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Samstag, 23. März 2013

Wohnzimmerlesung 20.03.2013 mit Elke Pistor bei mir !!!

 

Am Mittwoch war es endlich soweit !!

 Meine erste Wohnzimmerlesung fand statt !!! 

Zu Gast war Elke Pistor mit ihrem neuen Krimi  "Eifler Zorn".

Ich hatte 16 Freunde und Bekannte eingeladen, darunter sogar einen krimibegeisterten Mann..
Um mein Wohnzimmer in einen Lesungssaal zu verwandeln, waren natürlich einige Vorbereitungen nötig.
Wieviele Leser passen hinein? Wo krieg ich die Stühle her ? Wie stellt man alles am besten, sodass jeder gut sehen kann ? Wohin mit dem großen Esstisch ? Was bietet man an ? Knabbereien während der Lesung, oder davor und danach ? Wo stellen die Zuschauer ihre Getränke ab usw. 
Einhundert Fragen, die vorher zu klären waren, denn da es das erste Mal bei mir zu Hause stattfand, fehlte mir ja auch die Erfahrung.
In der Nacht zu Mittwoch fiel mir auf einmal siedend heiß ein, dass die Autorin auf dem vorgesehenen Platz gar kein Licht hat.. Woher kriegt man so schnell noch eine Lampe ?

Aber.....um 18 Uhr, als  die Autorin ankam, war alles fertig...:-)











Meine Freundin Tina hatte mir in ihrer  Werbeagentur Odendahl wieder eine schöne Karte hergestellt, die ich allen Gästen vorher auf die Stühle legte. Dazu gab es die neuen Lesezeichen von Lovelybooks und ein Schoko-Häschen.














Um 18 Uhr kam die sehr sympathische Elke Pistor, die ich ja schon auf der Frankfurter Buchmesse kennengelernt habe.
Der Anreiseweg war nicht ganz so dramatisch weit, denn sie kommt aus Köln....
Der Carlos wurde ausnahmsweise dazu verdonnert, mit meinem Mann in der Küche zu bleiben, denn sonst hätten 3 Plätze gefehlt..Das passte ihm natürlich gar nicht; hier ist Action und er darf nicht dabei sein...

Kurz nach 18 Uhr erschienen auch schon die ersten Gäste und dann ging es Schlag auf Schlag.
Schnell füllte sich das Wohnzimmer und wie ihr sehen könnt, hatten wir schon vor Beginn viel Spaß..




Um 18.45 Uhr schellte es und es erschien ein Reporter der örtlichen Presse, der sich dieses Event nicht entgehen lassen wollte. 
Zuerst stellte er mir ein paar Fragen rund um meinen Blog und danach ging er ins Wohnzimmer, um Elke Pistor kennenzulernen. Wenn der Artikel erscheint, werde ich ihn euch natürlich nicht vorenthalten.

















 

Als alle Gäste ihre Plätze eingenommen hatten und mit Getränken versorgt waren, ging es los.

Zuerst erzählte Elke Pistor ein wenig darüber, wie sie auf die Idee zum Eifler Zorn gekommen ist.
Sie stammt ja ursprünglich aus der Eifel und das alte Gebäude in Gemünd, um das es bei der Geschichte geht, war früher ein Kinderheim, in dem grausame Verhältnisse herrschten.

(Wenn jemand Interesse hat, kann er mal in die Reichstagsprotokolle hineinsehen..) http://www.reichstagsprotokolle.de/Blatt_k12_bsb00003323_00187.html

Als Elke Pistor wieder einmal in Gemünd zu Besuch war und an dem ehemaligen Kinderheim vorbeifuhr, kam ihr plötzlich die Idee zu einem Krimi...Und so ganz in Gedanken versunken, achtet man ja auch nicht mehr auf die Geschwindigkeitsbegrenzung...So bekam sie ein schönes Erinnerungsfoto von der Polizei zugesandt und durfte 25 Euro bezahlen..Aber dafür hatte sie die Grundidee zum Eifler Zorn nun genau im Kopf...

Als es los ging mit der Lesung des ersten Kapitels aus dem Buch, waren die Zuhörer direkt gefesselt.
Elke Pistor  hat eine besondere Gabe, so lebendig und spannend vorzulesen, dass wir wie gebannt an ihren Lippen hingen.


















 
Zwischen den Kapiteln erzählte Elke Pistor kleine Anekdoten aus ihrer Arbeit. Z.B. dass sie immer Post it Zettel kontinuierlich abarbeitet..Wenn ein Manuskript vom Lektorat zurückkommt, schreibt sie sich viele kleine Zettel mit den Anmerkungen, heftet diese an die Pinnwand und erledigt sie systematisch.
Sie gab uns Einblicke, wie so eine Recherche abläuft, bevor man das Buch schreibt.
 Elke Pistor legt sehr viel Wert darauf, dass die Details auch stimmen. Die Dienstränge der Ermittler, die medizinischen Feinheiten rund um die Leiche, die historischen Hintergründe usw.
Meine Gäste und ich waren total begeistert , soviel von der wirklichen Arbeit einer Autorin zu erfahren.

Als Bonus las Elke uns zum Schluss noch eine ihrer Krimi-Kurzgeschichten vor, die sehr zur allgemeinen Erheiterung beitrug.



Der ganze Abend war eine perfekte Mischung aus Spaß und Gruselstimmung.

Vor allem hat Elke Pistor nicht zuviel aus Eifler Zorn gelesen, sondern gerade genug, dass man neugierig geworden ist und unbedingt wissen will, wie es weitergeht..

Der Reporter wollte sich eigentlich gar nicht so lange aufhalten, doch dann machte es ihm soviel Spaß und er blieb auch bis zum Schluss dabei.  
Es war schade, dass die Lesung mitten in der Woche stattfand, denn so mussten die meisten Gäste leider wieder zeitig nach Hause.





 


Aber natürlich wurden anschließend noch Bücher signiert.






 

Und der Carlos durfte später auch wieder rein.....:-)
Da ich Eifler Zorn schon kenne, habe ich mich für "Luftkurmord"entschieden...



Vielen Dank an Elke Pistor für diesen wirklich tollen Abend, der meinen Gästen und mir sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird !

Mehr über Elke Pistor erfahrt ihr auf ihrer Homepage. Vielleicht ist mal eine Lesung bei euch in der Nähe, dann geht unbedingt hin !!!

Meine Rezension zum Eifler Zorn findet ihr Hier



Freitag, 7. Dezember 2012

Türchen Nummer 7

            Türchen Nummer 7 wird geöffnet
              
                         Und dahinter verbirgt sich :

                  Ein signiertes Exemplar von




Kurzbeschreibung
Niemand kennt den zu Tode geprügelten Jungen, dessen Leiche unter Abrisstrümmern gefunden wird, niemand vermisst ihn. Hat die okkulte Sekte, die im Nationalpark Eifel angeblich ihr Unwesen treibt, etwas mit der schrecklichen Tat zu tun? Der Fund einer weiteren Leiche lässt die Gerüchteküche brodeln. Verleumdung, Schikanen und Missgunst greifen um sich und machen auch vor Kommissarin Ina Weinz nicht Halt. Als ihre Stieftochter verschwindet, erkennt Ina die große Gefahr: Wird Henrike das nächste Opfer sein?



Vita:
Jahrgang 67. In Gemünd in der Eifel aufgewachsen, geprägt und der Region bis heute eng verbunden. Abitur in Schleiden. Studium in Köln.
Nach kurzem Stopp am Niederrhein lebt sie heute in Köln, arbeitet als freie Seminartrainerin und leitet Schreibworkshops.
Seit 2009 mordet sie sich mit dem größten Vergnügen in schriftlicher Kurz- und Langform quer durch alle Gesellschaftsschichten, Personenkreise und Landschaften.
Sie ist Mitglied bei den Mörderischen Schwestern, im Syndikat und im DeLiA.
Im Frühjahr 2011 wurde sie für die Shortlist des NORDMORDAWARD 2011 nominiert.
Jurymitglied für den Friedrich-Glauser-Krimipreis in der Sparte Debut 2013.
Krimis um die Kommissarin Ina Weinz:
"Luftkurmord" Erscheint im Herbst 2011 bei Emons
"Gemünder Blut" Eifelkrimi Emons Verlag 09/2010
"Für den Wind und die Vögel" in "Mortus in Colonia", Wellhöfer Verlag 07/2009
Mystery:
"Das Portal", Köln-Mystery, Emons 04/2011


 Mehr erfahrt ihr natürlich auf der Homepage  der Autorin.
 Ihr findet sie aber auch bei Facebook.

Meine Rezension könnt ihr Hier  lesen.
Mehr über Elke Pistors Bücher findet ihr bei  AMAZON

Ich danke Elke Pistor, dass sie sofort zugesagt hat, mir ein Buch für den Adventskalender zu signieren und zu überlassen.


Und so geht es :  
Wenn euch das Buch des Tages interessiert und ihr es gerne gewinnen möchtet, schickt mir doch bis Mitternacht eine email:  
die_rezensentin@yahoo.de   Betreff : Adventskalender Tag X

Bitte schreibt keine persönlichen Nachrichten in die mails, dann brauche ich sie nur zählen bei der Auslosung. Wenn ihr mir etwas schreiben möchtet, bitte in einer Extramail :-)

Es gibt eine Extra-Seite, sodass man immer direkt auf den Adventskalender zugreifen kann. Die Gewinner werden im Laufe des nächsten Vormittags ausgelost..Ihr findet sie immer unter dem Post des nächsten Tages..
Es wäre schön, wenn ihr Leser meines Blogs seid oder werdet;   über ein "Gefällt mir" auf meiner Facebookseite freue ich mich natürlich  auch..

Die Teilnahmebedingungen :
Ihr solltet über 18 Jahre alt sein; ansonsten brauche ich die Einwilligung eurer Eltern.
Die Auslosung des Gewinners erfolgt über random.org.und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

UND JETZT WÜNSCHE ICH EUCH VIEL GLÜCK !!

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Der Gewinner des Wahnsinns-Buchpaket von gestern ist gezogen.. 
 Gewonnen hat die mail mit der Nummer 126



     Und die vier signierten  Bücher von
     Inge Löhnig gehen an.....

                        
                             SANDRA  SCH.

             HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH !!!!

        Eine mail geht an Dich raus, brauche ja noch eine Adresse

Dienstag, 16. Oktober 2012

Frankfurter Buchmesse....So war es !!!!

Oh Mann,,,, wo fang ich an ???
 Die zwei Tage waren dermaßen ereignisreich........
Am Donnerstag  bin ich ja morgens nach Frankfurt gefahren, hab mein Köfferchen im Hotel untergestellt und mich direkt zur Messe aufgemacht. So war ich früh da und es war noch nicht so viel los.


Direkt im ersten Moment, als ich die Messe betrat, traf ich auf Arno Strobel. Ich hatte ihn gar dort nicht vermutet und war umso erfreuter. Ich liebe seine Bücher und war begeistert, ihn einmal persönlich kennenzulernen.
Am Stand war angeschlagen : Arno Strobel. Der Sarg..
 Ich nahm an, dass man vielleicht doch schon mal im Buch  blättern könne, aber Arno sagte, DER SARG geht erst im November in Druck. Aber Zeit für ein Erinnerungsfoto war auf jeden Fall drin..





Im ARD Forum gab es eine Buchmesse-Ausgabe von DRUCKFRISCH mit Denis Scheck.

So ein Messebesuch sei ja eine Reizüberflutung und man müsse das Gehirn einschalten, wenn es darum ginge, die Spreu vom Weizen zu trennen, meinte Scheck.
Als Erstes sollte man schon mal keine Promibücher in die Hand nehmen, die seien es fast alle nicht wert, gelesen zu werden.
Denis Scheck gab dann ein paar Beispiele aus den Büchern von Oliver Kahn, Stephanie zu Guttenberg, Bettina Wulff zum Besten. Das Ganze war so lustig verpackt, dass das Publikum viel Spaß hatte.
Anschließend stellte er natürlich auch Bücher vor, die aus seiner Sicht lesenswert wären.

 Denis Scheck nach Druckfrisch

Am nächsten Tag sah ich Denis Scheck wieder im ARD Forum; dieses Mal mit Harry Rowohlt. Ich muß zu meiner Schande gestehen, das ich Harry Rowohlt nicht kannte...Ich hatte mich aber gewundert, dass so viele Leute auf ihn warteten und jetzt weiß ich auch warum.
Rowohlt hat einen trockenen Humor vom Feinsten, und im Gespräch mit Scheck warfen die beiden sich gegenseitig immer den Ball zu, dass die Zuschauer begeistert waren.
Das fing schon lustig an, als Scheck sagte „ Herr Rowohlt...“ woraufhin Rowohlt meinte: „ Ach ja, wir siezen uns ja jetzt hier... wir sagen nicht, dass wir schon seit 20 Jahren beste Freunde sind."
Gelächter im Publikum ...und in der Art ging es das ganze Gespräch über weiter ..

Rowohlt arbeitet ja hauptsächlich als Übersetzer und im Moment übersetzt er gerade das Buch.. 
  . 
Denis Scheck bat ihn, daraus einige Seiten vorzulesen; das hat mir so gut gefallen, dass ich mir glatt vorstellen könnte, von Harry Rowohlt einmal ein Hörbuch zu hören.. Ansonsten mag ich ja keine Hörbücher..
Und draußen hatte ich das Glück, ihm noch einmal über den Weg zu laufen..

 
Elke Heidenreich stellte auf der Buchmesse ihr neues Buch vor. Zu dem Interview im ARD Forum kam ich leider etwas zu spät, aber ein bißchen habe ich doch noch mitbekommen..
Sie meinte, dass sie sehr häufig gefragt wird, woher sie die Zeit nähme, so viel zu lesen. 

Ich muß gestehen, dass ich mir die Frage auch schon oft gestellt habe. Auch bei den Literaturkritikern dachte ich oft : Das können die doch unmöglich alles selbst gelesen haben....
Aber Elke Heidenreich hatte eine ganz einfache Antwort... Es ist ihr Job; ihr Beruf ist LESEN .
So wie andere Menschen morgens um 8 Uhr anfangen zu arbeiten, fängt sie morgens an zu lesen und liest 8 Stunden. Wenn man es so sieht, leuchtet es natürlich ein...Irgendwie ist man oft fälschlicherweise der Meinung, Lesen könne man nur in der Freizeit....
Was macht sie in der Freizeit, wenn andere Leute lesen ? Sie gestand, dass sie gerne jeden Abend „Verbotene Liebe“ guckt; das sei ihre Art der Entspannung.
Bei der anschließenden Autogrammstunde plauderte sie munter und fröhlich drauf los, so wie man sie auch kennt.
Natürlich habe ich sie auf den Eklat im März angesprochen, als sie kurzerhand ausgeladen wurde zum Abend mit Karl Lagerfeld.
Wir hatten uns ja alle so auf ein Zusammentreffen der beiden gefreut.
 Was sie dazu zu sagen hatte, wiederhole ich mal besser hier nicht, aber sie sprach mir aus der Seele.
Fazit : Elke Heidenreich ist wirklich ein Mensch aus dem Leben, ist direkt, nimmt kein Blatt vor den Mund und total sympathisch..

Beim Bastei-Lübbe Stand bemerkte ich ein großes Aufgebot an breitschultrigen Herren in dunklen Anzügen mit Knopf im Ohr. Security !!! Also muß ja gleich jemand ganz Wichtiges hier her kommen, dachte ich  und blieb stehen. Es waren außer mir nur ein paar Leute, die auch warteten, doch plötzlich bahnten die Security-Männer einen Weg, obwohl dort niemand im Weg stand..und dann kam der wichtige Star !!!! 
Oh,, es war Lothar Matthäus, der nun, umgeben von Bodyguards, aus dem Hinterzimmer trat. Natürlich mit seinem obligatorischen Schal, fest um den Hals gebunden, weil es ja auch sehr kalt auf der Messe war... So gefühlte 35 °...
Ich weiß nicht, wozu die Security so ein Theater machte, denn es stand eh niemand im Weg und eigentlich ist Lothar Matthäus doch sonst nicht so unnahbar.. Ich denke da gerade an seine Doku-Soap. Er guckte auf jeden Fall weder links, noch rechts und verschwand mit seinen Aufpassern in der nicht vorhandenen Menge...
Das war das einzige Mal, dass ich das mitbekommen habe auf der Messe. Sogar Jussi Adler Olsen ging höchstens mal mit einem Kameramann im Schlepptau, aber stand auch ganz allein draußen und telefonierte und machte nicht so eine Show.
 
An einer anderen Stelle traf ich auf Desiree Nick, die getarnt mit riesiger Sonnenbrille an einer Ecke stand. Natürlich total unauffällig.......
Ich fragte sie freundlich , ob ich ein Foto machen dürfte, weil sie ja sowieso gerade dort stand. "Neeeeiiiiiin",  sie sei total im Stress,  packte ihre Einkaufstasche und rauschte davon.

Umso freundlicher war dagegen der Alt-Playboy Rolf Eden, der auch ein Buch vorstellte. Er freute sich über jeden, der ihn fotografieren wollte.
Na,ja.... :-)

 
Am Donnerstag begegnete ich auch Elke Pistor, deren Eifler Zorn ich ja gerade gelesen habe.
Elke war sehr nett und sympathisch, lud mich direkt ein, mich zu ihr zu stellen und ein wenig zu plaudern.
Sie signierte Bücher am Emons Stand . Da ich das Buch ja nur als eBook hatte, schenkte sie mir ein paar Lesezeichen mit Widmung.
 

Erst relativ kurzfristig hatte ich erfahren, das Hermann Scherer einen Vortrag hielt. Ich hatte vor ein paar Monaten das Buch 

Glückskinder von ihm gelesen und war davon  total begeistert. 
Umso mehr freute ich mich, ihn nun persönlich erleben zu dürfen.
Er begann mit einer Umfrage an, die er neulich gemacht hat. Frage „ Wenn Sie heute gefragt werden, ob Sie alles erreicht haben, was Sie im Leben erreichen wollten",  antworten 85 % mit Nein. 
Werden Sie es denn erreichen, wenn sie so weiterleben wie bisher ? 
 Oder müssen Sie dazu  in Ihrem Leben etwas ändern?? 
 Stimmt...
 
Die reinste Form des Wahnsinns ist es,
 alles beim Alten zu lassen 
und gleichzeitig zu hoffen, 
dass sich etwas ändert.
( Albert Einstein)

 Bevor ich nach Frankfurt fuhr, habe ich tagelang überlegt, ob ich mein altes Auto noch weiterfahre, weil ich schon so viel Geld hineingesteckt habe...
Nach dem Vortrag von Herrmann Scherer bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass es sich nicht mehr lohnt, noch mehr Geld in einen kranken Gaul zu investieren...
Ich habe wieder ein paar neue Erkenntnisse gewonnen und kann nur jedem den Tipp geben, sich einmal einen Vortrag von Scherer anzuhören, wenn er die Möglichkeit hat.
Glückskinder kann ich auch  wärmstens empfehlen, das neue Buch kenne ich leider noch nicht...
"Warum manche lebenslang Chancen suchen und andere sie täglich nutzen.."( Hermann Scherer )

 Zwischendurch war noch Autogrammstunde mit  Reinhold Messner
Reinhold Messner
 

Seit dem besagten Abend mit Lagerfeld im März, als Roger Willemsen kurzerhand für Elke Heidenreich einspringen mußte, bin ich totaler Fan von Willemsen. 
 Er war ja der Einzige, mit dem Karl Lagerfeld an diesem Abend reden wollte und wurde kurzerhand eingeflogen. Den Abend hat er so genial gemeistert, und das ohne Möglichkeit der Vorbereitung. Willemsen ist total belesen, das habe ich bei der Vorstellung schon gemerkt.
Am Donnerstag auf der Messe traf ich ihn dann wieder. Er ist wirklich ein ganz sympathischer Mann, sehr herzlich und ohne jegliche Starallüren. Ich finde, er ist jemand, der eine tolle Ausstrahlung hat, die für mich im Fernsehen nie so rüber kam.
Auch er nahm sich die Zeit, mit jedem Besucher ein paar Worte zu wechseln.
Ein sehr sympathischer Roger Willemsen

Zu guter Letzt besuchte ich noch die Veranstaltung mit 
Nina Ruge, bei der sie ihr neues Buch "Was fühlt mein Hund" vorstellte .
Ich hatte sie einmal mit Martin Rütter in seiner Sendung gesehen, als sie noch Probleme bei der Erziehung ihres Hundes hatte. Da wurde sie mir so sympathisch, als der Hund weg lief und Nina Ruge voller Panik ohne Rücksicht auf Kameras oder „sehe ich auch toll aus beim Laufen?“ hinter dem Hund herhechtete.. Als sie ihn eingefangen hatte, fiel ihr erst wieder die Kamera ein....
Inzwischen besitzt sie aber schon einen zweiten Hund und hat zusammen mit Günther Bloch ein Buch geschrieben.
Nina Ruge ist genauso hübsch, wie man sie aus dem Fernsehen kennt und sie war auch sehr freundlich zu den Zuhörern und machte fast einen schüchternen Eindruck vor ihrem Auftritt...


Sie erzählte ein paar sehr lustige Anekdoten aus dem Leben mit zwei Hunden. 
 Leider konnte ich dort nicht bis zum Schluß bleiben, weil ich mich in Richtung Bahnhof aufmachen mußte..

Am Freitag hatte ich noch ein sehr interessantes Gespräch mit einer Mitarbeiterin des Sutton Verlags. Das muß ich erst noch ein bißchen bearbeiten, habs nur in Stichpunkten notiert; es folgt aber....

Mein Messefazit :

Zwei tolle Tage, an denen ich sehr viel erlebt habe, viele nette, freundliche und sympathische Menschen kennenlernen durfte. Die beiden Unsympathen durfte (brauchte) ich ja nicht näher kennenlernen... 
 Ich denke, wirkliche Stars haben es nicht nötig, sich so affig aufzuführen und sie vergessen auch nicht, wer ihre Bücher im Endeffekt kauft..
Natürlich war die Zeit viel zu kurz, um alle Veranstaltungen oder Autoren, die mich interessierten, zu besuchen.
Im nächsten Jahr werde ich das alles noch ein bißchen besser vorplanen....
Ich hoffe, meine Messe-Erlebnisse waren jetzt nicht  zu ausführlich und dadurch öde..( Ich habe sie schon um die Hälfte gekürzt :-)

 





 

Montag, 8. Oktober 2012

Rezension: Eifler Zorn von Elke Pistor

Vor ein paar Wochen startete die Autorin Elke Pistor eine Aktion für Blogger:

Gewinne eine Wohnzimmerlesung !!!

Die  Bedingung war, sich um ein Vorabexemplar zu bewerben und es innerhalb eines bestimmten Zeitraumes zu rezensieren; dadurch gelangte man in den Lostopf.

Nun kam ich in einen kleinen Gewissenskonflikt... Sollte mir das Buch nicht gefallen und ich nicht viele Sterne vergeben könnte, hätte ich sicher auch die Chance auf die Wohnzimmerlesung vertan. 
Doch dann habe ich mir überlegt, das ich gar keine Wohnzimmerlesung gewinnen möchte, wenn mir das Buch schon nicht gefällt... Also konnte ich mich völlig unvoreingenommen ans Lesen begeben...Und....??? 
Eifler Zorn hat mir richtig gut gefallen !!


* * * * 

Rezension :


Eifler Zorn










Es ist der dritte Roman um die Polizistin Ina Weinz , die im beschaulichen Gmünd im Streifendienst tätig ist.
Ich habe die vorigen Bände nicht gelesen, hatte aber keine Probleme in die Story hineinzufinden.

 In Gmünd taucht während der Abrissarbeiten eines Gebäudes eine alte Kiste auf. Die Baggerführerin Bianca findet darin einen Jungen, doch er scheint nicht erst seit kurzem tot zu sein, sondern schon seit vielen Jahren.
Er ist eine sogenannte  Fettwachsleiche, die bei komplettem Ausschluss von Sauerstoff und bei  sumpfigem Boden entstehen kann. Noch etwas  ist an diesem Fall besonders: Der Leiche sind beide Hände abgehackt worden.
Natürlich muß zu einem Mordfall die Mordkommission aus Köln hinzugerufen werden; in Gestalt von Kriminalkommissar Horst Sauerbier und der jungen Beamtin Judith.

Zwischendurch entführt uns die Schriftstellerin ins 19. Jahrhundert, zu der  Arbeiterfamilie Weber und deren Sohn Paul.
Paul soll, wie alle anderen,  in der Fabrik arbeiten, doch er ist klug und möchte gerne mehr lernen und es später zu etwas bringen. Er will raus aus dem Elend !! Mit seinen Ideen zum Arbeiterschutz etc. eckt er beim Vorarbeiter an und wird kurzerhand rausgeschmissen. Selbst denken ist nicht erwünscht, auch nicht, wenn es für die Produktion förderlich wäre.

Zur Strafe wird Paul von seiner Familie getrennt und  in eine Erziehungsanstalt nach Gmünd gebracht; der Leser ahnt schon nach kurzer Zeit, worauf die Geschichte hindeuten könnte.
Ich hätte noch ewig weiterlesen können in der alten Zeit; die Beschreibung der Zustände und der Menschen damals ist der Autorin sehr gut gelungen.

 Kurz nach dem ersten Fund wird in Gmünd eine zweite Leiche gefunden, zu der Ina Weinz und ihre Kollegin gerufen werden. Auch diesem Toten wurden die Hände abgehackt, doch wie passen die beiden Morde zusammen ? Denn dazwischen liegen Jahrzehnte !

Der eigentliche Roman ist in der Ich-Form geschrieben; Ina ist freiwillig von der Kölner Mordkommission zur Schutzpolizei in die Eifel gewechselt, doch so idyllisch, wie sie es sich vorgestellt hat, ist es nun doch nicht.
 Dazu kommen noch die Probleme, die sie mit Henrike hat, dem 13 jährigen Mädchen, das sie  nach dem Tode der Mutter bei sich aufgenommen hat. Ina ist mit dieser neuen Rolle noch etwas überfordert und Henrike macht es ihr auch nicht gerade einfach.

 Eifler Zorn ist kein actiongeladener Thriller, mit vielen blutrünstigen Effekten, sondern eher ein beschaulicher Krimi .
Doch gerade das hat mir richtig gut gefallen. Dazu wurden die verschiedenen Charaktere sehr gut ausgearbeitet; der selbstgefällige Alt-Kommissar Sauerbier und die aufstrebende Judith, die  versucht, sich gegen ihn durchzusetzen.
 Sandra, die Kollegin Inas, die irgendein Geheimnis mit sich herumträgt und Ina selbst, die nicht recht weiß, wie sie mit Henrike fertig werden soll.

Der Schreibstil ist flüssig und ich hatte sehr viel Spaß, das Buch zu lesen; es ist ein ruhiger Eifelkrimi, aber auf gar keinen Fall langweilig oder langatmig.

Elke Pistor schaltet immer wieder zurück ins vorige Jahrhundert zu Paul Weber, der sich inzwischen mit Frieda und Ludwig angefreundet hat.
 Zum Schluß sollte man beim Lesen ein bißchen auf die Feinheiten achten . Denn da klärt sich etwas ganz anders, als eigentlich erwartet, auf.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Fall von Ina Weinz.
Obwohl  ich mir auch vorstellen könnte, dass Elke Pistor mal einen kompletten Roman aus dem vorigen Jahrhundert schreibt.







Eine Leseprobe könnt ihr  HIER  finden...

Wenn ihr Interesse habt, könnt ihr nach dem Lesen ja mal hier gucken; da geht es um die Misshandlungen im Erziehungsheim Gmünd...

http://www.reichstagsprotokolle.de/Blatt_k12_bsb00003323_00187.html