Samstag, 16. Mai 2026

Rezension: ´Die Tiefe- Verloren` von Karen Sander

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Starker Thriller mit kleinen Hürden!








Inzwischen sind sieben Morde geschehen, und die Polizei sucht weiterhin fieberhaft nach dem Serientäter. Auch Masha muss zunehmend fürchten, selbst ins Visier zu geraten, denn um sie herum häufen sich beunruhigende Ereignisse. Gemeinsam mit Tom und der Soko ermittelt sie in alle Richtungen, doch der Täter bleibt ein Phantom.

Parallel dazu setzt sie die Suche nach ihrer Mutter fort, kommt jedoch kaum voran. Und dann ist ausgerechnet ihr Bruder Holger der einzige Mensch, der sie aus einer lebensbedrohlichen Situation retten könnte.

Den Abschluss der Trilogie habe ich sehnsüchtig erwartet. Dennoch fiel es mir, wie schon beim Ende der vorherigen Trilogie, schwer, wieder vollständig in die Handlung hineinzufinden. Bei Band zwei war das noch problemlos möglich, doch diesmal muss man die Ereignisse und die vielen Personen der ersten beiden Teile präsent haben, um der komplexen Story folgen zu können. Da ich mich nicht mehr an alle Namen und Zusammenhänge erinnerte, war der Einstieg etwas holprig. Wer die Möglichkeit hat, alle drei Bände direkt hintereinander zu lesen, wird es deutlich leichter haben.

Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr angenehm und flüssig, und auch die vielschichtige Handlung hat die Autorin wieder hervorragend konstruiert.

Zum Schluss überwiegt die Spannung, und trotz aller Einstiegshürden bleibt die Reihe für mich ein fesselndes Leseerlebnis, das neugierig auf die nächsten Entwicklungen macht.

Denn dass die Geschichte noch weitergeht, wird durch den Cliffhanger am Ende klar.








Montag, 11. Mai 2026

Rezension: `Hedley Mill- Wo deine Träume leuchten` von Sophie Oliver


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Gelungene Fortsetzung der Familiensaga!







 Northumberland, 1965. Einige Jahre sind vergangen, und Laura ist es gelungen, aus der kleinen Werkstatt eine angesehene Weberei zu schaffen. Ihr Tweed wird inzwischen aus dem In- und Ausland bestellt. Während Fred in der Räucherei ums wirtschaftliche Überleben kämpft, kann Laura ihre Kollektionen stetig erweitern, was immer wieder zu Spannungen führt.

Mittlerweile sind die beiden Eltern zweier Töchter, doch durch die viele Arbeit sind Annabelle und Betty oft auf sich allein gestellt. Annabelle begleitet ihren Vater schon früh in die Räucherei, während Betty nach Höherem strebt. Sie möchte das Dorf unbedingt verlassen und auf ein teures Internat gehen – ein Wunsch, den Laura ihr durch noch mehr Arbeit ermöglicht. Dass das Leben jedoch selten den geplanten Weg nimmt, ahnt zu diesem Zeitpunkt niemand.

Es war spannend, die Bewohner in dem kleinen Küstenort zu beobachten. Wie man zusammenhält, sich aber ebenso bekämpft. Die Leser erleben Neid, Intrigen und üble Nachrede, aber auch tiefe Freundschaft, Liebe und Glücksmomente.

Auch diesmal überzeugt mich der feine, atmosphärische Stil der Autorin, auch wenn ich die Handlung ein wenig gemächlicher empfand als den packenden Auftakt um Hedley Mill. Insgesamt bleibt der Roman jedoch eine stimmige und angenehm zu lesende Weiterführung der Barrington-Saga, und schon im August 2026 setzt die nächste Generation die Geschichte fort.


                           


Donnerstag, 7. Mai 2026

Rezension: `Der Schattengast` von Malin Stehn

 

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Ein Pageturner voller falscher Fährten!








Einen Tag nach ihrer ausgelassenen Geburtstagsparty wird Sandra erstochen aufgefunden. Der Verdacht fällt sofort auf ihren Ehemann Jack, doch das ist nur der Anfang eines Geflechts aus Lügen und Geheimnissen.

Die Geschichte baut sich langsam auf, doch dann entwickelt sich `Schattengast` zu einem echten Pageturner.

Mit geschickt platzierten Rückblenden setzt die Autorin die Erlebnisse von Familie und Freunden vor dem Mord zusammen und ergänzt sie durch die Protokolle der Polizeivernehmungen.

 Der ständige Wechsel von Zeiten und Perspektiven sorgt für durchgehend hohe Spannung und enthüllt immer neue menschliche Abgründe.

Die Tätersuche bleibt bis zum Ende offen, und zahlreiche Wendungen und Verdächtige lassen die Leser bis zur letzten Seite im Ungewissen.

Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!!





Mittwoch, 6. Mai 2026

Rezension: `Meze- Mediterrane Rezepte zum Teilen` von Ali Güngörmüs

 

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Mediterrane Meze, die begeistern!!












Schon das Kochbuch `Meze – Vegetarisch` hatte mich begeistert, und nun habe ich `Meze- Mediterran` ausprobiert.

Die Rezepte findet man unterteilt in Kategorien:

Salate und Suppen-

Vegetarisch-

Fisch und Meeresfrüchte-

Geflügel und Fleisch-

Süßes-

Anschließend folgen verschiedene Meze-Menüs:

Friends & Family-

Sommerfeeling Gartenparty-

Dinner for Two-

Fisch und Meeresfrüchte-

Happy Veggie-

Schnelles Feierabendmenü-

Ganz hinten befindet sich außerdem ein alphabetisches Inhaltsverzeichnis.

Besonders gut gefällt mir die Aufmachung des Buches, weil die Speisen sehr ansprechend fotografiert wurden. Ich liebe Kochbücher mit vielen Bildern, weil man so direkt sieht, wie das Gericht später aussehen soll.

Normalerweise bin ich beim Kochen nicht besonders experimentierfreudig, deswegen waren viele Zutaten für mich zunächst Neuland. Aber nachdem ich mich ein wenig damit beschäftigt hatte, sind wirklich leckere Gerichte dabei herausgekommen.

Einige Rezepte, wie zum Beispiel die `Kleine Ziegenkäse-Dattel-Böreks mit Erbsenstampf und Anis-Parmesan-Schaum` fand ich recht aufwendig, andere wiederum lassen sich schnell und unkompliziert nachkochen. Diese Mischung macht das Buch für mich sehr gelungen.

Ob schnelle Feierabendküche oder besondere Anlässe, hier findet man für jede Gelegenheit etwas Passendes.

Wer mediterrane Küche liebt und gern Neues ausprobiert, wird an diesem Buch viel Freude haben.


                                         

Montag, 4. Mai 2026

Rezension: `Häftling` von Freida McFadden

 

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Spannung pur!!










Brooke Sullivan kehrt nach dem Tod ihrer Eltern gemeinsam mit ihrem Sohn in ihren Heimatort zurück. Dort beginnt sie einen neuen Job als Pflegekraft in einem Hochsicherheitsgefängnis. Niemand ahnt, dass sich unter den Insassen jemand befindet, den sie nur allzu gut kennt und für dessen Inhaftierung sie selbst verantwortlich ist. Shane Nelson, ihr Jugendfreund, ein mehrfacher Mörder, der auch versucht hat, sie zu töten.

Doch als Brooke Shane zum ersten Mal wegen einer Verletzung behandeln muss, reagiert er überraschend freundlich. Er ist ihr nicht mehr böse, dass sie ihn mit ihrer Aussage hinter Gittern gebracht hat. Noch weiß er nicht, dass er der Vater ihres Sohnes ist. Stattdessen warnt er Brooke eindringlich vor Timmi, einem gemeinsamen Jugendfreund. Sie hält das für Unsinn, doch als sie plötzlich eine Leiche findet, ist Brooke gar nicht mehr sicher, ob wirklich Shane damals versucht hat, sie zu töten, oder ob alles ganz anders war.

Freida McFadden hat mich wieder einmal von der ersten Seite an gepackt. Die Geschichte lebt von zahlreichen Wendungen und geschickt platzierten Rückblenden in Brookes Jugend, die das Bild immer wieder verändern. Kaum glaubt man, etwas verstanden zu haben, kommt eine neue Erkenntnis, die alles in ein anderes Licht rückt.

Ein unglaublich spannendes Buch, das ich in nur einem Tag verschlungen habe.