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Dienstag, 2. Juli 2019

Rezension: `Karolinas Töchter` von Ronald H. Balson



* * * * *
Fesselnd und bewegend!!













Nachdem ich vor kurzem `Hannah und ihre Brüder` gelesen habe, freute ich mich jetzt auf  `Karolinas Töchter`, den zweiten Teil der Reihe.
Wieder geht es um Catherine und ihren Ehemann Liam, sie Anwältin, er Privatdetektiv.
Lena, eine sehr alte Dame, möchte die beiden engagieren, weil sie  nach den Kindern ihrer Freundin sucht, die im Krieg verschwunden sind. Nach siebzig Jahren ist das eigentlich ein aussichtsloses Unterfangen.
Doch Catherine ist von der Geschichte der alten Frau tief berührt, zumal sie gerade selbst ein Kind erwartet, und sie nimmt den Fall an.
Wie auch im ersten Band erzählt diesmal allerdings die alte Lena  ihre Lebensgeschichte in der Ich-Form.
Wieder geht es um den zweiten Weltkrieg in Polen und die Verfolgung der Juden, doch aus einer ganz anderen Perspektive. Obwohl ich schon viel über die Judenghettos gelesen habe, konnte der Autor mich doch noch mit neuen schrecklichen Details schocken.
Die Zustände im Ghetto, den Hass der Deutschen, das Auslöschen ganzer Familien hat der Autor sehr beeindruckend beschrieben. Die  geschilderten Qualen und die Grausamkeiten sind auch heute noch unfassbar.

Allerdings ist mir manches, gerade am Ende zu schöngeredet, alles ging mir nach siebzig Jahren zu glatt. Plötzlich ist sofort Friede, Freude, Eierkuchen und das fand ich etwas realitätsfern.
Darüber konnte ich aber trotzdem hinwegsehen, weil die Hauptgeschichte mich extrem gefesselt hat. 
Erschütternde Erlebnisse, schlimme Schicksale, und genau wie der erste Band ist `Karolinas Töchter` ein Buch, das man nicht so einfach aus der Hand legt und ein neues anfängt.


                                                             


Ich danke dem Aufbau Verlag  und Netgalley.de  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.