Montag, 17. September 2012

Rezension : Mary Higgins Clark : Mein Auge ruht auf Dir



* * *
Schade, meine Erwartungen wurden leider nicht erfüllt !!




Dr. Jonathan Lyons, ein bekannter Bibelforscher, hat eine phänomenale Entdeckung gemacht. In seinem Besitz soll sich ein Pergament befinden und zwar ein handgeschriebener Brief von Jesus von Nazareth.
Doch bevor Näheres dazu bekannt wird, wird Jonathan ermordet.  Seine, an Demenz leidende, Ehefrau Kathleen wird blutverschmiert und mit der Tatwaffe in der Hand bei ihm gefunden.
Da ihr Mann eine Geliebte hatte und Kathleen davon wußte, gilt sie als Hauptverdächtige und wird verhaftet.
 Die Tochter Mariah kennt ihre Mutter und glaubt natürlich an ihre Unschuld. 
Doch bevor nicht der wahre Mörder gefunden wird, bleibt Kathleen in Haft. 
Auch das wichtige Pergament ist seit Jonathans Tod verschwunden und niemand weiß, wo es sich befinden könnte.
Nach und nach kommt  auch die Polizei zu dem Schluß, dass die Ermordung Jonathans mit dem verschwundenen Pergament zu tun hat.
Seine besten Freunde und Kollegen werden nun durchleuchtet und es scheint irgendwie jeder verdächtig zu sein.
Wem kann Mariah noch trauen ? Ist wirklich einer der Freunde, der seit Jahren in ihrem Haus verkehrt, ein Mörder?

Ich habe bisher alle Bücher von Mary Higgins Clark gelesen und mir gefiel immer ihr spannender Stil; eine Mischung aus Krimi und Psychothriller.
Schon beim letzten Roman Flieh in die dunkle Nacht ist mir aufgefallen, dass sich ihr Schreibstil verändert hat.
Das Buch war eher ein gediegener Krimi, aber ohne einen Anflug von Psychothriller.
Bei `Mein Auge ruht auf Dir` kam für mich im ersten Drittel gar keine Spannung auf.
Die Handlung plätscherte so vor sich hin; ausführlich wurde die Familiengeschichte Jonathans erzählt, dazu kamen noch ziemlich viele Namen von Bekannten, was ich auch erst mal etwas verwirrend fand.
Ab dem zweiten Drittel wurde es besser; man konnte nun versuchen, sich selbst ein Bild zu machen, wer evt. Dreck am Stecken haben könnte. Allerdings sind die Charaktere eher unscheinbar; fast langweilig.
Besonders nervig fand ich die  Lottogewinnerin Alvirah, eine Hobby-Detektivin à la Miss Marple . Sie zeichnet heimlich Gespräche mit ihrem Broschen-Mikrofon auf und verfolgt die Verdächtigen auf eigene Faust, das war schon ziemlich albern und lächerlich.
Das Buch läßt sich leicht und flüssig lesen, ist auch später ganz nett, aber es kommt auf gar keinen Fall in die Nähe ihrer  alten Erfolgsromane.
Es ist eine Kriminalgeschichte ohne besondere Höhen und Tiefen, ohne wirkliche Spannung und erst recht ohne Psychothriller-Charakter.
Insgesamt bin ich etwas enttäuscht, denn ich hatte auf jeden Fall mehr erhofft.
 Ich vergebe 3 Punkte, weil das Buch zwar ganz nett war, aber  bei Mary Higgings Clark habe ich eine gewisse Erwartung und die wurde leider nicht erfüllt.






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