Mittwoch, 26. April 2017

Rezension: ` Der Himmel über Ceylon` von Linda Cuir



* * * *
Berührende Geschichte mit interessanten Einblicken in die Kultur.











Die junge Teepflückerin Anjali erhofft sich etwas anderes vom Leben, als nur Tee zu pflücken und sich zur Krönung ein Kind von einem Aufseher andrehen zu lassen.
Trotz der Missbilligung ihrer Mutter schwänzt sie die Arbeit auf der Plantage und steigt zum Tempel, um die Götter um eine bessere Zukunft zu bitten.
Dabei trifft sie auf den adeligen Engländer Tom. Er bietet ihr an, bei seinen Eltern als Küchenhilfe zu arbeiten und es scheint, als hätten die Götter ihren Wunsch erhört.
Anjali verliebt sich in Tom und nimmt an, dass es ihm ähnlich geht, doch leider läuft alles bald ganz anders als erwartet.
Anjali lässt sich jedoch nicht unterkriegen, steht schwierige Zeiten ganz allein durch, schafft es aber immer wieder, Menschen zu finden, die ihr zugetan sind und so baut sie sich mehrmals etwas Neues auf. Fleißig arbeitet sie an ihren Ideen, doch wohin ihr Weg sie am Ende führt, ist nie ganz klar. Viele Niederlagen und menschliche Enttäuschungen muss Anjali einstecken, doch aufgeben kommt für sie nie in  Frage.

Die Geschichte ist sehr interessant, in den 60er Jahren und später gab es in Ceylon immer noch Kastendenken, obwohl es offiziell abgeschafft wurde.
Zwischendurch zieht es sich allerdings etwas, da hätte man das Geschehen ein wenig zusammenraffen können. Anjalis Verhalten aufgrund ihrer Mentalität konnte ich manchmal nicht nachvollziehen, da merkte man wieder den Unterschied zwischen europäischem und asiatischem Denken.


Eine berührende, sehr schön erzählte Geschichte mit vielen interessanten Eindrücken und Hintergründen über Ceylon und das Leben dort, die andere Kultur, den Unterschied zwischen arm und reich. Die Autorin hat gut recherchiert  und dem  Leser die Lebensweise, die Götter und das Kastenwesen nähergebracht.

Durch den Prolog ist der Leser sicher, dass noch etwas Bedeutendes in Anjalis Leben passiert und dass sie es auf jeden Fall geschafft hat.


 Ich danke dem Dotbooks Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Sonntag, 23. April 2017

Verlosung !!! Blogger schenken Lesefreude !! Welttag des Buches!!!



Der Welttag des Buches ist da !! Und natürlich mache ich auch in diesem Jahr wieder mit bei der Aktion   Blogger schenken Lesefreude


                                   

                   Ich verlose 3 Exemplare von

                                                   

Worum geht es im Buch?
1886 wird die Millionenmetropole Chicago, deren Bevölkerung zu einem Drittel aus deutschen Einwanderern besteht, zum Schauplatz des ersten Bombenanschlags in der Geschichte der USA. Die Brüder Jack und Bob Hunhoff, zwei ehemalige Polizisten aus Chicago, die jetzt im Dakota-Gebiet leben, kehren an ihre alte Wirkungsstätte zurück, um durch eigene Ermittlungen die Freilassung ihres Freundes Andreas Brenner zu erreichen, der nach dem Anschlag verhaftet wurde.
"Mit Müh und Not" ist der dritte Band in Kai Blums Auswanderer-Serie, die einen Bogen von den 1880er Jahren bis ans Ende des Zweiten Weltkriegs spannt.

Meine Rezension findet Ihr  H I E R

Man kann das Buch lesen, ohne die Vorgänger zu kennen. Trotzdem solltet Ihr euch den Lesegenuss nicht entgehen lassen.  Hoffnung ist ein weites Feld   und  Man erntet, was man sät lohnen sich auf jeden Fall auch!






Biografie

Kai Blum ist ein Autor von Ratgebern und historischen Kriminalromanen. Er lebt seit 22 Jahren in den USA und hat bisher sieben Bücher geschrieben: die praktischen Ratgeber "Alltag in Amerika", "Immobilien in den USA" und "Bessersprecher Englisch (US)", den unterhaltsamen "Fettnäpfchenführer USA" sowie die historischen Auswanderer-Krimis "Hoffnung ist ein weites Feld", "Man erntet, was man sät" und "Mit Müh und Not".




Kai Blums Blog 1000 kleine Dinge in Amerika. Hier solltet Ihr unbedingt mal reinschauen, genauso wie auf seine Facebook Seite.





Wie könnt Ihr gewinnen???

Bitte schickt mir bis zum 27.04.2017-- 23  Uhr eine email unter Betreff `Amerika`  an 

die_rezensentin@yahoo.de 

Ich würde mich freuen, wenn Ihr Leser auf dem Blog werdet oder meine   Facebookseite liked. 
Wenn  Ihr noch nicht 18 Jahre alt seid, brauche ich die Einwilligung eurer Eltern.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die Auslosung erfolgt mir Random.org .

                Viel Glück!!!!

Donnerstag, 20. April 2017

Rezension: `Bestechung` von John Grisham

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Bestechung- Korruption- Mord



















Das BJC ist eine  Rechtsaufsichtsbehörde in Florida, die u.a. gegen korrupte Richter ermittelt, doch diesmal haben es die Mitarbeiter mit einem besonderen Fall zu tun.
Offensichtlich ist hier nichts, sondern sie bekommen die Informationen durch einen Kontaktmann, der nicht offiziell in Erscheinung treten möchte und der den wahren Whistleblower auch nur über einen Mittelsmann kennt. Die gesammelten Hinweise reichen aber nicht für eine Anklage, deswegen muss das BJC verdeckt vermitteln und hieb- und stichfeste Beweise beschaffen.
Das macht es für die BJC- Anwältin Lacy und ihren Kollegen Hugo nicht gerade einfach, etwas herauszukriegen. Zumal es sich bei den Beschuldigten um hochrangige Geschäftsleute und Richter handelt. Erschwerlich kommt hinzu, dass die Fälle sich größtenteils auf dem Gebiet der Indianer abgespielt haben, bei denen sich fast gar nicht ermitteln lässt.
Als ein schrecklicher Unfall passiert, wird dem BJC klar, mit welchen Methoden die gegnerische Seite kämpft und dass sie um jeden Preis verhindern will, dass die Machenschaften ans Licht kommen.

John Grisham hat einen sehr komplexen Fall geschaffen. Zuerst hatte ich Schwierigkeiten, die vielen Personen richtig zuzuordnen, vor allem, da sie einmal mit Vor- und manchmal mit Nachnamen erwähnt werden. Aber das fand ich eigentlich nur am Anfang etwas verwirrend, danach  blickt man gut durch.
Es geht um Korruption, Bestechung, Gefälligkeitsurteile bei Gericht und Mord, insgesamt Verbrechen im ganz großen Stil. Eine Mafia agiert auf dem Gebiet der Indianer, die ihre eigenen Gesetze haben und nicht gerne jemanden dahinterblicken lassen. Ich habe das mal gegoogelt, es scheint wirklich heute in einigen Reservaten noch so zu sein.
Als der wichtigste und bisher einzige Informant, plötzlich spurlos verschwunden ist, spornt das Lacy und ihre Kollegen an, jetzt erst recht weiter an dem Fall dranzubleiben.
Lacy und Hugo sind zwei sympathische Protagonisten, auch Lacys Bruder Gunter fand ich trotz seiner eigenen Art sehr unterhaltsam.

Ich liebe John Grishams Bücher und mir gefallen die Themen, bei denen es ja  meist hauptsächlich  um Anwälte und Gerichte geht.
Manchen mag der Stoff etwas trocken vorkommen, doch durch Grishams Schreibstil wird fast  jedes öde Thema zu einem Pageturner. Ich fand die Ermittlungen sehr spannend und fieberte mit, ob das BJC der Korruption ein Ende machen kann, oder ob die Beteiligten ihre Schäfchen vorher ins Trockene bringen können und ohne Strafe davonkommen.
Bisher überraschte uns John Grisham bei seinem Büchern ja immer mit einem Klopper zum Ende, mit dem man überhaupt nicht rechnete und der das Ganze in ein völlig neues Licht stellte. Beim letzten Buch fehlte mir das allerdings und ob es hier wieder so ist, möchte ich nicht verraten.
`Bestechung` ist ein lesenswertes Buch, auch wenn es nicht eins seiner besten ist.










 Ich danke  Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.






Mittwoch, 12. April 2017

Rezension: `Die Strandräuberin` von Ines Thorn

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Sylt im 18. Jahrhundert!!!


















1711, Jördis lebt seit dem Tode ihrer Eltern mit der Großmutter zusammen in einer Kate auf der Insel Sylt. Den Lebensunterhalt für beide verdient sie sich mit dem Sammeln von Strandgut oder dem Voraussagen der Zukunft durch das Runenorakel, das die Großmutter aus ihrer Heimat Island mitgebracht hat.

Ines Thron  beschreibt das Leben zur damaligen Zeit sehr authentisch. Das Klima war rau, die Leute hatten es schwer, lebten vom Fischfang oder der Seefahrt. Und natürlich von der Strandräuberei, was aber bei Strafe verboten war. Es herrscht Armut, trotz harter Arbeit gab es  wenig zu essen und zu wenig Material, um den Ofen anzufeuern. Die Mädchen konnten froh sein, wenn sie einen Ernährer gefunden hatten, der sie heiratet. Die Liebe spielte da eher eine Nebenrolle. Umso glücklicher war Jördis, als Arjen, ihr heimlicher Schwarm sie bittet, seine Frau zu werden.
Doch dann kommt alles anders...
Eifersucht, Neid und Hinterlist zerstören ihr Glück und zu allem Übel werden Jördis und ihre Großmutter auch noch als Hexen beschimpft und verurteilt.

Die Autorin hat vielschichtige Charaktere geschaffen, liebenswert bis bösartig, es geht um  Intrigen, Missgunst, üble Nachrede, aber auch Liebe und Vergebung.

`Die Strandräuberin`  ist ein einfach zu lesender historischer Roman, den ich an einem Wochenende verschlungen habe.
Die Geschichte um Jördis konnte mich direkt fesseln, ich hatte keine Minute Langeweile und deshalb vergebe ich gerne 5 Sterne für diese unterhaltsame Lektüre.




Dienstag, 4. April 2017

Kindle Paperwhite im Angebot!!!




Guten Morgen, Ihr Lieben,
in dieser Woche gibt es den Kindle Paperwhite für 79,90Euro im Angebot!
Das ist ein Knallerpreis!!
Ich bin immer noch total glücklich mit meinem Paperwhite und kann ihn wirklich empfehlen.
Die Beleuchtung ändert sich je nach Lichtverhältnissen und macht das Lesen sehr angenehm.

Wenn Ihr oben auf das Foto klickt, gelangt Ihr zum Angebot. (Ich weiß aber nicht, wie lange es gilt, also wenn, seid schnell) 

Montag, 3. April 2017

Rezension: `Das Geheimnis von Chaleran Castle` von Elaine Winter

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Schönes für entspannte Lesestunden!


















Die Reisejournalistin Felicia wird von ihrem Chefredakteur nach Schottland geschickt, um einen ausführlichen Artikel darüber zu schreiben. 
Fasziniert von dem alten Chaleran Castle bleibt sie länger, als ursprünglich geplant war, irgendetwas an den alten Gemäuern lässt sie nicht los. Als die Besitzerin der Burg ihr eine Schatulle mit Briefen und Tagebuchaufzeichnungen überlässt, stößt sie beim Lesen auf eine  Familientragödie, die ihr einen zusätzlichen Grund bietet zu bleiben.
Das ist ihr gar nicht so unrecht, denn es gibt auch einen Mann, der sie mehr als nur interessiert.
Zusätzlich erfährt sie plötzlich Dinge, die ihr eigenes Leben komplett auf den Kopf stellen.

`Das Geheimnis von Chaleran Castle` ist eine nette Lektüre, die mich gut unterhalten hat. In angenehmem Stil schreibt die Autorin in zwei Zeitebenen, sodass wir auch einiges über die Verfasserin der Tagebücher erfahren.
Interessant fand ich auch, einige Dinge über das Leben in Schottland mitzubekommen, z.B. über Clans und ihre Gebräuche.
Die wundervolle Landschaft hat Elaine Winter so bildhaft beschrieben, dass ich sie genau vor Augen hatte, bildete mir sogar ein, den Duft der Wiesen riechen zu können. Trotzdem verlor sie sich nicht in langatmigen und übertriebenen Ausschmückungen, sondern konzentrierte sich auf das wirkliche Geschehen.

Das Buch eignet sich für entspannte Stunden, in denen man mal in das schöne Schottland abtauchen kann und eine bezaubernde Familiengeschichte geboten bekommt.




Samstag, 1. April 2017

Rezension: `AchtNacht` von Sebastian Fitzek

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Wahnsinnig- Irre- Fitzek !!!

















Ben Rühmann gerät am 8.8. durch Zufall mitten in ein Onlinespiel, in dem es darum geht, einen Menschen zu nominieren und zu jagen. Abends wird ein Name gezogen und wer es schafft, den Ausgelosten innerhalb der AchtNacht zu töten, gewinnt 10 Millionen Euro.
Jeder darf jeden, dessen Nase einem nicht passt, nominieren.

Ist dieses massenpsychologisches Experiment Utopie oder könnte es wirklich so passieren? Ich weiß nicht, ob das nicht tatsächlich möglich wäre, wo Menschen für sehr viel weniger als 10 Millionen einen Mord begehen.
Der Nominierte ist Ben, der das Spiel überhaupt nicht kennt und zuerst  gar nicht kapiert, was los ist. Seine Verfolger haben genau eine Nacht Zeit, ihn zu töten und das Geld zu gewinnen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Ben muss die AchtNacht überleben und gleichzeitig für seine schwerkranke Tochter das sein.
Man fiebert mit, denn die ganze Zeit überlegte ich, was wäre, wenn es einen selbst beträfe? Wem könnte man trauen, wer würde einen locker für das Geld verraten?
Trotzdem empfand ich vieles als sehr unrealistisch und konstruiert. Bens Handlungen konnte ich teilweise gar nicht nachvollziehen und auch das Ende hat mich nicht zufrieden zurückgelassen.
Der Schreibstil ist wie immer- schnell, rasant, ereignisreich. In kurzer Zeit passiert enorm viel, wie man es eigentlich auch von Fitzek gewohnt ist. Diesmal ist jedoch durch das extreme Tempo leider die Spannung etwas auf der Strecke geblieben.









Ich danke dem   Droemer Knaur Verlag.....für die Zusendung des Rezensionsexemplares

Mittwoch, 29. März 2017

Rezension: `Mit Müh und Not` von Kai Blum

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Spannend geht es weiter!!!


















Der dritte Teil um die deutschen Auswanderer spielt 1886 in Chicago, rund um den Haymarket Bombenanschlag.
Andreas Brenner, Mitarbeiter der deutschen Arbeiter- Zeitung, wird zusammen mit vielen anderen verhaftet, weil er während der Explosion vor Ort war.
Die Brüder Bob und Jack Hunhoff, die nun im Dakota Gebiet leben, bekommen die Nachricht von Andreas` Verhaftung und machen sich direkt auf den Weg in die Stadt, denn als ehemalige Chicagoer Polizisten haben sie vielleicht die Möglichkeit etwas zu erfahren, das Andreas helfen könnte.
Der Autor lehnt seinen Roman ganz nah an die historischen Tatsachen,  die Mitwirkenden haben sogar zum großen Teil wirklich gelebt.
Die Streiks und Forderungen der Arbeiter nach kürzerer Arbeitszeit und Mitbestimmung wurden systematisch verhindert und das Haymarket Bombenattentat war eine perfekte Gelegenheit, um die Verschwörer und Anarchisten ein für alle mal hinter Gittern zu bringen oder gar zum Tode zu verurteilen.
Wie auch mit den ersten beiden Bänden schaffte Kai Blum es erneut, mich zu begeistern. Authentisch schildert er die historischen Ereignisse und hat die fiktiven Charaktere mit ihren Erlebnissen gekonnt eingebaut. Ich fand das Buch richtig spannend, und wieder einmal wurde mir klar, wie schwierig die Anfänge waren, um kürzere Arbeitszeiten, faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Viele mutige Männer setzten sich mit ihrem Leben für den Kampf um Gerechtigkeit und ein Ende der Lohnsklaverei ein. 

Da zwischen den einzelnen Bänden immer eine große Zeitspanne liegt, hatte ich die Charaktere aus den ersten beiden nicht mehr auf dem Schirm. Also kann man auch mit dem dritten Teil anfangen, wäre allerdings schade, wenn man sich Hoffnung ist ein weites Feld  und Man erntet, was man sät entgehen lassen würde.
Als Krimi im üblichen Sinne würde ich `Mit Müh und Not` gar nicht bezeichnen, eher als vielschichtigen historischen Roman, der  mich bestens unterhalten hat.

Von mir eine ganz klare Kaufempfehlung !!!

                                  


Donnerstag, 23. März 2017

Rezension: `Die Festung am Rhein` von Maria W. Peter

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Eindrucksvoller Roman rund um den Bau einer Festung!!!



















Coblenz, 1822. Der junge Halbfranzose Christian, Soldat in der preußischen Armee, wird des Verrats beschuldigt. Wichtige Unterlagen über den Bau der neuen Festung soll er gestohlen und an die Franzosen verkauft haben. Seine Schwester Franziska glaubt kein Wort davon und versucht, die Unschuld ihres Bruders zu beweisen. Immer wieder läuft ihr dabei der preußische Leutnant Rudolph über den Weg. Es kommt so weit, dass er sie nun auch des Verrats bezichtigt.
Die Festung Ehrenbreitstein wurde 1817-1828 erbaut und thront bis heute über Rhein und Mosel.
Genau 200 Jahre später erscheint der Roman, für den die Autorin sehr genaue Recherche betrieben hat.
`Die Festung am Rhein` ist eine umfangreiche Geschichte mit liebevoll gestalteten Figuren. 
Rudolph, der typische Preuße, wie man ihn sich so vorstellt und Franziska, ein zartes, aber charakterstarkes Persönchen mit ziemlich viel Mut und Eigensinn. Die Geschichte wird mal von Rudolph und mal von Franziska erzählt, sodass der Leser verschiedene Blickwinkel kennenlernt.
Durch die Suche nach dem wahren Verräter kommen die beiden sich, trotz gegenseitigen Misstrauens, doch näher.
Eine Verbindung zwischen einem Preußen und einer Halbfranzösin war zur damaligen Zeit eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, zusätzlich gehören beide noch unterschiedlichen Konfessionen an.

Sollte ein Offizier vorhaben zu heiraten, ging dies nicht ohne Einwilligung des Königs, was allerdings nur selten gestattet wurde.
Sehr interessant fand ich generell das Verhältnis der Rheinländer zu den Preußen, das die Autorin authentisch beschrieben hat.
Maria W. Peter hat die außergewöhnliche Geschichte um Franziska und Rudolph in einen wahren historischen Hintergrund eingearbeitet und eine ganze Menge Wissenswertes hineingepackt.

Herausgekommen ist ein eindrucksvoller Roman, der einem gemütliche Lesestunden beschert und  dazu noch lehrreich ist.

Am Anfang des Buches befindet sich eine Karte der Gebiete, die es dem Leser leichter macht, sich alles bildlich vorzustellen und im Anschluss wird noch einmal einiges an historischen Fakten erklärt und beschrieben.




  Ich danke dem   Bastei Lübbe Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Samstag, 18. März 2017

Rezension: `Nachts in meinem Haus` von Sabine Thiesler


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Muss man nicht gelesen haben!

















Während der Maler Tom seine Ehefrau Charlotte auf Dienstreise wähnt, vergnügt er sich mit der Frau seines Freundes.
Durch eine fatale Verwechslung hält er die zurückgekommene Ehefrau für einen Einbrecher und tötet sie.
Ab da beginnt eine Reihe von Missverständnissen und Fehlentscheidungen, die sich durch das ganze Buch ziehen.
 Zu Anfang gefiel mir die Story noch, doch irgendwann wurden die Handlungen völlig unrealistisch und unverständlich.
Dazu gibt es verschiedene Nebenstränge, die eigentlich völlig unwichtig sind, sozusagen die Geschichte in der Geschichte. Außerdem werden viele Fäden gesponnen, die am Ende lose herumbaumeln.
Ich weiß nicht, wieso die Ehekrise des Carabinieri so ausführlich geschildert werden musste. Auch die Erzählungen über die Clique von Tom und Charlotte fand ich eigentlich überflüssig, weil sich niemand von ihnen wirklich darum kümmerte, was passierte. Die Italienerin Lucia sollte wohl für Spannung sorgen, doch das ging leider ebenso in die Hose.
`Nachts in meinem Haus` ist total konstruiert, ich kann mir beim besten Willen und auch mit viel Fantasie nicht vorstellen, dass es wirklich so ablaufen könnte. Trotzdem habe ich weitergelesen, weil mir  der Schreibstil eigentlich gefiel und es auch nicht wirklich langweilig war. Aber leider kamen dauernd neue Klöpse, die das Ganze immer unglaubwürdiger erscheinen ließen.






   Ich danke dem Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 13. März 2017

Ausgezählt......

Puh... Die Gewinner zu ermitteln war ein Stück Arbeit....😅 Ich danke allen, die mitgemacht haben, für die vielen Kommentare hier und bei Facebook..
Nun ist es soweit!!!!! 

Je ein Exemplar von
                                    

                                                          


haben gewonnen.....

Sabine P.   Daggi   Alex W.  Jeannette H. Sandra K.H.

                   Herzlichen Glückwunsch !!!!


Bitte schickt mir eure Adresse per mail oder bei fb per PN.
Allen anderen danke ich fürs Mitmachen  und.... das nächste Gewinnspiel kommt bestimmt!!😀

Vielen Dank nochmal an den www.droemer-knaur Verlag für die Bereitstellung der Gewinne.

Mittwoch, 8. März 2017

Rezension: `Die silberne Spieldose` von Mina Baites

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Eine ergreifende Familiengeschichte!!











Paul Blumenthal und seine Familie betreiben seit jeher Juweliergeschäfte in Hamburg und Lübeck.
Als es Anfang der dreißiger Jahre für Juden zu gefährlich wird in Deutschland, ziehen einige ihrer Verwandten nach Kapstadt, während Paul das Geschäft weiterführt. Genauso wie Onkel Max in Lübeck, hofft er, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis wieder alles beim Alten ist. Die Bevölkerung wird sich das nicht länger gefallen lassen und irgendjemand wird Hitler Einhalt gebieten.
Leider müssen sie schon bald erfahren, dass dem nicht so ist...

`Die silberne Spieldose` erzählt eine ergreifende Familiengeschichte, die im ersten Weltkrieg beginnt und in den 1960er Jahren endet.
Ich habe schon viele Bücher zu dem Thema gelesen, aber dieses hat mich von Anfang bis Ende gefesselt.
Ich finde es immer wieder unfassbar, dass Freunde, mit denen man zusammen zur Schule ging und aufgewachsen ist, sich plötzlich so gegen einen wenden können, nur weil man Jude ist. Zumal man das ja schon immer war und es vorher niemanden gestört hat.
Ganz schlimm fand ich auch, dass Pauls Vater im ersten Weltkrieg für Deutschland gekämpft hat und das Eiserne Kreuz für seine Tapferkeit erhalten hat und im zweiten Weltkrieg gelten er oder seine Familie dann plötzlich als Staatsfeinde?

Die Silberne Spieldose, die einst Pauls Vater für ihn hergestellt hat, schenkt er seiner Tochter Margarete, die sie wie einen Augapfel hütet.
Die Geschichte macht einen Zeitsprung, als die Spieldose 1965 bei der Engländerin Lilian im Nachlass ihrer Eltern auftaucht. Besteht eine Verbindung zu den Blumenthals? Lilian beginnt mit Nachforschungen....

Mina Baites hat in sehr angenehmen Stil eine authentische Familiengeschichte über mehrere Generationen geschrieben, die mich tief berührt hat.

Dieses Buch konnte man nicht einfach nach dem Lesen zur Seite legen und zu einem neuen greifen, sondern es wird mich noch einige Zeit beschäftigen.

Absolute Kaufempfehlung, zumal das eBook im Moment nur 4,99€ kostet!!!








Dienstag, 7. März 2017

Rezension: `Die Zärtlichkeit des Augenblicks` von Heike Fröhling

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 Die Zärtlichkeit des Augenblicks!!
















Nach einem Streit mit ihrem Freund entscheidet sich Kristin kurzfristig, alleine nach Schottland zu reisen. Sie steht in Verhandlungen, eine alte Geige zu kaufen und nun hat sie die Möglichkeit, eine Entscheidung wegen ihrer Beziehung aufzuschieben und gleichzeitig das Stück persönlich zu begutachten.
Der Verkäufer der Geige ist Ethan, ein älterer Mann, der seit vielen Jahren taub ist.
Irgendetwas zieht Kristin zu ihm hin und sie freunden sich an. Er zeigt ihr eine jahrelang verschollene Komposition von Mendelssohn.  Nach und nach kommt heraus, wie er an die Papiere gelangt ist, doch da steckt noch ein Geheimnis dahinter und Kristin will es auf jeden Fall herausbekommen..

Das Buch fängt gemächlich an, Kristin lässt es ruhig angehen in Schottland, sie verbringt Abende mit Ethan, wobei er ihr Vieles anvertraut.
Im letzten Drittel ändert sich der Stil etwas und es passiert eine ganze Menge in kurzer Zeit.
Die Story hat mir gefallen, auch wenn ich es manchmal etwas unrealistisch fand, dass Ethan gerade einer Fremden nun alles erzählt, worüber er jahrzehntelang geschwiegen hat. Er überlässt Kristin die Entscheidung, was sie mit der Information anfangen soll. 

`Die Zärtlichkeit des Augenblicks` ist ein Roman, der sich sehr intensiv mit dem Geigenspiel befasst. Obwohl ich völlig unmusikalisch bin und kein großes Interesse daran habe, hat mich die Geschichte gefesselt. Ich fand total spannend, wie die Autorin so intensiv über die Gefühle geschrieben hat, die man beim Geige spielen empfindet. Es muss ja eine ganz besondere Faszination davon ausgehen. 

Bis auf ein paar wenige Schwachstellen handelt es sich um einen sehr liebevoll geschriebenen Roman, der sich leicht lesen lässt.



Rezension: `Die heimliche Heilerin und die Toten` von Ellin Carsta

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Neues von Madlen !!!


















Die ersten beiden Bände um die Heilerin Madlen sind mir bereits bekannt und ich freute mich auf ein Wiederlesen mit den schon liebgewonnenen Figuren.
Madlens Leben verlief bisher nicht immer glatt und umso mehr gönnte ich ihr nun etwas Ruhe mit ihrer Familie in Köln.
Doch dann passiert etwas, das ich mir beim besten Willen nicht vorgestellt hätte, denn Madlen wird von einem schweren Schicksalsschlag getroffen und ihr Leben ändert sich von einer Minute zur anderen.
Überstürzt, ohne sich zu verabschieden, muss sie flüchten und Köln auf unbestimmte Zeit verlassen.
Mir hat gefallen, dass sie immer auf Menschen trifft, die ihr wohlgesonnen sind und so ist sie nie ganz allein.
Ich bin immer wieder fasziniert, wie damals die weiten Wege bewältigt wurden. Für eine Strecke, die man heute in einer oder mehreren Stunden problemlos schafft, wurden früher Tage, Wochen oder sogar Monate benötigt. Und diese Reisen waren alles andere als bequem.
Irgendwann ist Madlen in der Lage, an dem, was passiert ist, das Gute zu erkennen, denn sie kann endlich ihren langjährigen Traum verwirklichen und Medizin studieren.
Doch natürlich nagt an ihr, was ihr in Köln widerfahren ist. Wird sie jemals Gerechtigkeit erlangen?

Ellin Carsta hat zum dritten Mal eine spannende Geschichte um die heimliche Heilerin gewoben.
Man sollte allerdings die ersten Bände ruhig gelesen haben, um die Entwicklung und die Zusammenhänge besser zu verstehen, aber natürlich kann man auch erst jetzt einsteigen.
Bekannte Gesichter treffen wir im dritten Teil wieder,  den Erzbischof, Schwiegermutter Elisabeth und Tante Agathe.
In `Die heimliche Heilerin und der Medicus` habe ich mich immer gefragt, wieso Medicus Franz von Beyenburg  so schnell von der Bildfläche verschwunden ist, doch jetzt findet man dazu eine plausible Erklärung.

`Die heimliche Heilerin und die Toten` ist eine gelungene Mischung aus Roman und Krimi, denn auch diesmal geht es wieder darum, einen Verbrecher zu überführen und zu verurteilen.
Ellin Carsta überzeugt, wie gewohnt, mit einem flüssigen Schreibstil und sympathischen Protagonisten. Sie hält sich nicht mit ausufernden Beschreibungen oder einem `in die Länge ziehen` auf, sondern  Madlens Leben ist so ereignisreich, dass das völlig genügt.
Wieder einmal wurde klar, dass es auch in der damaligen Zeit starke Frauen gab, die ihren Weg gingen und ihre Ziele durchsetzten.
 Die lebendige und bildhafte Schreibweise macht das Lesen sehr angenehm und so wurde ich wieder bestens unterhalten.







Montag, 6. März 2017

Rezension: `Der Tod so kalt` von Luca D`Andrea



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Der Tod so kalt!!!
















Drehbuchautor Jeremiah Sahlinger überlebt einen Lawinenrutsch, doch mit den psychischen Folgen hat er zu kämpfen, denn er fühlt sich schuldig am Tode seiner Kollegen.
Den Film, der eigentlich gedreht werden sollte, muss sein Kumpel Maik fertigstellen.
Sahlinger verkriecht sich währenddessen nach Südtirol in die Heimat seiner Frau.
Durch Zufall entdeckt er, dass vor 30 Jahren in der Bletterbach- Schlucht ein Massaker stattfand, bei dem drei Menschen grausam hingerichtet wurden.  Das Verbrechen wurde nie aufgeklärt und niemand zur Verantwortung gezogen.
Sahlingers journalistischer Jagdtrieb wird geweckt und er versucht zu recherchieren, doch er stößt  bei den Dorfbewohnern auf eine Mauer des Schweigens. 
 Luca D `Andreas Roman fing ziemlich vielversprechend an, doch dann folgen langatmige Passagen, unterbrochen durch völlig unrealistische Situationen und Handlungen.
Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen, doch das Buch hätte gut und gerne 200 Seiten weniger haben können, denn so habe ich  des Öfteren quergelesen, weil es mir zu langweilig war.
 Manchmal ist es spannend, dann plätschert es wieder vor sich hin, für mich war es eher ein Roman und kein Thriller.
Viele überraschende Wendungen lockern das Ganze zwischendurch auf, doch insgesamt konnte mich das Buch nicht vom Hocker reißen.



Ich danke dem DVA Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Donnerstag, 2. März 2017

Rezension: `Blinde Schatten` von Anna Martens

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Blinde Schatten!!



















Die Goldschmiedin Johanna wacht  im Krankenhaus auf und kann sich an nichts erinnern. Auch nicht an den Überfall, bei dem sie schwer verletzt wurde.
Die Polizei ermittelt halbherzig und tappt ziemlich im Dunkeln, vermutet aber,  dass es sich um jemanden handelt, den Johanna kennt.
Nach der Entlassung fühlt Johanna sich nirgendwo mehr sicher, denn der Täter läuft frei herum und sie erinnert sich nicht an ihn. Und schon bald wird klar, jemand beobachtet sie und trachtet ihr nach dem Leben!

Der  Thriller fängt spannend an, doch im Laufe des Buches lässt es zwischendurch etwas nach, weil Johanna  teilweise sehr impulsiv und nicht nachvollziehbar handelt.
Einerseits verdächtigt sie fast jeden aus ihrem Umfeld und andererseits vertraut sie einem fast völlig Fremden. Anstatt in sicherer Umgebung zu bleiben, rennt sie immer wieder panisch weg und begibt sich in gefährliche Situationen.


 Mit eigenen Nachforschungen möchte sie Klarheit über die Zeit vor dem Überfall bekommen, denn die fehlt ihr komplett. Dabei erfährt sie einiges über sich und  ihr Vorleben, das sie nicht in gutem Licht dastehen lässt.


Anna Martens Schreibstil ist flüssig, lässt sich gut lesen. Auf der Suche nach dem Täter baut sie viele falsche Fährten ein, die den Leser immer wieder auf neue Gedanken bringen. Sie arbeitet mit psychologischen Finessen, wodurch einige Gänsehautmomente garantiert sind. 
 Johannas Angst und Panik werden sehr authentisch beschrieben, sodass ich fast mitleiden konnte. Trotzdem ist man nicht sicher, ob sie wirklich immer noch verfolgt wird, oder sich alles nur einbildet. Denn ihre Psyche ist völlig durcheinander.

Die nötige Spannung ist da, doch bei Johannas Verhalten konnte ich mir manchmal nur an den Kopf fassen. 

Aber ich vergebe gerne 4 Sterne für den Thriller, der mich bis auf die beschriebenen Punkte gut unterhalten hat.




 

Dienstag, 28. Februar 2017

Gewinnt eines von fünf Exemplaren ´AchtNacht´ von Sebastian Fitzek

      Ihr Lieben, es ist mal wieder soweit!!!!


Am 15.03.2017 erscheint ein neuer Thriller von Sebastian Fitzek!!!!!
Und Ihr könnt hier eines von fünf Exemplaren  gewinnen!!!!!


©A.Lunau






Klickt aufs Cover und Ihr gelangt zur Amazon

Was müsst Ihr tun, um zu gewinnen??? 
Hinterlasst einfach bis zum  12.03.2017 um 23 Uhr einen Kommentar hier drunter oder bei Facebook und Ihr hüpft in den Lostopf. 
 Ich freue mich natürlich, wenn Ihr den Post teilt und bei Facebook eure Freunde markiert.
©A.Lunau


Wenn Ihr noch nicht 18 Jahre alt seid, brauche ich eine Einwilligung eurer Eltern.
Die Auslosung erfolgt mit Random.org und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

©A.Lunau


                         Viel Glück wünsche ich euch !!!!!

  Ich danke dem Droemer Knaur Verlag für die Zusammenarbeit !! 


©A.Lunau
          



  Worum geht es im Buch??
Es ist der 8. 8., acht Uhr acht. 
Sie haben 80 Millionen Feinde.
Werden Sie die AchtNacht überleben?

Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.
Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.
In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.
Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.
Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.

Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
Und Ihr Name wurde gezogen!




 Hier könnt Ihr noch mehr über Sebastian Fitzek erfahren  HOMEPAGE.


©A.Lunau

Dienstag, 21. Februar 2017

Rezension: `Die Holunderschwestern` von Teresa Simon

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Lange verborgene Familiengeheimnisse !!


















Katharina ist eigentlich ganz zufrieden mit ihrem Leben, als eines Tages unerwartet der Engländer Alex Bluebird vor ihrer Tür steht. Er übergibt ihr eine alte Kladde, in der sich die  Tagebücher ihrer verstorbenen Urgroßmutter Fanny befinden.
Gespannt stürzt sich Katharina auf die Lektüre, die 1918 beginnt und sie sofort in ihren Bann zieht, denn das Leben ihrer Urgroßmutter schien alles andere als langweilig gewesen zu sein.
Teresa Simon schreibt in zwei Zeitebenen, wechselt immer zwischen Anfang des 20. Jahrhunderts und 2015 hin und her.
Beide Handlungsstränge fand ich spannend, wobei ich noch lieber in Fannys Leben abgetaucht bin.

Die Entwicklung des Nationalsozialismus zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg bekommt man genau mit, denn Fannys beste Freundin ist Jüdin.
Als Fanny zeitweise bei der Familie von Paul Klee, dem Maler, arbeitet, begegnen uns bekannte Namen. Dort trifft sie des Öfteren auf Rainer Maria Rilke, Bert Brecht und Oskar Maria Graf.

Katharina ist eine sympathische Protagonistin, deren Leben ziemlich durcheinander gerät, als durch die Aufzeichnungen lange verborgene Familiengeheimnisse ans Licht kommen.
Dabei befindet sie sich selbst gerade in einem Gefühlschaos, denn der nette Alex ist ihr nicht gleichgültig, doch leider ist er gebunden.



Durch die verschiedenen Zeitebenen ergibt sich eine spannende Story, die Mischung aus historischem Roman und den Geschehnissen in der  Gegenwart verleiht dem Buch die richtige Würze.
Teresa Simon ist mit `Die Holunderschwestern` wieder ein wunderbares Lesevergnügen gelungen!!









Montag, 20. Februar 2017

Gastrezension: `Korrosion` von Peter Beck







Actionreiche Spannung, jedoch fernab der Realität












             Gastrezension von Eva Endejan


Eine reiche ältere Dame wird kurz nach Weihnachten erschlagen in ihrer Wohnung gefunden. Winter, Mitarbeiter der Bank, in der sie Kundin war, und ehemaliger Polizist, hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Testament zu vollstrecken.
Da die Dame es zur Auflage gemacht hat, dass vor Vollstreckung des Testaments herausgefunden wird, welches ihrer drei Kinder ihren zweiten Ehemann vor Jahren durch Einsperren in einen Ofen getötet hat, beginnt Winter zu ermitteln.
Schnell geht es um Familiengeheimnisse, Missbrauch und Schuld.

Parallel zur Handlung wird auf einer zweiten Zeitebene die Geschichte eines Flüchtlings auf dem Weg aus Afrika erzählt. Erst zum Schluss verknüpfen sich beide Ebenen.

Ich lese viele Krimis und der Schreibstil mit relativ kurzen Kapiteln war für mich sehr angenehm.
Jedoch konnte ich mit der Basis der Geschichte bis zum Schluss nicht warm werden, weil sie auf mich extrem unrealistisch wirkte.
Ein Banker, dessen Aufgabe es ist, Ermittlungen anzustellen, der sich bis zum Schluss immer wieder selber in Lebensgefahr bringt und der für eine Kundin der Bank tagelang recherchiert, handelt, zu diversen Familienmitgliedern reist und zuletzt deren Beerdigung organisiert, ist für mich kein realistischer Plot.
Um Spannung aufzubauen, gibt es immer wieder sehr detaillierte Actionszenen, die mir jedoch zu viel des Guten, zu ausgeschmückt waren, und gerade das Finale setzte sich aus Actionhandlungen zusammen, die mir eindeutig zu viel waren, so dass es mir zwischendurch während des Finales sehr langweilig wurde.
Auch die Auflösung der Geschichte am Schluss war für mich keine Überraschung, sondern etwas, was ich schon auf den ersten Seiten erahnt hatte.

                                  Vielen Dank, liebe Eva für diese Gastrezension!!!

Sonntag, 12. Februar 2017

Rezension: `Niemandsmädchen` von Eva Maria Silber

* * * *
Wo ist Christina?




















Das Buch beginnt mit einem Störfall an der Erdgasleitung in einem großen Werk in Ostfriesland, der auf dem Weg ist, sich zu einer Katastrophe auszuweiten. Leute werden evakuiert und das Schlimmste wird befürchtet.
 Zu gleicher Zeit bringt eine Frau im Krankenhaus ein Baby zur Welt, doch sie verhält sich ziemlich komisch, will das Kleine noch nicht einmal ansehen und plötzlich ist sie samt Kind verschwunden.


Kriminalkommissarin Hannah Adams wird mit der Suche nach der verschwundenen Mutter beauftragt, denn die Ärzte befürchten, dass sie dem Neugeborenen etwas antun könnte.
An die Seite wird ihr die junge  Staatsanwältin Leyla Zapatka gestellt, doch Adams fühlt sich ihr überlegen und benimmt sich echt fies.
Trotzdem müssen sie bei der Suche zusammenarbeiten und nach anfänglichen Schwierigkeiten klappt das hinterher auch ganz ordentlich.
Das Buch hat mir gut gefallen, das Thema ist ja leider aktuell. Wie oft liest man, dass Mütter ihre Kinder nach der Geburt töten und verstecken.
Was mich etwas gestört hat, war das Benehmen von Adams und  ihre schnodderige Art, die sich hinterher Gott sei Dank besserte.
Der  Handlungsstrang mit der Umweltkatastrophe wurde irgendwie nicht wirklich weiter verfolgt, den hätte man sich eigentlich schenken können. Der Fall der verschwundenen Frau reichte  für mich vollkommen.
`Niemandsmädchen` ist  ein Krimi ohne große Action, aber trotzdem spannend. Der flüssige Schreibstil, das fesselnde Thema, mit einer ordentlichen Portion Lokalkolorit versehen, ließen mich das Buch in nicht mal zwei Abenden auslesen.








Freitag, 10. Februar 2017

Rezension: `Sturmherz` von Corina Bomann




* * * * *
Tragische Geschichte einer großen Liebe!!









Alexa hat seit vielen Jahren kein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter Cornelia. Nun liegt diese plötzlich mit einem Schlaganfall im Krankenhaus und ist auf die Hilfe ihrer Tochter angewiesen.

 Der Roman spielt in zwei Zeitebenen, wodurch wir die junge Cornelia und ihren Freund Rick während der Sturmflut 1962 in Hamburg kennenlernen.
Aus zwei Sichten wird die Liebesgeschichte des jungen Paares erzählt und warum eine Aneinanderreihung unglücklicher Umstände  damals ein Happy End verhinderten.
Der andere Handlungsstrang spielt in der Gegenwart.
Bei der Durchsicht der Papiere stößt Alexa auf Briefe und Aufzeichnungen, die das Verhalten ihrer Mutter in den vielen Jahren in einem anderen Licht erscheinen lassen.
Alex hat eine Menge Fragen und dann bekommt sie die Gelegenheit, die Geschichte aus erster Hand zu hören, denn Rick ist zurückgekommen.

Corina Bomann lässt den Leser lange darüber im Ungewissen, was damals passiert ist und wieso Cornelia ihrer Tochter nie die nötige Liebe geben konnte.
Nach und nach, Stückchen für Stückchen erfährt man immer mehr und leidet mit den Beteiligten. Trotzdem konnte ich Cornelias Verhalten nicht verstehen oder nachempfinden.
Alexa kämpft ein Leben lang um die Liebe ihrer Mutter und nun, als Cornelia krank ist, scheint sie ihr endlich eine Erklärung zu geben. Aber ist es dafür nicht längst zu spät?
Corina Bomann wirft immer nur Bröckchen hin und so wird die Phantasie der Leser angeregt und man kann selbst versuchen, sich einen Reim auf das Verhalten zu machen.

Gekonnt  springt sie zwischen den Zeiten und verschiedenen Perspektiven hin und her und  fesselt den Leser  mit der tragischen Geschichte einer großen Liebe, durch die viele, auch Unbeteiligte sehr leiden mussten.
`Sturmherz` ist eine leichte Lektüre, die sich  wunderbar zum Entspannen eignet und mich sehr gut unterhalten hat.




lIch danke dem Ullstein Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.