Donnerstag, 13. März 2014

Rezension: `Die Erbin` von John Grisham

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DIE ERBIN !!!









Für die Leser, die auch schon "Die Jury" gelesen haben, gibt es ein Wiedersehen mit dem Anwalt Jack Brigance, doch es ist nicht nötig, das Buch vorher zu kennen.

Die Story spielt in Mississippi, Mitte der 80er Jahre, als es immer noch ziemliche Unterschiede zwischen Schwarzen und Weißen gab.

Jack Brigance bekommt einen eigenartigen Brief zugestellt, der ein persönliches Schreiben und ein Testament enthält. Jack soll als Testamentsvollstrecker eingesetzt werden. Der Absender ist, der ihm unbekannte, schwerreiche und todkranke Seth Hubbard, der kurz vor Eintreffen des Briefes Selbstmord beging.

Haupterbin soll Hubbards schwarze Hausangestellte Lettie Lang sein, seine Kinder und Enkel gehen leer aus.

Natürlich wird das von der Familie nicht einfach so hingenommen und sie setzen mit ihren Anwälten alles dran, Seth Hubbard als nicht zurechnungsfähig hinzustellen.

Jack dagegen nimmt seinen Auftrag ernst und versucht, das Testament so durchzusetzen, wie es Seth Hubbard gewollt hat.

Auch in diesem neuen Grisham geht es wieder um Prozessabläufe, Zusammentragen der Beweise, Suchen nach Zeugen, Verhandlungen und Absprachen.

Doch auch die verschiedenen Privatleben kommen nicht zu kurz, sodass die Story immer wieder aufgelockert wird.

Seth Hubbards letzte Tage werden rekonstruiert, Letties Vorleben und das ihrer Familie wird durchleuchtet, damit vor Gericht keine unangenehmen Überraschungen auftauchen, die den Prozess gefährden könnten.

Wie immer zieht Grisham das eine oder andere Ass aus aus dem Ärmel, mit dem der Leser nicht rechnet.

Ich war mir bis zum Schluss nicht sicher, welche Seite gewinnen würde, denn beide Parteien gelangen an wichtige Informationen, die sie vor Gericht ausspielen können. Wem wird die Jury glauben ?

Jack Brigance ist ein sehr sympathischer Protagonist, Lettie Lang bedient das Klischee der einfachen, schwarzen Bediensteten und auch die anderen Charaktere sind sehr gut beschrieben.

Grisham bietet uns ein facettenreiches Bild der Bewohner Mississippis in den 80er Jahren.

Spannend beschreibt er die Suche nach Hubbards Bruder, der ebenfalls im Testament bedacht wurde. Was dabei zutage kommt, übertrifft alle Erwartungen.

Manche Leser empfinden Grishams Romane etwas langatmig, aber das kann ich von mir nicht behaupten. Ich habe mich während der 700 Seiten keine Sekunde gelangweilt, sondern habe es nicht erwarten können, weiterlesen zu dürfen.

'Die Erbin` ist ein typischer Grisham; ein perfekt ausgearbeiteter Plot, bis ins kleinste Detail durchdacht, mit einigen unvorhergesehenen Wendungen und zum Schluss ein geniales Finale.

Ich bin von dem Buch total begeistert und wer gerne Gerichtsthriller liest, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen .






Ich danke dem  Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares

2 Kommentare:

  1. von Grisham habe ich bis jetzt noch nichts gelesen, aber prinzipiell klingt das Buch durchaus interessand. Irgendwie sagt mir der Stil aber nicht so zu, Gerichtsthriller sind nicht ganz meins

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    1. hallo Camille, hm...man sollte natürlich Gerichtsthriller mögen, sonst könnte es etwas trocken werden...:-D L.G. Annette

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