Dienstag, 14. April 2026

Rezension: `Die Geheimnisse von Liebental` von Marion Johanning

 

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Spannender Auftakt zur Dilogie!











Kurpfalz, 1700. Sophie und ihre Ziehmutter sind im ganzen Umland als Kräuterfrauen bekannt. Sie helfen, wo sie können und werden oft gebraucht.

Als Sophie Zeugin eines Streits im Wald wird, bei dem ein Mann zu Tode kommt und ein anderer schwer verletzt liegen bleibt, zögert sie keine Sekunde. Obwohl das Nähen von Wunden streng verboten ist, versorgt sie den Verletzten und rettet ihm damit das Leben.

Später arbeitet sie als Küchenhilfe auf Schloss Liebental und begegnet dort genau diesem Mann wieder. Doch niemand darf erfahren, dass sie es war, die ihn vor dem Tod bewahrt hat.

Der Roman startet etwas gemächlich, doch sobald die Geschichte Fahrt aufnimmt, war ich vollkommen gefesselt von Sophies Weg. Besonders bedrückend fand ich die Darstellung der damaligen Lebensrealität. Dienstboten wurden kaum als Menschen wahrgenommen, sondern als reine Arbeitskräfte. Ihre Bedürfnisse oder Gefühle spielten für die Herrschaften keine Rolle, sie hatten zu gehorchen, mehr nicht.

Der Roman bietet alles, was ein guter historischer Schmöker braucht: Intrigen, Verrat, Mord, Hochmut, Eifersucht und Neid. Aber auch die Liebe kommt nicht zu kurz, denn der Verwalter des Schlosses ist ein attraktiver Mann, dem Sophie offenbar nicht gleichgültig ist. Doch die Standesunterschiede machen eine offizielle Beziehung unmöglich.

`Die Geheimnisse von Liebental` ist ein richtig schöner, atmosphärischer Roman, der mich bestens unterhalten hat. Ich mag den Schreibstil von Marion Johanning und freue mich schon sehr auf den zweiten Band.


                                                     



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