Samstag, 28. Dezember 2013

Rezension : `Und plötzlich... am Himmel ein Berg` von Nicole Niquille



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Ein Leben auf der Überholspur!!!











Die junge Schweizer Bergsteigerin Nicole, schon als Kind ehrgeizig und abenteuerlustig, erleidet mit neunzehn Jahren einen schweren Motorradunfall, bei dem ihr Bein sehr stark verletzt wird.

 Doch davon lässt sich die junge Frau nicht in ihrem Tatendrang aufhalten, klettert trotz Behinderung weiter  und schafft es mit eiserner Disziplin, die erste Schweizer Bergführerin zu werden. Später erklimmt sie sogar den Mount Everest, führt Reisegruppen durch Indien und sprüht vor Energie und Lebensfreude.

Diese Unternehmungen finden jedoch erst mal ein jähes Ende, als sie zwanzig Jahre später von einem kleinen Kiesel am Kopf getroffen wird. Allerdings aus so größer Höhe, dass es ihr direkt den Schädel gespalten hat..

Aus dem Koma erwacht, muss Nicole von vorne anfangen; sprechen, sich waschen, kämmen, eben den ganz normalen Alltag erlernen, doch sie wird für immer an den Rollstuhl gefesselt bleiben.

Nun denkt man ja, so eine aktive Frau wie Nicole Niquille haut das nun endgültig um, aber nein...keine Spur von Verbitterung oder Wut. Wenn sie nicht mehr laufen kann, dann sucht sie eben eine Herausforderung, die man im Sitzen bewältigen kann.

 Der Leser wird in einem rasanten Tempo durch das Buch gejagt. Doch so scheint das Leben von Nicole Niquille auch zu sein..

 Was bei jedem anderen ein vollständiges Buch gefüllt hätte, hat hier nur einzelne Kapitel eingeräumt bekommen. Allein der letzte Teil, nach ihrem schweren Unfall, hätte Stoff für ein ganzes Buch ergeben.

Ich kann nicht nachvollziehen, wie jemand so viel erleben kann. Ich hätte gerne an manchen Stellen länger verweilt und mehr erfahren, auch über die Psyche oder ihre Gedanken, das kommt hier auf jeden Fall zu kurz. Aber da es sich um eine Lebensgeschichte handelt, kann ich natürlich nicht sagen, ich hätte es mir anders gewünscht. Denn wenn Nicole direkt nach einem Unfall wieder loslegt, dann war es so.

 Nicole lebt nach dem Motto: `Auch für Behinderte ist fast alles möglich, man muss nur wollen. Es reicht, wenn man bereit ist,  allerlei Abenteuer in Kauf zu nehmen.`

Durch reichlich Bildmaterial bekommen auch die Familienmitglieder und Freunde, von denen berichtet wird, für den Leser ein Gesicht, was mit sehr gut gefallen hat.

Eine lesenwerte Geschichte ist es auf jeden Fall, obwohl ich, wie gesagt, gerne ausführlicher von den einzelnen Erlebnissen gelesen hätte.

Wenn man mal wieder, wegen irgendwelcher kleinen Wehwehchen, einen Hänger hat, sollte man zu diesem Buch greifen und sich an Nicole Niquille ein Beispiel nehmen !







Ich danke dem AS Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares. 

1 Kommentar:

  1. nicht immer stoßt man auf eine solch gute Online Seiteviel findet man so
    Inhalte wirklich nicht. gratuliere ;-)Infos toll, Fotos der Hit, alles cool ;-)

    guck mal vorbei: internetseite erstellen lassen

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