Sonntag, 22. März 2015

Rezension: `Sündenbock` von Judith Arendt


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Nichts ist so, wie es scheint!!!  




















Schon im ersten Band hat mich die Geschichte um die Schöffin Ruth Holländer begeistert.
In `Sündenbock` geht es um eine, seit Jahren bettlägerige, alte Frau, die von ihrem Mann vergiftet worden sein soll.
Nicht wirklich ein aufregender Fall und auch relativ klar, doch dann geschieht etwas Unvorhergesehenes beim Prozess...
Auf dieser eher unspektakulären Basis  ist es Judith Arendt gelungen, eine richtig spannende Story zu konstruieren.
Ruth ist eine sympathische Protagonistin, die gerne den Dingen auf den Grund geht und ihr Schöffenamt ernst nimmt.
Hier passt es, dass ihr Privatleben viel Raum einnimmt,was ich sonst nicht so mag. Ihre Beziehung zu Hannes Eisenstrauch, dem Staatsanwalt läuft  nicht so glatt, wie sie es sich eigentlich wünscht. Ihre Kinder werden  immer selbstständiger und auch im Café Parisienne gibt es Probleme.
Die Geschichte ist in mehrere Handlungsstränge unterteilt, wovon einer in die Vergangenheit des alten Ehepaares zurückspringt.
So kann der Leser sich selbst eine Meinung bilden über die Dinge, die in der Wohnung passiert sind.
Nur dass das Ganze am Ende eine völlig andere Wendung nimmt, die ich nie vorhergesehen hätte.
Während des Lesens habe ich mich des Öfteren gefragt, was die verschiedenen Handlungsstränge miteinander zu tun haben sollen.
Es geht dort z.B. um eine junge Frau aus Moldawien, die hier in Deutschland auf der Flucht vor einem Zuhälter ist.
Und was hat Uwe, der langjährige Freund des alten Ehepaares, mit der Sache zu tun?
Ich konnte lange keinen Zusammenhang erkennen, doch Judith Arendt hat die Fäden zum Ende hin perfekt zusammengeführt und die Auflösung fand ich geradezu genial.

Ein fesselndes Buch, das ich in einem Tag verschlungen habe und für das ich eine klare Kaufempfehlung ausspreche!!




Ich danke dem Ullstein Verlag   für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

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