Montag, 20. Juli 2015

Rezension: `Heimweh` von Marc Raabe

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HEIMWEH!!!!













Jesse Berg ist erfolgreicher Kinderarzt, frisch geschieden und Vater einer kleinen Tochter. Er und seine geschiedene Frau haben die Jugend zusammen im Heim Adlershof verbracht. Erinnern kann Jesse sich allerdings nur an die Zeit nach seinem 13 Lebensjahr, denn durch einen Unfall ist die Erinnerung an alles, was davor geschah, komplett weg.
Als seine Ex-Frau ermordet und seine Tochter entführt wird, ist ihm schnell klar, es hat irgendetwas mit der Vergangenheit und dem Adlershof zu tun. Wenn er den Täter finden will, muss er dorthin zurück...

Marc Raabe schaltet während Jesses Jagd nach dem Mörder und Entführer immer wieder in die Vergangenheit und lässt uns den Jungen von damals kennen lernen. Seine Zeit im Heim war schlimm und man  wundert sich, dass aus ihm so ein erfolgreicher Arzt geworden ist. 
Interessant fand ich die beschriebenen Zustände im Adlershof und wie sehr man zu kämpfen hatte, um sich dort zu behaupten.

Das Buch beginnt absolut spannend und konnte mich direkt in seinen Bann ziehen. Allerdings hat es in der Mitte einige Längen gegeben, die Gott sei Dank durch die Rückblicke in die Kindheit im Adlershof aufgelockert wurden. 
Außerdem gab es viele verschiedene Figuren, bei denen ich manchmal etwas Schwierigkeiten hatte, sie richtig zuzuordnen.
An manchen Stellen wirkte die Handlung für mich zu konstruiert, an anderen war es wieder sehr spannend.
Ich bin ein bisschen hin- und hergerissen; die ersten beiden Bücher von Marc Raabe fand ich superklasse, doch ´Heimweh` war mir manchmal einfach zu hektisch. Auch das Ende konnte mich nicht wirklich überzeugen.
Ich schwanke zwischen 3 - 4 Sternen, hab mich dann  doch für 4 entschieden, weil es durchaus längere spannende Passagen gab, die mich auf jeden Fall fesseln konnten.






Ich danke dem Ullstein Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

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