Sonntag, 11. August 2013

Rezension : Todesdrang von Michael Hübner


* * * *

Könnte das wirklich so passieren??









Dirk führt eine harmonische Ehe, der kleine Sohn Kevin ist wohlgeraten, eigenes Häuschen, guter Job, alles ist perfekt. Bis zu dem Tag, als ein Irrer ihn eher zufällig als Opfer auswählt. Ab diesem Moment ändert sich alles...

Ich hab mich zu Anfang etwas schwer getan, um in die Geschichte hineinzufinden, denn eigentlich passiert noch nicht wirklich viel Aufregendes. Zuerst lernt der Leser die mitwirkenden Personen kennen.

Urplötzlich wird Dirk im Internet von einem Unbekannten bedroht, was er aber gar nicht ernst nimmt..Doch bald wird ihm klar, das Ziel des Unbekannten scheint zu sein, Dirks Leben zu zerstören.

Dirk versucht auf eigene Faust, dem irren Stalker das Handwerk zu legen und gerät dabei in lebensgefährliche Situationen.

Der Fremde verändert durch seine Attacken Dirks ganzes Leben, alles was er und seine Frau sich aufgebaut haben, verliert plötzlich an Bedeutung und scheint nichts mehr wert zu sein.

Dirk verdächtigt einen Kollegen, benimmt sich allerdings völlig irrational..

Es ist unglaublich, wie schnell man in so einer Situation niemandem mehr traut oder jedem quasi alles zutraut..Sogar Dirks Frau verhält sich völlig anders, als er es noch Tage vorher erwartet hätte.

Das Buch wird ab dem zweiten Drittel sehr spannend, obwohl viele Szenen doch ziemlich unrealistisch sind...Aber heute findet man das in vielen Bestsellern, das bedeutet, dass es den meisten Lesern gefällt..Ich persönlich mag lieber etwas ruhigere, realistische Krimis.

Das Erschreckende an der Story ist, dass man sich ohne Probleme vorstellen kann, das so etwas möglich ist---Im Zeitalter des Internets, wo im Grunde alles über PCs abgewickelt wird, und es fast keine Geheimnisse gibt, wenn man sich im Netz bewegt, ist es bestimmt für einen guten Hacker möglich, genau dieses Szenario aus dem Buch zu schaffen..

Und das Schreckliche ist, man kann sich dann vielleicht wirklich nicht dagegen wehren und muss dabei zusehen, wie jemand langsam aber sicher das ganze Leben zerstört.

Man hat als Leser auch Einblick in die Psyche des Täters, trotzdem ist es undurchsichtig, um wen es sich handelt.

Michael Hübners Schreibstil ist flüssig und spannend. der Roman läßt sich gut lesen und auch wenn ich die Handlungsweise des Protagonisten oft nicht ganz nachvollziehen konnte, fieberte ich die ganze Zeit mit.

Das Buch hat mich trotz kleiner Schwächen gut unterhalten.






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