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Wunderbar zum Abschalten!!
Es soll sich ja hier um eine wahre Geschichte handeln. Die junge Caroline ist
ein Mädchen, das immer bemüht ist, es den Eltern recht zu machen. Natürlich ist
sie sofort bereit, als eine Verlobung arrangiert werden soll. Denn Lebensglück
heißt laut Aussage ihrer Mutter Friederike: Respekt, Anerkennung und
Dienstboten. Von Liebe wird nicht gesprochen. Aber wenn es die Mutter so sagt,
muss es ja der Wahrheit entsprechen.
August soll der Auserwählte sein,
ein angehender Jurist aus guter Familie. Das würde für Caroline, deren Vater nur
Strassenschmied ist, einen Aufstieg in die höhere Gesellschaft bedeuten. Und für
die Mutter ist das das Wichtigste!
August entpuppt sich allerdings als
ziemlich langweilig, aber darüber sollte man hinwegsehen, wenn er einem ein
angenehmes Leben bieten kann.
Caroline glaubt ihrer Mutter natürlich,
denn bisher hatte sie noch nie Grund, an deren Worten zu zweifeln. Schließlich
hat Friederike auch schon mit 18 Jahren Carolines Vater geheiratet, der um
einiges älter war als sie. Dadurch ist sie von einer einfachen Schmiedtochter
aufgestiegen in die besseren Kreise.
Kurz bevor der Auserwählte Caroline
einen Antrag machen kann, verliebt sie sich Hals über Kopf in den jungen
Postillon Georg.
Natürlich ist er den Eltern nicht gut genug, denn sie
haben Größeres mit der Tochter vor.
Als sie auf gar keinen Fall bereit
ist, von Georg zu lassen, schicken sie sie für ein paar Monate zu einer Tante
nach Cassel. Dort soll Caroline wieder zur Vernunft gebracht
werden....
Das Buch läßt sich sehr flüssig lesen, allerdings ist der
Schreibstil schon sehr einfach. Ich habe das Buch im Urlaub gelesen, dafür ist
es perfekt geeignet.
Man kann dabei herrlich abschalten und fühlt sich
direkt in Carolines Welt hineinversetzt.
Die Charaktere sind sehr
lebensecht beschrieben; die brave Caroline, die dann über sich hinauswächst, die
strengen Eltern, für die an erster Stelle das Ansehen in der Gesellschaft steht,
der trockene August und der fröhliche Georg.
Das Ende ist allerdings
gewöhnungsbedürftig, denn eigentlich hört die Geschichte mittendrin auf und es
wird auf den nächsten Band verwiesen, der aber noch nicht erschienen ist. Das
finde ich etwas schade, denn so bleibt alles offen und läßt den Leser
unbefriedigt zurück. Gegen einige ungeklärte Fragen am Ende eines Buches habe
ich nichts einzuwenden, aber hier hört die Geschichte völlig abrupt
auf.
Wer einmal keine hochgeistige Literatur lesen möchte, sondern
einfach mal verschnaufen und eine Auszeit nehmen möchte, der ist mit
"Sternentochter" gut bedient.
Ein einfach gestrickter Roman, wunderbar
geeignet zum Relaxen.
Einen Stern ziehe ich allerdings ab, denn dieses
überraschende Ende hat mich schon etwas geärgert.
Ich danke .bloggdeinbuch. und dotbooks für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.
Unter diesem LINK könnt ihr Sternentochter bestellen.

