Sonntag, 12. Februar 2017

Rezension: `Niemandsmädchen` von Eva Maria Silber

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Wo ist Christina?




















Das Buch beginnt mit einem Störfall an der Erdgasleitung in einem großen Werk in Ostfriesland, der auf dem Weg ist, sich zu einer Katastrophe auszuweiten. Leute werden evakuiert und das Schlimmste wird befürchtet.
 Zu gleicher Zeit bringt eine Frau im Krankenhaus ein Baby zur Welt, doch sie verhält sich ziemlich komisch, will das Kleine noch nicht einmal ansehen und plötzlich ist sie samt Kind verschwunden.


Kriminalkommissarin Hannah Adams wird mit der Suche nach der verschwundenen Mutter beauftragt, denn die Ärzte befürchten, dass sie dem Neugeborenen etwas antun könnte.
An die Seite wird ihr die junge  Staatsanwältin Leyla Zapatka gestellt, doch Adams fühlt sich ihr überlegen und benimmt sich echt fies.
Trotzdem müssen sie bei der Suche zusammenarbeiten und nach anfänglichen Schwierigkeiten klappt das hinterher auch ganz ordentlich.
Das Buch hat mir gut gefallen, das Thema ist ja leider aktuell. Wie oft liest man, dass Mütter ihre Kinder nach der Geburt töten und verstecken.
Was mich etwas gestört hat, war das Benehmen von Adams und  ihre schnodderige Art, die sich hinterher Gott sei Dank besserte.
Der  Handlungsstrang mit der Umweltkatastrophe wurde irgendwie nicht wirklich weiter verfolgt, den hätte man sich eigentlich schenken können. Der Fall der verschwundenen Frau reichte  für mich vollkommen.
`Niemandsmädchen` ist  ein Krimi ohne große Action, aber trotzdem spannend. Der flüssige Schreibstil, das fesselnde Thema, mit einer ordentlichen Portion Lokalkolorit versehen, ließen mich das Buch in nicht mal zwei Abenden auslesen.








1 Kommentar:

  1. Buch ist direkt auf die Wunschliste gewandert. Vielen Dank für die Rezi!

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