Montag, 7. August 2017

Rezension: `Böse Seelen` von Linda Castillo

* * * * *
Undercover bei den Amischen!!












Kate Burkholder, Polizeichefin in Painters Mill in Ohio und ehemalige Amische, wird von der Polizei aus dem Bundesstaat New York um Amtshilfe gebeten. Dort kam in der amischen Gemeinde ein Mädchen ums Leben und es gibt allerlei Gerüchte um die Gemeinde und ihren Bischof. Irgendetwas stimmt nicht mit den Leuten. Niemand von ihnen will jedoch mit der Polizei reden und so tappen die Ermittler ziemlich im Dunkeln.
Die Idee ist nun, Kate als ehemalige Amische dort einzuschleusen. Sie soll sich als Witwe ausgeben und der Gemeinde beitreten.
Das ist natürlich ziemlich heikel, weil sie als Amische auch die Sitten und Gebräuche annehmen muss.
Das bedeutet, jetzt ist sie ziemlich auf sich allein gestellt, denn wenn man ihr die Rolle abnehmen soll, darf sie nicht durchs Handy oder gar einen Wagen auffallen.
Kate überlegt nicht lange und sagt zu, zum Ärger ihres Lebenspartners Tomasetti, der die Sache für zu gefährlich hält.
Es gelingt Kate schnell, sich mit Mitgliedern der Gemeinde anzufreunden, wobei sie direkt merkt, alle sind extrem eingeschüchtert, wenn es um den Bischof geht.
Kate ermittelt heimlich, findet auch bemerkenswerte Dinge heraus, die sich dort abspielen und dass der Tod des Mädchen nur die Spitze des Eisbergs ist. Schon bald befindet sie sich jedoch selbst in großer Gefahr...
Mir hat diese neue Story supergut gefallen, hatte das Buch in zwei Abenden ausgelesen. Es war mal ganz anders als die übrigen Fälle, in denen Kate in ihrem Revier und mit ihren Kollegen ermittelt hat.

Ich lese immer gerne über die Amischen und fand diesen Fall besonders spannend. Linda Castillo hat einen flüssigen Schreibstil und  die kurzen Kapitel tragen dazu bei, den Spannungsbogen konstant oben zu halten. Die Autorin hält sich nie mit unwichtigen Beschreibungen oder Details auf, um die Seiten zu füllen.
In diesem Band war besonders gut, dass es nicht soviel Privatkram von Kate und Tomasetti gab, denn das hat mich in den vorigen Bänden etwas genervt.

 Hier ging es wirklich nur um diesen außergewöhnlichen Fall, der mit einem Ende überraschte, das ich überhaupt nicht erwartet hätte.

Eine ganz klare Leseempfehlung für den neuen Band um Kate Burkholder und die Amischen!!



                               
 Ich danke dem Fischer Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Freitag, 4. August 2017

Rezension: `Unorthodox` von Deborah Feldman

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Regeln-  Zwänge- Verbote
















Deborah Feldman wächst in einer strengen jüdischen Familie auf, die der chassidischen Gemeinde angehört. Das Leben besteht allezeit aus Sitten, Ritualen, Zwängen und Gebräuchen. Als junges Mädchen darf Deborah nichts von dem, was andere Jugendliche in ihrem Alter so tun, noch nicht einmal lesen.
Sie muss sich züchtig anziehen, die Kleidung ist immer lang und unmodern. Die Frauen rasieren sich die Köpfe, damit kein Fremder ihre Haare sieht, tragen stattdessen  Perücken. Kontakt zu Andersgläubigen geht gar nicht.
Deborah möchte sich eigentlich schon früh  gegen die strengen Regeln zu Hause auflehnen, trotzdem gehorcht sie artig und auch als ihr ein Ehemann ausgesucht wird, willigt sie ein. Ehen werden grundsätzlich von den Eltern und der Familie arrangiert, ein Mitspracherecht gibt es für die Eheleute nicht. Die Regeln und Sitten, wie es abzulaufen hat, an welchen Tag was geschieht, wann man den Mann zum ersten Mal sieht usw. ist alles streng reglementiert. Aufgeklärt wird niemand von den jungen Leuten, aber es gibt Unterricht, in dem dem Paar erklärt wird, wie evtl eine Hochzeitsnacht abläuft.
Doch weder Frau noch Mann haben eine Ahnung, was wirklich passiert. Am nächsten Tag wird sofort alles von der Familie kontrolliert und wehe, es ist kein Blut im Laken.
Es wird ein unglaubliches Theater um die Periode der Frau gemacht, da sie in der Zeit und danach als unrein gilt. Anschließend muss ein Rabbi  tagelang weiße Tücher kontrollieren, ob kein Blut mehr zu sehen ist.  Zuletzt muss die Frau in ein Badehaus gehen und wird von Badefrauen gewaschen, was tlw. auch sehr unangenehm und intim ist. Danach erst ist die Frau wieder rein und der Mann darf sie berühren.
 Ein anderes wichtiges Thema ist das Verhalten am Sabbat. Es darf absolut nichts getan werden, Mütter mit kleinen Kindern dürfen  diese nicht  auf der Straße tragen, denn etwas tragen ist nicht erlaubt. Also müssen sie dann zu Hause bleiben, wenn die Familie sich bei Verwandten trifft. Als dringend ein Krankenwagen benötigt wird, wird auch erwartet, dass man die Schmerzen bis Sabbatende aushält, weil telefonieren eine unerlaubte Tätigkeit wäre. Zu Anfang des Buches nahm ich an, wir befinden uns in irgendeiner anderen Zeit, aber das Ganze spielt sich im 21. Jahrhundert ab. Unvorstellbar, ich konnte eigentlich immer nur mit dem Kopf schütteln, ich finde es unfassbar, in der heutigen Zeit so etwas zu lesen. 
Das ganze Leben der chassidischen Juden besteht nur aus strengen Regeln, Unmengen an Bräuchen und Verboten. 
Ich mag seit jeher die jüdische Kultur mit ihren Sitten und Gebräuchen und lese gerne darüber. Doch gegen die chassidische Gemeinde sind ja sogar die Amischen  noch fast fortschrittlich.

Das Ende kam etwas abrupt, ich hätte mir Deborahs Ausstieg aus der Gemeinde doch etwas ausführlicher beschrieben gewünscht. Ansonsten ist `Unorthodox` ein Buch, das ich unbedingt empfehlen kann, wenn sich jemand für das Thema interessiert.
Wer Lust hat, kann übrigens eine ganze Menge bei Google nachlesen.



 Ich danke dem   btb Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares


Mittwoch, 2. August 2017

Rezension: `Rebenblut` von Ellin Carsta

Bildunterschrift hinzufügen
* * * * *
Die Geschichte um Isabel geht weiter!!!


















  Gysinheym am Rhein, im Jahre 1359. 
Schon der erste Band um Isabel Velten und ihre Familie hat mich begeistert. Auch im zweiten Teil geht es, wie der Titel schon vermuten lässt, wieder um die Weinberge.
Eigentlich läuft alles recht gut, Isabel lebt mit ihrer Freundin Hanna und allen Kindern zusammen im Haus ihres verstorbenen Mannes und der Weinanbau ist mehr als erfolgreich. Einige Weinberge haben sie vom Kloster Johannisberg gepachtet, andere Hänge sind Isabels Eigentum. 
Hannas und Isabels inzwischen erwachsene Söhne, Albert und Matthis, befinden sich auf einer Geschäftsreise, um die Gastwirte und Abnehmer der Weinfässer zu besuchen. Die Abwesenheit der Männer nutzt der intrigante Bischof, um hinterhältig die vorhandenen Verträge mit dem Kloster zu ändern. Da Isabel als Frau keine Unterschriften leisten darf, ist niemand da, der dem Bischof Einhalt gebieten kann. Da fällt Isabel ihrerseits eine List ein. Hanna soll Albert und Matthis mit den beiden jüngeren Söhnen hinterherreisen. Vielleicht schaffen sie es, die beiden zu finden und sie rechtzeitig zurückzuschicken.

Ellin Carsta hat es wieder geschafft, mich ganz  ins 14. Jahrhundert eintauchen zu lassen. Spannend beschreibt sie den Alltag zur damaligen Zeit, der besonders schwierig war für Frauen, die auf sich gestellt waren und keinen Ehemann an ihrer Seite hatten.
Ich bin immer wieder beeindruckt, wie die Menschen früher gereist sind und  wie beschwerlich es war.
 Um von Gysinheym nach Bremen zu gelangen, war man sehr lange unterwegs, teilweise zu Fuß, mit dem Schiff und zu Pferde. Wenn ich darüber lese, muss ich immer denken, wie einfach man heutzutage mit dem Auto, Zug oder Flugzeug in kurzer Zeit überall hinkommt.

Viele interessante Charaktere, die wir teilweise auch schon aus dem vorigen Band kennen, treffen wir wieder, aber es kommen auch neue hinzu.

In Bremen lernen Hanna und ihre Söhne Anna von Goossen kennen, die den Lesern aus dem Buch `Die Duftnäherin` sicher noch in guter Erinnerung ist. Das hat mir gefallen und auch das Hansefest spielt wieder eine Rolle.
  Doch leider klappt nicht alles so, wie sich Isabel das vorgestellt hat.
Sie hat viele Hürden zu überwinden und immer werden ihr vom Bischof und seinem Gefolge neue Steine in den Weg gelegt. Bis irgendwann das Schicksal, ganz unerwartet und erbarmungslos zuschlägt und die Familien auseinanderreisst. Von einem Tag zum anderen ist alles anders und zudem die ganze Existenz bedroht.
Kann Isabel sich noch einmal aufraffen und weiterkämpfen oder gibt sie aufgrund der schrecklichen Verluste, die sie erlitten hat, auf?
Der zweite Teil der `Reben-Bücher` hat mir genauso gut gefallen wie der erste. Es ist leichte Lektüre, die sich wunderbar zum Abschalten und Wohlfühlen eignet, idealerweise für den Urlaub.
Das Ende des Buches lässt auf eine Fortsetzung hoffen.




.Wenn Ihr noch eine andere Meinung zum Buch hören möchtet, guckt mal bei Monis Zeitreise

Montag, 24. Juli 2017

Rezension: `Du sollst nicht leben` von Tania Carver

* * * * *

Der Rechtsprecher!!

















Diesmal hat sich Tania Carver zwei abgefahrene Stories ausgedacht. Detective Phil Brennan wird zu einem Mordfall gerufen, bei dem eine junge Frau und ihr Kind vor den Augen des Partners getötet wurden.
Der Leser hat diesen Mord aber schon vorher hautnah mitbekommen.

Gleichzeitig ist Phils Ehefrau und Profilerin Marina in einen anderen, auch spannenden Fall verstrickt. Sie muss in einer Psychiatrischen Anstalt ermitteln.
Im dritten Handlungsstrang erfahren wir einige Dinge  aus der Sicht des Täters.
Tania Carver wechselt in rasantem Tempo zwischen den Fällen hin und her, trotzdem ist das Buch nicht unruhig,
Der Täter nennt sich `Der Rechtsprecher` und er hat sich nur Phil als Verhandlungspartner bei der Polizei ausgesucht. Ihn ruft er an-  immer bevor er den nächsten Mord begeht.
Mit seinen Opfern geht er äußerst brutal vor und den Lesern bleiben keine Einzelheiten erspart.
Es gab ein paar Ungereimtheiten für mich, doch darüber konnte ich gut hinweglesen, weil der Thriller mich ansonsten durchweg gefesselt hat.
Genauso fand ich Marinas Fall extrem spannend, auch wenn das Ende mich nicht ganz zufrieden zurückgelassen hat. Ich bin mir sicher, es gibt eine Fortsetzung, doch das dauert ja meist ein Jahr und bis dahin habe ich schon wieder vergessen, um was es ging.
Trotzdem kann ich eine ganz klare Leseempfehung  für diesen spannenden, packenden Thriller aussprechen !!






Ich danke dem Ullstein Verlag und Netgalley für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Samstag, 22. Juli 2017

Es gibt wieder einen Gewinner !!!

Liebe Leser.
Ich mache es heute mal kurz😄

Das Exemplar von `Die Räuberbraut` von Astrid Fritz hat gewonnen::
Direkt die Nummer 1
Martina von Martinas Buchwelten

Herzlichen Glückwunsch !!
Bitte schick mir noch Deine Adresse..

Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für die Bereitstellung des Gewinns.

Mittwoch, 19. Juli 2017

Rezension: `Die Töchter der Heidevilla` von Madeleine Harstall


* * * * *
Schöner Familienroman mit geschichtlichem Hintergrund!!


















Die siebenjährige Zilla wird heimlich von ihrer Mutter aus der DDR ausgeschleust. Allein in der Fremde, jedoch mit neuen Pflegeeltern, geht sie ihren Weg, studiert und wird erfolgreich im Beruf. Die Ehe mit Richard ist allerdings nicht ganz so, wie sie es sich ursprünglich vorgestellt hatte.

Nach Öffnung der Grenzen bleibt ihr die leibliche Mutter fremd, doch als diese sie bittet, einige Wochen die Pferdezucht zu leiten, da sie ins Krankenhaus muss, sagen Zilla und Richard zu.

Durch Zufall findet Zilla im Haus ein Heft, in dem ihre Großmutter  ihre Lebensgeschichte aufgeschrieben hat.

Sie beginnt zu lesen und wir werden  in die Zeit vor und während des zweiten Weltkrieges versetzt.  Zilla gewinnt völlig neue Erkenntnisse über sich und ihre Herkunft und auch Richard wird gezwungen, die Vergangenheit seiner Familie aufzuarbeiten.

Das Buch ist flüssig geschrieben und hat mir gut gefallen, wenn es auch zwischendurch manchmal an ein Verwirrspiel im Theater erinnerte, was aber nicht wirklich störte. 

 Die Flucht aus Ostpreußen, alle Mühen und Qualen, werden Zilla vom alten Pferdewirt Aki berichtet und nach und nach fügt sich alle Gelesene und Gehörte zu einer komplexen Geschichte zusammen, an der Zillas und Richards Ehe zu zerbrechen droht.

Die Töchter der Heidevilla sind allesamt, in jeder Generation, starke Persönlichkeiten gewesen, die sich oft allein durchkämpfen mussten.
Ein sehr schöner, lesenswerter Familienroman mit liebevoll gezeichneten Charakteren und interessantem geschichtlichen Hintergrund.





Ich danke  Dotbooks Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares

Dienstag, 18. Juli 2017

Rezension: `Blutschmuck` von Petra Mattfeldt

* * * * *
Spannend ohne viel Blutvergießen!!!



















 Profiler Falko Cornelsen und seine Freundin Sarah treffen auf der Beerdigung von Sarahs Mutter auf Lisa Schönfeld, eine ehemalige Freundin der Verstorbenen.

Als sie die Bernsteinkette an Sarahs Hals sieht,  legt sie auf dem Friedhof urplötzlich ein verstörendes Verhalten an den Tag, schreit los und reagiert völlig hysterisch und bevor Falko nachfragen kann, ist sie verschwunden.
Weder Sarah noch Falko lässt dieses Verhalten Ruhe und Falko beginnt Nachforschungen anzustellen.

 Um überhaupt an Informationen über Lisa Schönfeld zu kommen, muss er tief im Polizei-Archiv graben. Er wird wirklich fündig und stößt auf einen ungeklärten alten Fall, bei dem es um die Vergewaltigung von Lisa Schönfeld und ihrer Mutter geht und die Täter nie gefasst wurden.
 Je mehr Falko sich damit beschäftigt, umso mehr wird ihm klar, dass er in ein Wespennest gestochen hat. Es scheint  in der Vergangenheit noch eine ganze Menge Fälle gegeben zu haben, alle mit der gleichen Vorgehensweise der Täter, die aber nie aufgeklärt wurden. Es stellt sich heraus, dass bei den Ermittlungen extrem geschlampt wurde.
Diese alten Vergewaltigungsfälle  wurden schon lange zu den Akten gelegt, doch Falko ist so angefixt, dass er sie wieder aufrollen möchte.

In `Blutschmuck` geht es in erster Linie um die Ermittlungen. Falko redet mit Betroffenen von damals, setzt Puzzlestück für Puzzlestück zusammen und leider gibt es auch in Sarahs Familie dunkle Geheimnisse, die nach und nach ans Tageslicht kommen.
Ich liebe diese Art von Krimi, in denen es hauptsächlich  um Nachforschungen geht, weil die Verbrechen in der Vergangenheit liegen.

In einem anderen Erzählstrang blendet die Autorin in die  60er Jahre zurück und einer der Täter, um die es hier geht, kommt zu Wort.
 Das macht das Ganze erst recht spannend, da der Leser schon Einzelheiten kennt, während Falko und seine Kollegen noch im Dunkeln tappen.

`Blutschmuck` hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, habe es in zwei Abenden gelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.
Es hat mir richtig gut gefallen und wer es auch nicht gern so blutrünstig mag, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen.






Ich danke dem Gmeiner Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 17. Juli 2017

Gewinner !! Gewinner !! Gewinner !!


Vielen Dank für eure zahlreiche Teilnahme am Gewinnspiel!!!

Je ein Buch `Wo ist Jay?` haben gewonnen :




Mikka liest     
                           Melanie Mona Berg
  Ilo Na L  




               Herzlichen Glückwunsch !!!!!!!

Bitte schreibt mir eure Adressen und ob Ihr lieber ein Print oder eBook möchtet.

Vielen Dank an Astrid Korten für die Bereitstellung der Verlosungsexemplare.

Samstag, 15. Juli 2017

Mit einem Bein im Gefängnis- Frauen im fahrenden Volk





Mit einem Bein im Gefängnis- Frauen im fahrenden
Volk


Armut war um 1800, also in der Zeit, in der die „Räuberbraut“ spielt, durchaus ein Massenphänomen. Noch hatte die industrielle Revolution Deutschland nicht erreicht, mit ihren ausgebeuteten Fabrikarbeitern, Mietskasernen und Elendsvierteln in den Städten, und so ist die Armut bislang vor allem auf dem Land sichtbar, wo Scharen von Hausierern und Bettlern, Musikanten und „Zigeunern“ (damals auch Ägypter genannt), verarmten Handwerkern und Landjuden über die Dörfer zogen. Die meisten waren halbsesshaft, viele auch wohnsitzlos, eine staatliche Armenfürsorge in unserem Sinne gab es in den Landgemeinden nicht. In Krisenzeiten von Missernten und Teuerungen zog wohl über ein Viertel der Bevölkerung wohnsitzlos durchs Land
Auch meine Protagonistin Juliana Blasius gehörte zu dieser „soziale Randgruppe“. Am 22. August 1781 wurde sie als Tochter des Bänkelsängers und Musikanten Hannikel Blasius in Weierbach geboren, ein Dorf bei Idar-Oberstein. Schon als Kind zog sie mit dem Vater und den Schwestern über Land, um sich mit Musik ihr Brot zu verdienen.
Juliana Blasius
Sie waren also Teil des fahrenden Volks, auch wenn sie in einem bescheidenen Häuschen zur Miete wohnten. Wohnsitzlos war die Familie zwar nicht, aber ihr Leben nicht weniger ärmlich: Man weiß, dass sie zeitweise auf Almosen angewiesen war. In diesen Genuss kam man allerdings nur, wenn man in seiner Heimatgemeinde das Bürgerrecht besaß – etlichen aus der Unterschicht blieb dies verwehrt, etwa den Zugezogenen oder den unehelich Geborenen.
Wurde Armut in früheren Jahrhunderten als gottgegeben erlitten und erlebt, immerhin mit dem Anspruch auf Almosen und der tröstlichen Aussicht auf ein gerechtes Jenseits, so hieß es jetzt, mit der Ablösung des Feudalsystems durch den frühen Kapitalismus: Jeder ist seines Glückes Schmied, und wer arm ist, ist selbst schuld! Der Kleinbürger wie der Wohlhabende war mit seinem Urteil schnell bei der Hand: Arbeitsscheue Strolche, herrenloses Gesindel schimpften sie das fahrende Volk und erwarteten von der Obrigkeit strikte Maßnahmen, die da waren: strenge Aufenthaltsgesetze (für Reisen außerhalb der Heimatgemeinde brauchte es Papiere, ebenso wie für jegliches Gewerbe), häufige Passkontrollen, harte Strafen wie Landesverweis oder Arrest. 

 "Wo ist der Pass" von Carl Spitzweg © Museum Georg Schäfer, Schweinfurt
                           


Von Carl Spitzweg gibt es hierzu übrigens ein wunderbar ironisches Gemälde: Ein Gendarm fragt in seinem bairischen Dialekt bärbeißig Musikanten nach ihrem Pass, und einer der Musikanten zeigt auf sein Musikinstrument, einen Bass (siehe Bild).
Auch wenn auf dem Land das Anklopfen an der Tür noch immer zum Alltag gehörte, auch wenn man dort Gaukler und Musikanten durchaus als Abwechslung schätzte und auf Hausierer als Nachrichtenüberbringer angewiesen war – Obrigkeit und Bürgertum trugen einen gut Teil dazu bei, das fahrende Volk zu kriminalisieren und seinen angeblichen Hang zu Sittenlosigkeit, Faulheit und Anarchie zu verteufeln.

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Frauen aus der Unterschicht waren von Verarmung besonders bedroht - als Witwen, als Mütter unehelicher Kinder. Der Verlust des Ernährers bedeutet für sie eine wirtschaftliche Katastrophe, an deren Ende oft das Leben mit Kleinkindern auf der Straße stand, und so gab es unter dem „umschweifenden Gesindel“ tatsächlich einen Frauenüberschuss. Kinder hingegen waren in der Minderzahl, es waren zumeist Säuglinge, die die Frauen mit sich führten. Dies erstaunt nur auf den ersten Blick: Halbwüchsige sorgten weitgehend für sich selbst, und kleinere Kinder wurden den Mütter oft rigoros weggenommen und in private oder staatliche Fürsorge verbracht. Eine Heirat wäre für viele ledige junge Frauen sicherlich ein Ausweg aus dem Landfahrermilieu gewesen, doch die Heiratsgesetze jener Zeit waren streng: Das Mindestalter war hoch (bei Männern zumeist um die Fünfundzwanzig), und es brauchte eine behördliche Genehmigung. Die gab es nur beim Nachweis, dass der Mann wirtschaftlich in der Lage war, eine Familie zu versorgen, was für einen Taglöhner jahrelanges Sparen hieß, und bei „liederlichem Lebenswandel“ wurde die Heiratserlaubnis ohnehin verwehrt. So kam es, dass viele Paare mit Kindern zur Unehelichkeit verdammt waren und sogar aus eben diesem Grund auswanderten.
Aus Selbstschutz schlossen sich die Frauen auf der Straße zu Gruppen zusammen, der karge Besitz passte auf ein Handwägelchen oder in einen Ranzen. Sie lebten von Gelegenheits- und Handarbeiten, Hehlerei oder illegalem Trödel, vom Betteln, Mundraub auf den Feldern oder Kleindiebstählen: Während die eine an der Haustür bettelte, stahl die andere einen Hafen Schmalz aus dem Keller, ein Hemd von der Wäscheleine. Auf der anderen Seite war ein stabiles Beziehungsnetz, auch zu den Dörflern, überlebensnotwendig. Trotz der Nähe zum kleinkriminellen Milieu hatten sie durchaus ihren Ehrbegriff und einen Hang zu bürgerlichen Normen: Man war stolz auf ein schönes Stück Kleidung oder auf die bei der Erntehilfe verdienten Groschen, beim Rasten wurden Strümpfe und Röcke geflickt, die Schuhe mit Schweineschmalz geschmiert.
Waren diese Frauen nun freier als ihre bürgerlichen Geschlechtsgenossinnen? Ein Stück weit sicherlich, unterlagen sie in ihrer Kleingesellschaft doch weniger Zwängen, und die männliche Vorherrschaft fehlte in der Regel. Sie waren aber auch bedrohter durch ihr Leben auf der Straße, litten nicht selten an Hunger und Krankheiten. Manch eine mochte unter diesen prekären Verhältnissen beschließen, noch einen Schritt weiter zu gehen und gegen Geld den eigenen Körper zu verkaufen. Oder aber sich einer Räuberbande anschließen. Wenigstens die Sorge um das tägliche Brot war damit behoben.
Auch Juliana Blasius wollte sich dem alltäglichen Elend entziehen und schloss sich daher aus freien Stücken dem jungen Räuberanführer Johannes Bückler an – nach dem Motto: anderswo ist es allemal besser.

Vielen Dank, liebe Astrid Fritz für diesen ausführlichen Beitrag!!

Mehr über die Autorin findet Ihr auf ihrer HOMEPAGE


Astrid Fritz (c) Wioletta Neiss

`Die Räuberbraut`  erscheint am 21.07.2017 und Ihr könnt hier ein Exemplar gewinnen!! 



Was müsst Ihr tun, um zu gewinnen?? Es wäre schön, wenn Ihr Leser hier auf dem Blog werdet und meine Facebook Seite liked!
Ansonsten reicht ein Kommentar hier drunter oder bei Fb und Ihr hüpft in den Lostopf.

Markiert gerne eure Freunde und teilt auf euren Blogs und bei Fb.
Bis zum 21.07.2017 um 23 Uhr habt Ihr Zeit, danach lose ich mit random.org aus.

Wenn Ihr noch nicht 18 Jahre alt seid, brauche ich die Einwilligung eurer Eltern.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ich wünsche euch viel Glück !!!


Die einzelnen Stationen der Blogtour erfahrt Ihr, wenn Ihr auf der Startseite auf den Button kickt..

Morgen geht es weiter mit Teil II der Frauen im fahrenden Volk bei Die Rabenmutti


Donnerstag, 13. Juli 2017

Ankündigung !!!



Liebe Leser, morgen beginnt eine Blogtour zu dem neuen historischen Roman von Astrid Fritz `Die Räuberbraut`, der am 21.07.2017 im Wunderlich/ Rowohlt Verlag erscheint.
 Schon übermorgen könnt Ihr hier meinen Beitrag `Mit einem Bein im Gefängnis- Frauen im fahrendenVolk` lesen. Ich freue mich, wenn Ihr mal vorbeischaut. Zu gewinnen gibt es auch etwas!!!!






Die einzelnen Stationen hier nochmal:

14. Juli Von der Musikkneipe zum Buchprojekt 
www.rowohlt.de


15. Juli Mit einem Bein im Gefängnis (I): Frauen im fahrenden Volk

16. Juli Mit einem Bein im Gefängnis (II): Frauenleben im Räubermilieu zwischen Angst und Emanzipation

17. Juli Astrid Fritz’ Reise durch den idyllischen Hunsrück – mit der Kamera auf den Spuren der Schinderhannesbande

18. Juli Schinderhannes' Schauplätze im Spiegel der Zeit

19. Juli Was Astrid Fritz zum Schreiben braucht: ihren PC, viel Ruhe und eine Tüte Haribo

20. Juli Astrid Fritz im Gespräch - ein Interview

21. Juli Astrid Fritz liest «Die Räuberbraut» - ein Video


Dienstag, 11. Juli 2017

Sommer- Gewinnspiel !!!!


Hat euch gestern die Rezension von `Wo ist Jay?` gefallen? 
Ab heute könnt Ihr hier drei Exemplare gewinnen.


Klickt aufs Cover und Ihr gelangt zu Amazon


  H I E R  findet Ihr meine Rezension.

Mehr über die Autorin Astrid Korten und ihre Bücher findet Ihr 
H I E R

©Astrid Korten



Was müsst Ihr tun, um zu gewinnen?? Es wäre schön, wenn Ihr Leser hier auf dem Blog werdet und meine Facebook Seite liked!
Ansonsten reicht ein Kommentar hier drunter oder bei Fb und Ihr hüpft in den Lostopf.

Markiert gerne eure Freunde und teilt auf euren Blogs und bei Fb.
Bis zum 16.07.2017 um 23 Uhr habt Ihr Zeit, danach lose ich mit random.org aus.
Ihr könnt entscheiden, ob Ihr lieber ein eBook oder Print möchtet.
Wenn Ihr noch nicht 18 Jahre alt seid, brauche ich die Einwilligung eurer Eltern.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ich wünsche euch viel Glück !!!

Montag, 10. Juli 2017

Rezension: `Wo ist Jay?` von Astrid Korten

* * * * *
Der schöne Schein trügt!!!!



















Mia Beckers Freundin Jay de Winter verschwindet spurlos, ohne sich zu verabschieden oder irgendwo zu melden. Nur ihr Ehemann Hugo hat angeblich eine Nachricht erhalten, dass Jay ihn und die Kinder verlassen hat.
Mia kann das nicht glauben und will Jay als vermisst melden, doch der gemeinsame Freundeskreis hält das für unnötig und benimmt sich merkwürdig. Was verschweigen die Freunde? Was wissen sie?

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Dabei kommt jedesmal einer der Freunde, eingeteilt nach Datum, zu Wort und der Leser erfährt nach und nach, wie die Tage vor Jays Verschwinden verlaufen sind und was danach geschah.

Alle haben ihre Geheimnisse und es kommt heraus, dass auch Jay kein Engel gewesen ist, nur Mia scheint als Einzige nie etwas mitbekommen zu haben.
Trotzdem beharrt sie darauf, nach Jay suchen zu lassen und probiert alles, um sie zurückzuholen.

`Wo ist Jay?`  war mein erster Roman von Astrid Korten und er hat mir gut gefallen. Sie hat total unterschiedliche Charaktere geschaffen, nach außen hin die besten Freunde, die alle anscheinend eine perfekte Ehe führen. Doch guckt man einmal hinter die Fassaden, tun sich wahre Abgründe auf. Der ganze Freundeskreis scheint nur ein einziges Lügengebilde zu sein.

Ist Jay wirklich freiwillig gegangen, wurde sie entführt oder ist sie womöglich schon tot? Als in der Nähe ein Mord geschieht und das Opfer Jay zum Verwechseln ähnlich sieht, ist wieder nur Mia überzeugt, dass etwas nicht stimmt.
Der Schreibstil ist flüssig,  der Leser wird durch verschiedene Wendungen immer wieder in die Irre geführt und kann  nur rätseln, was es mit Jays Schicksal auf sich hat.
Ich würde sagen, so etwas kann sich nur ein Autor ausdenken, aber dann las ich, dass es sich um eine wahre Begebenheit handeln soll. Wahnsinn, die besten Geschichten schreibt anscheinend doch das Leben...
Neid, Intrigen, Hass, Lügen, Missgunst, hier ist wirklich alles vertreten.  `Wo ist Jay?` ist ein spannender Thriller, der mich von Anfang bis Ende gefesselt hat!!


Wenn euch die Rezension Lust auf das Buch gemacht hat, guckt doch morgen mal hier, da gibt es etwas zu gewinnen!!!


Montag, 3. Juli 2017

Rezension: `Wenn Du vergisst` von Lisa Ballantyne

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Gefühlvoller Roman mit leichten Krimi- Elementen!!









Das Buch beginnt mit dem Unfall der Lehrerin Margaret, bei dem ein fremder Mann ihr das Leben rettet. Durch den Unfall wird bei Margaret etwas losgetreten, das sie lange Jahre verdrängt und vergessen hatte.
Sie möchte herausfinden, was sie so beschäftigt, hat aber keinerlei Anhaltspunkt. An viele Jahre ihrer Kindheit hat sie überhaupt keine Erinnerungen, sie weiß nur, was sie von ihren Eltern gehört hat. Und zwar, dass sie lange im Krankenhaus war und lieber vergessen solle, was gewesen ist.
Doch nach dem Unfall möchte sie unbedingt herausfinden, was damals geschah. Und dann findet sie auf dem Dachboden ihrer Eltern eine alte Kiste mit Zeitungsabschnitten und einem Tagebuch...

Lisa Ballantyne schreibt in verschiedenen Handlungssträngen, die in zwei Zeitebenen eingeteilt sind. 1985 erleben wir den 26jährigen George McLaughlin, der von einem anderen Leben träumt. Er möchte seine damalige Freundin Kathleen und seine kleine Tochter überraschen und mit ihnen auf und davon gehen. Das Problem ist nur, dass das Mädchen ihn nicht kennt und Kathleen inzwischen glücklich verheiratet ist.
Er beobachtet die Familie und als das Mädchen allein zur Schule geht, entführt er sie.
Diese Geschehnisse werden von mehreren Personen aus unterschiedlichen Blickwinkeln wiedergegeben.
In Rückblenden dürfen wir zusätzlich auf Georges Elternhaus und seine schlimme Kindheit blicken, wie der Alltag bei den McLaughlins ablief und alle Geschwister und die Mutter vor dem gewalttätigen Vater zitterten.
Das Leben hat George hart mitgespielt, seine Handlungen sind meist unüberlegt und naiv. Er tat mir oft leid, weil er durchaus kindliche Züge im Körper eines erwachsenen Mannes hat.

Schon Lisa Ballantynes erster Roman hat mich begeistert und auch hier hat sie sich wieder eine fesselnde Story ausgedacht, die man, dank des lockeren Schreibstils sehr flüssig lesen kann.

Die Autorin hat sehr unterschiedliche, interessante Charaktere geschaffen, auch der Reporter Agnus war sehr gut beschrieben, obwohl ich nicht verstanden habe, warum Christen den Sabbat so streng halten. Das war mir gänzlich neu, aber vielleicht gibt es irgendwo religiöse Gruppen, die das so praktizieren.

`Wenn Du vergisst` würde ich als einen gefühlvollen Roman mit leichten Krimi-Elementen bezeichnen, bei dem der Spannungsbogen die ganze Zeit oben gehalten wird, obwohl es weder blutig noch sonderlich actionreich ist.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter !!


            


Ich danke dem Btb Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.



Sonntag, 2. Juli 2017

Gewinner !!!!!!!!

Ihr Lieben, ich habe drei Gewinner ermittelt !!!




 Über je ein Exemplar von Petra Mattfeldts Blutschmuck dürfen sich freuen:

Sandra S.

                        Wiebke W.
             
und 

Kati von Katis Bücherwelt, die hier auf dem Blog mitgemacht hat.


Herzlichen Glückwunsch und allen anderen vielen Dank fürs Mitmachen!!!!

Bitte schickt mir noch eure Adressen, damit ich sie schnell an Petra Mattfeldt weitergeben kann.

Dienstag, 27. Juni 2017

Rezension: `Die honigsüßen Hände` von Marion Johanning

* * * * *
Ein Lesevergnügen!!!



















Ich muss gestehen, der Buchtitel hat mich zuerst etwas abgeschreckt, doch inzwischen weiß ich, dass er sich aufs Backen bezieht.
Die junge Beatrix wird an den adeligen Arnold von der Ahe verheiratet, doch ihre Ehe ist die Hölle. Arnold misshandelt sie und hält sie bei Wasser und Brot auf seiner Burg gefangen.
Zusammen mit der Dienerin Mechthild gelingt Beatrix eine abenteuerliche Flucht nach Köln.
Dort schafft sie es, sich einen Namen als Kuchenbäckerin zu machen und obwohl sie und Mechthild sich als Schwestern aus der Eifel ausgegeben haben, bietet das nicht wirklich Sicherheit vor Entdeckung.
 In Köln lernt sie einen Mann kennen, in den sie sich verliebt. Aber er ist nicht frei, genauso wenig wie Beatrix und die Angst, Arnold könnte sie finden, überschattet alles...

Marion Johanning hat sehr interessante Charaktere geschaffen, facettenreich und lebendig beschrieben.
Obwohl das Buch 500 Seiten dick ist, hatte ich beim Lesen keine Minute Langeweile. Beatrix` Leben verläuft  sehr ereignisreich und die Autorin hat gut recherchiert und den Alltag im Köln des 13. Jahrhundert authentisch dargestellt.
Auch die Entwicklung der Backkünste vom einfachen Obstkuchen bis hin zu den edelsten Marzipantorten fand ich sehr interessant. Beatrix tüftelt und probiert, bis ihr wieder etwas Neues gelingt. Zur damaligen Zeit war es alles andere als einfach, denn die Zutaten waren schwer bis gar nicht zu beschaffen. Sie musste oft improvisieren, weil ein Gewürz etc. fehlt.  Zucker wurde als weißes Gold bezeichnet und war extrem teuer und fast gar nicht zu bekommen.
Beatrix stellt trotzdem die herrlichsten Torten her, die ihr jede Menge Kundschaft bescheren, doch gleichermaßen wieder Ärger mit der Zunft.
Viele Wendungen und verschiedene Ereignisse machen `Die honigsüßen Hände` zu einem wahren Lesevergnügen! Eine ganz klare Kaufempfehlung von mir !







Donnerstag, 22. Juni 2017

Gewinnspiel !!!!!





                                                       
                                                        
                            Es ist soweit !!
                                    
Am 05.07.2017 erscheint ein neuer `Falko Cornelsen- Thriller` von Petra Mattfeldt                                                                                                                 

©A.Lunau



                          >BLUTSCHMUCK<



Darum geht es:
Die Kommissarin Sarah Bischoff lernt auf der Beerdigung ihrer Mutter Lisa Schönfeld kennen, die sich als eine Freundin aus Jugendtagen vorstellt. Nachdem Lisa eine Halskette an Sarah bemerkt, verschwindet sie sichtlich verstört von der Trauerfeier. Sarah Bischoff beginnt daraufhin mit ihrem Freund, dem Profiler Falko Cornelsen, hinter das Geheimnis des Schmuckstücks zu kommen und öffnet damit die Tür zu einem dunklen Kapitel, in dem auch ihre eigene Familie eine bedeutende Rolle zu spielen scheint.




Klickt u. gelangt zu Amazon


Mehr über Petra Mattfeldt erfahrt Ihr auf ihrer HOMEPAGE


©A.Lunau





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Dienstag, 20. Juni 2017

Rezension: `Sieh nichts Böses` von Inge Löhnig

* * * * *

Der beste Dühnfort- Krimi !!!!
















Lange mussten die Leser auf einen neuen Inge Löhnig- Krimi warten, aber ich kann sagen: Es hat sich gelohnt!!
 Kommissar Dühnfort beginnt mit den Ermittlungen, nachdem während einer Hundeprüfung durch Zufall eine Frauenleiche gefunden wurde. Recht schnell ist die Identität der Toten geklärt, doch als die Polizisten zu den Eltern der jungen Frau fahren, um ihnen die schreckliche Nachricht zu überbringen, sind sie mehr als erstaunt über die Reaktionen, die sie dort erleben.


Außerdem erwarten Dühnfort und seine Frau Gina ihr erstes Kind und leider gibt es da eine nicht so schöne Nachricht der Ärzte. Eigentlich mag ich nicht viel Privatkram der Ermittler im Krimi, doch hier hat es mich komischerweise gar nicht gestört. Man fiebert quasi mit, wie die beiden mit der neuen Situation umgehen und wie sie sich entscheiden werden.
Inge Löhnig  lässt uns in verschiedenen Handlungssträngen mehrere Familien kennen lernen und zwar ziemlich ausführlich, sodass man eine Verbindung aufbauen kann. Scheinbar haben die Personen nichts miteinander zu tun und immer wenn ich dachte, mir ginge ein Licht auf, löste sich der Verdacht fürs Erste wieder auf.
Auch Dühnfort und sein Team kommen nicht so recht voran. 
Gibt es bei dem Mord an der jungen Frau eine Verbindung zu einem zurückliegenden Mordfall und was hat es mit den Affenfiguren auf sich, die neben den Toten gefunden wurden?

Ich habe lange keinen so perfekt konstruierten Krimi mehr gelesen. Alle anfänglich losen Fäden werden zum Schluss verknüpft und zu einem fulminanten Ende zusammengeführt.
Ich mag alle `Dühnfort`- Bände, aber für mich ist `Sieh nichts Böses` der beste! 
Extrem spannend geschrieben, fesselnde Story mit vielen Wendungen- einfach genial!
Das war mal wieder so ein Buch, bei dem ich traurig war, als ich es zuschlagen musste.
 Lesegenuss von der ersten bis zur letzten Seite!!






Ich danke dem Ullstein Verlag und Netgalley für die Zusendung des Rezensionsexemplares.