Nicht unbedingt appetitanregend !!
Schon beim ersten Buch von Tom Hillenbrand gefiel mir vor allem der Schreibstil; nicht zu hektisch geschrieben, sondern eher etwas gediegen.
Gott sei Dank ist er seinem Stil treu geblieben, daher war das Buch auch
ein Lesegenuss für mich.
Es geht wieder um den Luxemburger Koch Xavier Kieffer und wieder gerät er ohne
eigenes Verschulden mitten in einen Mordfall.
Bei einem edlen Dinner, zu dem Xavier und seine Freundin Valerie eingeladen
sind, bricht der große Sushimeister Mifune vor aller Augen plötzlich tot
zusammen.
Für die Polizei ist direkt klar : Es handelt sich um einen Unfall. Mifune hat einen Fehler bei der
Zubereitung gemacht und aus Versehen ein Stück giftigen Fisch gegessen. Doch so ein Fehler würde dem großen Sushimeister niemals unterlaufen und schnell
wird klar; hier geht es um Mord.
Mifune wurde absichtlich mit dem tödlichen Nervengift vergiftet.
Xavier, der schon einmal einen Mordfall aufgeklärt hat, ermittelt auch
dieses Mal wieder.
Bei seinen Untersuchungen kommt so einiges zutage.
Er stößt auf eine richtige Thunfischmafia, die mit den seltenen Fischen handeln.
Die Bedingungen, unter denen die Tiere gehalten oder gefangen werden , sind alles andere als appetitlich und am liebsten würde man das gar nicht so genau erfahren.
Ich weiß jetzt ekelhaftes über Sushi-Zubereitung, Stopfleber oder was ein Kapaun ist und wie unmenschlich man ihn isst. Ich hoffe, dass nicht alles der Wahrheit entspricht, denn sonst vergeht einem der Appetit,vor allem auf Fisch in jeglicher Art, für immer.
Nebenbei klärt Xavier auch noch einen Mord auf, aber ich empfand es wie im ersten Band "Teufelsfrucht".
Es ist kein Krimi im üblichen Sinn, der Mord spielt eher so am Rande mit. Viel interessanter sind die Dinge, die Xavier aufdeckt bei seinen Ermittlungen und die einen auch zum Nachdenken anregen.
Mir hat das Buch wieder gut gefallen....
Vielen Dank an den Kiepenheuer u. Witsch Verlag und an Vorablesen.de für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars .
Vielen Dank an den Kiepenheuer u. Witsch Verlag und an Vorablesen.de für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars .