Dienstag, 7. Oktober 2014

Rezension: `Narbenkind` von Erik Axl Sund

* * *


Nicht so spannend wie der erste Teil  !!










Der erste Band der Trilogie endete mit einem Cliffhanger und im zweiten Teil beginnt die Story auch direkt wieder an der Stelle.
Die Polizistin Jeanette Kihlberg sucht ihren Sohn Johan, der auf der Kirmes nach einer Fahrt mit `Free Fall` spurlos verschwunden ist. Auch die Psychologin Sofia, die dabei war, kann keine Angaben zu seinem Verschwinden machen.

An den Fällen der ermordeten Jungen aus dem ersten Teil darf Jeanette nicht mehr weiterermitteln, denn niemand vermisst die Kinder, was sie und ihren Kollegen aber nicht davon abhält, heimlich weiterzuforschen.
Sie wird angewiesen, sich wichtigeren Aufgaben zu widmen und schon gibt es den ersten Toten, einen Geschäftsmann, der auf bestialische Weise ermordet wurde.
Ich glaube, man sollte auf jeden Fall den ersten Band gelesen haben, ansonsten wird es schwierig, die Zusammenhänge zu begreifen. `Narbenkind` baut auf `Krähenmädchen` auf.

Von `Krähenmädchen` war ich total begeistert; Narbenkind jedoch zog sich ziemlich in die Länge.
Außerdem kamen, zu den ohnehin schon vielen schwedischen Mitwirkenden, noch einige Namen hinzu, sodass ich öfters überlegen musste, wer denn nun wer ist.
Großen Raum nehmen wieder Jeannettes Privatleben und ihre Beziehung zu Sofia ein.
Das Autorenduo springt auch in diesem Band sehr häufig in die Vergangenheit und der Leser bekommt Einblicke in die verstörende Kindheit der Victoria Bergmann.

Auch die Ermittler sind inzwischen überzeugt, dass alle Spuren zu Victoria Bergmann führen, doch die scheint spurlos verschwunden zu sein. Als noch mehr Menschen ermordet werden, wird ihnen klar: Der Täter scheint die Opfer aus der Vergangenheit zu kennen. Sie ahnen nicht, dass Sofia Zetterlund, mit der Jeanette sich angefreundet hat, viel mehr dazu sagen könnte, als sie vorgibt. Jeanette bittet Sofia sogar, ein Täterprofil zu erstellen, wodurch Sofia immer auf dem neuesten Stand der Ermittlungen ist.

Der Schreibstil des Autorenduos ist flüssig, die Charaktere sind interessant und kurze Kapitel sorgen für die nötige Spannung. Jedoch empfinde ich 500 Seiten als sehr lang; besser hätten sie sich etwas kürzer gefasst.

Leider endet auch dieser Band wieder mit einem Cliffhanger und wenn man wirklich eine Auflösung des Ganzen erwartet, muss man notgedrungen Teil 3 lesen. Denn anstatt einer Aufklärung des Geschehens, ergeben sich neue offene Fragen. Am Ende des Buches gibt es eine Leseprobe vom dritten Band.
Ich schwanke zwischen zwischen 3 und 4 Sternen, aber zum Schluss fand ich das Ganze so verworren, dass ich mich für 

3 Sterne entscheiden habe..






Ich danke dem Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares

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