Sonntag, 16. Oktober 2011

Elizabeth Jeffrey, Die Tochter des Webers

* * * *             19.November 2010


Die Tochter des Webers


Anna, die Tochter des flämischen Tuchhändlers Cornelius Fromenteel,platzt durch Zufall in die Besprechung ihres Vaters mit einem alten,ihr unbekannten Mann.Wie sich herausstellt, wird gerade ihre Hochzeit besiegelt. Durch die Heirat könnte der Vater seinen bisherigen Lebensstandard weiter sichern,denn er hat bisher völlig über seine Verhältnisse gelebt.
Doch Anna hat ganz andere Pläne,sie will auf keinen Fall ihr Leben an der Seite dieses alten Mannes verbringen. Sie und der Gärtner Jan lieben sich und wollten heiraten. Nun bleibt ihnen nur ein Ausweg: Sie wollen nach England flüchten, wo eine flämische Gemeinde existiert. Am Abend ihrer Flucht beichtet die Mutter ihr das Geheimnis,dass nicht Cornelius Fromenteel ihr Vater ist,sondern ein anderer. Dieser ging vor 20 Jahren auch nach England,um dort sein Glück zu versuchen,doch Annas Mutter sah ihn nie wieder.
Anna und Jan schaffen es,sich nach England durchzuschlagen,und wollen dort Annas Vater finden,von dem sie nur den Vornamen kennen. Es ist nicht leicht für ein junges ausländisches Paar,in dem fremden Land Fuß zu fassen,noch dazu ohne Geld. Mit Hilfe einiger netter,hilfsbereiter Menschen gelingt es ihnen, Arbeit zu finden und heiraten zu können.
Aber dann ereilen die beiden mehrere Schicksalschläge und innerhalb weniger Tage fällt Jan der Pest zum Opfer; Anna steht nun völlig allein da. Doch mit der Hilfe von Jans Arbeitgeber,einem flämischen Tuchhändler, gelingt es ihr,wieder auf die Beine zu kommen.
Langsam kehrt auch ihr Lebenswille zurück und sie führt die Suche nach ihrem leiblichen Vater fort.Plötzlich begegnet ihr auch wieder eine neue Liebe....... Das Buch ist perfekt als Urlaubslektüre, ein netter unterhaltsamer Roman;Ich habe mich auf über 400 Seiten nicht gelangweilt.


                                                 








Higgins-Clark, Mary : Flieh in die dunkle Nacht

* * *                       19.September 2010



Hab leider zu viel erwartet !!!

Mit Spannung habe ich den neuesten Higgins-Clark Thriller erwartet,aber dieses Buch ist ziemlich untypisch für H-C. Die alte Olivia trägt seit Jahren ein Geheimnis mit sich herum. Nun überlegt sie, kurz nachdem sie von ihrem Arzt eine schlimme Diagnose erhalten hat,ob sie ihr Gewissen vor dem Tode noch erleichtern soll.Doch dann wird sie ermordet und innerhalb kurzer Zeit auch noch einige andere Menschen,die dem Geheimnis auf die Spur gekommen sind. Dies ist für mich alles ziemlich unrealistisch. Auch hat es mich etwas verwirrt,das so viele verschiedene Charaktere im Buch vorkommen. Da muß man schon mal des öfteren zurückblättern,um nicht den Faden zu verlieren.Leider läßt es aber auch an Spannung zu wünschen übrig;von dem Schreibstil der bisherigen H-C Bücher ist nicht viel zu spüren. Es ist ganz nett zu lesen,aber es handelt sich nicht um ein neues Meisterwerk der Autorin. Schade......

                                                    


Zafón, Ruiz Carlos Marina ---Das Hörbuch

  * * * *                                    21.Mai 2011

Marina ----- Das Hörbuch

Andreas Pietschmann hat eine sehr angenehme Stimme und er versteht es, den Hörer in seinen Bann zu ziehen.
Er hat es perfekt geschafft, die wunderbare poetische Sprache von Carlos Ruiz Zafon rüberzubringen.
Er sprach auch jede Person in einer eigenen Stimmlage,was mir sehr gut gefallen hat.
Die Geschichte selbst empfand ich allerdings als etwas weit hergeholt.
Zwei Jugendliche ,Oscar und Marina,entdecken durch Zufall ein altes Grab.
Eine mysteriöse alte Dame, ganz in schwarz gekleidet, bringt sie auf die Spur eines Geheimnisses aus der Vergangenheit.
Bei ihren Nachforschungen begeben sich die Jugendlichen in große Gefahren.
Plötzlich wird gemordet,Puppen werden zum Leben erweckt und längst für tot gehaltene Menschen sind plötzlich wieder da.
Die Polizei hat es nie geschafft, Licht ins Dunkel dieser Geschichte zu bringen. Doch alles,was jahrzehntelang verschwiegen wurde, erfahren Oscar und Marina plötzlich mit Leichtigkeit.
Für meine Begriffe war das alles stark übertrieben; so eine Story habe ich nach dem Klappentext nicht vermutet.
Trotzdem habe ich das Hörbuch bis zum Schluß genossen, denn durch Andreas Pietschmanns Stimmme war es wirklich ein Ohrenschmaus.


                                           
 

White,Jack : Mein unglaubliches Leben

* * *                         25.August 2010


Abrechnung mit der undankbaren Schlagerwelt !! :-))



Ich war ziemlich gespannt auf das Buch,da ich ein paar Vorab-Auszüge in einer Zeitung gelesen habe.Aber eigentlich bin ich ziemlich enttäuscht.Für mich ist das die Abrechnung eines alten verbitterten Mannes mit allem und jedem. Erst einmal fängt die Geschichte in seiner Kindheit an. Er ist ein Kriegskind,seine Mutter mußte ihn und seine Schwester allein aufziehen. Dieses schlimme Schicksal teilt er sicher mit Millionen anderen Kriegskindern,aber nur seins ist das härteste. Immer und immer wieder erwähnt er, was er für eine schreckliche Kindheit hatte,im Gegensatz zu seinen Kameraden.Dann lernt er seine erste Frau kennen,die ihm ungewollt zwei Kinder schenkt, die er aber total vernachlässigt.Also haben seine eigenen Kinder auch keine schöne Kindheit ! Seine zweite Frau bekommt wieder ein Kind,um das er sich nicht kümmert;erst seine dritte Frau schenkt ihm Kinder,die er dann auch annimmt und ihnen ein guter Vater ist. Diese persönlichen Dinge werden aber eher am Rande erwähnt.Der restliche Teil des Buches ist eine einzige Selbst-Beweihräucherung. Welche Menschen ER zu Stars gemacht hat und welche ihn enttäuscht haben. Sicher hat er sehr viel erreicht,und vielen Menschen zu Erfolg verholfen,aber es hört sich an,als ob ein alter verbitterter Mann jedem nochmal persönlich eins auswischen will.

                                                   


 

Peters,Veronika Was in zwei Koffer paßt; Klosterjahre

* * * * *                                                       12.August 2010


 Stressfrei leben im Kloster ?? Klappt nicht......




Mir hat gefallen,das Veronika eine ganz normale junge Frau ist ,die sich nach irgendetwas sehnt,auch wenn sie selbst nicht genau weiß,was es ist. Sie packt ihre Koffer und tritt in ein Kloster ein. Sie sehnt sich nach der Stille und Geborgenheit einer Gemeinschaft,etwas abgeschieden vom Rest der Welt.Sie hat die Illusion,das im Kloster alle nett zueinander sind und das immer alles harmonisch läuft. Schon ziemlich zu Anfang merkt sie,das dieses nicht so ist.Ich fands immer höchst amüsant,wenn sie dann ihren aufmüpfigen Gedanken freien Lauf ließ. Oder "ein Königreich für eine Zigarette" geben würde,wenn sie sich wieder mal über ihre Mitschwestern aufgeregt hat.Eben eine völlig normale junge Frau !! Trotzdem versucht sie immer wieder,mit dem Klosterleben klar zu kommen,weil sie weiterhin hofft,das sie dort findet,was sie sucht. Von einer Beziehung zu Gott wird allerdings nie gesprochen,was ich etwas merkwürdig fand,wenn man nun schon ins Kloster geht. Als Veronika dann später die Klosterbuchhandlung übernimmt,ist es vorbei mit dem,was für sie eigentlich das Klosterleben ausgemacht hat. Gemeinschaft mit den anderen Nonnen,Ruhe,Gebete,Zusammensein. Auch im Kloster gibt es einen ganz normalen Alltag,mit Sorgen,Problemen und was am schlimmsten ist,mit der Hektik unserer Zeit. In der Vorweihnachtszeit,eigentlich eine Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit, da geht es auch im Kloster genauso stressig zu,wie in jedem größeren Kaufhaus. Die Buchhandlung muß laufen,da ist keine Zeit mehr ,um an den Gebetsstunden oder Singkreisen teilzunehmen.Während die anderen beisammen sitzen,sitzt Veronkia in ihrer Zelle und macht noch die letzten Abrechnungen etc.Also eigentlich ein normaler Job,bei dem man morgens aus dem Haus geht und abends erschöpft nach Hause kommt .Da bekommt sie endlich die Klarheit, das sie auch im Kloster nicht finden wird,was sie sucht,zumal es auf einmal einen jungen Mann gibt...... Was die anderen Rezensenten oft gestört hat, hat mir gefallen: Da wird mal so ein Klosteralltag mit allen Höhen und Tiefen vorgestellt,wie man ihn ja nicht kennt.Veronika Peters hat alles mit sehr viel Humor niedergeschrieben,ich hab mich beim Lesen keine Minute gelangweilt.
                                                       

Samstag, 15. Oktober 2011

Der Kindersammler : Thiesler, Sabine


* * * * *               25.Oktober 2006


Einfach genial !!



Beim Lesen den ersten 20 Seiten dachte ich: Wieder so eine Hobbyautorin,die ein Buch geschrieben hat....Aber dann wurde ich eines Besseren belehrt, die Spannung stieg wirklich von Seite zu Seite,es war mir nicht mehr möglich,das Buch aus der Hand zu legen.Obwohl die Handlungen ziemlich abgeschlossen aus dem Leben von mehreren Personen berichten, was ich eigentlich nicht mag, paßt in diesem Fall alles .Auf einmal fügt sich Stückchen für Stückchen wie ein Puzzle zusammen,alle haben entweder durch Tod des Kindes oder durch Beziehung zum Mörder in irgendeiner Weise miteinander zu tun.Und die Geschichte des Mörders zieht sich wie ein roter Faden mitten durch die Story .Toll geschrieben,keine Sekunde "Ent-Spannung" beim Lesen.

                                                          

 

Küstenmacher, Werner (Tiki) Simplify Kalender 2012

*
 Komplett enttäuschend ! Unnötige Tips,die niemand braucht !!!,








Mit Spannung habe ich den neuen Simplify Kalender 2012 erwartet..
Ich bin seit Jahren Fan der Simplify Bücher und Kalender,aber jetzt bin ich doch ziemlich enttäuscht. Anscheinend fällt Tiki Küstenmacher nun wirklich nichts mehr ein,das er nicht schon mehrmals geschrieben hat.
 Der Kalender 2011 enthielt auch viele Ratschläge,die ich schon kannte,aber ich wurde so mal wieder dran erinnert und konnte es anwenden. Im Kalender 2012 hingegen sind so viele dämliche "Tips",die mit simplify your life nichts zu tun haben.

z.b. Halten Sie Abstand auf der Autobahn ! Dann wird ausführlich beschrieben,bei welcher Geschwindigkeit wieviel Abstand eingehalten werden muß.



Zur Arbeitsorganisation soll man sich eine FM Liste anlegen..(Freundliche Menschen,die mal kennt) Falls man bei der Arbeit mal einen Durchhänger hat,kann man einen FM von der Liste anrufen....
Also,wenn ich einen Durchhänger habe,rufe ich einfach einen meiner Freunde an,dazu brauche ich sicher keine FM-Liste.


Man sollte immer ein Fläschchen Toiletten-Duftspray bei sich haben ,denn falls man mal eine öffentliche Toilette benutzen muß,soll man erst sprühen,bevor man sie betritt;Das gibt einem dann heimische Gefühle.....


Das Bücheregal soll man ,wie immer,entrümpeln,aber gleichzeitig bekommt man den tollen Tip,sich wieder mal alte Bücher aus seiner Kindheit zu besorgen.


Auch klasse:Wenn man Grippe bekommt,vor dem Arztbesuch in die Apotheke gehen. Dort den Apotheker befragen,welche Mittel am besten sind und mit dieser Erkenntnis dem Arzt direkt sagen,was er aufschreiben soll.....Da freut sich bestimmt jeder Arzt !!!


Im Badezimmer soll man sich ein Körbchen hinstellen,mit all den Dingen,die man morgens braucht: Zahncreme, Zahnseide, Zahnbürste,Haarbürste,Cremes uswusw...
Komisch,bisher hieß es doch immer,Freie Flächen zu haben und alles möglichst in die Schränke zu verstauen.


Und so geht es dann weiter;völlig unbrauchbare Tips !


Dieses Jahr bin ich echt richtig enttäuscht ! Sicher ist es schwierig ,immer etwas neues zu dem gleichen Thema zu finden,aber dann sollte Tiki Küstenmacher es einfach lassen.
Denn diese unnötigen,zum Teil echt albernen Ratschläge,die im Kalender 2012 stehen,die braucht echt niemand.
Schade um das ausgegebene Geld!!!!!!

                                              

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Jackson, Lisa : Wehe dem,der Böses tut

* * * *                                               14.Juli 2010



              Stirb, Du Miststück !!!

Als Kind wurde London Danvers entführt und ist nie wieder aufgetaucht.
 Ihre Eltern zerbrachen daran.
All die Jahre tauchen immer wieder Frauen auf,die behaupten,die verschwundene London zu sein.  Dann erscheint  Adria Nash , ihrer verstorbenen Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten,und die Gechwister ahnen,das sie wirklich die lange verschollene London Danvers ist. Das will aber niemand zugeben,denn es geht um ein riesiges Vermögen.
Mehrere Detektive werden eingeschaltet,um möglichst herauszufinden,das Adria eine Schwindlerin ist.Währenddessen bekommt Adria Drohbriefe mit dem Inhalt "Stirb, Du Miststück" und jemand trachtet ihr nach dem Leben ;es stellt sich heraus,das ihre Mutter keines natürlichen Todes gestorben ist und das die ganze Familie Dreck am Stecken hat.Nur einer aus der Familie hält zu Adria,ihr Bruder Zach !
Doch zwischen den beiden entwickeln sich Gefühle,die nicht sein dürfen zwischen Geschwistern. Insgeheim hoffen beide, das sie nicht London ist,um so ihre Liebe ausleben zu dürfen.
Das Buch ist flüssig und spannend geschrieben,aber tlw. sind die Geschehnisse etwas weit hergeholt und ziemlich utopisch. Das Ende ist insofern überraschend,denn man hat beim Lesen mit vielem gerechnet,aber nicht damit !

                                        

 

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Kleinberger,Margot :Transportnummer VIII/1 387 hat überlebt: Als Kind in Theresienstadt

* * * *                             12.April 2009


Einfach unvorstellbar !!



Der Vater kämpfte im ersten Weltkrieg und wurde in Russland schwer verwundet. Er bekam das Eiserne Kreuz für besondere Tapferkeit verliehen. Die Mutter war Krankenschwester und pflegte die Verwundeten im Krieg. Sie waren eine ganz normale deutsche Familie und sie waren Juden. Das war kein Widerspruch. Margot ist 1931 geboren, verliert als 8-jährige ihr Zuhause; ihre Freunde werden ermordet, ihre Familien zum größten Teil vergast. Margot kommt mit ihren Eltern und ihrer Schwester nach Theresienstadt. Von dieser Zeit erzählt sie ausführlich im Buch. Ich habe schon viele Bücher aus dieser Zeit gelesen, aber dieses geht einem beim Lesen wirklich an die Nieren. Sie berichtet u.a. von den medizinischen Versuchen, die die Nazis an Kindern machten. Es ist unvorstellbar, wie Menschen so etwas tun können. Ich habe es schon oft gehört, aber es von einer Betroffenen selbst zu lesen, ist doch noch etwas anderes. Margot hat die Zeit in Theresienstadt als eine der wenigen überlebt und sie will mit diesem Buch aufrütteln und erinnern, dass die unschuldig und grausam umgekommenen Juden nicht vergessen werden. Das Buch ist wirklich sehr bewegend und auf jeden Fall lesenswert.Was mich auch noch beeindruckt hat, ist,  wie sie beschreibt, dass ein Film in Theresienstadt gedreht wurde und alles hübsch hergerichtet wurde, um dem deutschen Volke zu zeigen: So gut geht es den Juden, während unsere Soldaten im Krieg kämpfen müssen. Einen Punkt habe ich abgezogen,weil ich den Preis von 14,95 für dieses ziemlich dünne Buch (190 Seiten ) sehr  teuer finde.

                                          

Thilliez,Franck : Die Kammer der toten Kinder

* * * *                                                    10.Mai 2009

Gruselgarantie für Nervenstarke !!!


Ich kann mich den vielen negativen Rezensionen zu diesem Buch nicht anschließen.Warum kauft jemand sich ein Buch mit diesem Titel und dieser Inhaltsangabe und beschwert sich dann ? Ich fand das Buch megaspannend,von der ersten Seite an. Auch die Vorstellung,das so etwas wirklich passieren könnte in der heutigen perversen Zeit,in der man öfters von Menschenfressern und Amokläufern hört..Ab und zu gabs Ähnlichkeiten mit Schweigen der Lämmer,aber das fand ich nicht so tragisch.Das Einzige,was mir nicht so gefiel,war der kurze und etwas undurchsichtige Schluß. Aber den zweiten Band werd ich auch direkt lesen.
Nachtrag:
13.06.09 Inzwíschen habe ich den zweiten Band gelesen und hier werden manche ungeklärten Rätsel aus dem ersten Band aufgelöst. Nun weiß man auch,was es mit dem geheimnisvollen Schrank auf sich hat..Unbedingt lesen !!