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Montag, 26. Januar 2015

Rezension: `Das Haus am Königsforst` von Myriane Angelowski


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Was geschieht hinter den Mauern???











Die beiden, den Lesern schon durch BLUTLINIEN bekannten Kommissarinnen Lou und Maline werden zu einem Mordfall gerufen.
Die Musiklehrerin Rendel Sukowa wurde in ihrem Haus erstochen. Zum Kreis der Verdächtigen gehört auch einer ihrer Schüler, Levi Fischblut.
Mit seiner Familie lebt er total abgeschottet in einem Haus am Königsforst, umgeben von einem riesigen Zaun. Niemand weiß genau was sich dahinter abspielt; nur soviel, dass die Eltern fanatisch religiös sind und die Familie ohne Strom und fließendes Wasser völlig einfach lebt. 
Die Mahlzeiten werden aus Lebensmittelspenden zubereitet und die Kinder  unterrichtet die Mutter zu Hause.  Levi und seine Schwester Rica gelten bei den anderen Jugendlichen immer nur als Freaks, was vielleicht auch an Ricas kahlrasiertem Schädel liegt.
Doch hinter den Mauern des Hauses am Königsforst verbirgt sich ein ganz schreckliches Geheimnis, von dem niemand jemals erfahren darf.
Das Buch ist in mehrere Handlungsstränge unterteilt; in einem berichtet Rica, Levis Schwester, in der Ich-Form.

Ich habe das Buch an einem Sonntag regelrecht verschlungen. In der Art ist es ähnlich wie FINKENMOOR, mein absolutes Highlight von Myriane Angelowski.
Die Autorin schafft es, Handlungsfäden und Personen so unerwartet  zusammenzuführen, dass immer neue überraschende Wendungen eintreten.
Die Charaktere sind richtig gut gelungen, vor allem Levi in seiner innerlichen Zerrissenheit oder Rica, bei der man als Leser gar nicht weiß, woran man ist.
Besonders die Schilderungen aus dem Haus der Familie Fischblut fand ich extrem gruselig. Spannend, weil man nicht weiß, was wirklich dort passiert. Zum Schluss hätte es gerne ausführlicher sein dürfen, aber das Ende ist schlüssig und von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!


Dienstag, 4. November 2014

Premierenlesung Myriane Angelowski 23.10.2014 Köln


Wie schon im letzten Jahr fand die Premierenlesung zu Myriane Angelowskis neuem Krimi in der Buchhandlung Ludwig im Kölner Hauptbahnhof statt.
Ich persönlich mag Myrianes Lesungen lieber in etwas schummerigem Licht; das passt auf  jeden Fall besser als grelle Scheinwerferbeleuchtung.
Punkt 19 Uhr ging es los..








Zuerst hörte man nur ihre Stimme, die von irgendwo hinten im Raum ertönte..
Das erste Kapitel wurde vorgetragen, ohne dass man die Autorin sehen konnte.
Aber dann erschien sie endlich und begann nach einer kurzen Begrüßung direkt aus `Das Haus am Königsforst` zu lesen.





Ich mag ihre Lesestimme sehr gerne und ich muss immer an die erste Lesung mit ihr in der Grabkammer des Kölner Melaten-Friedhofs denken. Eine sehr gruselige Angelegenheit...


Zwischendurch gabs Schokolade... Leider nicht für die Gäste, sondern für ihre Beta-Leser. Aber die haben es sicher auch verdient.:-)






Ein Mitwirkender im neuen Krimi liebt wohl klassische Musik, hauptsächlich Klaviermusik. Passend zu einer gelesenen Szene gab es vom Plattenspieler den `Totentanz`von Franz Liszt. Das hat mir gefallen; die Musik hätte ruhig noch etwas länger dauernd können..



Wer die Musik nicht kennt, ich habe mal bei Youtube ein Video herausgesucht. 
Einfach hier klicken.... 

Leider dauerte die Lesung nur eine Stunde, dann war schon alles vorbei. Myriane liest auch nie ganze Kapitel, sondern hat ein Buch mit Unmengen an Fähnchen dabei. Daraus wird immer nur häppchenweise vorgetragen, sodass die Lust auf das Buch bei den Lesern richtig geweckt wird.
Anschließend wurden noch lange Bücher signiert und dafür nimmt sich Myriane auch immer besonders viel Zeit. Ich habe auch eine schöne persönliche Widmung bekommen, über die ich mich sehr gefreut habe.


Ich würde mir für die nächste Premierenlesung eine andere Location wünschen, eine, die besser zu Myriane, ihren Büchern und ihrer Stimme passt.
Oder die Buchhandlung sollte das Licht etwas dämmen... 
Ansonsten war es wieder mal ein schöner, entspannter Leseabend mit einer, wie immer,  sehr netten und sympathischen Myriane Angelowski. 



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