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Mittwoch, 13. April 2016

Gastrezension: `Mississippi Jam` von James Lee Burke


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MISSISSIPPI   JAM













Gastrezension von Doro Köhr


Dave Robicheaux , Vietnam-Veteran und trockener Alkoholiker, ist Deputy, lebt mit seiner Ehefrau und Adoptivtochter in New Iberia, Louisiana und betreibt nebenbei einen kleinen Boots- und Angelverleih.
Als sein Freund Batist wegen Mordverdachts festgenommen und inhaftiert wird, will Dave ihm helfen und die Kaution und Anwaltskosten übernehmen. Da er aber nicht über so viel Geld verfügt, nimmt er den Auftrag eines Geschäftsmannes an, ein gesunkenes U-Boot der Nazis, das vor der Küste liegt, zu finden und zu bergen.
Mit dem Moment, in dem Dave beginnt, das Nazi-U-Boot zu lokalisieren, tauchen immer mehr Personen auf, die daran interessiert sind.
Was harmlos beginnt, entwickelt sich langsam zu einem Horrorszenario für Dave und seine Familie. Will Buchalter, ein Fremder, der in New Iberia auftaucht und sehr großes Interesse an dem U-Boot zeigt, entpuppt sich als Rassist und Neo-Nazi. Um an die Koordinaten des Bootes  zu gelangen, schreckt er vor keiner Gewalttat zurück und geht im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen. Als Daves Ehefrau durch Buchalter in größte Gefahr gerät, gibt es für Dave nur noch ein Ziel: Buchalter zu stellen und unschädlich zu machen.

Äußerst sensibel stellt Burke seine Protagonisten dar. Als Leser fühlt und leidet man mit. Durch den  hervorragenden Schreibstil taucht man in das Leben von Cop Robicheaux ein, wird Teil seiner Geschichte. Ein packend geschriebener Thriller, bei dem zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommt. Im Gegenteil, man kann dieses Buch kaum aus der Hand legen.

`Mississippi Jam`ist ein Thriller, dem man 5 Sterne geben MUSS!! 



 Ich danke dem Pendragon Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 17. August 2015

Rezension: `Sturm über New Orleans` von James Lee Burke





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Katrina!!!














Dies war mein erstes Buch von James Lee Burke und ich fand das Thema über den verheerenden Hurrikan Katrina, der 2005 New Orleans heimgesucht hat, sehr spannend.
Allerdings hatte ich mir unter dem Titel etwas anderes vorgestellt. Der Sturm wird relativ kurz abgehandelt; gerade wird noch aus der Zeit davor berichtet und plötzlich ist schon alles vorbei.
Im Buch geht es mehr um die anschließende Situation und die Zustände in der Stadt. Fast alles wurde zerstört, es herrscht Ausnahmezustand; Plünderungen und Mord- und Totschlag sind keine Seltenheit.
Bis Seite 120 zog die Story sich ziemlich schleppend dahin, dazu kamen noch viele Mitwirkende, die ich gar nicht alle auf die Reihe bekam.

Dann allerdings wurde es spannender und das Buch konnte mich fesseln, weil auch endlich der eigentliche Protagonist ins Spiel kam.
Dave Robicheaux ist ehemaliger Vietnam Veteran und trockener Alkoholiker, und nun ein ziemlich eigenwilliger Cop.
Aus allen umliegenden Städten werden die Helfer und Ordnungshüter nach New Orleans berufen, um inmitten dieser Verwüstungen Hilfe zu leisten.
Rassismus ist an der Tagesordnung und schnell wird klar, dass es immer noch den großen Unterschied zwischen Schwarz und Weiß gibt.
Man merkt die Hilflosigkeit der Behörden und den verzweifelten Versuch der Verantwortlichen, mit dieser schlimmen Katastrophe und ihren Folgen umzugehen.
Auch Dave muss seinen Job erledigen; es geht um eine Schießerei, bei der auf Plünderer geschossen wurde, eine Vergewaltigung und einen verschwundenen Priester.

James Lee Burke schreibt schnell und manchmal sehr sprunghaft, trotzdem so lebhaft, dass man sich sehr gut in die Story hineinversetzen kann. Oft erscheinen mir die Charaktere zu oberflächlich beschrieben; etwas mehr Tiefgang wäre wünschenswert gewesen.
Dave ist ein Ermittler mit unkonventionellen Methoden, die deftige Sprache und ein paar coole Sprüche passen perfekt in die Story und lockern das Ganze immer wieder auf.
Fazit: Nachdem ich mich eingelesen hatte, bin ich völlig abgetaucht und wie es im Klappentext hieß: ` beim Lesen spürte ich die Hitze, schmeckte den Geruch der Zerstörung und roch den Duft der Bars`.






Ich danke dem Pendragon Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.