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Mittwoch, 9. September 2026

Rezension: `Alles wird Asche` von Nele Neuhaus

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Spannend, aber mit kleinen Längen!                                        



Ziemlich enttäuscht von ihrem Aufenthalt in Namibia kehrt Pia Sander vorzeitig aus dem Sabbatical zurück. Ihr Ex‑Mann Henning holt sie am Flughafen ab und und sie muss ihn direkt zu einem Tatort begleiten. Ein Mann hängt kopfüber im Rohbau eines Hochhauses, wurde brutal gefoltert und schließlich getötet.

Kurz darauf nimmt Pia wieder ihren Dienst auf und ermittelt gemeinsam mit ihrem Kollegen Oliver von Bodenstein. Doch es bleibt nicht bei diesem einen Opfer. Weitere Tote folgen, alle miteinander verknüpft, und immer wieder führt eine Spur zur mächtigen Brinkhoff‑Gruppe

Nele Neuhaus hat einen extrem komplexen Fall konstruiert. Bei der Vielzahl an Figuren, Beziehungen und Verbindungen war ich sehr froh, dass es ein Personenregister gibt. Mehrere Handlungsstränge laufen parallel, wobei der Schwerpunkt klar auf der akribischen Ermittlungsarbeit liegt.

Gleichzeitig gewährt die Autorin tiefe Einblicke in Pias Privatleben, in ihre Ehe, die Liebe und die Beziehung zu Henning. Diese persönlichen Momente lockern die intensive Polizeiarbeit zwischendurch immer wieder auf.

In kursiv gedruckten Passagen schildert ein Täter seine Gedanken und die Planung eines Mordes, so ist der Leser den Ermittlern manchmal einen Schritt voraus.

Mit über 600 Seiten ist der Roman sehr umfangreich. Für meinen Geschmack hätten 100 bis 200 Seiten weniger der Geschichte gutgetan. Das Thema ist spannend, die Recherche beeindruckend, und die Ermittlungsarbeit fesselnd, aber es gibt Passagen, die sich spürbar in die Länge ziehen.

Trotzdem war es für mich eine Freude, wieder mit Pia Sander und Oliver von Bodenstein auf Spurensuche zu gehen.