Sonntag, 10. Februar 2013

Rezension : Der Kreuzworträtselmord : Kerstin Apel

*

Unfassbar widerwärtig !!!!!






Bei der Story handelt es sich lt.Klappentext um eine Mischung aus tatsächlichen und frei erfundenen Ereignissen .

So ist es ja öfters bei Romanen und ich habe mich auf das Buch gefreut, weil ich annahm, es handelt sich um einen normalen Krimi.

Es ist ein dünnes Büchlein  mit nur 155 Seiten, wovon die ersten 100 Seiten von der Journalistin Shiva handeln.

Sie bekommt von ihrem Chef den Auftrag, in einem alten Mordfall zu recherchieren, um vielleicht eine Story daraus zu machen. 

Es handelt sich um den Kreuzworträtselmord, einen spektakulären Kriminalfall aus der ehemaligen DDR.

Während ihrer Nachforschungen lernt sie Susanna kennen, die, wie sich erst später herausstellt, die Freundin des Mörders war.

Eigentlich plätschert die Handlung 100 Seiten lang so vor sich hin, bis Susanna dann der Journalistin die wahre Geschichte erzählt.

15. Januar 1981,
Die 17 jährige Susanna kommt, früher als gewohnt, nach Hause und überrascht ihren Freund, wie er dabei ist, einen achtjährigen Jungen zu töten. 
Überall in der Wohnung ist Blut und in der Badewanne ein kleiner Junge, der zu diesem Zeitpunkt noch lebt...Sie hört später aus dem Nebenraum, wie ihr Freund den Jungen absticht und hilft ihm anschließend die Leiche zu entsorgen..

Bis dahin fand ich diese Geschichte doch sehr unrealistisch, denn so etwas würde es doch im wahren Leben niemals geben..

Und jetzt wird es richtig geschmacklos und widerwärtig !!! 


Im Nachwort gesteht die Autorin Kerstin Apel, dass sie die Susanna aus dem Buch ist und das genau dieser Teil der Story den Tatsachen entspricht.

Sie möchte sich einmal alles von der Seele reden, was sie so lange belastete.

Dazu muß man aber doch kein Buch darüber schreiben und nun andere Menschen auch damit belasten !

Es ist ja etwas anderes, ob ich einen Krimi lese, oder ob ich die genauen Einzelheiten über einen bestialischen Mord an einem kleinen Jungen lese, der wirklich geschehen ist !!!



Dieses Buch wird mich sicher noch einige Zeit verfolgen, weil ich keine Vorstellung davon habe, wie man nach so einer grauenvollen Tat mit seinem Gewissen klar kommen kann. Warum hat sie dem Jungen nicht geholfen ? Warum ist sie nicht zur Polizei gegangen ? Auch unfassbar, dass sie bis zur Aufklärung des Mordes noch weitere 10 Monate mit dem Mörder zusammengelebt hat.

Die Eltern des Jungen tun mir sehr leid, denn sie werden ja unweigerlich davon hören.

Die Autorin erhofft sich mit dem Niederschreiben der Geschichte, dass sie nun endlich
mit der ganzen Sache abschließen kann, aber der Schuß geht ja wohl, Gott sei Dank, nach hinten los.

Wie ich heute gelesen habe, beschäftigt sich schon die Justiz mit Kerstin Apel, was wenigstens eine kleine Genugtuung ist.

Der Kreuzworträtselmord ist das gräßlichste Buch, das ich seit langem gelesen habe !!!!
























Kommentare:

  1. Ganz ehrlich? Ich habe das Buch hier liegen als Rezensionsexemplar und habe noch nicht angefangen zu lesen und überlege, ob ich es überhaupt noch tun soll...
    Ich bin anfänglich von einem Krimi BASIEREND auf einem wahrem Ereignis ausgegangen, aber vor ein paar Tagen bin ich zufällig darauf aufmerksam geworden, dass die Autorin hier tatsächliche Begebenheiten niedergeschrieben hat.. furchtbar. Insofern glaube ich, dass ich das Buch postwendend wieder zurück schicken werde... und deine Meinung bestärkt mich darin. Danke.

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    1. Hi Lene, ich hatte es auch als Rezensionsexemplar und gerade gestern angefangen, als ich darüber in der Zeitung las. Genaus wie Du nahm ich an, es sei ein normaler Krimi. Die ersten 100 Seiten waren eher langweilig und die nächsten 50 nur grausam...:-( L.G. Annette

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  2. Ich bin grad total geschockt ... ist das denn alles wirklich wahr, oder ist das nur eine grausige und geschmacklose Vermarktungsstragie?! Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Verlag dieses Buch wirklich verlegt, wenn es sich um eine wahre Geschichte handelt. Aber da sich die Staatsanwaltschaft schon mit dem Buch beschäftigt, werden wir sicher noch erfahren, was wirklich dahinter steckt. Ich finde es auf jeden Fall sehr verstörend und werde mir das Buch sicher auch nicht kaufen. Danke, dass Du uns davor warnst!!

    LG
    Moni

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  3. Ich habe gerade gestern auf einem anderen Blog eine neutralere Rezension gelesen, die das Ende verscweigt und dachte auch, dass es sich eher um einen Krimi handelt, der sich an dem wahren Fall orientiert, aber dabei künstlerische Freiheit wahrt. Nun bin ich foh, dass du das Geständnis der Autorin enthülst und so klare Worte findest. Jetzt weiß ich, dass ich die Finger von diesem Buch lasen werde.
    Liebe Grüße,
    Mareike

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  4. Da kann ich dich aber verstehen, das ist echt... keine Ahnung, ich kann's grad nicht in Worte fassen...

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  5. Danke,ich bin froh, wenn ich jemandem davon abhalten kann, das Buch zu kaufen. Bei facebook sind die Kommentare unter meinem Post ganz anders. Die meisten Leser schreiben, man solle keine Rezension veröffentlichen, um keine Werbung zu machen. Aber genau das wollte ich eben nicht bezwecken. Ich möchte damit vom Kauf abraten !!!

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  6. Sachen gibts... Ist ja der Hammer!
    Also dieses Buch sollte sofort vom Markt verschwinden, an sowas darf einfach niemand auch noch Geld verdienen!!
    Wie kann denn sowas überhaupt erst von einem Verlag gedruckt werden?!

    Also ich unterstütze dich da voll und ganz! Man sollte in so einem Fall auch mal eine ausführliche Rezi schreiben und gleichzeitig von einem Buch abraten dürfen!!

    LG, Jenny

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  7. Wie krass..! Also.. ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll, weils einfach so mega unfassbar widerlich ist. Es gibt ja viele Autoren, die ihre Leidensgeschichte niederschreiben, aber dass man sowas in einem Buch schreibt und das auch noch veröffentlicht?! Gott im Himmel..

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  8. Bei Amazon hat doch jemand tatsächlich das Buch als "ideale kleine Spannungslektüre für Zwischendurch" rezensiert!!!! Wie krank ist das denn???

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  9. Danke für die Rezension. Ich habe gestern schon von dem "Fall" gehört und da ich diese Rezi hier gelesen habe, habe ich sie gleich mal bei Facebook geteilt. Ich bin hier zu finden, wenn du es nachlesen willst:
    http://www.facebook.com/lese.giraffe

    LG von der Lesegiraffe

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  10. Die Staatsanwaltschaft ermittelt tatsaechlich, wie selbst DIE BILD berichtet:

    http://www.bild.de/ka/p/ugc/28450134/comment/popular


    Ich persoenlich nenne das "Beihilfe zum Mord" und denke, dass Frau Apel mit ihrem Wissen und der Veroeffentlichung maechtig PR fuer sich machen wollte. Wie weit sind wir eigentlich heute, wenn derlei Leute keine Scham mehr zeigen ?

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  11. Hallo Annette,
    ich habe das Buch auch als REzi-Exemplar daheim liegen und bin wie Du auch von einem Krimi ausgegangen, der Klappentext lässt ja darauf schließen. BIn jetzt ernsthaft am überlegen, ob ich ihn überhaupt noch lese oder nicht besser einfach dem Verlag zurückschicke. Danke für Deine Rezi. Ich hoffe, sie hält viele davon aus, das Buch zu kaufen.
    LG Isabel

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  12. Ich wollte mir das Buch auch zuerst kaufen, da ich vor Jahren mal bei Polizeiruf 110, einen Film über diesen Mord gesehen habe und wie lange sich der Kommissar dort reingehängt hat, um den Fall zu losen. Aber jetzt lasse ich die Finger davon. Wie konnte sie damit überhaupt einen Verlag finden? Gut, dass sich jetzt die Staatsanwaltschaft damit befaßt.

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  13. Danke für eure Kommentare und ich freu mich, wenn meine Rezension jemanden vom Kaufen oder auch Lesen abhält.Was sich der Verlag dabei gedacht hat,ist mir eigentlich auch schleierhaft...

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    1. Vielen, Vielen Dank für die Rezension.
      Ich finde es schon ziemlich krank, wenn man bei so etwas beteiligt ist, aber dass man jetzt daraus auch noch gewinn schlagen will, ist finde ich der Höhepunkt der Unverschämtheit..
      Ich habe deinen Beitrag auf meinem Blog verlinkt, damit ihn viele Leute noch lesen können, hoffe das ist okay?
      LG Sari

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  14. Wow, das ist heftig.
    Ich verstehe nicht, was sich die Autorin da gedacht hat. Wenn man mit so etwas nicht klar kommt, geht man zur Polizei und begibt sich in Theraphie...
    Das Buch werde ich definitiv nicht lesen - wenn ich das Buch gelesen hätte und dann erfahren würde, dass das so wirklich passiert ist und die Autorin daran auch noch beteiligt gewesen ist - ich glaube ich wär darüber selbst erstmal total geschockt und entsetzt..
    Vielen Dank für die Rezension, ich fand sie sehr sehr sehhhr hilfreich.
    LG Sari

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  15. Hallo Sari, vielen Dank für den Kommentar und natürlich für die Verlinkung...Ich seh es genauso; wenn die Autorin nur ihr Gewissen erleichtern wollte, geht das sicher anders und besser. Aber ein Trost ist ja, dass nun wirklich ein Verfahren gegen sie eingeleitet wurde..L.G.Annette

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  16. Es ist einfach nur schrecklich. Ich bin wirklich geschockt.
    Man sollte das Buch auf jedenfall boykottieren. Allerdings will ich nicht wissen, wie viele genau aus diesem Grund losrennen und sich das Buch kaufen werden.
    Deine Rezension hat mir gezeigt die Finger davon zu lassen!
    Danke dir dafür und Sari, du hast einen tollen Bericht dazu geschrieben!

    Liebe grüße
    Vanessa

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    1. Hi Vanessa, wer nun losrennt und sich das Buch kauft, dem ist ja dann auch nicht mehr zu helfen.Guck doch mal auf meine Facebookseite, da wurde auch schon eifrig über das Buch diskutiert gestern...L.G. Annette

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  17. Ich möchte brechen!!! Und als Mutter von zwei kleinen Kindern ist es mir absolut unverständlich, wie solch ein Buch vermarktet werden kann. Einfach nur widerlich!!! Danke für diese Warnung.
    LG,
    Damaris

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  18. Darf ich deine Rezi auf meiner Blog-Seite bei FB verlinken? Als Warnung für alle??

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    1. Klar, gerne :-) Kannst auch den Post von bei meiner FB- Seite teilen.. L.G. Annette

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  19. Hallo Annette, ich habe das mal geteilt, weil ich einige Krimi-Leser in der Freundesliste habe und die eventuell von dem Buch gehört haben. Wir sollten schon durch Aufmerksamkeit versuchen, das Buch zu boykottieren. Aber alle werden wir ja leider nicht erreichen :(

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    1. Hi Sandra, ist mir sehr recht,möglichst viele sollen vom Kauf abgehalten werden.....L.G. Annette

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  20. diese Frau Apel sollte man heut noch nachträglich verurteilen............allein ihre Fotos von sich geben Aufschluss darüber wie sie über diesen dingen steht..................mir tut die Famiele Apel nur Leid

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    1. Ja,ich denke, da kommt auch noch was hinterher...

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  21. Hallo und danke für die Rezension. Ich hab das Buch ebenfalls hier und hab bisher ca. die Hälfte gelesen und bin jetzt froh, dass ich weiß, dass ich es nicht mehr weiterlesen möchte. Ich werde es mit einem Brief an den Verlag zurück schicken.
    Ich hab selbst eine kleine Tochter und der Gedanke daran, dass jemand nicht hilft und sich hinterher noch irgendwie als Opfer darstellt haut mich echt um.
    Traurig, sowas hatte ich nicht erwartet :-(
    LG Cat

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    1. Hi Cat, mich hat auch umgehauen, dass die Autorin noch meint, irgendjemand würde sie verstehen....:-(

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  22. Oh mein Gott, dass ist ja der reinste Horror!
    Ich kann die Frau ein BISSCHEN verstehen, wenn man Angst hat, macht man auch unüberlegtes und wenn man es sich von der Seele schreiben möchte, kann man es auch tun, ABER es zu VERÖFFNLICHEN und noch daraus GEWINNN machen, ist das LETZTE.
    Und dass die Frau sich als Opfer darstellt finde ich auch nicht gut, sie sollte zugeben, dass sie Scheiße gebaut hat und auch Mittäter war und nicht Opfer.
    Es ist so grausam, dass die Eltern des Jungen das ganze Szenario lesen können, wenn sie noch leben.
    Traurig, traurig, wie Menschen nicht mehr menschlich handeln können.

    LG May

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    1. Und wie kann der Verlag sowas nur verlegen?!

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    2. Hi May, man kann sich alles von der Seele schreiben, man kann auch ein Buch drüber schreiben,wenn man das Bedürfnis hat. Alles kein Thema, gibts ja öfters. Aber hier wird ja durch das Buch erst klar, dass die Autorin sich strafbar gemacht hat und das geht gar nicht ! Ich muß auch oft denken, wie die Eltern des Jungen sich fühlen...

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    3. Und wieso der Sutton Verlag sich dafür hergegeben hat....keine Ahnung..

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  23. Muss dieser furchtbare Fall jetzt wieder aufgerollt werden?
    Ja,er muss.Diese Frau muss bestraft werden.In meinen Augen ist sie genau so schuldig,wie der Täter.Sie hätte helfen können,falls sie wirklich anwesend war.
    Zu DDR Zeiten hätte jeder im Haus geholfen,wenn sie laut um Hilfe geschrien hätte.
    Jetzt dieses Buch zu schreiben,wo vielleicht etwas Frieden für die Mama von Dirk eingekehrt ist,ist unfaßbar.Das ein Verlag sich für so etwas hergiebt,nur wegen des Geldes,das ist menschenverachtend.Ich bin in der DDR groß geworden und habe den furchtbaren Fall mitverfolgt.Wir hatten alle Angst um unsere Kinder.
    Werde diesen "Drei Groschen Roman" selbstverständlich nicht kaufen.

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  24. Ich finde es furchtbar, dass sie nun auch noch eine Plattform auf der Buchmesse in Leipzig bekommt. Ich arbeite gerade das Programm durch und war echt entsetzt, als ich das sah...

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    1. Ich habe vor ein paar Minuten dazu auf facebook gepostet.. ich kann mir nicht vorstellen, dass das durchgezogen wird..

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