Samstag, 16. Juni 2012

Rezension : Die Goldspinnerin von Gerit Bertram

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Kurzbeschreibung

Eine opulente Geschichte um Macht und Glauben, Gier und Verrat, Liebe und Treue


Lübeck, anno 1396. Die selbstbewusste Goldspinnerin Cristin Bremer führt mit ihrem Mann Lukas eine angesehene Werkstatt in der florierenden Hansestadt. Mit der Geburt ihrer ersten Tochter scheint das Glück des Ehepaars perfekt. Doch dann wird Lukas vergiftet und die junge Mutter von ihrer eigenen Schwägerin des Mordes und der Hexerei beschuldigt – und dem Henker übergeben. Nur dessen Sohn Baldo glaubt an ihre Unschuld, denn wie könnte eine so schöne und gutherzige Frau eine kaltblütige Mörderin sein?
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Rezension :

ZIEMLICH  VIELE  ZUFÄLLE.......

Christin Bremer führt mit ihrem Mann Lukas eine sehr glückliche Ehe. Zusammen betreiben sie eine gutgehende und angesehene Spinnerei in Lübeck. Gekrönt wird ihr Glück durch die Geburt ihrer Tochter Elisabeth.

Doch kurz nach der Geburt stirbt Lukas und Christin wird des Mordes angeklagt . Durch falsche Zeugenaussagen wird sie zum Tode durch lebendiges Vergraben verurteilt.

Baldo Schimpf, der Sohn des Henkers, glaubt jedoch an ihre Unschuld und rettet sie vor dem Ersticken.

Von nun an sind die beiden auf der Flucht und Christin hat nur einen Gedanken: Sie will den wahren Mörder ihres Mannes überführen und ihre Tochter zurückholen.

Das Buch ist sehr kurzweilig, läßt sich gut lesen. Allerdings passieren so viele unvorhergesehene Dinge und ein Zufall jagt den anderen; das empfand ich dann doch öfters als etwas sehr unwahrscheinlich für die damalige Zeit. Christin und Baldo kehren schon nach kurzer Zeit nach Lübeck zurück, obwohl sie genau wissen, das sie gesucht werden. Das würde ja auch kein normaler Mensch tun.

Gerade als sie entdeckt werden, kommen sie, natürlich durch einen weiteren Zufall, einem Mädchenhändlerring auf die Spur. Um die Täter überführen zu können, brauchen sie aber Beweise und dazu ist eine Reise nach Polen nötig.

Auch dort müssen sie wieder zahlreiche Abenteuer überstehen und das eigentliche Vorhaben, nämlich den Mörder Lukas zu finden und Elisabeth zurückzuholen, gerät ins Hintertreffen.

Aber natürlich fügt sich alles zusammen und in Polen finden sie auch die Beweise für Lukas Mord..

Also alles in allem, eine immer wieder abschweifende Geschichte mit vielen verschiedenen Themen.

Z.B. hat Christin heilende Hände und die beiden kommen auf ihrer Reise durch Hamburg. Dort nimmt sie ein Bader auf, bei dem sie einige Zeit leben. Christin lernt dort viel über Heilkunst, aber dann wird es nicht weiter ausgebaut.

Auch die Goldspinnerei wird nur auf den ersten Seiten erwähnt, der Titel des Buches ist eigentlich irreführend..

Für mich hätten es etwas weniger Verwicklungen auch getan, aber trotz dieser kleinen Schwächen läßt sich der Roman flüssig lesen und ist nicht langatmig.
Also eigentlich ein netter Schmöker, wenn man keine hochgeistige Literatur erwartet.. 



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