Dienstag, 29. Januar 2013

Rezension : Fanggründe : Natascha Manski




* * * *


Ein spannender Küstenkrimi !!







 Die Hauptkommissarin Tomma Petersen tritt ihre neue Stelle in Norddeutschland an und wird gleich am ersten Tag mit einem Toten konfrontiert. Offenbar handelt es sich um den Selbstmord eines jungen Fischers, wie sich ziemlich schnell herausstellt.

Doch in Ruhe einarbeiten ist nicht möglich, denn sofort an ihrem zweiten Tag geschieht ein richtiger Mord. Thies Frerichs, auch ein Fischer, wird erstochen aufgefunden.

Tomma kann sich trotzdem nicht nur auf den Mord konzentrieren, auch das Verhältnis zu ihrem neuen Kollegen ist sehr angespannt.

Ulrich Spandorff ist mit seiner jungen Chefin nicht so richtig einverstanden, zumal sie so gar nicht seinen Vorstellungen entspricht. Eigentlich hatte er erwartet, dass er die Stelle des Chefs bekommt und nun setzt man ihm so ein junges Ding vor die Nase.

Die Ermittlungsmethoden der beiden sind auch völlig unterschiedlich und natürlich sind Reibereien dadurch unvermeidbar.

Der Tote, Thies Frerichs, war ein starker Gegner des geplanten Windparks.

Durch den Bau der Anlage würden die Fanggründe der Nordsee und damit die Existenzgrundlage der Fischer zerstört. Könnte der Mörder unter den Betreibern des Windparks zu suchen sein? Wurde Thies ihnen zu unbequem?

Beliebt schien er auf jeden Fall nirgendwo gewesen zu sein, noch nicht mal bei seiner eigenen Frau.

Tomma Petersen und ihr Team ermitteln in verschiedene Richtungen; bis kurz vorm Schluss bleibt unklar, was wirklich passiert ist.

Natürlich ist das Thema Windpark und seine Gegner nichts Neues, aber eigentlich spielt es nur am Rande eine Rolle.

Das Buch ist in verschiedene Handlungsstränge unterteilt; mehrere Personen erzählen aus ihrer Sicht, sodass der Leser der Polizei manchmal schon etwas Wissen voraus hat.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig; die Protagonisten haben alle ihre Eigenarten, wodurch sie aber sympathisch werden.

Besonders Spandorff, Tommas etwas verschrobener Kollege hat mir von Kapitel zu Kapitel immer besser gefallen.

Bei Fanggründe handelt es sich um den ersten Roman von Natascha Manski und es ist ein ruhiger Küstenkrimi, der sich gut lesen läßt.

Die Autorin legt immer wieder ein paar falsche Fährten, sodass man nicht ahnt, wer Thies Frerichs wirklich umgebracht hat. Und ob der junge Fischer tatsächlich Selbstmord begangen hat, ist auch plötzlich nicht mehr ganz klar.

Ich mag gerne Krimis, die etwas ruhiger sind, aber trotzdem spannend und bei denen die Ermittlungsarbeit im Vordergrund steht. Aus diesem Grund hat mir Fanggründe sehr gut gefallen, aber ich glaube auch, dass bei der Autorin noch Potenzial nach oben vorhanden ist, daher 4 Punkte.

Ich freue mich schon auf die nächsten Fälle von Petersen / Spandorff....






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