Samstag, 10. Dezember 2016

Rezension: `Ende der Welt` von Thomas Pyczak

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Das Buch macht Lust auf eine Reise!!














Der Student André fühlt sich nicht mehr wohl in seinem Leben, das er in Hamburg mit Stella, der kühlen Hanseatin, teilt. Er hofft, auf einer sehr langen Reise zu der Erkenntnis zu gelangen, was für ihn das Richtige ist.

Seine letzte Station ist Ushuaia in Feuerland, wovon gesagt wird, es sei das Ende Welt und  André wird prophezeit, dass sich hier  sein Leben verändern wird!
Und schon während der ersten Tage wird ihm plötzlich klar, dass er eigentlich bereits alles hat. Sein Zuhause ist in Hamburg bei Stella, seiner großen Liebe. Er beschließt zurück zu fahren.
Doch dann begegnet ihm Dolores.....

Ein Zeitsprung- 22 Jahre später. Stella, inzwischen längst Mutter eines erwachsenen Sohnes, reist nach Ushuaia. Von André hat sie nie wieder etwas gehört. Doch ihr Sohn Jan hofft am Ende der Welt Fragen zu seiner Herkunft beantwortet zu bekommen.

Kaum sind Mutter und Sohn in Ushuaia eingetroffen, kehrt Jan nach einem Streit mit Stella nicht zurück. Er bleibt spurlos verschwunden. Stella findet Parallelen zu damals und nun ist sie sich sicher, dass  André sie nicht freiwillig verlassen hat. Um ihn und ihren Sohn wiederzufinden, muss Stella weit in die Vergangenheit zurückgehen. Nun werden lange versteckte Geheimnisse  aufgedeckt und sie selbst begibt sich dadurch in große Gefahr.

Der Roman hat mich von Anfang an gepackt, obwohl es eine eher ruhige Geschichte ist. Beim Lesen merkte ich etwas, das mir selten passiert, und zwar, dass ich selbst total ruhig und entspannt wurde.

Die Atmosphäre in der kleinen Stadt hat der Autor wunderbar eingefangen, ich konnte mich sehr gut dahin versetzen.

Detailreich beschreibt er die Bewohner Ushuaias und die Landschaft wird so bildhaft rübergebracht, dass man sie beim Lesen vor Augen hat.
Auch die Liebe kommt nicht zu kurz, und zum Schluss beeindruckt er mit einem überraschenden Ende, das ich so nicht erwartet hätte.
Mit `Ende der Welt` ist Thomas Pyczak ein toller Roman mit einer spannenden Handlung gelungen.

Hier fehlt die deutsche Hektik und trotzdem handelt es sich um eine fesselnde Story, die einen nur schlecht loslässt.
Das Buch macht Lust auf eine Reise nach Ushuaia!!

                     

Morgen macht die Blogtour zum Buch hier Station, da erfahrt Ihr vieles über diesen Ort und seine Bewohner. Und natürlich über den Autor. Ach ja, und Ihr könnt etwas gewinnen!!

Freitag, 9. Dezember 2016

Rezension: `Zorn- Wie Du mir` 6. Fall von Stephan Ludwig

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Zorn- Wie Du mir 














Das Buch beginnt mit einem Prolog, in dem ein Mann sich das Leben nimmt. Während er auf das Wasser und den damit verbundenen Tod wartet, lässt er sein Leben Revue passieren und wir erfahren ein bisschen über ihn.

Zehn Jahre später überschlagen sich die Ereignisse. Ein Obdachloser wird totgefahren und der Verursacher begeht Fahrerflucht. Ein anderer Mann wird tot, wahrscheinlich ermordet, an einem Baum stehend gefunden und es scheint zwischen den beiden Fällen einen Zusammenhang zu geben.
Zorn  und Schröder ermitteln, dabei findet Zorn  etwas heraus und will nicht glauben, auf wen alle Hinweise deuten. Er befindet sich in einem Gewissenskonflikt, möchte am liebsten seine Entdeckung vertuschen.

Stephan Ludwig schreibt in kurzen Kapiteln, doch das erste Drittel empfand ich trotzdem etwas langatmig.
Mir war das ein bisschen viel Privates, diese dauernden Ausflüge mit Kind und Schröder, da kam mir die Polizeiarbeit zu kurz. 
Dazu waren die Fälle zuerst ziemlich undurchsichtig, sodass ich Mühe hatte, Schritt zu halten. Das änderte sich aber schlagartig ab dem zweiten Drittel.
Da wurden einige Verbindungen aufgedeckt und ich fand es sehr spannend. In einem Zeitsprung  lässt der Autor  den Leser einiges erfahren, das wichtig ist, um die Zusammenhänge zu begreifen. Auch die Mischung aus Privatleben und polizeilicher Ermittlungsarbeit fand ihre Balance wieder.
Ein genial konstruierter Plot, eine abwechslungsreiche Handlung und liebenswerte Charaktere machen auch Zorns sechsten Fall zu einem lesenswerten Krimi. Auch die Auflösung des Ganzen hat mir sehr gut gefallen. Für den etwas mühseligen Anfang ziehe ich dennoch einen Stern ab.




  Ich danke dem  Fischer Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.














Donnerstag, 8. Dezember 2016

Uuups..... da hat wohl etwas nicht geklappt !!



Leider ist der heutige Beitrag zur Blogtour nicht erschienen... :-(
Aber die Supergirls von  Nicht ohne Buch  haben einen Ersatzbeitrag geschrieben.. Guckt doch mal rein..
Und heute Abend findet  HIER der LIVE Stream mit Thomas Pyczak statt..

Ankündigung: Live- Blogtour 2 Länder, 2 Bücher, 1 Autor

               


Ihr Lieben, heute beginnt eine besondere Blogtour !!!  Mit täglichen Beiträgen, Gewinnspielen und einer abendlichen Live-Schaltung zum Autor Thomas Pyczak.
Jeder Tag steht unter einem bestimmten Motto!


©T.Pyczak

Mit viel Liebe wurde die Tour von der  Agentur Mainwunder vorbereitet.

                                               
Klickt auf die Bücher und Ihr gelangt zu der Beschreibung auf Amazon  


Den Anfang der Blogtour macht heute Nicole von Produkte testen macht Spaß


Weiter geht es am Freitag bei Gabis Bücherchaos und auf meinem Blog ist die Tour am Sonntag zu Gast.

Am10.12 findet Ihr alles über das Thema `Die Fremde` bei Nicht ohne Buch

Ihr findet bei den täglichen Beiträgen immer einen Hinweis auf den nächsten teilnehmenden Blog.

Samstag, 3. Dezember 2016

Rezension: `Trümmerkind` von Mechtild Borrmann

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Wieder ein genialer Roman von Mechtild Borrmann !!


















Der neue Roman von Mechtild Borrmann ist in mehrere Handlungsstränge und verschiedene Zeitebenen unterteilt.

1991- In Köln ist die Lehrerin  Anna  auf der Suche nach ihren Wurzeln. Die Mutter hat nie viel  über die Vergangenheit erzählt, sie schweigt verbissen darüber, was früher war und will auf keinen Fall über die Zeit damals reden.  So begibt sich Anna selbst auf die Suche und stößt dabei auf eine merkwürdige Sache, die sie sich nicht erklären kann. Als die Mutter sich auch dann noch weigert, ihr zu helfen, wird sie erst recht neugierig und findet jemanden, der die Familie der Mutter früher kannte.

Weitere Handlungsstränge lassen den Leser  die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg erleben. Zwei Familiengeschichten, unabhängig voneinander erzählt, haben anscheinend einen Berührungspunkt, doch der ist dem Leser lange nicht klar.

Erst nach und nach kann der Leser einen Zusammenhang erahnen und es kommt ein Verdacht, den man fast nicht wahrhaben will.

Sehr gut eingefangen hat die Autorin die Umstände der Nachkriegszeit mit ihren Entbehrungen und dem täglichen Kampf ums Überleben.

Beeindruckend schildert sie die Familiengeschichten, jede für sich interessant und spannend. Zuerst macht es den Eindruck, als handelte es sich nur um Einzelschicksale, doch Frau Borrmanns Bücher haben immer einen roten Faden, der die verschiedenen Handlungsstränge am Ende genial miteinander verknüpft.

Sie schreibt in einem besonderen Stil, der einen ganz gefangen nimmt und bis zum Schluss des Buches nicht mehr loslässt.
Ich bin total begeistert, denn `Trümmerkind` hat eine großartig ausgedachte und fesselnde Handlung mit einem  Ende, dass es in sich hat.
Ein Buch, das man einfach lesen MUSS !






Ich danke dem Droemer Knaur Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Donnerstag, 24. November 2016

Rezension: `Kalte Havel` von Tim Pieper


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Zweiter Fall für Toni Sanftleben!!


















Hauptkommissar Toni Sanftleben hat nach 16 Jahren seine Frau Sofie wiedergefunden, doch nicht alles ist so, wie er es sich erträumt. In den Jahren ihrer Abwesenheit hat sie sich verändert und Toni hat schwer damit zu kämpfen, dass er sie vielleicht ein zweites Mal  verliert.
 Deswegen fällt es ihm gar nicht so leicht, als die Staatsanwältin Caren Winter ihn bittet, den Fall ihres verschwundenen Sohnes Alexander zu übernehmen, denn eigentlich befindet Toni sich im unbezahlten Urlaub.

Von Alexander fehlt jede Spur, seit er mit seinem Freund Hendrik abends zusammen war und Hendrik anschließend erschossen aufgefunden wird.

Tim Pieper lässt den Leser mehrmals zurückblicken in die Zeit vor der Tat, wie und mit wem Hendrik die letzten Monate vor seinem Tod verbracht hat. Dadurch kommen einige neue Verdächtige ins Spiel und der Leser ist der Polizei einen Schritt voraus.


Schon der erste Krimi mit Toni Sanftleben hat mir sehr gut gefallen und `Kalte Havel` steht dem in nichts nach.
Eigentlich mag ich ja nicht, wenn zu viel über das Privatleben der Kommissare geschrieben wird, doch hier passt es ganz genau. Diesen inneren Konflikt, den Toni auskämpft, einerseits seine Arbeit gut zu erledigen und sich gleichzeitig um seine kranke Frau zu kümmern und seine Ehe zu retten, hat der Autor sehr gut beschrieben.


Die Schauplätze sind gut gewählt, denn obwohl ich nicht aus der Gegend komme, habe ich schon viel über die Beelitzer Heilstätten gehört und kann mir die alten Gemäuer genau vorstellen. Die unheimliche Atmosphäre wurde gut eingefangen und steigerte so den Gruselfaktor.
Das Buch hat nur 252 Seiten, was ich super finde, denn so gibt es keine Längen, sondern es bleibt von Anfang bis Ende spannend.
Ich habe das Buch verschlungen und hoffe, dass es bald weitergeht mit dem sympathischen Ermittler.


















Mittwoch, 23. November 2016

Rezension: `Das Paket` und Fotos von der Lesung Sebastian Fitzek 13.11.2016 Jubiläumsshow `Das Paket`

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 Das Paket !!
















Bis zu ihrer Vergewaltigung und Misshandlung war Emma Stein eine erfolgreiche Psychiaterin, doch seitdem ist nichts wie wie vorher.
Angst, Panik und Paranoia machen es für sie unmöglich, das Haus zu verlassen. Dort fühlt sie sich sicher, bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für einen Nachbarn anzunehmen.
Ab diesem Moment passieren Dinge, die sich anscheinend nicht mehr kontrollieren lassen.
Der Leser ist hin- und hergerissen. Was passiert wirklich und was in Emmas Gedanken?
Schon als Kind hatte Emma eine blühende Phantasie, bildete sich immer ein, ein Geist wohnte in ihrem Schrank.
Deswegen glauben auch einige, die Vergewaltigung könnte erfunden sein, was Emma erst recht verzweifeln lässt.
An manchen Stellen wirkt die Story ziemlich konstruiert, aber das Verwirrspiel beherrscht Sebastian Fitzek ja bestens. Dauernd fand ich jemand anderen verdächtig, wobei ich dann wieder alles nur als Hirngespinste in Emmas Gedanken sah. Was ist wirklich geschehen und was bildet sie sich ein? Nicht nur einmal überzog mich eine Gänsehaut beim Lesen.
Der Schreibstil ist wie immer, kurze knappe Kapitel, die sehr oft mit einem Cliffhanger enden und Zeitsprünge, die dafür sorgen, dass man wieder verwirrt wird und unbedingt wissen will, wie es an der anderen Stelle weitergeht. Doch gerade das sorgt dafür, dass der Spannungsbogen ständig oben gehalten wird.

Undurchsichtig bis zum Schluss und mit einem überraschenden Ende, wie man es von Sebastian Fitzek gewohnt ist.
Einen Stern ziehe ich ab, weil mir manche Dinge einfach zu abgedreht waren, aber ansonsten wieder ein spannender Fitzek!!


Anschließend zeige ich euch noch ein paar Fotos von der Jubiläumsshow in Köln am 13.11.2016











Ich habe Sebastian Fitzek ja schon einige Male erlebt, aber ich finde, er wird jedesmal besser!!
Da von euch sehr viele auch noch zu der Show gehen, möchte ich nicht zu viel verraten. Ich zeige euch nur ein paar Bilder vom 
13.11.2016.
Es war diesmal eine richtige Entertainment- Show, ein toller, unterhaltsamer Abend!!

 Wir haben soviel gelacht und sogar gesungen... 😀

 Er, sein Team  und die Band Buffer Underrun haben die Bude einfach gerockt !!!























































Dienstag, 22. November 2016

Rezension: `Die Akte Zodiak` 1-4 von Linus Geschke


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Der Maskenmann!!













Ein Killer treibt sein Unwesen im Raum Köln. Abgesehen hat er es auf Liebespaare, die sich an Seen vergnügen.
Kommissarin Eva Lendt und ihr Kollege Oliver bekommen den überheblichen Profiler Brock an die Seite gestellt, was ihnen gar nicht passt.
Schon bald müssen sie aber zugeben, dass die Ideen, die Brock hat und die Schlüsse, die er zieht, gar nicht so schlecht sind.
Er ist es, der bei den Taten die Parallelen zu dem Serienkiller Zodiak aus den Sechzigern sieht.

Richtig genervt hat mich die Aufteilung des Buches in vier Teile. Es sind auch nicht vier abgeschlossene Bücher, sondern sie gehen direkt im nächsten Teil an der Stelle weiter. Man muss also chronologisch lesen, sonst versteht man die Zusammenhänge nicht.
Was das Aufsplitten soll?? Keine Ahnung..

Die Bücher sind in verschiedene Handlungsstränge unterteilt, wovon einer den Killer zu Wort kommen lässt, der Leser aber nicht weiß, um wen es sich handelt.
Dann sind da die Jugendlichen, die sich `Sons of Sam` nennen und von Serienkillern fasziniert sind.
Zwischendurch springt der Autor in die sechziger Jahre zu den Berichten über den wahren Zodiak.

Das Ermittlerteam hat mir gut gefallen, wobei Kommissarin Eva neben Profiler Brock etwas verblasste. Brock veränderte sich im Laufe der Geschichte immer mehr zu seinem Vorteil.
Beide sind  ausführlich beschrieben, sodass man einen Bezug hatte, was mir bei Evas Kollege Oliver nicht gelang. Er blieb bis zum Schluss unscheinbar.
Linus Geschke hat einen flüssigen, fesselnden Schreibstil, gleichzeitig sorgen die gut durchdachte Handlung, kurze Kapitel und häufige Perspektivenwechsel  für die nötige Spannung.
Auch wenn mir  `Die Akte Zodiak` nicht ganz so gut gefallen hat wie die beiden vorigen Bücher, kann ich trotzdem gerne 4 Sterne vergeben.











Ich danke  Edel Elements für die Zusendung des Rezensionsexemplares.