Sonntag, 12. Juli 2020

Rezension: `Ein neuer Himmel` von Margit Steinborn

* * * * *
WOW! Was für eine Geschichte!!

















Berlin. Die junge Geigenlehrerin Hannah verliert ihre Stellung und kurz darauf noch ihre Wohnung, weil sie Jüdin ist.
Auch ihr Geliebter Peter verlässt sie und heiratet eine Andere. Von seinem Kind, das Hannah erwartet, erfährt er nichts..

Trotz allem hat Hannah noch Glück, weil sie mit ihrer Tochter Melina auf dem Sandnerhof in der Nähe von Würzburg eine neue Heimat findet und dort einige Zeit leben kann.
Irgendwann fällt es jedoch auf, dass Hannah gar keine Verwandte des Hofbesitzers ist und sie muss mit Melina fliehen.

An vielen schlimmen Schicksalen ist ein tragischer Zufall Schuld und so auch hier. Hannah landet in Auschwitz...

In einem anderen Handlungsstrang erfahren wir mehr über Peter, der eine glänzende Karriere hinlegt. Er schafft es, im Reichssicherheitshauptamt einen hohen Posten zu besetzen, direkt unter Heinrich Himmler.
Doch er kann Hannah nicht vergessen und mehr und mehr stellt er infrage, was er eigentlich täglich macht.
Er sucht nach Möglichkeiten, Hannah zu helfen, doch die sind für ihn lebensgefährlich.

Margit Steinborn hat einen bewegenden Roman geschrieben, den ich innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe. Ihr Schreibstil hat mir gefallen, kurze knappe Kapitel mit häufig wechselnden Schauplätzen, die aber nicht verwirrend waren.
Es erschüttert mich immer wieder, dass Menschen, mit denen du gestern noch befreundet warst, dich am nächsten Tag verachten, nur weil Du Jude bist.
 Die Geschichte von  Hannah und Melina, ist stellvertretend für die unzähliger Juden, die in den Konzentrationslagern litten, oder durch das Auseinanderreißen von Familien einfach nur unsagbares Leid erfuhren.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für `Ein neuer Himmel!`






                                               













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