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Mittwoch, 16. Oktober 2013

Rezension : `Sternentochter` von Anna Valenti

* * * *


Wunderbar zum Abschalten!!









Es soll sich ja hier um eine wahre Geschichte handeln. Die junge Caroline ist ein Mädchen, das immer bemüht ist, es den Eltern recht zu machen. Natürlich ist sie sofort bereit, als eine Verlobung arrangiert werden soll. Denn Lebensglück heißt laut Aussage ihrer Mutter Friederike: Respekt, Anerkennung und Dienstboten. Von Liebe wird nicht gesprochen. Aber wenn es die Mutter so sagt, muss es ja der Wahrheit entsprechen.

August soll der Auserwählte sein, ein angehender Jurist aus guter Familie. Das würde für Caroline, deren Vater nur Strassenschmied ist, einen Aufstieg in die höhere Gesellschaft bedeuten. Und für die Mutter ist das das Wichtigste!

August entpuppt sich allerdings als ziemlich langweilig, aber darüber sollte man hinwegsehen, wenn er einem ein angenehmes Leben bieten kann.

Caroline glaubt ihrer Mutter natürlich, denn bisher hatte sie noch nie Grund, an deren Worten zu zweifeln. Schließlich hat Friederike auch schon mit 18 Jahren Carolines Vater geheiratet, der um einiges älter war als sie. Dadurch ist sie von einer einfachen Schmiedtochter aufgestiegen in die besseren Kreise.

Kurz bevor der Auserwählte Caroline einen Antrag machen kann, verliebt sie sich Hals über Kopf in den jungen Postillon Georg.

Natürlich ist er den Eltern nicht gut genug, denn sie haben Größeres mit der Tochter vor.

Als sie auf gar keinen Fall bereit ist, von Georg zu lassen, schicken sie sie für ein paar Monate zu einer Tante nach Cassel. Dort soll Caroline wieder zur Vernunft gebracht werden....

Das Buch läßt sich sehr flüssig lesen, allerdings ist der Schreibstil schon sehr einfach. Ich habe das Buch im Urlaub gelesen, dafür ist es perfekt geeignet.

Man kann dabei herrlich abschalten und fühlt sich direkt in Carolines Welt hineinversetzt.

Die Charaktere sind sehr lebensecht beschrieben; die brave Caroline, die dann über sich hinauswächst, die strengen Eltern, für die an erster Stelle das Ansehen in der Gesellschaft steht, der trockene August und der fröhliche Georg.

Das Ende ist allerdings gewöhnungsbedürftig, denn eigentlich hört die Geschichte mittendrin auf und es wird auf den nächsten Band verwiesen, der aber noch nicht erschienen ist. Das finde ich etwas schade, denn so bleibt alles offen und läßt den Leser unbefriedigt zurück. Gegen einige ungeklärte Fragen am Ende eines Buches habe ich nichts einzuwenden, aber hier hört die Geschichte völlig abrupt auf.

Wer einmal keine hochgeistige Literatur lesen möchte, sondern einfach mal verschnaufen und eine Auszeit nehmen möchte, der ist mit "Sternentochter" gut bedient.

Ein einfach gestrickter Roman, wunderbar geeignet zum Relaxen.

Einen Stern ziehe ich allerdings ab, denn dieses überraschende Ende hat mich schon etwas geärgert.








Ich danke  .bloggdeinbuch.  und   dotbooks  für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.
Unter diesem  LINK könnt ihr Sternentochter bestellen.