Samstag, 3. August 2013

Rezension : Die falsche Spur von Stefanie Viereck


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Reise in die Vergangenheit !!















Letzte Woche erreichte mich dieser Gewinn vom Pendragon Verlag.
Mein aktuelles Buch hatte ich gerade ausgelesen und ich fing direkt an, die ersten Seiten durchzublättern.
Und dann konnte ich nicht mehr aufhören.....

 Lena, eine erfolgreiche Journalistin recherchiert für einen Artikel über den Dichter Hans Christian Andersen. Dazu übernachtet sie am Nord-Ostsee-Kanal in einer kleinen Pension. Obwohl der Gastwirt alles andere als einladend wirkt, bleibt Lena noch eine weitere Nacht, ohne dass sie es sich selbst erklären kann.

Erst bei der Abreise merkt sie, dass der Wirt sie an jemanden erinnert, den sie in ihrer Kindheit kannte.

Doch aus irgendeinem Grund möchte der Mann nicht darüber sprechen und ist ihr auch alles andere als wohlgesinnt...

Lena reist ab, doch die Sache läßt ihr keine Ruhe. Nach und nach kommen die Erinnerungen zurück und sie weiß nun, wer der Mann ist.. Und noch jemand fällt ihr wieder ein, der kleine Oliver, der Freund aus ihrer Kindheit, an den sie 30 Jahre nicht mehr gedacht hat.

Was ist aus ihm geworden, warum will der Wirt auf keinen Fall darüber sprechen und wer ist die merkwürdige Frau, die auch mit ihm in der Pension lebt?

Anstatt die Sache nach über 30 Jahren auf sich beruhen zu lassen, will Lena nun plötzlich Aufklärung.

Sie findet in Archiven alte Zeitungsberichte über einen eventuellen Mord, doch eine Anklage gab es nie.

Sie recherchiert und bringt Dinge zutage, die lieber verborgen geblieben wären.

Die Handlungen wechseln zwischen der heutigen Zeit und dem Sommer vor 30 Jahren.

Der Stil der Autorin ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, ich glaube, diese Schreibweise muss man mögen.

Das Buch gleicht eher einer Erzählung, als einem herkömmlichen Krimi. Es gibt auch keine wirklich spannenden Szenen und doch konnte ich es kaum aus der Hand legen. Denn ich wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte wohl weitergeht.

Lena versucht gleichzeitig auch ihre eigene Kindheit etwas aufzuarbeiten, denn viele Dinge hat sie schlichtweg vergessen.

Sie hat den Eindruck, dass Oliver der einzig wahre Freund war, den sie jemals hatte. Vielleicht ist das der Grund, das sie sich so verbissen verhält. Entgegen aller Ratschläge läßt sie die Vergangenheit nicht ruhen, sondern nimmt in Kauf, dass dadurch auch ihr heutiges Leben völlig durcheinander gerät.

Ich mag gerne ruhige Krimis, es gibt auch keine blutigen Szenen, aber dafür zieht sich die etwas düstere Atmosphäre durchs ganze Buch.

Hier wird ein 30 Jahre zurückliegender Fall durch Lenas Recherchearbeiten völlig rekonstruiert.

Die Autorin läßt die Protagonistin die längst vergangenen Dinge ans Licht holen, und die fehlenden Puzzleteile in Lenas harmlosen Kindheitserinnerungen werden durch Zeitungs- und Polizeiberichte ergänzt, aber auch durch persönliche Zeitzeugen.

Nach und nach setzt sich so ein komplettes Bild zusammen, das man zu Anfang des Buches auf keinen Fall vermutet.

Mir hat das Buch gut gefallen, weil es eben spannend, aber gleichzeitig entspannend ist.









Freitag, 2. August 2013

Kindle Deal der Woche

Guten Morgen, die Kindle Deals der Woche sind online...
Besonders gefällt mir "Der Sarg " von Arno Strobel für 3,99€..



Hier  könnt ihr sie alle direkt sehen...

Mittwoch, 31. Juli 2013

Neuerscheinungen im August

Ich habe mal ein paar  August-Neuerscheinungen herausgesucht, die mich direkt so angesprochen haben und stelle sie euch vor....




                              


                                             John Grisham `Das Komplott`

 

Kurzbeschreibung

Wenn nichts ist, wie es scheint


Malcolm Bannister, in seinem früheren Leben Anwalt in Winchester, Virginia, sitzt wegen Geldwäsche zu Unrecht im Gefängnis. Die Hälfte der zehnjährigen Strafe hat er abgesessen, als sich das Blatt wendet. Ein Bundesrichter und seine Geliebte wurden ermordet aufgefunden. Es gibt weder Zeugen noch Spuren, und das FBI steht vor einem Rätsel – bis Bannister auf den Plan tritt. Als Anwalt mit Knasterfahrung kennt er viele Geheimnisse, darunter auch die Identität des Mörders. Dieses Wissen will er gegen seine Freiheit eintauschen.


Er hat schon bessere Tage gesehen. Einst ein glücklich verheirateter Kleinstadtanwalt, findet sich Malcolm Bannister im Gefängnis Frostburg wieder, wegen angeblicher Geldwäsche zu zehn Jahren Haft verurteilt. Fünf davon hat er bereits abgesessen. Lange Jahre, die ihn seine Zulassung als Anwalt, seine sozialen Kontakte, seine Ehe und die Beziehung zu seinem Sohn kosteten. Die Zeit im Gefängnis vertreibt Bannister sich als Bibliothekar und juristischer Ratgeber für andere Insassen. Erfüllt ist er von diesen Aufgaben nicht, ihn beschäftigt nur ein einziger Gedanke: so schnell wie möglich raus aus dem Knast. Die Gelegenheit dazu bietet sich, als der betagte Bundesrichter Ray Fawcett mit seiner jungen Freundin erschossen aufgefunden wird. Die Ermittler stehen unter Druck. Genau auf diesen Moment hat Malcolm Bannister gewartet. Er bietet dem FBI einen Deal an: Er liefert den Namen des Mörders und wird im Gegenzug sofort freigelassen. Das FBI nimmt das Angebot an. Bannister beginnt ein neues Leben. Und damit nimmt eine teuflische Intrige ihren Lauf.




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                                    Karin Slaughter `Harter Schnitt`



Klappentext:

Manche Schuld verjährt nie


Nach der Geburt ihrer Tochter Emma ist Faith Mitchell vom GBI zurück im Polizeidienst, und ihr Ermittlerinstinkt ist noch immer zuverlässig: Als sie eines Tages ihre Mutter nicht erreichen kann, die sich um Emma kümmern sollte, rast sie von der Arbeit nach Hause und findet ihre Tochter in einen Schuppen gesperrt, eine frische Blutspur an der Haustür, eine Leiche in der Kammer und zwei bewaffnete Männer im Schlafzimmer vor. Von ihrer Mutter – keine Spur …



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 Belinda Bauer  `Ihr liebt sie nicht`

Klappentext:

Es ist Jagdsaison im englischen Exmoor. Doch die Beute ist nicht das Wild. Es sind die Kinder …

Erst die dreizehnjährige Jesse, dann der neunjährige Pete. Innerhalb kurzer Zeit verschwinden zwei Kinder aus dem Auto ihrer Eltern. Zurück bleibt in beiden Fällen nur eine handgeschriebene Notiz: »Ihr liebt sie nicht.«
Mitten im Hochsommer fallen dunkle Schatten über Exmoor. Irgendjemand scheint Kinder zu stehlen – Jesse und Pete waren nur der Anfang. Es gibt keine Spuren, keine Erklärung, keine Lösegeldforderungen und keine Hoffnung. Der Polizist Jonas Holly versucht, sich in den Kopf des Entführers zu versetzen, um ihm auf die Spur zu kommen. Doch zumindest einer in dem kleinen Örtchen Shipcott ist überzeugt, dass der psychisch instabile Holly der Letzte ist, dem man vertrauen sollte …





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                      Sabine Kornbichler `Das Verstummen der Krähe`

 
 Kurzbeschreibung:
Kristina Mahlos Auftrag als Nachlassverwalterin hat es in sich. Eine Verstorbene vererbt ihr beträchtliches Vermögen ihren fünf besten Freunden, jedoch unter der Bedingung, dass es gelingt, den Mord aufzuklären, für den ihr Mann einst verurteilt worden war. Kris will den Fall ablehnen, doch dann entdeckt sie in der Wohnung der Toten einen Hinweis auf ihren eigenen Bruder Ben, der vor Jahren spurlos verschwand …


Montag, 29. Juli 2013

Rezension : Tödliche Wut von Linda Castillo




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Menschliche Abgründe bei den Amischen!!!









 
Das Buch beginnt mit einem Prolog, den man fast die ganze Zeit im Hinterkopf behält, während man versucht Zusammenhänge herzustellen.

Mehrere junge Mädchen sind verschwunden, alle stammen aus Amisch-Familien. 

John Tomasetti, Agent im BCI, bittet Polizeichefin Kate Burkholder um ihre Hilfe, denn wenn es um Fälle geht, in die Amische verwickelt sind, ist sie genau die Richtige.

Niemand von den Kollegen weiß, dass sie und Tomasetti mehr als nur Freundschaft verbindet.

Deswegen freut sich Kate doppelt auf die Zusammenarbeit; einerseits sieht sie ihren Geliebten wieder, und auf der anderen Seite ist sie für die Aufgabe wirklich gut geeignet. Sie hat einen besseren Draht zu den Amischen, da sie selbst amisch aufgewachsen ist. Doch mit den strengen Vorschriften und Regeln kam sie als Heranwachsende nicht klar und hat die Gemeinschaft und ihre Familie früh verlassen.

Schon kurz nach ihrer Ankunft bei Tomasetti findet man die Tasche eines der Mädchen in einer großen Blutlache. Die Befragungen der Angehörigen und Gemeindemitglieder gestalten sich jedoch mehr als schwierig, denn die Amischen sind es gewöhnt, ihre Angelegenheiten allein zu lösen, ohne die "Englischen" um Hilfe zu bitten.

Daher ist auch nicht klar, ob evt. noch mehr Mädchen verschwunden sind, und die Polizei gar nicht informiert wurde.

In akribischer Kleinarbeit werden Hinweise und Fakten zusammengetragen und ausgewertet.

Wie in den vorigen Bänden erfährt der Leser wieder Interessantes über das Leben der Amischen und obwohl sich die Bücher manchmal ähneln, ist jeder Fall trotzdem immer etwas Neues.

Gerade als eine Leiche gefunden wird und es sich herausstellt, dass es sich um eines der gesuchten Mädchen handelt, wird Kate zurück nach Painters Hill gerufen. Sadie Miller, ein 15 jähriges Amisch Mädchen, mit dem Kate kurz vorher noch gesprochen hat, ist spurlos verschwunden.

Es gibt inzwischen jede Menge Verdächtige, doch eine richtig heiße Spur fehlt bisher noch.

Kate ist nahezu am Verzweifeln, zumal sie nun eines der Mädchen und ihre Familie persönlich kennt.

Das läßt sie unvorsichtig werden und bei einer, anscheinend normalen Überprüfung, macht sie eine furchtbare Entdeckung und begibt sich in tödliche Gefahr.

Die Story beginnt packend und der Spannungsbogen bleibt die ganze Zeit erhalten, wobei er zum Schluss hin noch mal rasant nach oben geht.

Bei einem der vorigen Bände hatte es mich gestört, dass zuviel Vergangenheitsbewältigung bei Kate und John betrieben wurde, und dadurch der Fall eher nebensächlich wurde.

Doch in diesem Buch ist wieder der Fall die Hauptsache, und die Beziehung der beiden Nebensache.

Der Schreibstil ist, wie immer, schön flüssig und läßt sich gut lesen. Ich habe das Buch in zwei Tagen ausgelesen, weil es mich von Anfang bis Ende gefesselt hat.

Allerdings lag ich mit meinen Vermutungen, den Täter betreffend, diesmal ganz falsch, denn die Autorin überrascht mit einem sehr geschickt ausgedachten, völlig unvorhersehbaren Finale.  










Ich danke dem Ullstein Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. 

Donnerstag, 25. Juli 2013

Rezension : "Liebe verlernt man nicht" von Lilli Beck



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Kurzweiliges Lesevergnügen!!









"Liebe verlernt man nicht" ist das erste Buch von Lilli Beck, das ich gelesen habe und ich wurde nicht enttäuscht....

Die Protagonistin Paula, eine Frau in den Fünfzigern, ist gerade nach langjähriger Ehe von ihrem Mann verlassen worden.

Der Trennungsgrund war Pämela, die weitaus jüngere Frau mit dem niedlichen Sprachfehler.

Paula bleiben aber nach der Scheidung immer noch ihre besten Freundinnen; Traudl, der Trauerkloß und die flippige Biggi, mit denen sie herrlich über ihren Ex-Mann und seine Pämela ablästern kann..

Nun verlobt sich Paulas Sohn und Paula ist zur Feier eingeladen. Was zieht sie an und wen nimmt sie mit? Schließlich möchte sie auf gar keinen Fall von Pämela bemitleidet werden, weil sie nun alleinstehend ist.

Bei der Suche nach einem geeigneten Begleiter für die Feier merken die drei Frauen, dass die noch zu habenden Männer im geeigneten Alter immer seltener anzutreffen sind..

Da kommen sie gemeinsam auf die Idee, eine Dating-Agentur für Männer und Frauen Ü50 zu gründen. Um die ersten Kandidaten oder Kunden an Land zu ziehen, begeben sie sich auf die Suche ...Fitnessstudio, Tanztee usw..

Dabei erleben sie so Einiges....

Das Buch hat mir gut gefallen, vor allem die, von der Autorin herrlich witzig beschriebenen, Charaktere. z.B. Paulas Ex-Mann, der Zuckerbäcker, seine Pämela, die Freundinnen und natürlich Paula selbst, die mir eher wie 15 vorkam, anstatt wie Mitte 50. :-)

An manchen Tagen wünscht man sich oftmals keine tiefgründige Literatur, sondern einfach nur nette Unterhaltung.

Daher darf die Story auch ruhig mal etwas übertrieben sein, oder eine Szene überspitzt dargestellt werden.

Lilli Becks Schreibstil ist durchweg humorvoll, ich habe mich beim Lesen köstlich amüsiert.

"Liebe verlernt man nicht " ist ein kurzweiliges Lesevergnügen, ideal als Urlaubslektüre, oder eben mal nur so zum "Pause machen" vom Alltag.. 
 


Ich danke der Autorin Lilli Beck  und dem Aufbau-Verlag  für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Montag, 22. Juli 2013

Rezension :" Die Eisbärin" von Matthias Gereon

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Mein Lese-Highlight des Monats!!












Das eBook "Die Eisbärin" konnte man vor ein paar Tagen für 3,99 € auf den Kindle laden. Ohne allzu große Erwartungen begab ich mich ans Lesen.
Direkt im Prolog erfährt der Leser, dass es um Missbrauch von zwei kleinen Mädchen geht.
Die ersten Kapitel beschreiben den Alltag einer ganz normalen Familie; Sabine, Markus, die kleine Laura und Hund Branca.

Das idyllische Familenleben findet jedoch ein jähes Ende, als Laura von einem Exhibitionisten belästigt wird und Sabine zur gleichen Zeit dem Peiniger aus ihrer Kindheit begegnet.
Sabine fasst einen folgenschweren Entschluss: niemand wird ihrer Tochter das antun, was sie selbst erlebt hat ! Und wenn sie dazu über Leichen gehen muss !!


Als ein einsamer alter Mann mit mehreren Messerstichen getötet aufgefunden wird, steht die Polizei zuerst vor einem Rätsel. Wer tut einem alten Mann so etwas an ?

Im Umfeld des Opfers stoßen die Ermittler auf eine Mauer des Schweigens. Niemand  will sich über den Toten äußern.

 Die Polizei tappt lange im Dunklen, vielleicht wäre der Mordfall auch nie aufgeklärt worden, wenn es nicht kurz darauf einen zweiten gegeben hätte.

In reinster Sisyphus-Arbeit trägt die Mordkommission die Ergebnisse der beiden Fälle zusammen und findet irgendwann eine unvorhergesehene Übereinstimmung.

Die Ermittlungsarbeit nimmt  einen großen Teil  des Buches ein, ist aber in keiner Sekunde langatmig.

 Es gibt mehrere Handlungsstränge, wobei der Leser von Anfang an weiß, wer hier Täter und wer Opfer ist.

Es geht um Kindesmissbrauch und dessen jahrelange Vertuschung, nicht aufgearbeitete Kindheitstraumen, Rachegelüste und den Kampf einer Mutter, ihre Tochter zu beschützen.

Ein Thema ist das Aufheben der Sicherungsverwahrung durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Die Folgen, die das haben kann, werden ja gerade auch ganz aktuell viel diskutiert.

Matthias Gereon ist hier ein Erstlingswerk gelungen, das ich nicht mehr aus der Hand legen konnte, so sehr hat es mich gefesselt.
 Er hat sehr interessante Charaktere geschaffen, u.a. die beiden Ermittler,  Günther Klein und Jennifer Bergmann, die  trotz ihrer Unterschiedlichkeit wunderbar harmonieren.


 Man bekommt die Informationen direkt aus Täterhand und gleichzeitig verfolgt man die Polizeiarbeit, das macht das Ganze noch spannender.
 Als Leser war ich hin- und hergerissen, zwischen Verständnis für den Mörder, aber auch dem Wissen, dass das niemals gut ausgehen kann...

Der Schreibstil des Autors ist flüssig und packend. Matthias Gereon kommt wunderbar ohne haarsträubende, realitätsferne Szenen aus, was leider bei vielen Krimis nicht der Fall ist.

Er sorgt mit kurzen Kapiteln, interessanten, unterschiedlichen Charakteren und vor allem einem spannenden Plot für ein  echtes Lese-Highlight !

Das Buch  macht nachdenklich, wühlt auf und wird mich sicher noch einige Zeit anschließend beschäftigen.

Eine ganz klare Leseempfehlung für diesen  Thriller !!!





Samstag, 20. Juli 2013

Rezension : "Solang die Welt noch schläft" von Petra Durst-Benning



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Die Anfänge des Fahrradfahrens im 19.Jahrhundert !!







"Solang die Welt noch schläft" ist der erste Band einer neuen Jahrhundert-Trilogie von der Autorin Petra Durst-Benning.

Ich hatte zu Anfang etwas Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden, aber nach den ersten 50 Seiten begann sie mich zu fesseln.

Josefine, genannt Jo, kommt aus sehr einfachen Verhältnissen; ihr Vater ist Hufschmied und sie arbeitet unentgeltlich bei ihm in der Schmiede. Seit ihre Eltern ihr die Schuld an dem Tod ihres Bruders geben, hat Jo erst recht kein leichtes Leben mehr. Sie wird sehr schlecht behandelt und anstatt Lohn erhält sie Schläge.

Nachdem Jo bei einer Freundin ein Veloziped, ein neumodisches Gefährt, kennenlernt, ist sie infiziert. Seither gibt es nur noch Velofahren für sie. 

Ihre liebste Fahrzeit ist morgens, `solang die Welt noch schläft`..

Jo passiert durch eine Unachtsamkeit ein Unfall und sie beschädigt das Velo des Vaters ihrer Freundin. Daraufhin wird sie zu mehreren Jahren Frauengefängnis verurteilt.

Dort bekommt sie die Gelegenheit, ihre handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, die ihr nach der Entlassung sehr nützlich werden..

Wieder in Freiheit, gibt es in ihrem Leben weiterhin nur einen Traum, das Velofahren..

Bei dieser Gelegenheit begegnet ihr Adrian, ihre große Liebe, doch es stellt sich heraus, dass er der Verlobte ihrer Freundin Isabelle ist...

Petra Durst Benning beschreibt die Anfänge des Fahrradfahrens in Berlin sehr anschaulich. Das Veloziped kommt gerade erst in Mode und besonders als Frau hat man einige Hürden zu nehmen.

Für Frauen war es zuerst sehr verpönt, sich breitbeinig auf den Sattel zu setzen. Als dann auch noch Hosenröcke getragen wurden, war der Eklat groß.

Die Autorin hat in Anlehnung an Tatsachen fiktive Charaktere erfunden; die Fahrrad-Werke existierten zum größten Teil wirklich, auch andere Begebenheiten wie das Radrennen, die große Tour oder die Amerikareise entsprechen den Tatsachen und wurden hier als Vorlage für den Roman benutzt.

Außerdem geht es um eine außergewöhnliche Frauenfreundschaft, die viele Hindernisse überwinden muss, um am Ende bestehen zu bleiben und auch die Liebe kommt natürlich nicht zu kurz..

"Solang die Welt noch schläft" ist ein vielschichtig angelegter Roman mit interessanten, sehr unterschiedlichen Charakteren.

Wer sich für die Anfänge des Fahrradfahren interessiert, sowie für das alltägliche Leben zur Jahrhundertwende, sollte zu diesem Buch greifen.











Ich danke Petra Durst Benning für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares.


 Im September 2013 wird der zweite Band der Trilogie erscheinen.

 

Freitag, 19. Juli 2013

Rezension : "Agatha Raisin und der tote Richter" von M.C.Beaton

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Englischer Krimi mit Humor!!!










Agatha, erfolgreiche Leiterin einer PR-Agentur, freut sich auf ihren vorzeitigen Ruhestand. Ihr ganzes Leben hat sie davon geträumt, im Alter in einem eigenen Cottage im malerischen Cotswolds zu leben.
Doch schon nach wenigen Tagen merkt sie, dass das Landleben doch nicht so idyllisch ist, wie sie es sich vorgestellt hat.
Der Kontakt zu den Dorfbewohnern beschränkt sich auf   "Guten Tag" und "Schönes Wetter" und Agatha bereut fast schon die Entscheidung, aus London weggegangen zu sein.

Dann bietet sich die Gelegenheit, mit den Dorfbewohnern in Kontakt zu kommen, und zwar bei einem Backwettbewerb. Agatha kann zwar nicht backen, aber wozu gibt es Feinkostgeschäfte ?
Das Dumme ist nur, dass genau ihre eingereichte Quiche vergiftet war und der Preisrichter daran stirbt.

Nun ist Agatha für die Dörfler nicht nur die Neue, sondern auch noch eine Betrügerin und Mörderin. Die Polizei glaubt zwar an einen Unfall, aber Agatha ist auch davon überzeugt, dass jemand den Richter ermordet hat.

Eigentlich wäre es ein Leichtes, einfach zurück nach London zu gehen, aber Agatha hat sich vorgenommen, herauszufinden, wer ihre Quiche vergiftet hat.

Ich weiß nicht so recht, wie ich das Buch bewerten soll. Ein richtiger Krimi ist es nicht; es ist eine ordentliche Portion englischer Humor darin verpackt.
Beim Lesen erinnerte mich vom Schreibstil her vieles an die Miss Marple- Romane, die ja auch sehr speziell sind.
Agatha ist ebenfalls ein besonderer Charakter, etwas eigenbrötlerisch, aber doch Kontakt zu den Dorfbewohnern suchend, obwohl sie sie im Grunde ihres Herzens verachtet.

Der Leser merkt, wie Agatha nach und nach menschlicher wird und mit der taffen Londoner Geschäftsfrau eine Wandlung vonstatten geht.

Das Lesen hat mir Spaß gemacht, auch wenn es ein spezieller, eher ruhiger Krimi ist.



Ich danke Bücher.de für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.  Wenn ihr HIER klickt, könnt ihr das Buch dort bestellen.

Drei auf einen Streich !!! Neue Buchpost !!





 


Gestern brachte der Postbote gleich drei Büchersendungen....


 Liebe verlernt man nicht  von Lilli Beck

Klappentext :



Ü50 – und zu allem bereit! Als ihr Sohn heiratet, will sich Paula vor ihrem Ex-Mann und seiner (deutlich jüngeren) Neuen keine Blöße geben und engagiert den Bruder einer Freundin als Begleiter. Der Abend wird ein Erfolg, Aushilfsmann Karl ist ein echter Volltreffer, und Paula kommt auf den Geschmack. Nie wieder sollen Frauen in ihrem Alter an Männermangel leiden! Gemeinsam mit ihren Freundinnen Biggi und Traudl beginnt sie nun, den Verabredungsmarkt zu sondieren und macht sich auf die Suche nach Männern ihrer Altersklasse. Obwohl es immer wieder zu altersbedingten Zwischenfällen kommt und auch mal ein Notarzt gebraucht wird, eröffnen die drei bald ihre Agentur „Herzflimmern“. Währenddessen knistert es gewaltig zwischen Paula und Karl, der sich ein Dauerengagement an ihrer Seite vorstellen könnte. Aber dann taucht Ex-Mann Herbert wieder auf. Drei Freundinnen jenseits der 50 haben genug davon, dass Männer nie da sind, wenn man sie braucht.







Tödliche Wut von Linda Castillo



Klappentext

 Dein Schicksal ist besiegelt. Deine Zukunft ist keine mehr.
Der vierte Band der Spiegel-Bestseller-Serie aus dem Land der Amischen.

Sadie Miller ist verschwunden. Ein aufmüpfiger, rebellischer Amisch-Teenager aus Painters Mill. Ihre Familie ist verzweifelt. Verbittet sich aber jede Einmischung. Als Kate Burkholder, die Spezialistin für Vorfälle bei den Amischen, gerufen wird, ahnt sie Schlimmes. Denn gerade wurde die blutgetränkte Tasche des Mädchens gefunden. Und da sind noch mehr vermisste Mädchen im gesamten County.
”Wir haben nichts“, sagte Polizeichefin Kate Burkholder, „wir haben drei verschwundene Personen. Weiblich. Teenager. Amisch. Wir haben keinen Verdächtigen, kein Motiv, keine Leiche. Wir wissen nicht einmal genau, womit wir es hier zu tun haben.”




Mein Gewinn von der lieben Wenke von Mordsbücher

Todesdrang von Michael Hübner ( Signiert )




Klappentext :
Ein skrupelloser Psychopath sucht seine Opfer im Internet und macht ihnen das Leben zur Hölle …

Ein blutiger Amoklauf erschüttert Koblenz: In blinder Wut richtet der Eigentümer einer Softwarefirma seine Angestellten mit mehreren Schüssen hin. Sein Motiv bleibt rätselhaft. Einige Tage später loggt sich Dirk Bukowski, erfolgreicher Filialleiter einer Bank und glücklicher Familienvater, in ein soziales Netzwerk ein, als in einem Fenster plötzlich die Worte „Wünsch dir was!“ aufblinken. Dirk glaubt an einen harmlosen Werbegag und tippt nichts ahnend „Ich habe bereits alles!“ in die darunterliegende Eingabezeile. Und schon bald darauf beginnt der schlimmste Albtraum seines Lebens …

Mittwoch, 17. Juli 2013

Rezension : Blutlinien von Myriane Angelowski


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Blutlinien in Köln !!!!










Der neue Krimi von Myriane Angelowski spielt in Köln. Eine Frau wird nach einem Kneipenbesuch kurz vor ihrer Haustür ermordet, doch bei der Suche nach dem Täter tappen die Kommissarinnen Lou Vanheyden und Maline Brass zuerst ziemlich im Dunklen.

Leider geschehen anschließend noch weitere Morde und nach und nach finden die beiden bei ihren Ermittlungen heraus, dass die Opfer immer einem bestimmten Personenkreis angehörten.

Und urplötzlich, ohne ihr Wissen, kommen Lou und Maline dem Täter so nahe, dass sie selbst in tödliche Gefahr geraten...

Die Story besteht aus verschiedenen Handlungssträngen, auch das Privatleben der Ermittlerinnen wird ausgiebig beschrieben, sodass man sich als Leser direkt mit ihnen verbunden fühlt.

In mehreren Kapiteln läßt die Autorin den Täter in der Ich-Form erzählen, über seine Beweggründe, sein Motiv und seinen Hass auf eine bestimmte Personengruppe..

Da der Krimi in Köln spielt, kannte ich viele der Schauplätze, aber auch für einen Nichtkölner wird das kein Problem sein, gut in die Story hineinzufinden.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und da immer wieder falsche Fährten für den Leser ausgelegt werden, bleibt das Buch dadurch bis zum Schluss spannend.

Ansonsten gefielen mir außerdem zwischendurch die Beschreibungen des Alltags der Polizistinnen, sowohl die privaten Erlebnisse, als auch der Ablauf der Morduntersuchungen.

Durch einige unerwartete Wendungen und Irreführungen hat mich das Buch durchweg gefesselt, denn bis zum Ende kann man nicht sicher sein, wer der Mörder ist.

Trotzdem hat "Blutlinien" nicht ganz die volle Punktzahl erreicht, weil ich Finkenmoor noch ein bisschen aufregender fand.

Aber auch für "Blutlinien" gilt : Klare Kaufempfehlung !!








Ich habe bereits zwei Lesungen von Myriane Angelowksi besucht: 

am 04.07.2013 Premierenlesung zu "Blutlinien" HIER

und am  25.11.2012 auf dem Melatenfriedhof Köln  Lesung zu "Finkenmoor" HIER