Freitag, 20. Juli 2012

Rezension : Friesensturm von Birgit Böckli

* * *


Eher ein Friesenwind !





Der Prolog beginnt mit einem Mord; richtig spannend, wie es sich für einen guten Krimi gehört.
Doch schon ab dem ersten Kapitel hat das Buch einen ganz anderen Stil; ruhig, gemächlich und ziemlich langatmig.
 Thomas Berg, ein Polizist, der nach dem Tode seiner Schwester von Schuldgefühlen geplagt wird, hat sich auf das Polizeirevier der Insel Spiekeroog versetzen lassen.
Dort hofft er, der Großstadt Berlin und seiner Vergangenheit entfliehen zu können, doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht. 
Denn kaum ist er auf der Insel angekommen, passieren Knall auf Fall mehrere Morde hintereinander. 
Freda Althuis, eine Kommissarin vom Festland, soll bei den Ermittlungen helfen.
Irgendwie empfand ich das Ganze aber doch etwas sehr an der Realität vorbei. 
 Innerhalb weniger Tage werden hier 3 Menschen ermordet , aber  es wird mit einer Seelenruhe gearbeitet, als wenn es sich um einen Ladendiebstahl handelt
Die Polizeieinsätze haben sich bisher auf Kneipenschlägereien oder ähnliches beschränkt und plötzlich passieren die Morde und der Revierleiter feiert gerade jetzt krank, weil er beleidigt ist.

Auch wenn wir es hier mit sturen ostfriesischen Inselbewohnern zu tun haben, empfinde ich dieses Verhalten doch sehr merkwürdig.
Da kommt keinerlei Hektik auf, obwohl eine Leiche nach der anderen gefunden wird.
Das Buch ist ganz nett, für meine Begriffe etwas langatmig und nicht sonderlich spannend, aber dann gibt es auch noch einen zusätzlichen Punktabzug für die Auflösung der Mordfälle.
Das Ende empfinde ich unrealistisch und unbefriedigend für den Leser.
Ich habe immer gedacht, es passiert noch was, aber dann war das Buch schon zu Ende.
Ich lese auch gerne ruhigere Krimis, z.B. Nele Neuhaus oder Petra Hammesfahr, aber Friesensturm war mir einfach zu ruhig.
Wie gesagt, das Buch liest sich ganz nett, man ist auch schnell fertig mit den 255 Seiten, aber es könnte eine ganze Portion mehr Spannung vertragen..






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