Montag, 11. November 2019

Rezension: `Poppy` von Astrid Korten


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Extrem spannend !!!!











                                                                                                           




Bei `Poppy` handelt es sich um eine wahre Geschichte, wie man im Anhang des Buches lesen kann. Die Autorin kannte Poppy aus der Schule, aber erst im Erwachsenenalter hat sie ihr ihr Leben erzählt.
 Die kleine Poppy wird beneidet, weil sie und ihre Mutter es so gut getroffen haben. Aus der winzigen, einfachen Wohnung ziehen sie zu dem reichen, älteren Herrn, der Poppys Mutter heiratet. Das Mädchen bekommt jede Menge Spielsachen, sogar ein eigenes Pferd.
 Nur mit anderen Kindern spielen darf sie nicht, geschweige denn jemanden einladen. `Onkelmann`, wie sie ihn zuerst nennt, möchte keine fremden Menschen im Haus. Der Mutter ist das egal, sie kann nach Herzenslust shoppen gehen und sich dabei wie Frau von Welt fühlen. Dass ihr Mann sich nicht für sie interessiert, nimmt sie für schöne Kleider und Geld im Überfluss in Kauf.
 Was hinter ihrem Rücken im Haus vor sich geht, bekommt sie nicht mit, obwohl ich vielmehr denke, sie hat bereitwillig weggeguckt, um die Wahrheit nicht sehen zu müssen und vor allem nicht das gute Leben zu gefährden.

Die Autorin schreibt aus Poppys Sicht, wie das Mädchen jahrelang unter dem Stiefvater gelitten hat. Der einzige Grund, warum er ihre Mutter geheiratet hat, ist Poppy. SIE will er, sonst niemanden. Mit ihr kann er nach Herzenslust seine Triebe ausleben, das kleine Mädchen wehrt sich nicht. Auch als sie älter wird, fällt es ihr schwer, sich gegen den Mann aufzulehnen. Sie magert total ab, ein Hilfeschrei, den lange niemand zur Kenntnis nimmt. Man bekommt Wut auf die oberflächliche Mutter und wünscht Poppy Menschen, die ihr helfen, denen sie sich anvertrauen kann.


Ich habe gestern morgen angefangen zu lesen und heute Nacht ein paar Stunden Schlaf geopfert, weil das Buch mich so in seinen Bann gezogen hat.

Dadurch, dass das Mädchen zuerst nicht versteht, was passiert, beschreibt sie ihr Martyrium in ihrer kindlichen Sprache, was oft einer  gewissen Komik nicht entbehrt. Es ist einerseits grotesk, trotzdem muss man oft schmunzeln über die Art, wie sie viele Dinge erzählt. Dadurch liest es sich an manchen Stellen nicht so schlimm, wie es in Wirklichkeit ist, was es aber für den Leser erträglicher macht.

 `Poppy` ist extrem spannend  und fesselnd geschrieben. Ein aufwühlender Psychothriller, den man kaum aus der Hand legen kann.

                                                                             

  

Kommentare:

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