Samstag, 7. Januar 2017

Rezension: `Wer Furcht sät` von Tony Parsons


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Selbstjustiz- Ja oder Nein ?

















Der ´Club der Henker` nennt sich die Gruppe, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, dort Selbstjustiz zu verüben, wo ihrer Meinung nach das Rechtssystem versagt hat.
Gewalttäter, die auf freiem Fuß leben, werden durch den Club ihrer vermeintlich gerechten Strafe durch Hinrichtung zugeführt und dabei gefilmt.
Diese Videos werden direkt ins Internet gestellt, wo natürlich auch die Polizei sie zu sehen bekommt.
Detective Max Wolfe ermittelt, wenngleich er, genauso wie ein Großteil der Bevölkerung, die Gründe der Henker nachvollziehen kann, aber es ist nunmal seine Aufgabe, die Täter zu stellen.

Als Leser kann man seinen inneren Konflikt verstehen, denn er wurde mehrmals Zeuge, dass Verbrecher nur mit geringer Strafe davonkamen, während für die Opfer die Tat `Lebenslang` bedeutet. Trotzdem muss er seinen Job ausüben und versuchen, den `Club der Henker` aufzuspüren.

Tony Parsons hat mit Max einen sehr sympathischen Protagonisten geschaffen, den man evt. schon aus den beiden vorigen Bänden kennt. Alleinerziehender Vater mit Kind und Hund, was er aber anscheinend locker meistert.

Allerdings fand ich manche Situationen, in die Max gerät und auf wundersame Weise wieder heil herauskommt, etwas unglaubwürdig.
 Trotzdem habe ich das Buch gern gelesen, weil es die nötige Spannung aufwies und flüssig geschrieben ist. Kurze Kapitel trugen ihren Teil dazu bei und zum ersten Mal hatte ich überhaupt keine Ahnung, wer sich hinter dem `Club der Henker` verbirgt und war sehr überrascht über die Auflösung.
Der Leser erfährt zudem einiges über das historische London, was ich total interessant fand.
Insgesamt ist `Wer Furcht sät` ein spannender Krimi mit kleinen Schwächen, über die man aber gut hinwegsehen kann.






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