Dienstag, 22. Oktober 2013

Rezension : Drecksspiel von Martin Krist




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Drecksspiel












Lange habe ich mich auf den neuen Thriller von Martin Krist gefreut, denn `Die Mädchenwiese` war für mich ein absolutes Lese-Highlight.
Leider konnte mich `Drecksspiel` nicht so begeistern...

 Eine Frau wird in ihrem Ferienhaus überfallen, ein junges Mädchen wird entführt, eine Prostituierte wird ermordet. Es geht außerdem um Raub, Drogen, dunkle Geschäfte und etwas andere Polizeiarbeit. 
Martin Krist hat sich hier eine außergewöhnlich komplexe Story ausgedacht, allerdings mit vielen verschiedenen Handlungssträngen und Unmengen an Personen.
Durch die, leider extrem kurzen Kapitel fand ich überhaupt keinen Zugang zu den Charakteren.

Gerade wenn ich wusste, um wen es sich im Augenblick handelt, begann wieder schon der nächste Abschnitt. Der Leser wird regelrecht durch die Story gejagt..

Während der ersten 200 Seiten blieb für mich ziemlich alles im Dunkeln. Erst ab der zweiten Hälfte des Buches konnte ich endlich die Personen auseinanderhalten und  bekam so langsam einen Durchblick, um was es eigentlich genau geht. Das mag auch daran liegen, dass man bei dem rasanten Tempo, das der Autor an den Tag legt, manche Details vielleicht schlichtweg überliest.

Die vielen Handlungsstränge lassen zuerst keinerlei Zusammenhänge erkennen, doch das muss man ihm lassen: Martin Krist hat alles perfekt ausgetüftelt, sodass zum Schluss  alle Fäden zusammenführen. 
Das gefiel mir wieder gut, auch Ex-Polizist David wurde im Laufe der Story immer sympathischer.
`Drecksspiel` ist übrigens der Auftakt einer Reihe mit David Gross.
 
 Allerdings hat mir etwas mehr Ruhe gefehlt, sodass man nicht ewig abrupt aus der Story gerissen wird, weil schon wieder ein neues Kapitel mit anderen Personen anfängt. Obwohl es später  spannender wurde, ist bei mir der Funke nicht wirklich übergesprungen.

Fazit: Eine genial ausgedachte Story, doch die Umsetzung konnte mich nicht richtig fesseln.



Ich danke Martin Krist  und dem Ullstein Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.





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