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Donnerstag, 8. Januar 2026

Rezension: `Der Retter der Mütter` von Péter Gárdos

 

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Ein Leben für die Mütter!















Der Name Ignaz Semmelweis war mir im Zusammenhang mit Hygiene natürlich ein Begriff, doch über das Leben dieses genialen Arztes wusste ich bisher kaum etwas.

Die Geschichte setzt 1839 in seiner Jugend in Buda ein, seiner Heimatstadt. Eigentlich sollte Ignaz das Geschäft seines Vaters übernehmen, doch er hatte sich in den Kopf gesetzt, Medizin zu studieren. Gemeinsam mit seinem Freund Stolz geht er an die Universität in Pest, und beide werden schließlich Ärzte. Ihr erster Einsatz führt sie an die Geburtenstation eines Krankenhauses.

Semmelweis lässt der Gedanke keine Ruhe, warum so viele Frauen nach der Geburt sterben. Und warum überleben die Mütter auf der reinen Hebammenstation, ganz ohne Ärzte, deutlich häufiger? Tag und Nacht sucht er nach der Ursache, beinahe besessen von dem Wunsch, das Rätsel zu lösen.

Der Einstieg ins Buch war für mich etwas schleppend, vor allem weil kaum wörtliche Rede vorkommt, was ich normalerweise nicht so gern mag. Doch sobald ich in Semmelweis’ Leben eingetaucht war, hat mich die Geschichte gefesselt. 

Péter Gárdos hat das Wirken von Semmelweis hervorragend recherchiert und in einen interessanten und spannenden Roman verwandelt. 

Ignaz Semmelweise, ein Mann, der ein Leben lang für die Mütter kämpfte und erst lange nach seinem Tod gehört wurde.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung!





Mittwoch, 12. März 2025

Rezension: `Im Wind der Freiheit` von Tanja Kinkel

 

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Konnte mich nicht so begeistern!









 Im Jahr 1848 treffen die Arbeiterin Susanne und die wohlhabende Luise Otto zufällig aufeinander. Während Luise es sich leisten kann, ihrer Leidenschaft für das Schreiben nachzugehen und sich für politische Themen zu engagieren, ist Susanne gezwungen, seit dem Verlust ihrer Arbeit für sich und ihre Mutter zu sorgen. Als sie ein verlockendes, aber gefährliches Angebot erhält, kann sie nicht widerstehen. Doch sie muss für die Arbeit als Spitzel auch ihre Freunde verleugnen und hintergehen.


Luise Otto und die Revolutionärin Amalie Struve setzen sich bereits damals mutig für Demokratie und Frauenrechte ein, in einer Zeit, in der man Frauen nicht zutraute, Aufgaben jenseits von Haushalt und Kindererziehung zu bewältigen. Susanne ist von diesem Kampf fasziniert, da sie selbst von den Themen betroffen ist, insbesondere wenn es um die gerechte Entlohnung der Arbeit geht.

Trotz meines Interesses an diesen Themen konnte mich die Geschichte nicht fesseln. Zu viele Figuren und historische Fakten ließen die persönlichen Erlebnisse der drei Protagonistinnen in den Hintergrund treten. Obwohl das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, empfand ich den Erzählfluss oft als zäh und langatmig.

Ich liebe die Bücher von Tanja Kinkel, doch mit „Im Wind der Freiheit“ konnte ich mich leider nicht richtig anfreunden.


                                                 











Sonntag, 16. September 2018

Rezension `Helle und der Tote im Tivoli` von Judith Arendt

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Gelungener Auftakt zu einer neuen Reihe!!





Helle Jespers ist im beschaulichen dänischen Skagen mit Leib und Seele Polizistin, umso mehr, als endlich mal etwas Spannendes passiert, denn normalerweise geht es um kleinere Delikte, wie Ladendiebstahl oder Einbrüche.
Der bekannte Gymnasialdirektor Gunnar  Larsen wird ermordet im Kopenhagener Tivoli gefunden, aber er wohnte in Skagen.
Somit ist Helle in die Ermittlungen involviert, jedoch nur halb so viel, wie sie sich wünscht.
Es bleibt nicht bei diesem einen Mord und Helle will unbedingt mitmischen.
Ich kannte von Judith Arendt die Krimis um die Schöffin Ruth, die ich verschlungen habe.  `Helle und der Tote im Tivoli`  ist etwas anders vom Stil her, lässt sich aber auch gut lesen. 
In verschiedenen Handlungssträngen kommen mehrere Personen zu Wort, aber es ist nicht klar, was die Toten verbindet. Denn dass sie etwas verbindet, davon ist zumindest Helle überzeugt.  Dinge, die vor langer Zeit geschehen sind, spielen ebenfalls eine große Rolle, doch manchmal etwas zu übereifrig, bringt Helle sich in große Gefahr.


Judith Arendt hat interessante Charaktere mit Ecken und Kanten geschaffen und eine  gelungene Mischung aus Privatleben der Ermittler und der Suche nach dem Täter gefunden.
Mir gefiel Helle mit ihrer heilen Familie, endlich mal kein verkorkster Ermittler mit Problemen, sondern eine taffe Polizistin mit einem Ehemann, der ihr den Rücken freihält.

An manchen Stellen plätschert die Handlung ein wenig vor sich hin, doch zum Ende hin nimmt sie nochmal richtig Fahrt auf. Wer  nicht ununterbrochene Action braucht, für den ist `Helle und der Tote im Tivoli`  ein lesenswerter Krimi.