Montag, 3. Oktober 2016

Rezension: `Rebengold` von Ellin Carsta



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REBENGOLD!!!


















Ürdingen, 14 Jahrhundert: Isabel Velten und ihre Familie haben ihr altes Leben hinter sich gelassen und machen sich auf zum Kloster Johannisberg, um dort einen  Weinberg zu pachten und zu bestellen.
Noch hat niemand eine Ahnung, was zu tun ist und ob sie es schaffen, aber sie sind frohen Mutes.
Auf der langen Reise passiert jedoch ein schreckliches Unglück, bei dem Isabels Mann und sein Bruder sterben. Nun sind die junge Witwe,  ihre Kinder und ihre Schwiegermutter ganz allein auf sich gestellt.

Zahlreiche Hindernisse tun sich auf, eine Frau allein darf keine Verträge unterschreiben, keinen Handel betreiben und ohne Ehemann nimmt sie niemand für voll.
Doch Isabel ist eine starke Frau, lässt sich nicht unterkriegen und wächst in manchen Situationen über sich hinaus, während andere sie verzweifeln lassen.

Mir hat sehr gefallen, dass es hier mal um etwas ganz anderes, nämlich um den Weinanbau geht  und der Leser  erfährt, wie vor Hunderten von Jahren Wein hergestellt und vertrieben wurde. Alles wird sehr bildhaft beschrieben, sodass ich die Schauplätze genau vor Augen hatte.
Das interessante Thema, dazu noch das persönliche Schicksal von Isabel und ihrer Familie  ließen mich das Buch nur ungern aus der Hand legen,

Isabel ist eine sehr sympathische Protagonistin, eine mutige Frau, wie es sie zur damaligen Zeit sicher eher selten gab, aber auch die anderen Charaktere sind gut ausgearbeitet und machen  im Laufe der Geschichte eine Entwicklung durch.

Das letzte Buch von Elin Carsta hatte ich als etwas hektisch empfunden, während dieses mich wieder in altbewährter Schreibweise überzeugt hat.
`Rebengold` ist ein sehr gut gelungener historischer Roman, der mich von der ersten Seite an gepackt hat und mir von Anfang bis Ende gefallen hat.





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