Mittwoch, 4. März 2026

Rezension: `Moorland- Die Zwillinge` von Andreas Winkelmann

 


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Ein Pageturner!!







Kommissarin Malia Gold tritt ihren ersten Arbeitstag in ihrer alten Heimat an. Fünfzehn Jahre war sie nicht mehr dort und ebenso lange hat sie ihre Mutter Ruth nicht gesehen. Für ein langsames Wiederannähern bleibt jedoch keine Zeit. Zwei Mädchen sind im Moor verschwunden, und der Fall verlangt sofort Malias volle Aufmerksamkeit. Auch Ruth wird in die Ermittlungen hineingezogen, denn niemand kennt das Moor so gut wie sie.

Es bleibt nicht beim Verschwinden der Zwillinge,  weitere Todesfälle erschüttern den Ort, und die Liste der Verdächtigen wächst. Besonders die Spuren, die die Polizei auf dem TikTok-Kanal der Mädchen entdeckt, lassen Zweifel daran aufkommen, ob die Wahrheit wirklich dort liegt, wo sie vermutet wird.

`Moorland- Die Zwillinge` ist der Auftakt zu einer neuen Thriller Reihe. Andreas Winkelmann erzählt die Ereignisse aus verschiedenen Perspektiven und schafft damit ein dichtes Netz aus Geheimnissen, Lügen und Ängsten. Fast jeder Dorfbewohner scheint etwas zu verbergen, was Malia die Ermittlungen zusätzlich erschwert. Die düstere, neblige Moorlandschaft verstärkt die bedrückende Atmosphäre des Thrillers.

Mir passiert es nicht wirklich oft, dass ich ein Buch nicht aus der Hand legen kann, doch bei `Moorland` fiel es mir extrem schwer.

Ganz klare Leseempfehlung!!! 


                                             





Dienstag, 3. März 2026

Rezension: `Fünf Fremde` von Romy Fölck


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 Stürmischer Insel-Krimi!







Kurz bevor ein gewaltiger Orkan aufzieht, erreicht die MS Flipper mit ihren Passagieren die Insel Neuwerk. Jeder von ihnen hat einen eigenen, sehr persönlichen Grund, ausgerechnet jetzt dorthin zu reisen. Nach und nach lernen wir die Figuren kennen und erfahren, was sie mit diesem Ort verbindet.

In einem anderen Handlungsstrang führt uns die Autorin zurück in den Sommer 1995, das Jahr, in dem zwei Jugendliche spurlos verschwanden. Alle, die heute auf der Insel eintreffen, waren damals schon einmal hier. Die Vergangenheit hat sie nie losgelassen.

Als plötzlich ein Skelett entdeckt wird, übernimmt Annika Lundt die Ermittlungen. Eigentlich wollte sie sich eine Auszeit von ihrem Job bei der Hamburger Mordkommission gönnen, doch auf Neuwerk fühlt sie sich verantwortlich. Am nächsten Tag ist das Skelett jedoch verschwunden, und das ist nicht das einzige Rätsel, das sich auftut.

Die ehemaligen Freunde versuchen herauszufinden, wer sie auf die Insel gelockt hat und was vor dreißig Jahren wirklich geschah. Dabei geraten sie mehrfach in Gefahr, denn jemand scheint es gezielt auf sie abgesehen zu haben. Niemand ist sicher. Geht es um Rache? Und wie sollen sie der Bedrohung entkommen, wenn der Orkan jede Fluchtmöglichkeit abschneidet?

Trotz der vielen verschiedenen Figuren, Perspektiven und Zeitebenen war es kein Problem, der Handlung zu folgen. Auch wenn die Geschichte an manchen Stellen etwas sehr abgedreht wirkt, fand ich sie trotzdem fesselnd.

Da ich selbst schon mehrmals auf Neuwerk war, konnte ich wunderbar in die Atmosphäre eintauchen. Romy Fölcks Schreibstil mag ich, und das Buch hat mich gut unterhalten, auch wenn mir die Elbmarsch Reihe doch besser gefallen hat.




Montag, 2. März 2026

Rezension: `Der Fährmann` von Regina Denk

 

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Grandios!








Wie schon in `Die Schwarzgeherin` nimmt uns die Autorin erneut mit an den Beginn des 20. Jahrhunderts, in ein abgelegenes Grenzgebiet zwischen Deutschland und Österreich. Der Fluss, der die beiden Länder trennt, kann nur mit einer Fähre überquert werden, und dafür braucht es einen Fährmann, der Tag und Nacht bereitsteht.

Die Kinder Hannes, Annemarie und Elisabeth sind unzertrennlich. Sie wollen immer zusammenhalten, doch das Leben hat andere Pläne. Als Erwachsene trennen sich ihre Wege: Hannes übernimmt das Amt des Fährmanns, ein Beruf, der keine eigene Familie zulässt. Elisabeth heiratet, und Annemarie arbeitet in der Wirtschaft ihrer Eltern. Keiner von ihnen führt das Leben, das er sich erträumt hat, und dennoch bleiben sie im Herzen miteinander verbunden.

Regina Denk ist wieder ein großartiger Roman gelungen. Mit ihrem bildhaften, atmosphärischen Erzählstil, wenig wörtlicher Rede, dafür reichlich Emotionen, zeigt sie eindrucksvoll, wie schwer es Frauen damals hatten. Männer bestimmten über ihr Leben, Arbeit und Gehorsam wurden erwartet, eigene Meinungen unterdrückt. Der Mann durfte seine Frau züchtigen, sie hatte keinerlei Rechte. Auch die Kriegsjahre schildert die Autorin mit großer Authentizität, sodass ich mich direkt in die Zeit versetzt fühlte.

 `Der Fährmann` ist ein Roman, der mich sehr berührt hat und den ich, genau wie `Die Schwarzgeherin` sicher noch lange im Gedächtnis haben werde.