanschlag.Wer trachtet ihr nach dem Leben ? Ihr Mann,ihre Familie,oder ist es Nick,der Schwager,in den sie sich verliebt hat ? Wem kann eine Frau ohne Gedächtnis noch trauen ? Oder wer ist sie in Wirklichkeit ? Was ist mit der echten Marla passiert,wenn sie nicht Marla ist ? Ich habe das Buch an einem Wochenende gelesen,obwohl es mit 554 Seiten schön dick ist. Aber es war richtig kurzweilig,spannend geschrieben und eigentlich war nichts wirklich vorhersehbar. Das Ende war überraschend und ganz anders,als man vermutete...Mal wieder ein Roman,den ich empfehlen kann...

Träume süß,mein Mädchen : Joy Fielding

*
350 Seiten totale Langeweile !!


Normalerweise liebe ich die Bücher von Joy Fielding, denn es ist ja meist Spannung pur von der ersten bis zur letzten Seite.Dieses Buch hatte einen ganz andereren Schreibstil; oberflächliche wörtliche Rede, erinnerte mich stark an irgendwelche Julia-Romanheftchen. Die Handlungsidee war gut, aber verpackt war das Ganze so langweilig und völlig ohne Spannung.Fast hätte ich das Buch schon vorm Ende weggelegt, doch dafür war es mir einfach zu teuer. Aber nachdem ich es ausgelesen habe, sind mir 20 Euro erst recht zuviel gewesen . Hoffentlich ruht sich Joy Fielding nicht auf ihren Lorbeeren aus und meint,daß die Leserinnen auch mit weniger Qualität zufrieden sind.

Lesung Markus Lanz

Habe gerade Karten gekauft für die Lesung von Markus Lanz im November in Köln.

Ich habe ihn neulich schon im Tv gesehen,als er über das Buch und seine Grönland-Tour gesprochen hat.

Ich denke, das wird ein toller Abend....

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Simplify your life; Küche,Keller,Kleiderschrank,entspannt im Griff : Küstenmacher,Marion

* * * * *                                          22.September 2005

 Aufschieberitis besiegen !!!,


Schon der erste Band von "Simplify your life" hat mein Leben verändert.Nun habe ich Küche und Kleiderschrank in Angriff genommen.Während des Lesens frage ich mich dIe ganze Zeit ,woher die Autoren mich kennen..Aufschieberitis besiegen und Wohnung entstapeln ! Die Autoren treffen mit ihren Tips genau ins Schwarze.Man sieht plötzlich selbst ein,daß nicht gelesene,aber aufbewahrte Zeitschriften nur unnötig Platz wegnehmen,daß die seit Jahren nicht getragene Kleidung auch weiterhin nur den Schrank verstopft.Ohne schlechtes Gewissen kann man sich auf einmal von den uralten Erinnerungsstücken trennen,die einen in Wirklchkeit nur stören.Jetzt weiß ich auch,warum immer nur einzelne Socken in der Wäsche sind usw.Das Buch ist einfach toll,ein Muß für jeden Chaoten,der mit Horten von unnützen Dingen sein Leben erschwert.Allerdings ist es mit 130 Seiten ein wenig dünn.Aber einfach geschrieben und trotzdem extrem wirkungsvoll.

Montag, 24. Oktober 2011

Mein SuB ist gerade gewachsen....

Eben wollte ich nur eine Zeitung kaufen, da gabs Mängelexemplare für 2 Euro...

DAS WESEN von Arno Strobel,wollte ich mir eh kaufen...und




 APRLGEWITTER von Iny Lorentz ,hab ich ,warum auch immer ,noch nicht gelesen..
Aber bei 2 Euro kann ja wohl keiner widerstehen.....

Samstag, 22. Oktober 2011

Hab mich jetzt durch das Buch   "Wunder geschehen morgen"
gequält. Gott sei Dank bin ich durch. Mir hat es überhaupt nicht gefallen ...:-(((

Louise Candlish : Wunder geschehen morgen


*

Gähnende Langeweile !!

Ginny und Adam machen nach dem Tod ihres Babys Urlaub in Italien. Ginny ist völlig in Depressionen verfallen, hat an nichts mehr Spaß im Leben und Adam versucht erfolglos,sie etwas aufzumuntern. Adam erhofft sich von dem Urlaub,dass seine Frau wieder neuen Lebensmut bekommt,aber Ginny läßt ohne Freude einfach nur alles über sich ergehen.

Zu allem Übel zieht in das Haus nebenan auch noch eine glückliche Familie ,Bea und Marty mit 3 Kindern, ein ; so scheint es zumindestens.

Ginny ist neidisch auf die nette Bea, empfindet es als ungerecht, dass jemand anderes so fröhlich sein kann,während sie selbst so unglücklich ist. In all ihrem Selbstmitleid bemerkt sie nicht,dass auch andere Menschen Probleme haben.

Doch überraschenderweise vertraut sich Bea ihr beim ersten Treffen schon an.Sie will ihren Mann nach dem Urlaub verlassen,dieses soll der letzte Familienurlaub mit den Kindern sein.

Die Familien freunden sich an und man bekommt nun Einblicke in die Geheimnisse und Probleme jedes einzelnen. Das war mir etwas zu viel; es wurden immer wieder Rückblenden eingeschoben, die aber eher verwirren ,als aufzuklären.

Zu viele verschiedene Personen, jeder mit seinen eigenen Schwierigkeiten,die ich leicht durcheinander gebracht habe....

Das Buch hat 474 Seiten, bis Seite 100 hab ich mich auch schon schwer getan, aber immer noch hoffnungsvoll gedacht,dass es gleich passiert, das Wunder....Aber nichts passierte..; kein Wunder geschah, nur gähnende Langeweile. Die nächsten 374 Seiten hab ich mich wirklich durchs Buch gekämpft.


Mittwoch, 19. Oktober 2011

Fitzek, Sebastian : Der Augenjäger


* * * * *              06.Oktober 2011

Nichts ist so,wie es scheint.....



Ich war so pfiffig, erst eine Woche vorher den "Augensammler" zu lesen....Da habe ich noch das ganze Geschehen genau im Kopf. Denn der "Augenjäger " fängt genau da an,wo der erste Band aufhört.War aber eher Zufall,das ich ihn erst so spät in die Hände kriegte..

Es wäre also blöd,den " Augensammler" nicht vorher zu lesen, dann würde man sich um einen Lesegenuß bringen. Denn anschließend macht es keinen Spaß mehr ...

Wieder dreht sich das Buch um Alina, Alexander und den Augensammler. Im letzten Band wurde er ja entlarvt und man weiß jetzt,um wen es sich handelt.

Dazu spielt aber auch ein Dr.Zarin Suker eine Rolle.

Dr.Zuker,tagsüber ein begnadeter Augenspezialist,verschleppt abends Frauen und vergeht sich an ihnen. Anschließend entfernt er ihnen bei vollem Bewußtsein die Augenlider. Die Opfer begehen daraufhin Selbstmord.

Doch aus Mangel an Beweisen müßte Dr.Suker freigelassen werden, da keine der Frauen mehr gegen ihn aussagen kann.

Alina,die über übersinnliche Fähigkeiten verfügt,soll versuchen,etwas belastendes über Dr.Suker herauszufinden.

Alexander,der seinen Selbstmordversuch knapp überlebt hat, hat nur noch einen Gedanken :
Er will Frank Lehmann finden und den Tod seines Sohnes rächen !!

Doch plötzlich überschlagen sich die Ereignisse; Suker wird aus der Haft entlassen, Alina verschwindet; Dr.Suker scheint sie in seiner Gewalt zu haben.
Es gibt eine Verbindung von Suker zum Augensammler.
Es tauchen Hinweise auf ,wo Alex die Leiche seines Sohnes finden kann.
Doch plötzlich bekommt er unerwartete Hilfe von seinem früheren Feind Scholle.

Ich will nicht zuviel zum Inhalt verraten,aber nichts ist wie es scheint.

Immer wieder geht alles anders weiter,als man noch vor einer Minute gedacht hat.

Mir persönlich hat der Augensammler noch etwas besser gefallen, weil dort mehr die Psycho-Schiene bedient wurde...

Beim Augenjäger gibt es viel mehr Action,was aber genauso spannend ist.

Immer wenn man meint,man kann sich mal einen Moment zurücklehnen ,weil alles gut gegangen ist, kommt wieder ein Hammer,dass einem der Atem stockt.

Absolut brillant empfinde ich das Ende des Buches, vielmehr die zwei Enden.........

5 Sterne für eine tolle Fortsetzung des Augensammlers.....

Dienstag, 18. Oktober 2011

Hammesfahr,Petra :Der Frauenjäger

* * * * *         27.Februar 2011

Killing me softly !!!,



"Killing me softly" ..Diesen Musiktitel wünscht sich der Anrufer immer beim Radiosender .Inzwischen weiß man,dass kurz darauf jedesmal eine Frau verschwindet. Er wird sogar so dreist,den Namen vorher preiszugeben.

Durch den Prolog kennt der Leser den Mörder von Anfang an,kann ihn aber trotzdem im Buch nicht zuordnen.Man weiß nur soviel: Er hasst Frauen und ist der Meinung, dass er durch seine Morde den Ehemännern etwas Gutes tut,indem er sie von ihren untreuen Partnerinnen befreit.

Wie bei Hammesfahr oft üblich,wechselt die Geschichte immer hin und her; Sie erzählt von einer jahrelangen Freundschaft vierer Paare,von ihrem ziemlich alltäglichen Leben mit den kleinen Sorgen.
Parallel dazu wird Marlene in einer kalten,dunklen Höhle gefangen gehalten und muß um ihr Leben kämpfen.

Hammesfahr schaltet immer wieder zurück in das friedliche Leben der Ehepaare und im nächsten Augenblick erlebt man das Grauen in der Höhle.
Durch Rückblicke erfährt man mehr und mehr,wie alles zusammenhängt und kann sich trotzdem nicht vorstellen,wer ausgerechnet Marlene umbringen will.
Denn sie ist die solideste unter den vier Frauen.
Bis kurz vorm Schluß ist es dem Leser ein Rätsel, warum der Mörder gerade sie umbringen will,aber das erhöht auch die Spannung. Wird sie ihm entkommen ??
Das Ende ist dann ziemlich überraschend und eigentlich doch wieder ganz klar ....

Um dem Buch 5 Sterne zu geben,muß man Petra Hammesfahrs Stil mögen,der ja wirklich nicht jedermanns Sache ist.
Ich habe alle Bücher von ihr gelesen,manche haben mir auch nicht gefallen,doch der Frauenjäger hat mich von Anfang bis Ende gefesselt.

Köster, Gaby Ein Schnupfen hätte auch gereicht

* * *                            10.September 2011
Schade, von diesem Buch hatte ich mehr erwartet !!!,







Das eigentliche Buch hat 215 Seiten, danach schreibt der Co-Autor noch 25 Seiten aus seiner Sicht und dann kommen 10 ! Seiten Danksagungen an was weiß ich wen alles...

Da erscheint mir der Preis doch ein bißchen hoch.
Das Buch kann man bequem an einem Nachmittag durchlesen.

Der Schreibstil erinnerte mich mehr an Atze Schröder;fast in jedem Satz ein auf übertrieben lustig gemachter Spruch.
Bei Atze Schröder gefällts mir,in diesem Buch kam es für mich zu aufgesetzt und leicht verkrampft rüber.

Gaby Köster beschreibt den Drehtalltag von Ritas Welt,das ist ziemlich interessant.
Dann erzählt sie,wie sie im Januar 2008 krank wird,aber sie gibt nicht wirklich viel preis.

Ihr Privatleben ist ihr Privatleben,sagt sie.

Doch wenn man sich so ein Buch kauft,möchte man ja auch etwas erfahren über den Star.
Mir ist aufgefallen,dass z.B.ihr Lebensgefährte mit keinem Wort erwähnt wird .
Es interessiert den Leser doch auch,wie eine Beziehung so eine Belastung aushält,oder eben nicht aushält.

Während der letzten 3 Jahre durfte ja kein einziges Wort über ihren Gesundheitszustand an die Öffentlichkeit und auch nicht zu ihren Fans durchdringen,aber jetzt soll man plötzlich das Buch kaufen.

Als ich das Büchlein durch hatte,hatte ich den Eindruck,das da nichts drin stand,was ich nicht schon bei ihrem TV-Auftritt erfahren habe oder diese Woche in der Zeitung lesen konnte.

Ich hatte mehr erwartet..

Neuhaus, Nele Wer Wind sät...

* * * *                                         23.Juni 2011         Weniger ist manchmal mehr !!



Ich lese Nele Neuhaus-Bücher sehr gerne,doch dieses Mal wurden so viele verschiedene Themen behandelt,das empfand ich manchmal schon etwas verwirrend.
Es beginnt mit einem Mordfall in der Firma WindPro,zu dem die beiden Ermittler Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein gerufen werden. Kurz darauf passiert ein zweiter Mord,der aber auch mit der WindPro in Zusammenhang steht.
Nele Neuhaus erzählt aus unterschiedlichen Perspektiven,läßt viele verschiedene Charaktere sprechen. Wenn man gezwungen ist,das Buch mal einen Tag zur Seite zu legen,hatte ich schon manchmal Schwierigkeiten,alles wieder auf die Reihe zu kriegen.
Oliver von Bodenstein gerät in eine ganz üble Geschichte,die ihn den Job kosten kann.Er verliebt sich Hals über Kopf in eine mutmaßliche Mörderin;diese Story läuft aber nebenher und hat irgendwann trotzdem mit dem eigentlichen Thema zu tun.
Oft meint man,den oder die Mörder zu kennen,doch dann passiert wieder etwas unvorhergesehenes.
Das Buch und der Stil haben mir gefallen. Doch die ganze Geschichte um Annika und Dirk Eisenhut hätte man sich sparen können,war für meine Begriffe etwas weit hergeholt und überflüssig.
Die ursprüngliche Story um die beiden Morde und die vielen Personen,die darin verwickelt sind,hätte vollkommen ausgereicht.
Das Ende war auch ziemlich überraschend und nicht alles wurde wirklich aufgeklärt.
Aber lesenswert ist das Buch auf jeden Fall !

Petra Busch : Mein wirst Du bleiben



  * * * * *                  18.Sept.2011

Spannender zweiter Fall für

Moritz Ehrlinspiel








Es ist der zweite Fall für Hauptkommissar Moritz Ehrlinspiel und auch Hanna Brock spielt wieder eine Rolle.

Miriam lebt zurückgezogen mit ihrer Mutter Thea in einer Wohnung.

Thea hat seit einem schweren Unfall Amnesie und kann sich an nichts mehr erinnern.

Sie kann nur mit Hilfe ihrer Tochter ihr früheres Leben rekonstruieren.

Miriam hegt und umsorgt ihre Mutter und möchte sie am liebsten nur in der Wohnung sehen.

Doch Thea wird es in ihrem goldenen Käfig zu eng und sie fängt an Kontakte zu Nachbarn zu knüpfen.
Plötzlich geschehen Morde in der Nachbarschaft und zwar werden genau die Menschen getötet, mit denen Thea sich angefreundet hat.

Ist es Zufall oder wer steckt dahinter ?

Immer wenn man meint, jetzt weiß man,wer der Täter ist, zweifelt man direkt wieder,weil etwas unvorhergesehenes passiert.

Ein Mensch in dem gegenüberliegenden Haus beobachtet alles durch ein Fernrohr.
Er hat auch irre Gedankengänge,doch wer ist es ?
Hat er mit den Morden zu tun oder hat er ganz andere Absichten ?
Im Buch benehmen sich einige Personen merkwürdig und wirken dadurch verdächtig.
Auf einmal ist auch gar nicht mehr klar,ob Thea wirlich Miriams Mutter ist.

Als Hauptkommissar Ehrlinspiel endlich die Lösung vor Augen hat,verschwindet Hanna Brock und schwebt in Lebensgefahr.Ihre Rettung wird ein Wettlauf mit der Zeit...

Bis zum Schluß ist eigentlich alles offen;jeder könnte der Täter sein und die Spannung bleibt bis zum Ende,wo sich alles aufklärt.

Der Roman ist an manchen Stellen etwas langatmig,aber läßt sich sehr gut lesen.

Mir hat das Buch gut gefallen und ich bin gespannt,ob es einen weiteren Fall für Moritz Ehrlinspiel geben wird.

Montag, 17. Oktober 2011

Evers,Horst : Für Eile fehlt mir die Zeit

* * * * *         17.April 2011

Einfach nur gut !!!

In der Amazon- Beschreibung steht,dass dieses Buch etwas braucht um in Gang zu kommen...Also,wenn man eine halbe Seite lang findet,dann stimmts !
Ich hab von der ersten bis zur letzten Geschichte gelacht,geschmunzelt,auf jeden Fall viel Spaß gehabt.
Mir war Horst Evers bisher völlig unbekannt,aber jetzt werde ich auch direkt die anderen Bücher lesen.
Er macht aus völlig unbedeutenden Alltagssituationen,wie man sie 100fach am Tag erlebt, tolle,witzige Stories.
Dann kommen auch echte Lebensweisheiten nicht zu kurz ;z.B. dass tägliches Jogging das Leben um 2 Jahre verlängert, aber das Joggen dauert allein 4 Jahre.:-)
Der Autor verfügt außerdem über eine gehörige Portion Selbstironie,was ihn sehr sympathisch macht.
Das Buch ist auch eine ideale Geschenkidee, für Frauen oder Männer.
Klare Kaufempfehlung !!!

Rosenboom,Hilke : Die Teeprinzessin

* * *


Dazu eine gute Tasse Darjeeling Tee :-)),


Das Buch fängt eigentlich recht nett an ; die junge Betty ist viel mit ihrem Jugendfreund Anton zusammen,dessen Vater ein Teegeschäft betreibt.Im Gegensatz zu Anton hat Betty ein Gespür für Gerüche und Geschmack guter Teesorten.Doch dann wird sie aus ihrem Leben gerissen und von Emden nach Hamburg in einen Haushalt geschickt.Nach einigen Verwirrungen begibt sie sich,anstelle von Anton, ganz alleine auf eine Reise nach China,um Teehändlerin zu werden.
Gefallen hat mir die interessante Beschreibung über die damalige Art zu reisen,die Kulturen in den einzelnen Ländern und auch die Anpflanzung und Ernte von Tee.
Doch dann beginnt es,kitschig zu werden....
Betty begegnet ihrer großen Liebes Frances, ebenfalls ein Teehändler,der ganze Plantagen in Darjeeling besitzt.
Doch wie in Kitschromanen üblich, kommen sie nicht einfach zusammen,sondern sie flieht aus einem lächerlichen Grund vor ihm um die halbe Welt.
Sie wird von Piraten überfallen,von der Teemafia gejagt, vom Zoll verhaftet usw...Aber komischerweise wird sie jedesmal auf abenteuerlichste Art gerettet. Es passieren so viele Zufälle, das es schon albern wird. Wenn man sich mal die damalige Art des Reisens überlegt,ist die Handlung in der zweiten Buchhälfte schon ziemlich an den Haaren herbeigezogen.
Trotzdem war es ganz nett zu lesen, eben keine hochgeistige Literatur,ein gemütlicher Wochenendschmöker.
Das witzige war,dass ich während des Lesens ununterbrochen Verlangen nach einer Tasse des edlen Darjeeling Tees hatte,den Betty mit sich führte..

Knox,Tom : Cagot

* * * * *              18.März 2011

Dan Brown hat echte Konkurrenz bekommen  !!!


In England passieren mehrere schreckliche Ritualmorde.Der Journalist Simon Quinn wittert eine gute Story und ermittelt auf eigene Faust.
Seine Nachforschungen führen ihn auf die Spur eines alten,angeblich schon ausgestorbenen Völkerstammes, die Cagots. Und was hat die geheime Bruderschaft,die Piusbruderschaft mit den Morden zu tun ?

Auf der anderen Seite der Erde erbt der Spanier David Martinez von seinem Großvater unerwartet ein Millionenvermögen. Die Auszahlung der Erbschaft ist aber verbunden mit ein paar Bedingungen.
Er soll nach Spanien reisen und einen gewissen Jose Garovillo ausfindig machen. Anscheinend hat es irgendetwas mit Davids Familiengeschichte zu tun.
Auf der Reise dorthin sticht er unbeabsichtigt in ein Wespennest; es geht plötzlich um Basken,Nazis,die Eta,die Piusbruderschaft, Rassenforschung und vor allem um die Cagots. Davon hatte David noch nie vorher gehört.

Die Cagots sind eine Völkergruppe,die ihr Leben lang verfolgt wurden. Als äußeres Erkennungsmerkmal waren sie verpflichtet,einen Gänsefuß am Körper zu tragen. Cagots durften nicht mit "reinen" Menschen zusammen sein; in der Kirche hatten sie eigene Türen,eigene Weihwasserbecken und eigenes Besteck. Sie wurden zur Zeit der Inquisition verfolgt und die Frauen oft als Hexen verbrannt. Da sie sich nicht mit anderen Menschen vermischen durften, zeigten sie durch die jahrhundertelange Inzucht äußerliche Deformierungen am Körper und auch Gehirnschäden auf. Kannibalismus wurde ihnen nachgesagt.

Während David noch auf der Suche nach diesem Jose Garovillo ist,wird er Zeuge eines schrecklichen Mordes und ab jetzt ist auch er seines Lebens nicht mehr sicher. David lernt Amy kennen, eine J
David flieht um die halbe Welt,immer auf der Suche nach Erklärungen.
Wer ist hinter ihm her ? Was hat es mit der Piusbruderschaft auf sich ? Aus welchem Grund wird gerade er nun verfolgt ?
Denn Davids Verfolger haben nur eins im Sinn:
Die letzten Cagots und alle,die mit ihnen in Verbindung stehen, auszurotten !

Doch was David dann über seine Familiengeschichte herausfindet, läßt einen schrecklichen Verdacht in ihm aufkeimen :
IST ER EINER DER LETZTEN NOCH LEBENDEN CAGOTS ??

Ich habe dieses Buch ohne große Erwartungen angefangen ,da mir der Autor völlig unbekannt war. Doch ich bin total begeistert.

Die Story ist eine tolle Mischung aus Wahrheit und Erfindung;viele Personen ,die im Buch vorkommen,haben wirklich gelebt; Z.B. der Befürworter der
Rassengesetze und in die Verbrechen der Nazis verstrickte Eugen Fischer; die Piusbruderschaft,verschiedene Schauplätze wie z.B. das Kloster La Tourette u.v.a.

Man kann alles googlen und nachlesen. Die Cagots hielt ich erst für eine Erfindung des Autors,aber man kann im Internet vieles über die Cagots finden. Das hat das Buch für mich besonders spannend und interessant gemacht.
Tom Knox ist es gelungen,einen wirklich spannenden Thriller mit historischem Hintergrund zu schreiben.
üdin,die ihn endlich zu Jose Cavarillo führt. Auch Simon Quinn ,der Journalist kreuzt seinen Weg und es wird schnell klar: Alle Mordopfer in England waren noch lebende Cagots.

Wallentin, Jan : Strindbergs Stern

* * * *       25.März 2011      

Was ist das Geheimnis des Sterns ?,



Der Hobbytaucher Erik stößt bei einem seiner Tauchgänge durch Zufall auf einen uralten Sack, gefüllt mit Seilen und Fäden. Als er ,um das Durcheinander zu entwirren, die Fäden und Seile durchschneidet ,bemerkt er mit Entsetzen,das es sich um Haare und Finger eines Toten handelt. Er ist auf eine Leiche gestoßen !
Wie sich später herausstellt, handelt es sich bei dem Toten um einen gut konservierten Menschen,der evt. schon Jahrzehnte dort liegt.
Neben der Leiche findet Erik ein altes Kreuz,das er aber erst mal nicht weiter beachtet und einsteckt.
Erik steht wegen seines Leichenfundes für kurze Zeit im Licht der Öffentlichkeit, doch das Interesse an ihm läßt schnell wieder nach. Als er nun das Kreuz erwähnt,ist die Neugier zwar geweckt,aber eher verhalten; jeder denkt,es ist ein neuer Versuch,sich wieder ins Gespräch zu bringen.
Doch dann überschlagen sich die Ereignisse:
Der medimentenabhängige Arzt Don Titelmann läßt sich endlich überreden, Erik zuhause zu besuchen,um den Fund zu begutachten..Doch als er dort ankommt,ist von Erik nichts zu sehen. Auf der Suche nach ihm ,findet er Erik erschlagen an einem See liegen. Das Kreuz ist verschwunden.
Natürlich gilt Don Títelmann nun als dringend tatverdächtig,da er als Einziger am Tatort angetroffen wird;mit Blut verschmiert und ziemlich zugedröhnt.
Nun rückt das Kreuz in den Mittelpunkt der Geschichte. Plötzlich scheint sich alle Welt dafür zu interessieren. Es soll ein mythisches Kreuz aus unbekanntem Material sein.
Man erfährt, das es der junge Entdeckungsreisende Sven Hedin 1895 zusammen mit einem Stern in einer alten Grabkammer entdeckte.
Hedin konnte auch nicht herausfinden,aus welchem Material die beiden Gegenstände waren.
Was hat es nun mit dem Kreuz und dem Stern auf sich ?
Denn sie sind schon lange verschwunden.
Was ist damals passiert ?
Warum ist das heute für viele Menschen auf einmal so interessant ? So interessant,das sie sogar vor Mord nicht zurückschrecken ? !

Der Autor hätte vielleicht nicht alle Themen in ein einziges Buch packen müssen; Mord, Okkultismus, Mythologie, Übersinnliches,NS-Zeit, Vergangenheit usw.. Dadurch empfand ich es schon manchmal etwas verwirrend.
Mir hat gut gefallen,das man Strindberg,Hedin etc. googlen kann , was die Geschichte für mich noch spannender und lebendiger gemacht hat.

Szrama, Bettina : Die Hure und der Meisterdieb

* * * *          16.Oktober 2011

Der berüchtigte Nickel List .......


Die Story  spielt im 17.Jahrhundert und  dreht sich um Nickel List, den berüchtigten Kirchenräuber.. Als junger Mann,verheiratet mit der schönen Magdalena,betreibt er eine Schankwirtschaft.
Doch seine Liebe gilt den Büchern und der Medizin. Er träumt davon,Arzt zu sein. Doch natürlich kommt es,wie so oft im Leben,anders.
Magdalena setzt ihm immer wieder Hörner auf und irgendwann wird es Nickel zu bunt. Als er sie mit einem ihrer Liebhaber erwischt,verschließt er die Schänke und zündet sie an.
Er verläßt seine Heimat und will ein neues Leben beginnen.
Da begegnet ihm Hannes, ein junger Mann, der Nickel fortan als Knecht begleitet.
In Wirklichkeit handelt es sich bei dem jungen Mann um die schöne Anna von Sien,die auch auf der Flucht ist. Um etwas Geld zu verdienen,machen sich die beiden auf kleinere Raubzüge.
Wie es der Teufel will, erscheint kurz darauf auch wieder Magdalena, seit dem Brand schrecklich entstellt . Sie  bleibt bei den beiden und erpreßt Nickel, sodaß er ungewollt weitere Diebstähle begehen muß.
Nach und nach schließen sich noch andere Männer an und schon bald ist die Räuberbande um Nickel List sehr gefürchtet.
Anna, ihres Lebens als Mann irgendwann überdrüssig geworden,verläßt die Gruppe und wird wieder zur Frau.
Sie findet schnell einen reichen Mann,der sich von ihr einwickeln läßt und sie mit Schmuck und schönen Dingen verwöhnt.
Doch ihre Wege kreuzen sich immer wieder mit Nickels und er verliebt sich in die schöne Anna, als er sie zum ersten Mal ohne Verkleidung sieht.
Inzwischen lebt Nickel als Herr von Mosel und es weiß niemand, dass es sich bei dem vornehmen Herrn in Wahrheit um den Kirchenräuber Nickel List handelt.
Tagsüber kundschaftet er alles aus,um dann nachts mit seiner Bande zuzuschlagen. Der Höhepunkt ihrer Raubzüge war der legendäre Kirchenraub von Lüneburg,bei dem List und seine Männer den Schatz der goldenen Tafel stahlen.
Doch,wie es auch bis heute immer wieder passiert,hat Nickel den falschen Freunden vertraut und wird irgendwann von ihnen verraten.
Was danach passiert.....lest selbst !

Ich hatte vorher noch nichts über Nickel List gehört,fand es aber sehr interessant,etwas über ihn zu erfahren. Die Autorin hat sehr gut recherchiert und alles in einen schönen Roman verpackt.
Was mich ein bißchen verwirrt hat, waren die vielen verschiedenen Namen,die in der Geschichte vorkommen. Leider habe ich erst im Anhang eine Liste der handelnden Personen gefunden. Das wäre hilfreich gewesen,wenn ich es vorher gesehen hätte. Auch hätte mir eine Landkarte gefallen,denn es wird so viel gereist im Buch,da war ich etwas überfordert.
Ansonsten ist das Buch leicht zu lesen und ich persönlich finde Romane um Personen,die wirklich gelebt haben,immer besonders spannend.



                                                              

Picoult,Jodi : Zerbrechlich

* * * * *                                                          30.September 2010


Macht Geld wirklich glücklich ?? Wenn man alles andere verliert ??

Mich hat lange kein Buch mehr so gefesselt,wie dieses. Willow, ein kleines Mädchen,das mit OI,der sogenannten Glasknochenkrankheit geboren wurde,steht im Mittelpunkt der Handlung. Allein der beschriebene Alltag der Familie ist schon ein Grauen für einen Außenstehenden.Denn seit Willows Geburt ist nichts mehr,wie es mal war;das Leben der Familie ist nur von OI bestimmt. Irgenwann,als Willow schon fünf Jahre alt ist,bringt ein pfiffiger Anwalt die Mutter Charlotte auf die Idee,die damalige Gynäkologin zu verklagen,da sie evt. bei der Untersuchung etwas übersehen hat. Durch die zu erwartende Summe wären die Kosten für Willows Behandlung bis an ihr Lebensende gesichert.Bis dahin kann man alles noch nachvollziehen,aber dann fragt man sich,ob es das wirklich wert ist.Die zu verklagende Ärztin ist Charlottes beste Freundin und Vertraute und die Kinder sind auch befreundet. Doch plötzlich ist das alles nichts mehr wert.Charlotte stößt ihrer besten Freundin mit der Anklageschrift quasi einen Dolch in den Rücken.Diese muß daraufhin ihre Praxis schließen,ist nicht mehr fähig,als Ärztin zu arbeiten. Die Ehe von Charlotte geht in die Brüche, die Kinder leiden an psychischen Störungen,die Familie bricht auseinander,alle wenden sich ab.Es gibt keinen Menschen mehr, der zu ihr steht,doch Charlotte gibt nicht auf. Die einzelnen Kapitel lassen immer jemand anderen erzählen, sodaß man immer hin und hergerissen wird zwischen den einzelnen Ansichtsweisen. Obwohl das Buch über 600 Seiten hat,war kein einziges Kapitel dabei,das nicht voller Spannung war.  Ein ergreifender Roman,wirklich empfehlenswert !!!  

 


 

Thorn,Ines : Das Mädchen mit den Teufelsaugen

* * * *                    06.September 2010


Natur oder doch Hexerei ???,


Die Handlung spielt im Jahre 1530,hauptsächlich in Frankfurt. Rosamunde wird mit sogenannten Teufelsaugen geboren. Zu der damaligen Zeit kam ja fast alles vom Teufel, das auch nur ein bißchen anders war als die Norm. Als kleines Mädchen wird sie schon für jedes Unglück oder Missgeschick ,das irgendwo passiert,verantwortlich gemacht.Schließlich wird sie in ein Kloster abgeschoben und hier geschehen wieder seltsame Dinge,aber in der umgekehrten Form.Plötzlich wird aus Rosamunde eine Heilige und die Leute ,die sie noch vor kurzem als Hexe beschimpft haben,verehren sie nun und bitten um ihren Segen. Es ist wirklich erschreckend,wie leicht die Menschen zu der Zeit beeinflussbar waren und das es nur einer winzigen Kleinigkeit bedurfte,um alles wieder ins Gegenteil umzukehren.Jedem ,der auch nur ein wenig anders war,wurde unterstellt,etwas mit Hexerei zu tun zu haben. Rosamunde lernt später einen Maler kennen,die Liebe ihres Lebens,der absolut nichts von diesem ganzen Teufelskram hält und ihr immer wieder Mut macht. Doch auch er wird später so beeinflusst,das auch er glaubt, sie sei eine Hexe. Wird sie ihn vom Gegenteil überzeugen können? Ein schönes Buch,das man mal wieder nur schlecht aus der Hand legen kann.

                                               

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Thorn,Ines : Die Kaufherrin

* * * *                   29.August 2010
 
Netter Urlaubsschmöker....!!


Ich bin absoluter Ines Thorn Fan, habe bislang alle ihre historischen Romane gelesen. Allerdings hat mich "Die Kaufherrin" nicht so begeistert wie die anderen Bücher.Die Witwe Theda Geisenheimer muß nach dem Tode ihres Mannes ihr Kaufhaus allein führen und sich noch zusätzlich um ihre drei Kinder kümmern. Diese wollen allesamt etwas anderes als ihre Mutter.Theda ist eine harte, herzlose Frau ,die im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen geht.Ziemlich intrigant zieht sie die Fäden,um ihre Kinder nach ihrem Gutdünken zu lenken.Ihr erstes Enkelkind wird direkt weggegeben, nach den Wünschen der Tochter wird auch hier nicht gefragt.Erst in den letzten Seiten wird aufgeklärt,warum sie sich so verhält,aber das ist für mich keine Entschuldigung für ihr Handeln.Dieser Band ist vom Stil her etwas weniger anspruchsvoll geschrieben,als die bisherigen.Ich habe das Buch im Urlaub gelesen, es ist trotz allem eine nette unterhaltsame Lektüre, aber eben nicht so mitreißend wie die übrigen Ines Thorn Bücher.Aber beim nächsten Band bin ich natürlich wieder dabei...




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Shariff,Samia : Der Schleier der Angst

* * * * *                     01.August 2010
 "Mama ,was wäre Dein größtes Glück ?"
 " Dein Tod !!"

Wenn nicht gleich am Anfang des Buches gesagt würde, das es ein Happy End hat, hätte ich zwischendurch fast nicht weiterlesen können. Die Geschichte ist so unvorstellbar,vor allem unfaßbar in der heutigen Zeit.
Samia bekommt schon in frühester Kindheit immer zu hören,das die Eltern von Gott gestraft wurden,weil sie eine Tochter bekommen haben. "Mama, ich möchte euch eine Freude machen ! Was macht euch glücklich ?" fragt Samia einmal ihre Mutter. Die Antwort lautet " Indem Du nie geboren wärest. Das würde uns die größte Freude bereiten. " Eine Tochter ist nicht nur kostenintensiv,weil sie ja immer bewacht werden muß,damit sie auch der Familie keine Schande bereitet; dann muß sie verheiratet werden und das kostet viel Geld.Außerdem ist sie eben eine Strafe Gottes und man muß sich vor der Familie und den Freunden schämen,weil man eine Tochter hat.
Als Samia mit 15 an einen gewalttätigen älteren Mann verheiratet wird,geht ihr Martyrium erst richtig los. Der Mann quält und vergewaltigt sie andauernd,sie darf nichts allein tun oder entscheiden,nie das Haus verlassen. Der erste Sohn,den Samia sehr liebt,wird ihr von ihrer Mutter weggenommen. Danach bringt sie wieder Schande über die Familie,weil sie zwei Töchter bekommt.Jetzt wird der Ehemann wirklich zum Tier, vergreift sich auch an den Töchtern. Eine algerische Frau hat keinerlei Rechte, sie darf ohne Einwilligung des Mannes nichts tun.
Interessant auch, das ihre Brüder sie als kleines Mädchen immer beschützen wollen vor den gewalttätigen Eltern,aber je älter sie werden,desto mehr werden sie auch zu gewalttätigen Männern,denen die Ehre der Familie über alles geht..Und die Ehre wird schon beschmutzt,indem man dem Ehemann mal ein Widerwort gibt. Als es Samia endlich gelingt,sich von dem Ehemann zu trennen, wird sie von der Familie immer weiter bedroht. Ihr Vater und ihre Brüder drohen ihr dauernd mit dem Tod,indem sie ihre Kehle durchschneiden und sich mit dem Blut reinigen wollen. Damit wäre ihnen ein Platz im Paradies gesichert.
"Ich schneide Dir die Kehle durch und reinige mich mit Deinem Blut", ist auch der Leitspruch,mit dem der Vater seiner Tochter seit der Kindheit ständig Angst einjagt. Auf knapp 400 Seiten beschreibt Samia ausführlich ihr Leben und ihre Flucht bis zum glücklichen Ende in Kanada.Sehr aufschlußreich fand ich auch die Erklärung, warum viele muslimische Frauen immer nur zu Hause sitzen, was man ja hierzulande oft verurteilt..Das Buch ist sehr lesenswert und spannend.
Es überkommt einen einen immer wieder ein dankbares Gefühl,das man hier geboren ist in einem freien Land und in Frieden und ohne 
 Angst leben darf.


                                  
 

Rezension: Mädchenfänger von Jilliane Hoffman

* * * * *                                              18.Juli 2010



Der Schrei " diesmal von Picasso !!! Gänsehaut pur !!

Der Entführer der minderjährigen Mädchen wird bei der Sonderkommission "Picasso" genannt. Er schickt ,bevor er das jeweilige Mädchen bestialisch ermordet, ein Ölgemälde an die Zeitung oder Polizei.Das Mädchen muß aussehen wie bei Munchs " Der Schrei"; den Mund weit geöffnet, aufgerissene Augen,nur das diese auf dem Gemälde fehlen. Der irre Mörder hat den Mädchen die Augen schon vorher herausgeschitten.Diese schrecklichen,tlw. mit Blut gemalten Bilder gehen den Morden voraus. Die Polizei weiß,wenn das Bild da ist, ist das Mädchen schon fast tot.Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt,doch bei der Jagd auf einen Psychopathen hält der Unbekannte die Polizei zum Narren.. Immer neue Mädchen verschwinden und leider ist der Mörder immer einen Schritt voraus.
Endlich hat Jilliane Hoffman wieder einen echten Thriller hingekriegt,der auf jeden Fall mit Cupido mithalten kann. Bei diesem Schocker ist Gänsehaut vorprogrammiert. 5 Sterne für ein tolles Buch !

                                                           

Turney, Lesley Die fremde Frau

*****                06.Sept. 2011
    Ist Alex der Mörder seiner Frau ???,   
Als Sarah ihren Partner Laurie mit ihrer besten Freundin im Ehebett erwischt, will sie sich erst mal über ihre Gefühle zu ihm klar werden. Total enttäuscht fährt sie mit ihrer Schwester und deren Ehemann nach Sizilien, um ihre Wunden zu lecken.

Durch Zufall lernt sie den schweigsamen ,etwas geheimnisvollen Alex und seinen kleinen Sohn Jamie kennen.

Auch Alex scheint ziemlich verletzt worden zu sein ; seine Frau hat die Familie anscheinend verlassen.

Nach nur wenigen kurzen Treffen bittet Alex Sarah, mit ihm und Jamie nach Burrington Stoke zu kommen,um dort zu leben.

Sarah ,die sich längst in ihn verliebt hat,sieht darin die Chance auf einen Neuanfang ; eine Veränderung,die sie nach der Enttäuschung mit Laurie dringend brauchen kann.

Wider jeglicher Vernunft fährt sie nach Hause , packt ihre Sachen und sitzt wenige Tage später im Zug ,um mit Alex ein neues Leben zu beginnen.

Doch auf Avalon ,dem abgelegenen, düsteren ,alten Haus,in dem die beiden wohnen, wird alles völlig anders,als Sarah es sich vorgestellt hat.

Da die Ehefrau Genevieve als vermißt gilt, bittet Alex,dass Sarah sich bei den Dorfbewohnern und bei der Familie lediglich als Haushälterin und Kinderfrau für Jamie ausgibt. So gibt man Gerüchten keine Nahrung,ist seine Begründung.

Das ist natürlich überhaupt nicht das,was Sarah sich unter ihrem neuen Leben vorgestellt hat . Doch sie willigt ein und kümmert sich fortan um Haushalt und Kind.

Für mich war es wenig verständlich,das eine junge Frau in der heutigen Zeit ihr bisheriges Leben in der Stadt mit Partys und Job aufgibt,um den beiden auf dem Land den Haushalt zu führen.

Dann denke ich aber wieder,dass evt der Verlust ihres Babys kurz vorher dazu führen könnte,das Sarah nun völlig in der Aufgabe aufgeht,sich um den kleinen Jamie zu kümmern

Inzwischen ermittelt auch die Polizei,denn man nimmt an,das Genevieve ermordet wurde. Für die Dorfbewohner ist ganz klar,das Alex der Mörder seiner Frau ist.

Genevieve war anscheinend überall sehr beliebt ; Sarah hingegen begegnet nur Ablehnung,wenn sie mal ab und zu ins Dorf geht.

Sie fühlt sich ausgestoßen,fast schon schuldig,obwohl sie Alex ja erst nach Genevieves Verschwinden kennengelernt hat

Sie liebt Alex,aber je länger sie in diesem düsteren Haus lebt,desto öfters findet sie Beweise,die sie an seiner Unschuld zweifeln lassen .

Durch seine schweigsame Art,trägt Alex nicht gerade dazu bei,irgendwelche Vorwürfe zu entkräften.

Sarah weiß nicht mehr ,wem sie glauben soll und wem sie trauen kann .

Sie fängt an,sich vor Alex zu fürchten......

Und plötzlich steht die Polizei mit einer schlimmen Nachricht vor der Tür.....

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Obwohl ich beim Lesen immer mal wieder an den alten Klassiker "Rebecca" denken mußte,denn es sind schon einige Ähnlichkeiten vorhanden.Vor allem die Szene mit dem Kleid kam mir doch sehr bekannt vor. Aber vielleicht ist es auch nur Zufall,denn das Buch liest sich ansonsten wirklich spannend und ich habe immer gefiebert,wie es nun weitergeht.

Für mich gab es auch keine langweilige Stelle,denn immer,wenn man es nicht vermutete,passierte wieder etwas Neues.

Mit 478 Seiten ein ordentlicher Wälzer,aber ich fands schade,das es so schnell schon vorbei war....

 5 Sterne für ein richtig schönes Buch !!

                                         

 

Krien, Daniela Irgendwann werden wir uns alles erzählen



* * *                           14.Sept.2011


Irgendwann werden wir uns alles erzählen....










Die Geschichte spielt in einem kleinen Bauerndorf in der ehemaligen DDR kurz nach der Wende.

Doch die Öffnung der Grenzen hat das Leben dort noch nicht verändert.

Marie ist 16, lebt seit ein paar Wochen bei ihrem Freund Johannes und seiner Familie.

Die Schule schwänzt sie meistens,weil sie lieber zuhause bleibt und liest. Doch anstatt das Mädchen zur Schule zu schicken, werden ihr mehr und mehr Arbeiten übertragen,die sie auf dem Hof erledigen soll.

Der nächstgelegene Hof gehört dem 40jährigen, unheimlichen Henner,der dort allein mit seinen zwei Doggen lebt.

Marie geht immer schnell daran vorbei,weil sie sich vor dem angsteinflößenden großen Mann fürchtet.

Als Marie nach einem Autounfall unter Schock steht, kommt Henner zufällig vorbei.Er nimmt Marie mit zu sich nach Hause. Dort betäubt er sie mit Alkohol und vergewaltigt sie anschließend auf brutalste Weise. Man hat fast den Eindruck,als wenn sie dort nicht lebend herauskommt.

Doch anstatt zur Polizei zu gehen,oder der Familie von dem Überfall zu berichten,schleicht Marie sich am nächsten Morgen nach Hause. Sie kann sich nur noch schemenhaft erinnern,was passiert ist, aber die vielen blauen Flecke am ganzen Körper zeigen ihr, was geschehen ist..

Immer und immer wieder muß sie nun an Henner denken und zwar mit einem Gefühl,das sie bisher noch nicht kennt.

Sie hält es nach ein paar Tagen nicht mehr aus und schleicht sich heimlich wieder zu ihm,bietet ihm an,alles mit ihr zu machen,was er will.

Die ersten Male erniedrigt er sie und trotzdem gefällt es ihr. Johannes kommt ihr dagegen wie ein Schuljunge vor.

Wochenlang führt sie quasi ein Doppelleben, sie lebt bei Johannes,aber ist in Gedanken nur bei Henner und rennt so oft es geht,zu ihm hinüber.

Doch Henner wird auch zärtlicher ihr gegenüber, und es sieht so aus,als wenn er sich in Marie verliebt hätte.

Sie ist ihm schon längst verfallen und träumt von einem gemeinsamen Leben.

Er versucht ihr das auszureden, denn sie ist sechzehn und er vierzig, doch Marie hat sich entschieden.

Noch am selben Abend will sie Johannes alles beichten, doch bevor es dazu kommt,passiert etwas schreckliches ........

Der Erzählstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, wenig wörtliche Rede,.

Die Geschichte handelt eigentlich hauptsächlich nur von der ziemlich naiven Marie und ihrer Liebe zu Henner,vieles empfand ich als sehr merkwürdig, z.B. das Verhältnis zu ihrer eigenen Familie, oder das niemandem etwas auffällt, als sie dauernd bei Henner ist. Johannes ,mit dem sie nicht mehr das Bett teilt, merkt auch nichts, usw..

Außerdem ist es mit 234 Seiten ziemlich dünn.

Man kann es an einem Tag auslesen; ich fand es ganz nett , aber auch nicht mehr....


                                                    

Sonntag, 16. Oktober 2011

Heldt, Dora :Ausgeliebt


* * * * *                    28.November 2010


Es gibt ein Leben nach der Trennung !!! :-)))


Ich bin eigentlich kein Freund von diesen sogenannten Frauenromanen. "Ausgeliebt" fiel mir durch Zufall in die Hände. Alle Frauen,die eine Trennung hinter sich haben,werden unzählige Parallelen erkennen,was auch tröstend sein kann.Diejenigen,die evt. eine Trennung vor sich haben,werden Mut bekommen, das Ganze durchzuziehen ,denn das Leben scheint anschließend ja weiter zu gehen.
Dora Held beschreibt die Zeit der Trennung, der Neuanfang und die Liebe zu einem neuen Mann mit vielen Details, bei denen sich bestimmt viele Leserinnen an irgendwelche eigenen Erlebnisse erinnern können.Dora Heldt hat einen witzigen Schreibstil,sodaß es nicht etwa ein trauriges Buch ist,sondern einfach eine tolle,lustige Unterhaltung. Leider ein bisschen dünn,ich hätte gerne noch weitergelesen.
Das Einzge,was mir nicht so gefiel,waren die vielen,vielen Namen der Freundinnen,die man echt leicht verwechselte.
Aber ansonsten ist das Buch unbedingt zu empfehlen,wenn man einen Wochenend - oder Urlaubsschmöker sucht..

                                                     

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Greggio, Simonetta :Mit nackten Händen


* * *                                                    15. Dezember 2010

  Wenn man mal eine Stunde Zeit hat......,        


Vielleicht bin ich zu einfach gestrickt,aber dieses Buch konnte mich nicht wirklich begeistern.Ich habe es in einer guten Stunde durchgelesen.
Das Buch hat keine richtigen Höhen oder Tiefen ,wenig wörtliche Rede,alles im Erzählstil.
Es ist nicht wie so oft,dass man richtig einsteigen kann und fiebert,was als nächstes passiert. Denn dann hat man es schon ausgelesen.
Für mich war es ziemlich wirr und auch nicht spannend geschrieben.
Emma,Mitte 40, bekommt nach vielen Jahren Besuch von Gio, dem Sohn ihres früheren Liebhabers, gerade 15 jahre alt.
Sie lebt bisher als Landtierärztin ein ruhiges Leben auf dem Land und sie stimmt nur sehr widerwillig zu,als Gio bei ihr die Ferien verbringen möchte. Dann wechselt die Geschichte,sie beschreibt wieder andere Erinnerungen, an ihre Eltern,an Gios Eltern usw und am nächsten Tag liegt sie plötzlich mit Gio im Bett. Ohne jede Andeutung vorher,das der Junge sie in irgendeiner Weise sexuell reizt..
Natürlich kommen sein Eltern dahinter,Emma wird angezeigt und verurteilt. Was mir aber wirklich fehlt,sind die Gedanken,die in Emma vorgehen,warum sie so handelt. Die Geschichte wird für mich völlig emotionslos erzählt.
Alles erfährt man eigentlich eher am Rande.
In der Inhaltsangabe steht :" eine poetische Sprache,die auslotet,was gesagt werden kann und wo man schweigen muß "
Gott sei Dank hat nicht jeder den gleichen Geschmack,meinen hat die Autorin nicht getroffen, außerdem finde ich das dünne Büchlein mit 155 Seiten für den Preis entschieden zu teuer. Darüber kann auch das wirklich wunderschöne Bild auf dem Einband nicht hinwegtrösten.

                                            


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Fallon,Jane , Hin und weg von Paul


* * * *                      02.Januar 2011



Plötzlich steht er vor der Tür !! 



Ich habe mir das Buch auch aufgrund Empfehlungen von Freundinnen gekauft.Die Geschichte ist teilweise ganz witzig. Jahrelang liegt Helen ihrem 20 Jahre älteren Geliebten Paul in den Ohren,er solle sich endlich von seiner Ehefrau trennen. Als er dann wirklich vor ihrer Tür steht,mit seinem ausgeleierten Schlafanzug im Gepäck und seiner Nasendusche usw..,merkt sie plötzlich,das sie diesen Mann eigentlich gar nicht will. Als Geliebter ,der zweimal in der Woche zu Besuch kommt und dann wieder geht,war er prima. Doch als Lebenspartner mit allen Konsequenzen,das ist doch eine andere Sache. Er bringt ihr bisheriges gemütliches Singleleben total durcheinander.Plötzlich sind da Kinder,die mit ihren sonntäglichen Besuchen das Wochenende durcheinander bringen.Und auch Paul wandelt sich vom smarten Lover in einen älteren Mann,der zuhause in ausgebeulter Jogginghose rumläuft.
Allerdings ist das Drumherum ziemlich weit hergeholt, Helen lernt Pauls Frau kennen,sie freunden sich an,auch seinen erwachsenen Sohn trifft sie und verliebt sich.Helen gibt sich aber als jemand anderes aus,sodaß beide keinen Verdacht schöpfen.Es wirkt ein bißchen übertrieben wie bei einer
Theaterkomödie,aber insgesamt doch ganz nett zu lesen.

                            

 

Elizabeth Jeffrey, Die Tochter des Webers

* * * *             19.November 2010


Die Tochter des Webers


Anna, die Tochter des flämischen Tuchhändlers Cornelius Fromenteel,platzt durch Zufall in die Besprechung ihres Vaters mit einem alten,ihr unbekannten Mann.Wie sich herausstellt, wird gerade ihre Hochzeit besiegelt. Durch die Heirat könnte der Vater seinen bisherigen Lebensstandard weiter sichern,denn er hat bisher völlig über seine Verhältnisse gelebt.
Doch Anna hat ganz andere Pläne,sie will auf keinen Fall ihr Leben an der Seite dieses alten Mannes verbringen. Sie und der Gärtner Jan lieben sich und wollten heiraten. Nun bleibt ihnen nur ein Ausweg: Sie wollen nach England flüchten, wo eine flämische Gemeinde existiert. Am Abend ihrer Flucht beichtet die Mutter ihr das Geheimnis,dass nicht Cornelius Fromenteel ihr Vater ist,sondern ein anderer. Dieser ging vor 20 Jahren auch nach England,um dort sein Glück zu versuchen,doch Annas Mutter sah ihn nie wieder.
Anna und Jan schaffen es,sich nach England durchzuschlagen,und wollen dort Annas Vater finden,von dem sie nur den Vornamen kennen. Es ist nicht leicht für ein junges ausländisches Paar,in dem fremden Land Fuß zu fassen,noch dazu ohne Geld. Mit Hilfe einiger netter,hilfsbereiter Menschen gelingt es ihnen, Arbeit zu finden und heiraten zu können.
Aber dann ereilen die beiden mehrere Schicksalschläge und innerhalb weniger Tage fällt Jan der Pest zum Opfer; Anna steht nun völlig allein da. Doch mit der Hilfe von Jans Arbeitgeber,einem flämischen Tuchhändler, gelingt es ihr,wieder auf die Beine zu kommen.
Langsam kehrt auch ihr Lebenswille zurück und sie führt die Suche nach ihrem leiblichen Vater fort.Plötzlich begegnet ihr auch wieder eine neue Liebe....... Das Buch ist perfekt als Urlaubslektüre, ein netter unterhaltsamer Roman;Ich habe mich auf über 400 Seiten nicht gelangweilt.


                                                 








Higgins-Clark, Mary : Flieh in die dunkle Nacht

* * *                       19.September 2010



Hab leider zu viel erwartet !!!

Mit Spannung habe ich den neuesten Higgins-Clark Thriller erwartet,aber dieses Buch ist ziemlich untypisch für H-C. Die alte Olivia trägt seit Jahren ein Geheimnis mit sich herum. Nun überlegt sie, kurz nachdem sie von ihrem Arzt eine schlimme Diagnose erhalten hat,ob sie ihr Gewissen vor dem Tode noch erleichtern soll.Doch dann wird sie ermordet und innerhalb kurzer Zeit auch noch einige andere Menschen,die dem Geheimnis auf die Spur gekommen sind. Dies ist für mich alles ziemlich unrealistisch. Auch hat es mich etwas verwirrt,das so viele verschiedene Charaktere im Buch vorkommen. Da muß man schon mal des öfteren zurückblättern,um nicht den Faden zu verlieren.Leider läßt es aber auch an Spannung zu wünschen übrig;von dem Schreibstil der bisherigen H-C Bücher ist nicht viel zu spüren. Es ist ganz nett zu lesen,aber es handelt sich nicht um ein neues Meisterwerk der Autorin. Schade......