Der Name Ignaz Semmelweis war mir im Zusammenhang mit Hygiene natürlich ein Begriff, doch über das Leben dieses genialen Arztes wusste ich bisher kaum etwas.
Die Geschichte setzt 1839 in seiner Jugend in Buda ein, seiner Heimatstadt. Eigentlich sollte Ignaz das Geschäft seines Vaters übernehmen, doch er hatte sich in den Kopf gesetzt, Medizin zu studieren. Gemeinsam mit seinem Freund Stolz geht er an die Universität in Pest, und beide werden schließlich Ärzte. Ihr erster Einsatz führt sie an die Geburtenstation eines Krankenhauses.
Semmelweis lässt der Gedanke keine Ruhe, warum so viele Frauen nach der Geburt sterben. Und warum überleben die Mütter auf der reinen Hebammenstation, ganz ohne Ärzte, deutlich häufiger? Tag und Nacht sucht er nach der Ursache, beinahe besessen von dem Wunsch, das Rätsel zu lösen.
Der Einstieg ins Buch war für mich etwas schleppend, vor allem weil kaum wörtliche Rede vorkommt, was ich normalerweise nicht so gern mag. Doch sobald ich in Semmelweis’ Leben eingetaucht war, hat mich die Geschichte gefesselt.
Péter Gárdos hat das Wirken von Semmelweis hervorragend recherchiert und in einen interessanten und spannenden Roman verwandelt.
Ignaz Semmelweise, ein Mann, der ein Leben lang für die Mütter kämpfte und erst lange nach seinem Tod gehört wurde.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung!



















